...fühle ich fast "nichts", wenn ich an ihn denke. Und manchmal überfällt mich ganz plötzlich ein starkes Gefühl von Wehmut. Ich mag es nicht länger Sehnsucht nennen.
Es kommt ohne Vorwarnung scheinbar "out of the blue". Einfach so aus dem Nichts, ohne dass es einen speziellen Auslöser dafür gäbe. So wie vor einer halben Stunde, als ich in der Küche stand und die Matheaufgaben von meinem Sohn korrigiert habe.
Dann frage ich mich, ob er wohl gerade an mich denkt oder an mich gedacht hat und ob es das ist, was ich gespürt habe. Aber ich bin zu stolz, um nachzufragen.
Kennt Ihr sowas auch?
Manchmal?
AntwortenLöschenHatte ich 12 Jahre lang.
Geht aber irgendwann wieder.
Versprochen.
Ja.
AntwortenLöschenUnd hätte ich nicht irgendwann aufgehört, vor mich hinzuträumen und zu phantasieren, "was wäre wenn", dann würde ich da wohl immer noch drinhängen.
Ja, durchaus. Und ich weiß immer noch nicht, wie ich damit umgehen soll.
AntwortenLöschenIch kenne dieses Gefühl auch, sie taucht aus dem Nichts heraus auf. Dieses bitter-süße Gefühl ist letztendlich unstillbar.
AntwortenLöschen"Die Sehnsucht ist ein typisch gemischtes Gefühl: Bitter ist das Wissen um die Unerreichbarkeit des Zieles, süß aber die Phantasie des Ersehnten."
Wem das nicht passiert, der hat einen magischen, (und vermutlich unbezahlbaren) reset-Knopf im Hirn.
AntwortenLöschenAber das Verhältnis von "hach" nach "now you're just somebody that i used to know" verschiebt sich mit der Zeit immer weiter.
@Miracle Man
AntwortenLöschen12 Jahre?! Respekt! Das muss eine grosse Liebe gewesen sein. Hoffe, die 12 Jahre waren trotz allem keine "wasted years"...
@Anna
Ja, die Gefahr besteht wohl, dass man sich zu sehr in diese Sehnsucht flüchtet und vergisst, sein "echtes" Leben zu leben.
@Exilbayerin
Ich fürchte, es gibt kein Patentrezept. Oder doch? Aber es ist tröstlich festzustellen, dass so viele Menschen die selbe Erfahrung machen...
@Luisa
Bittersweet. Ja, das trifft es sehr genau. So wie in dem Lied von Adele... (Someone like you)
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=jCya1yiFFP4
@Castagiro
Manchmal wäre so ein Reset-Schalter schon ganz praktisch. Aber mit der Zeit verblasst das Gefühl und das ist gut so...
So gerne ich glauben möchte, die Gefühle des andern zu "spüren", glaube ich doch, dass es Projektionen sind. Mich woanders hindenken ist bei mir meist ein Ausdruck dafür, dass ich im viel zitierten "Hier und Jetzt" nicht glücklich bin und kann sich zur Sucht ausweiten. Das hilft aber nicht wirklich weiter. Was mein Motto geworden ist: love it, change it or leave it - banal, nicht wahr?
AntwortenLöschen@Anonym
LöschenProjektion ist (in der Psychoanalyse) die unbewusste Verlagerung eigener Wünsche, Gefühle oder Vorstellungen auf andere Personen oder Objekte.
Ich denke nicht, dass es etwas mit Projektion zu tun hat, wenn mich aus dem Nichts ein so starkes Gefühl überfällt, ohne dass ich bewusst an diese Person denke.
Vielleicht ist es ein Symptom eines unbewussten Verarbeitungsprozesses. Aber eigentlich bin ich ziemlich sicher, dass es Gedankenübertragung ist. Ich denke an eine Person und diese Person spürt das. Gestern Abend habe ich es wieder erlebt. Ich werde gleich ein Post darüber schreiben. Es passiert mir auch oft mit meiner Mutter. Ich denke mir, dass ich sie wieder einmal anrufen sollte und ein paar Minuten später ruft sie mich an. Dass Gedanken quasi auf unsichtbaren Kanälen vom Sender zum Empfänger durch das Universum zirkulieren, ist für mich persönlich nicht weniger absurd, als die Übertragung von Tönen und Bildern über irgendwelche Leitungen oder Funkwellen.
Und Dein Motto mag banal klingen - es umzusetzen ist jedoch eine ganz andere Geschichte. ;-)
Ja, da hast du wohl recht, es umsetzen kann manchmal sehr schwierig sein. Manche Entscheide haben Jahre gebraucht und nicht überall gelingt es mir. Für mich hat es etwas mit Treue mir selber gegenüber zu tun.
LöschenIch grüsse dich
Anonym
P.S.: Ich lese gerne deinen Blog, denn ich kenne vieles, was du beschreibst, aus eigener Erfahrung.
Ja, ich verstehe was Du meinst. Treue gegenüber sich selbst oder anders ausgedrückt: Selbstachtung.
LöschenP.S. Ich freue mich, dass mein Blog Dich anspricht und dass Du kommentierst. Du wirst schon Deine Gründe haben, dass Du lieber anonym bleiben willst. Ist schon ok. Herzliche Grüsse und guten Wochenstart!
Letztes Jahr habe ich an einer sehr guten Weiterbildung teilgenommen (Gruppenprozesse), an welcher das Thema Projektion gestreift wurde. Eine Kursleiterin hat es treffend formuliert: Die Liebe ist natürlich das Tummelfeld Nummer 1 bei den Projektionen....
AntwortenLöschen@Castorp
LöschenSchön, dass Du wieder da bist!
Wie ich sehe, habe ich Dich inspiriert zu einem Post! :-)
AntwortenLöschenIch habe es kommentiert.
LG, Rosalie
http://placetexperiri.blogspot.com/2012/01/liebend-ganz-bei-sich-selbst.html
Danke für den sehr schönen Kommentar. Du bist eine stetige Quelle der Inspiration für mich :-)
AntwortenLöschenDanke! :-))
AntwortenLöschen