Die Würfel sind gefallen. Ich habe es ausgesprochen! Das T-Wort: T wie Trennung. Aber irgendwie zweifle ich schon wieder, ob die Botschaft richtig angekommen ist. Aber von Anfang an:
Wir hatten einen Disput. Wie so oft ging es um abweichende Wahrnehmungen. Irgendwie leben wir in zwei verschiedenen Welten...
Es endete damit, dass ich ihm (etwas entnervt) sagte, dass ich "die Nase voll" hätte. Dass ich mir eine Wohnung suchen werde. Dass ich meine eigenen vier Wände brauche. Dass ich die Trennung will...
Er entgegnete darauf, dass er es auch nicht mehr aushalte, und dass er schon länger daran sei, die Wohnungsangebote zu studieren und sogar schon Wohnungen in der Umgebung besichtigt hätte. Er sei davon ausgegangen, dass ER ausziehen müsse...
Er zeigte sich erleichtert, dass ich diejenige bin, die ausziehen will und meinte, wir könnten die Wohnung ja über seine Firma laufen lassen und am liebsten würde er ein altes Haus kaufen, das renovationsbedürftig sei, da man die Kosten für den Umbau vom Betriebsgewinn absetzen könne und so die Steuerlast reduziere...
Das ist so typisch für ihn...
Hätte nur noch gefehlt, dass wir uns an einer Wohnungsbesichtigung getroffen hätten, ohne vorher miteinander darüber gesprochen zu haben.
Inzwischen sind ein paar Tage vergangen und wir haben uns jeweils nur kurz gesehen und haben nicht mehr darüber gesprochen. Er meinte allerdings heute Abend, dass er hoffe, dass wir trotzdem so wie bisher in der Ferienwohnung Zeit verbringen und zusammen "en famille" skifahren werden.
Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass er schon wieder verdrängt, was ich gesagt habe...
Weihnachten werden wir auf jeden Fall alle zusammen im Haus verbringen, da wir dieses Fest nicht mehr wie in den letzten 18 Jahren in meinem Elternhaus feiern können bzw. wollen. Ich werde einen Baum schmücken und meine Mutter, meine Schwiegereltern und meine Schwester und deren Familie werden mit uns "feiern". Es wird dieses Jahr ohnehin anders sein. Eigentlich machen wir das alles ja vor allem für die Kinder.
Meiner Schwester habe ich es erzählt, die übrigen Familienangehörigen werden wir erst einweihen, wenn wir eine Wohnung haben. Die Kinder wissen noch nichts.
Mein Mann benimmt sich so wie immer. Courant normal. Ich glaube, er verdrängt.
Ich fühle mich erleichtert. Aber im Moment geht es mir nicht besonders. Aber das hat andere Gründe. Mehr dazu später.
Ich habe damit begonnen, die Wohnungsangebote anzuschauen und ich freue ich darauf, MEINE Wohnung einzurichten!
Wir hatten einen Disput. Wie so oft ging es um abweichende Wahrnehmungen. Irgendwie leben wir in zwei verschiedenen Welten...
Es endete damit, dass ich ihm (etwas entnervt) sagte, dass ich "die Nase voll" hätte. Dass ich mir eine Wohnung suchen werde. Dass ich meine eigenen vier Wände brauche. Dass ich die Trennung will...
Er entgegnete darauf, dass er es auch nicht mehr aushalte, und dass er schon länger daran sei, die Wohnungsangebote zu studieren und sogar schon Wohnungen in der Umgebung besichtigt hätte. Er sei davon ausgegangen, dass ER ausziehen müsse...
Er zeigte sich erleichtert, dass ich diejenige bin, die ausziehen will und meinte, wir könnten die Wohnung ja über seine Firma laufen lassen und am liebsten würde er ein altes Haus kaufen, das renovationsbedürftig sei, da man die Kosten für den Umbau vom Betriebsgewinn absetzen könne und so die Steuerlast reduziere...
Das ist so typisch für ihn...
