Gedankenaustausch im Chat mit Paul...
Kürzlich, irgendwann nach Mitternacht:
Paul: "Écoute cela!Je pense à cette musique quand je lis ton blog. Écoute cela 5min 43."
("Hör Dir das an! (schickt mir einen Youtube-Link) Ich muss an diese Musik denken, wenn ich Deinen Blog lese. Hör Dir die ganzen 5 Min. 43 Sek. an.")
("Hör Dir das an! (schickt mir einen Youtube-Link) Ich muss an diese Musik denken, wenn ich Deinen Blog lese. Hör Dir die ganzen 5 Min. 43 Sek. an.")
Rosalie: "Tu veux que je l'écoute maintenant?"
("Du meinst, ich soll mir das JETZT anhören?")
("Du meinst, ich soll mir das JETZT anhören?")
Paul: "Oui!" ("ja")
Rosalie: "Ok... Je cherche la musique et j'écoute."
("Ok... Je suche die Musik (das Youtube-Video) und höre es mir an")
("Ok... Je suche die Musik (das Youtube-Video) und höre es mir an")
Paul: "Regarde jusqu'à la fin et lis le texte"
("Schau es Dir bis zum Ende an und lies den Text")
("Schau es Dir bis zum Ende an und lies den Text")
Rosalie: "ok..."
Rosalie: "Schön! Melancholisch...!"
... "....."....
Paul: "Comment tu arrives à gérer le quotidien...
à être dans une chambre et ton mari vient pour y dormir...
et tu vas pianoter sur un clavier d'ordinateur dans une autre chambre...?"
"Tu penses que ton mari ne voit pas cela?"
"Comment tu fais? C'est très stressant, je trouve... pour toi, non?"
("Wie schaffst Du es eigentlich, das Alltagsleben zu managen? In einem Zimmer zu sein... und wenn Dein Mann reinkommt, um sich schlafen zu legen... in ein anderes Zimmer zu gehen, um dort (heimlich) auf der Tastatur Deines Laptops herumzutippen...?"
"Glaubst Du, dass Dein Mann das nicht mitkriegt?"
"Wie machst Du das? Ich finde, das ist für Dich doch ein Riesenstress... - oder nicht?")
Rosalie: "Bien sûr, c'est stressant! Je mène une double vie..."
("Natürlich ist das stressig! Ich führe ein Doppelleben...")
Paul: "Trouve un autre chemin...
Tu ne mènes pas une double vie... - je pense que tu ne vis pas tout simplement..."
("Du solltest einen anderen Weg finden... Du führst kein Doppelleben... - ich habe den Eindruck, dass Du überhaupt nicht richtig lebst... (im Sinne von: Das ist doch kein Leben...)
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Wenn Paul in meinem Blog liest, muss er an "Fljotavik" von Sigur Ros denken.
Er ist der Ansicht, dass ich kein Doppelleben führe - er denkt, dass ich schlicht und einfach GAR NICHT LEBE...
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"MISERY is easy,
HAPPYNESS you have to work for..."
Schade, ich spreche leider kein Französisch..
AntwortenLöschen@Frau Vau
LöschenDie Quintessenz des Gedankenaustauschs ist eigentlich im letzten Abschnitt zu lesen. Aber Du hast recht... Ich möchte meine deutsche Leserschaft nicht vor den Kopf stossen und deshalb habe ich den Chat jetzt noch auf deutsch übersetzt!
Hoffe, Du schaust es Dir nochmals an! :-)
Danke :-)
LöschenHall Rosalie!
AntwortenLöschenmich interessiert wiedermal ganz was anderes - die Metaebene sozusagen: Du speicherst Chats? Warum? Ein Chat ist doch ein flüchtiges Medium. Warum hältst du daran fest?
liebe Grüße!
PS:ich lese gern Französisch, so kann ich ein wenig auffrischen (wie du bei mir Englisch :-)
Magst du nicht für uns zweisprachig bloggen? :-*
Liebe Paula
LöschenDas war ein FB-Messenger-Chat und ich sehe keine Veranlassung, ihn zu löschen. Wieso sollte ich das tun? Es ist quasi ein Endlosdialog, der via Handy oder Computer beim nächsten Kontakt fortgesetzt wird! Und ich lese Chats und WhatsApp-Dialoge auch gerne später nochmals durch, vor allem wenn sie prickelnd waren... ;-)
Oh, my dear! Zweisprachig bloggen? Also, meine Übersetzungen sind sinngemäss und nicht wortgetreu und ich finde ja schon kaum die Zeit, deutsche Posts zu verfassen! Aber da Paul französisch spricht und diese Sprache wunderschön ist und er so virtuos damit umgeht (man beachte den Ausdruck "pianoter", abgeleitet von Piano (Klavier) für klimpern/tippen!), musste ich das Gespräch einfach in der Originalfassung wiedergeben! :-)
Liebe Grüsse! Rosalie
Verstehe! Ich kenne den FB-Messenger-Chat nicht. Die Chatrooms wo wir früher (als Kids) drinwaren, die hatten immer was flüchtiges. Wenn man den Raum zumacht, ist der Chat ... weg! Im Vergleich dazu waren SMS wie handgeschriebene Briefe.
