Donnerstag, 25. August 2016

Zwei Jahre später ....

Wo soll ich anfangen? Hmmm.... gar nicht so einfach!

Coucou, ich bin wieder da? Das hatten wir schon mal, ich weiss! Ich kann auch nicht versprechen, dass ich wieder regelmässig schreiben werde. Aber ich bin ziemlich sicher, dass es nicht wieder zwei lange Jahre dauert, bis ich das nächste Post veröffentliche. Ich weiss aus sicherer Quelle, dass es noch die eine oder andere Leserin gibt, die sich freuen würde, von mir zu hören und vielleicht auch den einen oder anderen Leser. Obwohl ich auf dem Blog von meinem Liebsten nicht kommentiere, verfolge ich ihn natürlich aufmerksam  und habe Eure Kommentare mit einem Lächeln zur Kenntnis genommen. :-)

Und mein Liebster plangt schon so lange auf diesen Moment ... ;-)
Nun, denn. Los geht's! :-*

Ich habe in den letzten beiden Jahren meine erste Wohnung eingerichtet und wieder geräumt und abgegeben, ein Haus gekauft, ganz viel über Vertragsrecht und alte Häuser gelernt, Aufträge an Handwerker vergeben, zum ersten (und voraussichtlich letzten) Mal eine Wohnung vermietet, mich intensiv mit Mietrecht und dessen Missbrauch befasst, eine Rechtschutzversicherung abgeschlossen, unzählige Stunden und Nerven für Berechnungen im Hinblick auf die bevorstehende Scheidung aufgewendet bzw. verschwendet, zwei Einsprachen gegen Bauvorhaben eingereicht, mein Arbeitspensum im Büro erhöht, mit einem Banker über eine Hypothek verhandelt, mich mehrmals fürchterlich über den Vater meiner Kinder aufgeregt, mich über die unverschämten Rechnungen meines Scheidungsanwalts geärgert, zwei Klagen und mehrere Betreibungen eingereicht, vor Gericht auf französisch ein "Plädoyer" gehalten! Und dafür Lob vom Bauanwalt erhalten. Und ich bin zum ersten Mal nach New York geflogen und überhaupt zum ersten Mal in die USA gereist!

Es waren zwei äusserst intensive Jahre und ich bin an meine Leistungsgrenzen gekommen. Auch gesundheitlich. Ich habe eine Venen-OP über mich ergehen lassen und es bitter bereut. Ich habe viel getrauert und meinen Vater vermisst und erkannt, dass ich auf mich alleine gestellt bin. Dass 20 gemeinsame Jahre nichts mehr zählen, wenn man sich getrennt hat. Dass die Menschen, die mir wirklich ganz Nahe stehen und in der Not für mich da sind, sich an einer Hand abzählen lassen. Ich habe viele Nächte wach gelegen und gegrübelt, gezweifelt und manchmal auch geweint. Aber ich habe in dieser Zeit auch Positives erlebt, gelacht, geliebt und Lebenserfahrung gesammelt, die ich nicht missen möchte. 

Noch niemals in meinem ganzen Leben hatte ich so viele Belastungen gleichzeitig und war mit so vielen Herausforderungen gleichzeitig konfrontiert. Ohne meinen Liebsten und die Liebe meiner Kinder hätte ich das alles nicht durchgestanden. Ich bin überhaupt überrascht, wie stark ich bin und was ich alles leisten kann! Ich hätte mir das niemals zugetraut! Dass ich das alles kann, was ich seit Monaten tue ... Und dass ich endlich mein Gewicht reduzieren kann! Dem ganzen Stress zum Trotz! 12 kg habe ich seit November verloren und ich fühle mich endlich wieder sexy und wohl in meiner Haut.

Ich denke, es ist die Liebe, die mich so stark macht. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich eine Stütze, einen Mann, der für mich da ist. Jeden Tag, auch wenn er physisch 900 km weit entfernt ist. Ein Mann, der mir Kraft gibt. Das ist neu für mich. Dafür bin ich dankbar. Das ist ein grosses Glück. Und bald ist er hier bei mir. Jeden Tag. Darauf freue ich mich sehr. Ich kann und will mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. <3






Soviel von mir für den Moment. Ich bin müde. Nun werde ich mein Glas Rotwein austrinken und schlafen gehen. Bis bald!