Hätte nur noch gefehlt, dass wir uns an einer Wohnungsbesichtigung getroffen hätten, ohne vorher miteinander darüber gesprochen zu haben.
Inzwischen sind ein paar Tage vergangen und wir haben uns jeweils nur kurz gesehen und haben nicht mehr darüber gesprochen. Er meinte allerdings heute Abend, dass er hoffe, dass wir trotzdem so wie bisher in der Ferienwohnung Zeit verbringen und zusammen "en famille" skifahren werden.
Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass er schon wieder verdrängt, was ich gesagt habe...
Weihnachten werden wir auf jeden Fall alle zusammen im Haus verbringen, da wir dieses Fest nicht mehr wie in den letzten 18 Jahren in meinem Elternhaus feiern können bzw. wollen. Ich werde einen Baum schmücken und meine Mutter, meine Schwiegereltern und meine Schwester und deren Familie werden mit uns "feiern". Es wird dieses Jahr ohnehin anders sein. Eigentlich machen wir das alles ja vor allem für die Kinder.
Meiner Schwester habe ich es erzählt, die übrigen Familienangehörigen werden wir erst einweihen, wenn wir eine Wohnung haben. Die Kinder wissen noch nichts.
Mein Mann benimmt sich so wie immer. Courant normal. Ich glaube, er verdrängt.
Ich fühle mich erleichtert. Aber im Moment geht es mir nicht besonders. Aber das hat andere Gründe. Mehr dazu später.
Ich habe damit begonnen, die Wohnungsangebote anzuschauen und ich freue ich darauf, MEINE Wohnung einzurichten!

Das ist kein Verdrängen. Wir haben in solchen Situationen lediglich eine andere Sicht auf die Dinge.
AntwortenLöschenInteressanter Kommentar! Du meinst: eine pragmatischere Sicht?
AntwortenLöschenWas denken andere männliche Leser?
Würde mich über weitere maskuline Feedbacks freuen!
Mein Mann ist mir irgendwie ein Rätsel...
Was erwarten Sie? Emotionen? Die Entscheidung ist gefällt. Die Richtung steht fest. Jetzt wird abgewickelt. Punkt.
LöschenOb Sie es glauben oder nicht, ich kenne es aus eigener Erfahrung.
Ich rufe Dir zu: BRAVO! Dein Mann verdrängt, will es nicht wahrhaben, glaubt, Du würdest nur bluffen....nur so tun, als ob. Aber Du hast Dich entschieden - chapeau ! Et bonne chance, der erste Schritt ist nun getan, und das war wohl der schwierigste und gleichzeitig wichtigste.
Löschen@Herr MiM
LöschenJa, das leuchtet mir ein. Mein Mann ist ein Macher.
@Peter
Danke! :-)
Aber ich denke, Monsieur MiM hat recht. Mein Mann hat zwar gesagt, dass er immer noch hofft, dass wir wieder zusammenfinden werden. Aber er hat schon erkannt, dass es mir ernst ist, und dass ich jetzt einfach meine eigenen vier Wände brauche.
sicher fällt er erst dann aus allen Wolken, wenn Du ihm Deinen Auszugstermin in den Kalender schreibst...
AntwortenLöschenLG
Micha
Hallo Micha!
LöschenIch bin mir nicht so sicher. Vermutlich wird er sich die Wohnung mit mir zusammen anschauen, wenn ich mich entschieden habe... Aber wenn es dann wirklich so weit ist, dass ich damit beginne, persönliche Dinge und Einrichtungsgegenstände aus dem Haus in meine Wohnung zu transferieren, wird das wohl schon ein kleiner Schock sein. Vermutlich für uns beide!
Ich kenne das Verhalten Deines Mannes, leider.
AntwortenLöschenEs ist kein Verdrängen, es ist ein Gefühl von Resignation. Man(n)hat beruflichen Erfolg, viel erreicht und aufgebaut, Man(n) hat eine Familie, Man(n) steht mit beiden Beinen fest im Leben, Man(n) ist wer...
