Mittwoch, 20. Februar 2013

Happy und leicht gestresst...


Es geht mir im Moment richtig gut! Mehr als das: Ich bin glücklich! Allerdings auch "leicht" gestresst, weil ich gerade sehr viel um die Ohren habe und deshalb komme ich kaum zum Bloggen und habe meine Mails noch nicht beantwortet. 

Die Frau mit den spirituellen Fähigkeiten (*hat mir einmal gesagt, man müsse zuerst Ordnung (reinen Tisch) machen in seinem Leben, damit sich neues Glück und echte Liebe einstellen könne. Nun, was soll ich sagen... Die kluge Frau hat Recht behalten! Dass es allerdings sooooo schnell gehen würde, hat mich doch überrascht. Ich hab ja noch nicht einmal meine Wohnung richtig eingerichtet! Aber ich will mich nicht beklagen - das Universum hat seine Sache sehr gut gemacht! Es gibt einen neuen Mann in meinem Leben, der mir richtig gut tut. Ich habe das nicht gesucht. Wir haben uns irgendwie gefunden. Mehr mag ich noch nicht verraten. :-)

Monsieur Silence hat damit übrigens nichts zu tun. Jedenfalls nicht direkt. Allenfalls indirekt. ;-)

Ob dem ganzen Glücksgefühl, das mit der neuen spannenden Begegnung und dem Einrichten meiner ersten eigenen Wohnung einhergeht, habe ich glatt vergessen, dass mein Blog am Valentinstag sein zweijähriges Bestehen "gefeiert" hat! Und pünktlich zum Jubiläum hat sich die 70. Leserin eingeschrieben! Ich freue mich sehr darüber, dass sich so viele Menschen von meinen Texten angesprochen fühlen und mir teilweise schon seit meinem ersten Post die Treue halten! Als ich am 14. Februar 2011 mit dem Schreiben begonnen habe, hätte ich nie für möglich gehalten, wie sehr sich mein Leben in nur 24 Monaten verändern würde! Mein Blog hat massgeblich dazu beigetragen. Das Schreiben selbst, das es mir ermöglicht hat, meine Gedanken zu sortieren und meine Leserschaft, die mich mit ihren konstruktiven Kommentaren immer wieder (heraus)gefordert (im positiven Sinne!) und weitergebracht hat! 


Die vergangene Woche war eine der Intensiveren seit langem! Es gab jede Menge Premieren - Dinge, die ich zum ersten Mal erlebt oder getan habe! Ziemlich verrückte Dinge, die ich vorerst noch für mich behalten möchte, die aber so besonders sind, dass ich sicher irgendwann ein Post darüber schreiben werde. ;-)

Der Umzug verläuft nicht ganz so zügig, wie ich es mir vorgenommen hatte. Irgendwie absorbiert mich das Alltagsleben doch ziemlich stark, so dass ich nicht dazu komme, jeden Tag etwas vom Haus in die Wohnung zu transportieren. Irgendwie fühlt es sich noch nicht nach definitiver Trennung an, aber das hängt sicher auch damit zusammen, dass viele Möbel und Einrichtungsgegenstände noch in der Ferienwohnung sind und ich mich im Haus ja nicht unwohl fühle. Vielleicht ist es mir noch zu wenig bewusst, was es wirklich bedeutet, weil wir relativ entspannt miteinander umgehen. Fast könnte man als unbeteiligter Zuschauer denken, es wäre alles wie immer bzw. in Ordnung. Aber es ist ja nicht so, dass ich aus dem Elternhaus ausziehe und gewisse Dinge zurücklassen kann. Ich muss mir noch richtig bewusst werden, dass alles, was ich im Haus lasse, dereinst vielleicht von einer anderen Frau übernommen oder weggeschmissen wird. Daher muss ich wirklich alles mitnehmen, was mir etwas bedeutet. Es ist DIE Gelegenheit um auszumisten. Leider ist das etwas, womit ich mich schwer tue. Aber wenn nicht jetzt, wann dann? 

