Mittwoch, 20. März 2013

Alles ein bisschen viel...

Ich hoffe, Ihr seht es mir nach, dass ich mich hier etwas rar gemacht habe. Es läuft gerade so vieles parallel, dass ich manchmal nicht mehr weiss, wo mir der Kopf steht und die Zeit zerrinnt mir zwischen den Fingern.

Der 1. April rückt mit Riesenschritten näher! Bis dahin wollte bzw. sollte ich meine persönlichen Dinge in die Wohnung transportiert haben. Der Umzug gestaltet sich schwieriger als erwartet. Es ist gar nicht so einfach, eine neue Wohnung einzurichten und es braucht Zeit, bis man weiss, welche Möbel man benötigt und wenn man das Meiste neu kaufen muss und ganz bestimmte Vorstellungen in Bezug auf die Optik hat, macht das die Sache nicht unbedingt einfacher. Schon nur die passenden Schränke zu finden, ist eine Herausforderung, wenn die Wände zwischen den Fenstern nicht IKEA-taugliche Masse haben und man Stauraum benötigt und den Raum möglichst optimal ausnutzen möchte. Das heisst, man klappert Möbelhäuser ab - online und per pedes - und vergleicht verschiedene Schranksysteme und Anbieter und das braucht alles Zeit. Ich müsste mich mal zwei Wochen aus dem Alltag ausklinken und mich nur auf den Umzug konzentrieren können. Aber das ist Wunschdenken. Der Familienalltag läuft weiter wie bisher, die Ferienwohnung muss noch geräumt werden und ich habe dieses Jahr schon so viele Urlaubstage bezogen, dass ich Überstunden werde machen müssen, um überhaupt noch ein paar Tage Sommerferien mit den Kindern verbringen zu können. Im Büro wachsen mir die Pendenzen langsam aber sicher über den Kopf. Wenn ich nicht dort bin, bleibt alles liegen und zuhause bzw. abends im Bett fällt mir ein, was unters Eis geraten ist und wem ich noch hätte Bescheid geben sollen... Inzwischen ist eigentlich alles dringend. Es ist ein anspruchsvoller Job und ich verbringe schon jede Woche zwei Tage à 9-10 Stunden im Büro und mein Gatte ist der Ansicht, dass ich das Arbeitspensum erhöhen sollte, damit er weniger Unterhalt bezahlen muss. Mein Einwand, dass dies nicht nur den Stressfaktor, sondern auch den Budget-Freibetrag in die Höhe treibt und dieser ja eigentlich 50/50 aufgeteilt werden sollte, wird irgendwie nicht verstanden. Der Freibetrag ist das, was übrig bleibt, wenn man vom Einkommen alle Ausgaben abzieht. Er ist in unserem Fall hoch genug, um auch mit zwei Haushalten weiterhin einen durchaus komfortablen Lebensstandard halten zu können. Das führt mich zur nächsten Baustelle: die Trennungsvereinbarung ist noch immer nicht unter Dach und Fach und eine einvernehmliche Einigung scheint letztlich zu bedeuten, dass ich mich mit weniger zufrieden gebe, als mir ein Richter zusprechen würde. Was das in Bezug auf eine spätere Scheidung bedeutet, ist auch noch zu klären. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob meine Anwältin meine Interessen wirklich optimal vertritt oder ob sie sich von meinem Mann zu sehr hat vereinnahmen lassen. Ich spiele mit dem Gedanken, eine Zweitmeinung einzuholen und anscheinend bleibt mir nun doch nichts anderes übrig, als die Trennungskonvention selber aufzusetzen bzw. zu überarbeiten (!) und mich mit der sachdienlichen Rechtsprechung (Bundesgerichtsurteile) vertraut zu machen. Ich hatte gehofft, dies der Anwältin delegieren zu können aber mein Bauchgefühl stimmt nicht mehr und der erste Entwurf ist eigentlich eher eine Scheidungskonvention denn eine Trennungskonvention und ich lasse mich jetzt nicht in eine schnelle Scheidung drängen. Zu vieles ist noch unklar.  

 
Ich hatte mir so schön ausgemalt, dass ich meine umfangreichen Habseligkeiten im Haus würde ordnen bzw. aussortieren können, um dann nur noch die "Essenz" bzw. das, was ich wirklich behalten will, in die  neue Wohnung zu transportieren. Das war etwas blauäugig. Es fehlt mir schlicht die Zeit dafür und leider gibt es am neuen Domizil nur einen winzigen Keller. Ich werde also wohl oder übel eine "Ecke" mit Kisten und Kartons "einrichten" müssen, die ich nach und nach durcharbeiten bzw. sichten werde. Ich spreche von ganz viel Papier und zehntausenden Fotos, nicht zu vergessen jede Menge Dekosachen (allein mit der Weihnachts- und Osterdeko könnte ich einen Schrank füllen...) und auch Kleider und Schuhe werde ich radikal dezimieren müssen. Es wird eine Reise durch die Vergangenheit werden und ich muss mich von viel Ballast befreien. Da ich eine Sammelnatur bin, fällt mir dies nicht leicht. Es ist eine echte Herausforderung!  