Irgendwann stellt Man(n) fest, dass sich da was verändert hat, dass die Entwicklungen des Partners an Man(n) vorbeigegangen sind.
Man(n) stellt fest, dass Man(n) sich früher mal seiner Partnerin hätte widmen müssen. Man(n) stellt fest, dass auch zuhause das Team funktionieren muss.
Man(n) stellt fest es ist zu spät! Man(n) steht vor den Trümmern einer Illusion.
Der Unterschied zu meiner Situation - hier hat das auch Frau festgestellt.
Ich hab Deine Überlegung noch vor Weihnachten auszuziehen schon mal kommentiert. Es wäre ein riesiger Schritt für Dich - allerdings hättest Du sehr sehr viel Kraft gebraucht und Deine Kinder auch.
Lass Dich bloss nicht durch irgendwelche Posts die Du mal geschrieben hast zu Schritten zwingen, tu das was sich für Dich gut anfühlt.
Alle die Rosalie jetzt bejubeln - Jubel und Anfeuerung kann Menschen den Sicht für das Richtige nehmen.
Liebe Grüße
64er
Meine Güte. Wieviel Wahrheit im letzten Satz von 64er...
LöschenWie Recht er damit hat. ...Jubel und Anfeuerung kann Menschen Entscheidungen vernebeln...
@64er
LöschenDas, was Du beschreibst, trifft es sehr gut. Ich denke, er kann nicht verstehen, was mit mir los ist. Er hat doch alles für uns getan, so viel gearbeitet, aufgebaut und erreicht. Und jetzt, wo wir ein so angenehmes Leben führen, will seine Frau nicht mehr mitspielen. Er hat sich lange "Mühe" gegeben und irgendwann hat er resigniert. "Mühe" geben heisst für ihn, hin und wieder etwas mit den Kindern machen und abends kochen. Für die Partnerschaft selbst hat er nichts getan. Nicht absichtlich. Es ist einfach Unvermögen. Er kann es nicht besser. Das müssen wir vielleicht irgendwann aufarbeiten, damit er in der nächsten Partnerschaft nicht wieder den selben Fehler macht und einen "Mutterersatz" sucht.
Ich weiss jetzt, was ich will. Die Zweifel sind so gut wie weg, obwohl ich gerade einen Rückschlag erlitten habe. Werde im nächsten Post darüber schreiben.
Die Umsetzung wird noch einen Moment dauern. Ich will eine Wohnung im selben Schulkreis und es wird nicht so einfach sein, etwas Passendes zu finden. Aber ich bin zuversichtlich.
Ich freue mich dennoch sehr über Zuspruch - schätze aber auch die andern Kommentare.
Bin dankbar für jedes Feedback! Letztlich sind alle Kommentare wertvolle Denkanstösse in die eine oder andere Richtung und am Ende bin ich es, die die Entscheidung treffen und umsetzen muss und damit ich das mit der notwendigen Konsequenz durchziehen kann, muss ich selbst davon überzeugt sein. :-)
Ich habe in Deinem Post und jetzt im Kommentar einen Teil meiner eigenen Geschichte entdeckt. Da ist ganz viel von der Weisheit - das Gegenteil von gut gemacht ist gut gemeint - enthalten.
LöschenVor allem, und das ist mit dem letzten Satz meines Kommentars gemeint, hab ich mich im September diesen Jahres durch das gute Zureden in eine Rolle gezwängt, die beinahe alles was zwischen meiner Liebe und mir besteht vernichtet hätte. Deshalb, entscheide klug und mit Bedacht und entscheide DU.
@64er
LöschenJa, ich werde vorsichtig sein! Und auf meine Intuition vertrauen!
die gedankengänge deines mannes erinnern mich sehr an das bild meines exmannes...treffender hätte ich es auch nicht (jetzt im nachhinein) formulieren können....