LöschenSchade, dass das mit dem Französisch nix wird. Aber vielleicht kopierst du ja noch ein paar Paul-Chats hier herein. :-)
Mit seiner Zustimmung selbstredend.
Ah ja, das was Paul sagt ist ja auch wichtig.
Hm. Ich habe auch so einen guten Freund in der Ferne. Ich denke, diese Freunde sind zu fern, um beurteilen zu können, was hier wirklich abgeht. Im Blog schreibst du ja auch nicht alles nieder. Da war doch was, unlängst, was Erfreuliches, nicht!? ;-)
Liebe Paula
LöschenWeisst Du, mein Französisch ist ja nicht perfekt. Ich bin nicht wirklich billingue... :-)
Ich werde sicher wieder über Paul schreiben und wenn ich ihn zitiere, dann am liebsten in seiner Muttersprache. Wir haben uns übrigens noch nicht getroffen! Als wir uns das letzte Mal gesehen haben, war ich noch nicht mal 20 Jahre alt! Ich bin sehr gespannt, wie unser Wiedersehen sich anfühlen wird! Wir haben noch keinen konkreten Termin vereinbart, aber es wird wohl bald einmal passieren.
Im Blog schreibe ich sehr authentisch, aber natürlich widerspiegelt er nicht das ganze Spektrum meines Lebens bzw. meiner Persönlichkeit. Es ist ja nur meine subjektive Wahrnehmung der Dinge und meiner selbst und manchmal sagt mir eine Freundin, dass sie mich anders wahrnimmt (stärker), als ich mich im Blog darstelle, aber das kommt wohl daher, weil ich mir hier den Luxus erlaube, meine Selbstzweifel und Ängste zu thematisieren, während ich sie gegen aussen natürlich zu verbergen versuche.
Und ja, es gibt immer wieder auch Erfreuliches! Und es gibt auch Begegnungen, über die ich hier (noch) nicht schreiben mag, weil ich sie noch nicht richtig einordnen kann... :-)
Liebe Rosalie,
AntwortenLöschenich denke, das hat Paul gut erkannt, es ist kein Leben für dich ABER es ist auch kein Leben für deinen Mann.
Vielleicht ist es besser eine Entscheidung zu treffen bevor euch diese ganzen Umstände ganz kaputt machen.Auch oder besonders im Sinne eurer Kinder.
liebe Grüße
Marylou
Liebe Marylou
LöschenJa, es muss sich was ändern und zwar bald.
Der lieblose Umgang zwischen mir und meinem Mann hat zur Folge, dass die Kinder quasi als Kompensation sehr viel Liebe und Zuwendung von uns erhalten. Natürlich wäre es für sie schöner, wenn sie Eltern hätten, die Händchen haltend auf dem Sofa sitzen und achtsamer miteinander kommunizieren würden, aber ich habe nicht den Eindruck, dass sie leiden.
Aber ich überlege mir manchmal, wie sie reagieren würden, wenn sie ihre Eltern einmal unbeschwert und frisch verliebt (mit neuen Partnern) erleben würden...
Liebe Grüsse! Rosalie
ich denke dass du deinem ziel immer näher kommst...(ist nur so ein bauchgefühl) ... deine worte...deine sätze deine formulierungen haben sich verändert in den letzten monaten ;-) .... und das ist gut so
AntwortenLöschenlg
Liebe Gitti
AntwortenLöschenJa, ich habe auch diesen Eindruck. Es wird Zeit, reinen Tisch zu machen.
Ich wollte noch Weihnachten abwarten, bin mir aber inzwischen nicht mehr sicher, ob ich es noch so "lange" aufschieben kann...
Liebe Grüsse! Rosalie
"Noch Weihnachten abwarten"??? Dieses "Fest der Liebe und Familie", das unter diesen Umständen zum Gipfel das zwanghaften "SO tun als ob" gerät???
AntwortenLöschenIm übrigen bin ich nicht der Meinung, dass jemand ein "Doppelleben" führt, weil er/sie mit XYZ übers Netz kommuniziert - das ist für mich normaler Teil des Lebens.
@Claudia
LöschenDie drei Fragezeichen sind berechtigt...!
Du hast schon recht... Es hat keinen Sinn, Weihnachten abzuwarten. Das diesjährige Fest wird ohnehin total schwierig werden, weil der Mittelpunkt der erweiterten Familie nicht mehr dabei sein kann.
Hauptsache die Kinder kriegen ihre Geschenke, der Christbaumschmuck wird aus dem Keller geholt und es gibt genügend Feines zu Essen und guten Wein....
Ein Doppelleben ist es deshalb, weil es in meinem Leben Menschen gibt, von denen der Ehepartner nichts weiss und die ich ihm aus gutem Grund verheimliche, weil sie mir teilweise sehr nahe stehen. Menschen, mit denen ich mich manchmal treffe und mit denen ich heimlich kommuniziere.
Aber ich habe genug von diesen Heimlichkeiten. Ich mag das nicht mehr. Und deshalb werde ich nächstens reinen Tisch machen!