Freitag, 6. Dezember 2013

Ausser Spesen nüscht jewesen!


Gestern Nachmittag waren wir noch guter Dinge… 

Ich habe mich in Zweckoptimismus geübt, obwohl mir meine Freundin D. schon am frühen Morgen laufend ihre äusserst pessimistische Einschätzung der Lage in Bezug auf die weitere Entwicklung des Sturmtiefs Xaver aufs Handy geschickt hat. Inkl. Grafik-Updates und Links zu den Medienberichten! Sie sprach schon am Morgen davon, dass es obsolet sei, zum Flughafen zu fahren, da der Abendflug nach Berlin sicher nicht stattfinden würde.

Wir wollten es nicht wahrhaben. Wir hatten uns so sehr auf meinen Berlinbesuch gefreut. Zusammen über die Weihnachtsmärkte schlendern, Glühwein trinken, kuscheln, …

Alles hatte so perfekt gepasst, als wir Ende Oktober ein Zeitfenster gefunden und die Flüge gebucht hatten. Nein, das wollten wir uns von einem dämlichen Sturmtief nicht verderben lassen. Noch bestand Hoffnung: 






Als ich um 17.16 h den Zug nach Genf bestieg, hatte ich schon ein mulmiges Gefühl… Aber meine German-Wings-App meinte, dass der Flug planmässig stattfinden würde und mein Schatz war sehr zuversichtlich! 

Und dann das:




Sooooo schade! Wir hatten uns so auf die zwei gemeinsamen Tage in Berlin gefreut. :-(

Ein Donnerstag zum Abschreiben. Mal abgesehen vom Lunch mit meiner Freundin M. Ich hatte in der Nacht zuvor nur wenig geschlafen, am Morgen gab's ein Gespräch mit dem Chef, am Nachmittag eine bemühende Ausbildungsveranstaltung, die ich früher verlassen musste, um nach Hause zu fahren, die Schotten dicht zu machen und rechtzeitig am Bahnhof zu sein, um noch ein Zugticket zu lösen. 

Und um 22.00 Uhr bin ich müde und enttäuscht wieder nach Hause gekommen,  anstatt in Berlin aus dem Flieger zu steigen und meinen Schatz in die Arme zu schliessen. 63 Franken für die Zugfahrt und die Parkgebühr zum Fenster rausgeworfen und die Kosten für den Rückflug mit Easyjet kann ich auch abschreiben. Und nun müssen wir uns weitere zwei (!!) Wochen gedulden. Eine lange Zeit, wenn man Sehnsucht hat. :-( 

Manchmal sind 1000 km Entfernung schlicht nicht zu überbrücken. Die nächste Möglichkeit, um nach Berlin zu fliegen, wäre am Donnerstag Abend. Sagt meine Agenda. Aber weit und breit kein günstiges Angebot.  440 Franken für anderthalb Tage Zweisamkeit sind leider ein zu hoher Preis.  Und so müssen wir uns in Geduld üben und sehnen den 19. Dezember herbei.






5 Kommentare:

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    1. Auch wenn ich mich hier eigentlich ganz absichtlich mit Kommentaren zurückhalte, aber da muss ich jetzt doch mal ganz viele Ausrufezeichen drunter setzen. Das ist wirklich doooof!!!!! :-(

      Beste Grüße von Herrn B. :-)

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  2. Das tut mir schon leid. Aber das war höhere Gewalt. Es sollte nicht sein!

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  3. @alle

    Ja, das ist wirklich MEGADOOF!!!!!!

    Aber wenn ich an die armen Leute denke, deren Hab und Gut von Xaver beschädigt oder zerstört wird, dann klagen wir hier auf hohem Niveau.

    Das Universum ist wohl (zu recht!) der Ansicht, dass ich endlich mal meinen Papierkram erledigen sollte, den ich seit Wochen vor mich herschiebe…. Tja, nun hab ich Zeit!

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  4. Liebe Rosalie, das kenne ich leider nur allzugut... aber wir haben es auch geschafft.. ganze 6 Jahre lang mit einer noch viel größeren Entfernung - jetzt ist dieses Stadium endlich vorbei - und das schafft ihr auch, ganz sicher! Nur, dass ihr wohl hoffentlich nicht so lange darauf warten müsst. Und 2 Wochen, so kurz vor Weihnachten, das geht schneller rum als du denkst :-)

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