AntwortenLöschen..und ich kann dich sehr gut verstehen...ich war auch sehr dankbar für zuspruch in dieser zeit, aber mir haben auch die denkanstösse in andere richtungen sehr geholfen...
man muss sich in dieser situation sehr oft selber aus der "gehirnwi.x.erei" rausholen...und das sind kritische und hinterfragende stimmen oft sehr hilfreich...
fühl dich umarmt
lg aus wien
@Gitti
LöschenMir persönlich helfen die kontroversen Blog-Kommentare und die vielen Gespräche mit meinen engsten Freundinnen und auch die Sitzungen beim Psychologen bei der Entscheidfindung. Es sind viele kleine Denkanstösse und die Puzzlesteinchen ergeben mit der Zeit ein Bild und manchmal ist es ein einziger Satz, der wieder etwas auslöst und mir dabei hilft, meinen Weg aus dem Dilemma zu finden.
Danke, dass Du an mich denkst und für Deinen Kommentar!
Liebe Grüsse nach Wien!
Ich habe mit solchen Männern und Situationen ja (Gott sei Dank) nicht viel Erfahrung. Aber ich wünsche Dir alles alles Gute und denke an Dich. Es wird sicher noch einiges an Schwierigkeiten und Gefühlswirrungen auf Dich zukommen, aber im Endeffekt hast Du den richtigen Weg eingeschlagen (soweit ich das überhaupt beurteilen kann).
AntwortenLöschenIch finde es sehr souverän von Dir, dass Du auch soviel über die Gefühle Deines Mannes nachdenkst und versuchst, ihm einen anderen Weg aufzuzeigen (Stichwort Mutterersatz).
Hut ab vor Deinem Mut und viel Glück, liebe Rosalie!
Liebe Grüße,
Anni
@Anni
LöschenLieben Dank für Deinen Zuspruch.
Die kommenden Monate werden eine Herausforderung sein. Gerade heute hat mir meine Schwiegermutter erzählt, dass es ihr nicht so gut geht. Schlechte Blutwerte und einen viel zu hohen Blutdruck. Und ich habe mir gedacht: Oh mein Gott! Kann ich ihr das alles wirklich zumuten? Aber ich bin fest entschlossen, es durchzuziehen und hoffe, dass wir eine Lösung finden, mit der alle gut leben können.
Ich befürchte einfach, dass mein Mann auf eine Frau reinfallen wird, die es primär auf sein Geld abgesehen hat und dass er früher oder später wieder in einer ähnlichen Situation sein wird, mit dem Unterschied, dass er vermutlich niemals mehr eine so geduldige und gutmütige Frau findet wie mich... ;-)
Liebe Grüsse!
Für mich liest es sich auch so, als hätte er es jetzt kapiert und daher sehr gefasst aufgenommen. So wie Du ihn beschrieben hast, ist er kein Mann der seine Emotionen groß mitteilt (und diese vergleichsweise vielleicht auch nicht so stark empfindet), weder die positiven noch die negativen, insofern passt das doch zu ihm (?).
AntwortenLöschenDein Satz "Das müssen wir vielleicht irgendwann aufarbeiten, damit er in der nächsten Partnerschaft nicht wieder den selben Fehler macht und einen "Mutterersatz" sucht" ist mir irgendwie aufgestoßen. Ich denke, ich verstehe, was Du meinst und was Dich an seiner Sicht der Dinge stört. Für ihn ist es genug Engagement in einer Beziehung, wenn er kocht und was mit den Kindern unternimmt, für Dich aber eben nicht. Ich würde das nicht als einen "Fehler" bezeichnen, der bei ihm liegt. In Beziehungen gibt es kein richtig oder falsch. Es passt oder es passt nicht bzw. man kann daran arbeiten, sich emotional anzunähern oder man kann es eben nicht. Eure emotionalen Bedürfnisse passen nicht zusammen, Du willst mehr als er zu geben vermag. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch Frauen gibt, die komplementär ticken zu ihm und mit ihm genau so wie er ist, glücklicher werden könnten als Du es bist/warst. (Typischerweise sind es aber eher die Frauen, die "mehr" wollen und Männer, die einen "Mutterersatz" brauchen, das ist wohl wahr...).