Meine To-Do-Liste ist gefühlte 100 Meter lang ... aber in dem ganzen "Chaos" leuchtet ein Stern, der mich trotz der hohen Belastung immer wieder zum Lächeln bringt und mit seinem Zuspruch dafür sorgt, dass ich den Mut nicht verliere. Und den Galgenhumor. ;-)










Donnerstag, 7. März 2013

Mein männliches Pendant

Nun ist es wirklich langsam an der Zeit, das "Geheimnis" zu lüften! Ich will Euch nicht länger auf die Folter spannen und werde nun darüber berichten, wer dieser Mann ist, dem seit ein paar Wochen mein erster Gedanke nach dem Aufwachen gilt und dessen zauberhafte Morgengrüsse auf dem Handy mich seit Wochen jeden Tag mit einem Lächeln beginnen lassen. Der Mann, der es geschafft hat, sich in rekordverdächtig kurzer Zeit in mein Herz zu schreiben und der mich dazu gebracht hat, die berühmten drei Worte ins Handy zu tippen und per WhatsApp in die deutsche Metropole zu schicken, noch bevor ich ihn live getroffen hatte...

Der Mann, der ohne zu zögern 1000 km zurückgelegt hat, um mich zu treffen und seither dafür sorgt, dass die Schmetterlinge in meinem Bauch Purzelbäume schlagen und es an allen möglichen Körperstellen kribbelt und (insbesondere in der Herzgegend) zieht. Der Mann, für den ich meinen eh schon komplizierten Alltag auf den Kopf stelle und Termine absage oder verschiebe, damit wir 36 Stunden miteinander verbringen können, weil er mir so gut tut und weil es sich so anfühlt, als ob ich mein männliches Pendant, mein Gegenstück gefunden hätte.

Der Mann, der die ersten Möbel in meiner neuen Wohnung zusammengeschraubt hat und den ich im Notfall (wenn die Verwandtschaft unerwartet vor der Türe stehen würde) auf den Balkon schicken müsste, weil ich ihn noch geheim halten muss und es in der neuen Wohnung bislang weder Schränke noch geeignete Betten gibt, die als temporäres Versteck in Frage kämen... ;-) Und er ist sich dessen bewusst und verrückt genug, das Risiko einzugehen!

Geheim halten muss ich ihn deshalb, weil ich noch mitten in der Trennung stecke und vieles noch nicht definitiv geregelt ist. Und weil mir ohnehin keiner (und mein Mann vermutlich schon gar nicht ...) glauben würde, dass wir uns erst vor wenigen Wochen kennengelernt haben, weil es sich schon so vertraut anfühlt und wir schon Urlaubs- und Zukunftspläne machen. Und weil es eigentlich noch viel zu früh ist für einen neuen Mann in meinem Leben, der das Potential hat, an meiner Seite zu bleiben und den ich nicht mehr loslassen möchte. So ist das. Eine ziemlich verrückte Geschichte! :-)

Wer mehr wissen möchte, kann sich bei Gelegenheit mal bei ihr* umschauen. Dort habe ich ihn nämlich entdeckt! Irgendwann Anfang Jahr, als ich eines ihrer Posts kommentiert habe. Er hat da auch kommentiert und er ist mir gleich aufgefallen. Es ging in dem Post um die Liebe zu einem Mann, den sie noch nie real gesehen hat und mit dem sie einen intensiven Austausch per Mail, WhatsApp und Skype pflegt. Ich habe mir "damals" gedacht: "Du meine Güte! Sie schreibt, dass sie ihn liebt! Obwohl sie ihn noch nie real getroffen hat und er mitliest! Das würde ich mich nie getrauen! Und dann noch diese grosse Distanz! Auch nicht gerade optimal. Hoffentlich wird sie nicht enttäuscht!".

Tja... Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Ich kann ihr inzwischen sehr gut nachfühlen und was sind schon 1000 km Entfernung im Zeitalter von Easyjet! ;-) 

Ach ja... Inzwischen hat sie ihren Liebsten auch im realen Leben getroffen und schwebt auf Wolke sieben und ich bzw. wir freuen uns natürlich sehr für die beiden! Aber lest selbst! *