Letzten Freitag habe ich übrigens zum ersten Mal in meiner Wohnung übernachtet! Auf dem umgebauten Bettsofa! Ich habe wunderbar geschlafen! Und letzte Woche habe ich den ersten Nachbarn kennengelernt. Er schaufelte gerade den Schnee von seinem Vorplatz weg. Ich habe mich vorgestellt und wir haben ein paar Höflichkeiten ausgetauscht und er hat sich spontan anerboten, meinen Hauseingang ebenfalls vom Schnee zu befreien, was ich dankend angenommen habe! Wir waren uns gleich sympathisch. Ein echter Aufsteller!  Na, wenn das kein guter Start ist! :-)



Ein weiteres Bild aus der Serie  "My home is my castle"...  ;-)






* (ich habe im Blog schon mehrmals von ihr geschrieben)

Sonntag, 10. Februar 2013

My home is my castle (1)

Seit zwölf Tagen habe ich meine eigene Wohnung! Sie ist wunderschön und geräumig und ... sie ist noch immer so gut wie leer! Ich habe mir vorgenommen, nicht planlos Umzugskartons und Kisten mit Büchern, Kleidern, etc. in die Räume zu stellen, sondern zuerst die "Infrastruktur" zu schaffen, um jedes Ding an seinen Platz räumen zu können. Ich brauche also zu allererst Kleiderschränke, Bücherregale, Badezimmerschränke und andere Aufbewahrungsmöbel.

Es ist ein tolles Gefühl, in der leeren Wohnung zu stehen und mir vorzustellen, wie ich es einrichten will. Es ist wie ein leeres Blatt Papier und in meinem Kopf entsteht nach und nach eine Zeichnung, wie es dereinst aussehen wird. 

Am Freitag Abend bin ich endlich dazugekommen, mit Massband, Metern (Zollstöcken) und Schreibzeug in mein neues Reich zu fahren. Ich habe die neuen Wein- und Sektgläser in die Spülmaschine geräumt, Annett Louisan hat für die passende akustische Untermalung gesorgt und so habe ich in aufgeräumter Stimmung damit begonnen, sämtliche Räume auszumessen und Skizzen zu zeichnen. Und während ich das tat, erklang in regelmässigen Abständen ein gläsernes "gling, gling" und kündigte eine neue WhatsApp-Nachricht an, was meine gute Laune weiter beflügelte. :-)

Damit es in der Wohnung nicht mehr soooo leer aussieht, habe ich einen Gartentisch und zwei Stühle aus dem Keller mitgenommen und ins Wohnzimmer gestellt. Eine Leihgabe von meinem Mann. Als ich sie vor ein paar Jahren spontan gekauft hatte, war er zunächst wenig begeistert. Inzwischen gehören sie zum Rosenpavillon und er will sie nicht mehr hergeben. :-)





Ich werde mir neue kaufen und eigentlich finde ich es gut, dass etwas von meinem "Esprit" im Haus und im Garten zurückbleibt, schliesslich bleibt es ja das Zuhause von meinen Kindern, auch wenn sie bald ein Zweites haben werden. 

Überhaupt ist der Umgang mit meinem Mann erstaunlich entspannt. Er hat gestern beiläufig erwähnt, dass er sich ein neues Sofa angesehen hat und er macht schon Pläne, was er im Haus alles ändern will. Ich habe ihn gefragt, wie das neue Sofa denn aussehen soll ...  "Schwarz. Aus Leder.". Ich habe geschmunzelt: "Siehst Du, wie toll das ist! Jetzt kannst Du es Dir einrichten, wie es Dir gefällt, ohne Kompromisse eingehen zu müssen. Ein schwarzes Ledersofa wäre mir nie ins Haus gekommen!"  