Du gehst davon aus, dass er sich in einer zukünftigen Partnerschaft genauso benehmen würde, das muss nicht unbedingt der Fall sein.
Außerdem, wenn Du davon sprichst, dass "wir" etwas aufarbeiten müssen, damit ER zukünftig den gleichen Fehler nicht nochmal macht, übernimmst Du wieder eine Mutterrolle und das willst Du doch eigentlich gar nicht mehr, oder? Ich weiß, Du meinst es gut mit ihm, aber für mich klingt es so, als würdest Du ihn "erziehen" wollen. Wozu? Im Falle einer Trennung bist für sein Liebesglück nicht mehr verantwortlich: Es ist dann sein Liebesleben, seine zukünftigen Beziehungen, sein Glück, sein Problem. Nicht deins.
Meine 50-jährige Kollegin, von der ich Dir erzählt habe, die sich getrennt hat und jetzt sehr glücklich ist, trägt ihrem Ex-Mann immer noch den A... hinterher. Sie hat ihm die neue Wohnung eingerichtet und sorgt dafür, dass er zu Essen bekommt, macht seine Wäsche usw. Ich verstehe das nicht. Irgendwie ist es ein Akt der Verpflichtung und des Schuldgefühls, aber auch der Aufmerksamkeit und der Verbundenheit, ok. Aber warum bin ich weiterhin die Mutti für einen Typen von dem ich mich getrennt habe, weil ich nicht mehr die Mutti sein wollte?? Ich verstehe das nicht. Vielleicht bin ich aber auch zu naiv und es ist zu vielschichtig um das zu begreifen...
@Ijaja
LöschenWas Du schreibst, ist sehr interessant! Ich denke, Du hast es auf den Punkt gebracht. Es wird sicher irgendwo die passende Frau für ihn geben. Ich hoffe einfach sehr, dass er nicht auf eine reinfällt, die sich in erster Linie von seinem Lebensstandard angezogen fühlt. Eine, die mit ihm schläft, wenn er ihr dafür ein Cabrio kauft... Das könnte mir zwar egal sein, aber diese Frau würde womöglich dann mit unseren Kindern die Hälfte der Woche unter einem Dach leben...
Mein Mann ist nicht unsensibel, kann seine Emotionen aber nicht adäquat ausdrücken. Wenn im TV eine Sendung kommt, in der es um Kindesmisshandlung geht, muss er wegzappen. Das erträgt er nicht. Aber er ist emotional irgendwie nicht fassbar. Er ist sich irgendwie selbst genug. Auch sexuell. Wir sind einfach nicht aus dem selben Holz geschnitzt.
Und nein, es liegt mir fern, ihn zu bemuttern. Das hab ich eigentlich nie getan. Das macht schon seine leibliche Mutter, die ja in unserem Haushalt zwei bis vier Tage die Woche präsent ist...
Was in unserer Beziehung nie gestimmt hat, ist die Erotik. Da habe ich früh Abstriche gemacht und jahrelang war Sex kaum ein Thema. Aber in diesem Bereich haben wir vermutlich nicht die selben Ansprüche...
Verzeih, @Anni, aber das sehe ich nicht so wie du, dass sich Rosalie sehr viel Gedanken über die Gefühle ihres Mannes macht.
AntwortenLöschenEs ist meiner Meinung nach mehr eine Aufzählung des Unvermögens, des nicht könnens, des nicht wahr haben wollens, des verdrängens, nicht bemühens...
Ich vermute mal, dass sich viele Leser dieser Seite an eine eigene Geschichte, wie auch ich, zurück erinneren, die auch immer sehr emotional ist.
Manchmal frage ich mich, ob mir so eine offene Auseinandersetzung, wie sie heute hier möglich ist, eine Hilfe, eine Unterstützung gewesen wären. Ich habe noch keine Antwort darauf, tendiere aber mehr zu einem Nein.
Auch ich habe in dieser Situation, in der Rosalie heute ist, mehr auf das Unvermögen des Anderen geschaut. Evtl. wäre mir ansonsten gar nicht die Trennung gelungen. Allerdings war diese Ansicht auch mit vielen Verletzungen verbunden.
Heute denke ich, das es in diesem Akt "2" Akteure gibt und das es Eckpunkte gibt, in dessen Verantwortung man steht. Und das sind, und auch ganz besonders: die Kinder.
Sie müssen nicht die Verlierer sein. Dazu gehört viel Feingefühl. Und auch glaube ich, das Kinder erkennen sollten, das bei aller Differenz der Eltern, der Respekt vor dem Anderen nicht verloren gehen darf. Das betrachte ich für das Wichtigste und kann das Leben der Kinder sehr prägen.
Das ändert nichts daran, das getan werden muss, was getan werden muss. Und auch das sollten Kinder aus diese Situation erkennen. Und einer muss es tun.
Sie werden an einer unglücklichen Elternsituation vielleicht mehr leiden, meine Meinung, als an einer Trennung, in der sie erkennen können, dass was nicht paßt - nicht paßt.
Ich schreibe diese Zeilen nur ungern, doch denke ich, dass bei allem Zustimmungen auch die Seite eine Ansicht bekommen sollte, die daran erinnert, dass man einmal "Ja" gesagt hat.
Warum eigentlich?
@Menachem
LöschenJa, warum eigentlich? Es war ein Lebenskompromiss. Ein vernünftiger Entscheid ohne grosse Leidenschaft. Es hat ja auch lange Jahre für beide irgendwie gestimmt. Aber wir haben uns einfach in verschiedene Richtungen entwickelt. Er hat die Rollenverteilung seiner Eltern übernommen. Er war der Lehrer, ich die Schülerin. Es war keine Beziehung auf gleicher Augenhöhe. Das habe ich lange nicht gemerkt. Die Schülerin hat sich zu wenig durchgesetzt, hat sich angepasst und sich "bevormunden" lassen und nur heimlich rebelliert. Nun ist sie erwachsen geworden, steht hin und sagt: Ich will das nicht mehr. Ich will frei sein.
Hat lange gedauert! Ich denke, wir werden eine gute Lösung für die Kinder finden. Sie finden es vermutlich cool, dass sie dann zwei Kinderzimmer haben werden und derjenige Elternteil, der gerade für die Betreuung zuständig ist, wird sich für sie mehr Zeit nehmen als dies heute der Fall ist.
Ich habe mich oft gefragt, ob ich meinen Mann hätte dazu bringen sollen, seine Vergangenheit aufzuarbeiten. Die Flucht in die Arbeit hat ja Gründe... Aber es liegt in seiner Verantwortung. Ich hatte genug zu tun mit meinen eigenen Problemen...
Warum bleibst eigentlich nicht Du in dem Haus? Das wäre doch auch für die Kinder das Beste...(Kinder aus der gewohnten Umgebung herausreissen finde ich schlimm)
AntwortenLöschen@anonym
LöschenWer das Haus am Schluss bei der Scheidung übernehmen wird, steht ja noch nicht fest. Ich habe aber das dringende Bedürfnis, eine neue Wohnung einzurichten. Neu anzufangen! Die Kinder werden ihre Zimmer im Haus behalten und ich suche mir eine Wohnung in der selben Gemeinde. Sie werden dann pendeln zwischen dem Haus, der Wohnung der Grosseltern, wo sie heute schon einmal wöchentlich zu Mittag essen und meiner neuen Wohnung, in der sie natürlich auch ein Zimmer haben werden. Und diese Wohnung wird irgendwo im selben Schulkreis sein und die Umgebung ist ihnen vertraut.
Und die erste Frage meines Sohnes in der neuen Wohnung wird sein: Gibt's hier W-Lan?