Wir "feilschen" um Gegenstände und machen ironische Sprüche. Gestern hat er mir sechs Flaschen Wein mitgegeben, damit ich das Weinregal in meinem neuen Keller "einweihen" kann! Die Wohnung hat er sich allerdings noch nicht angesehen bzw. noch nicht den Wunsch geäussert, das zu tun. Auch Junior hat sich etwas schwer damit getan ....

Als ich ihn am Freitag Nachmittag von der Schule abgeholt habe, musste ich ihn quasi "nötigen", sich endlich unser neues Zuhause anzuschauen. Schliesslich willigte er ein und seine Reaktion war positiv. Er fand es sehr schön und das Zimmer, das ich (und Piccolina ...) für ihn vorgesehen habe, gefällt ihm. Er hat sich alles angesehen und nach knapp zehn Minuten meinte er: "Sehr schön. Können wir jetzt gehen?" ... 


Obwohl es noch keine "richtigen" Möbel in meiner Wohnung gibt (vieles steht ja noch bis Ende März in der Ferienwohnung),  hat es doch der eine oder andere Deko-Gegenstand schon in die Wohnung geschafft oder wartet im Reduit darauf, in kürze seinen endgültigen Platz zu finden. 







Das erste "Bild", das ich an die Wand nageln werde, ist das Metallschild, das mir meine Freundin M. vor ziemlich langer Zeit an einem unvergesslichen Nachmittag geschenkt hat. Es hat für mich eine ganz spezielle Bedeutung. Es ist gewissermassen mein neues Lebensmotto!

Ich habe es damals verinnerlicht und mir vorgenommen, es umzusetzen bzw. es tatsächlich zu leben! :-)



Freitag, 1. Februar 2013

Der Beginn eines neuen Lebensabschnitts!

Noch keine zwölf Monate ist es her, seit ich auf meinem Blog und im engsten Freundeskreis "laut" darüber nachgedacht habe, mir heimlich ein Zimmer zu mieten. Einen "room of my own" wollte ich haben. Ein Refugium  für mich ganz allein. Ich hatte konkret damit begonnen, die Wohnungsanzeigen zu studieren und spielte ernsthaft mit dem Gedanken, mir in der Nähe meines Arbeitsorts eine kleine Wohnung oder ein Zimmer zu nehmen. Mit einer Vermieterin hatte ich bereits telefonisch Kontakt aufgenommen, als ich plötzlich am Tag vor der Besichtigung des Objekts eine Eingebung hatte! Ein Blick in das elektronische Telefonbuch brachte Klarheit: gegenüber der hübschen Zweizimmerwohnung wohnt ein alter Bekannter, mit dem mein Mann beruflich viel zu tun hat. Er hätte von seinem Wohnzimmerfenster aus freie Sicht auf meinen Parkplatz gehabt und mein Auto wäre ihm früher oder später aufgefallen ...

Letzte Woche hat mich dieser Bekannte - ein Kollege aus Jugendzeiten -  auf FB angeschrieben. Ich habe ihm erzählt, dass ich mich von meinem Mann getrennt habe. Er war sprachlos und meinte, dass er dies bedauere, da wir doch ein so schönes Paar gewesen seien! Er ist bisher der Einzige, der so reagiert hat ...  Alle anderen Freunde und Bekannte waren weit weniger überrascht. 

Gut, dass ich damals die Idee mit dem geheimen "Refuge" nicht weiterverfolgt habe ...

Es ist viel passiert seither und ich bin einen weiten Weg gegangen. Er war nicht immer einfach, aber er hat sich gelohnt! Es ist ein gutes Gefühl, in die Jackentasche zu greifen und den Schlüssel zu meiner neuen Wohnung zu ertasten! Kein geheimer Schlüssel zu einem geheimen Zimmer! Nein! Nun ist es ganz offiziell und jeder darf es wissen: es ist der Schlüssel zu einer wunderschönen 4.5-Zimmer-Wohnung! Meine erste eigene Wohnung! 

Ich fühle mich glücklich und befreit!



Mein Wohnungsschüssel!