Donnerstag, 28. April 2011

Traumhaus mit Meerblick

Als Mutter von schulpflichtigen Kindern und als Managerin von deren Freizeitaktivitäten kommt man ganz leicht in Kontakt mit andern Eltern bzw. meist Müttern und manchmal entstehen daraus sogar Freundschaften. Und wenn die neue gute Kollegin zufällig ein Haus in Südfrankreich besitzt und unverhofft eine spontane Einladung ausspricht, packt Rosalie Kind und Kegel (sprich ziemlich viel Gepäck und Ehemann) ins Auto und fährt 600 km Richtung Mittelmeer - obwohl zu Hause bzw. vor allem im Garten eigentlich ganz viel Arbeit wartet und tausend Dinge erledigt werden müssten...

Sechs Tage Südfrankreich. Herrlich. Ein Traumhaus auf einer Anhöhe mit Blick aufs Meer, zwei Gästezimmer mit eigenem Bad und eigener Terrasse, ein wunderschöner Garten mit meterhohen Agaven, unzähligen Oleanderbüschen, Korkeichen, Pinien... und mit sagenhaftem Blick aufs Mittelmeer...

Jeden Tag frisches Olivenbrot, köstliche Weine, zufriedene Kinder (die ausnahmsweise nach Lust und Laune Wii und DS spielen dürfen...), interessante Gespräche. Am Morgen ohne schlechtes Gewissen ausschlafen bis mindestens neun Uhr. Mit nackten Füssen am Strand entlang gehen und mit Shorts und T-Shirt im noch kühlen Meer baden (Sohnemann) und mit blossen Händen Sandburgen bauen (Tochter). Im Strandlokal einen köstlichen weissen Vin du Pays geniessen, T-Shirts und neue Flipflops kaufen, frisches Eiskrem schlecken und einfach dasitzen, aufs Meer hinausschauen und die Sonne geniessen...

Am Abend fein essen gehen oder sich vom Gastgeber bekochen lassen, in Marseille für 317 Euro in der Lieblingsboutique (Z-Enfant) neue Kinderkleider kaufen und sich über die vielen hübschen Outfits freuen. Mit der Hausherrin ein Centre de Jardinage besuchen und nach Lust und Laune einkaufen. Schopflavendel zur Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Und daheim sorgen die Schwiegereltern dafür, dass der Garten die anhaltende Trockenheit unbeschadet übersteht. Wir haben es wirklich gut...




Montag, 18. April 2011

Salz auf unserer Haut (2)

„Salz auf unserer Haut“ von Benoîte Groult

1988 erschien dieses Buch von Benoîte Groult, das mich unglaublich berührt hat. Ich war Anfang zwanzig, als ich es las, in einer unglücklichen Beziehung "gefangen" und hatte nicht den Mut, ihn zu verlassen und aus der ersten gemeinsamen Wohnung auszuziehen. Das Buch fesselte mich und ich konnte mich mit dieser unkonventionellen, starken Hauptdarstellerin identifizieren. Instinktiv hatte ich das Gefühl, dass diese Geschichte mit meinem eigenen Leben etwas zu tun hat. 

Das Buch wurde später verfilmt. Ich mag den Film jedoch nicht und habe ihn nie ganz gesehen, da ich mit den Hauptdarstellern nicht warm wurde und mir meine eigenen Bilder bewahren wollte.

Es ist die Geschichte einer im Grunde unmöglichen, einzigartigen Liebe: George, die Pariser Intellektuelle, und Gauvin, der bretonische Fischer - Welten trennen die beiden, die Barrieren von Erziehung und Bildung, von Weltanschauung und Geschmack stehen zwischen ihnen. Ein Leben miteinander halten beide für unmöglich. Und doch zieht sie ein Verlangen zueinander, das stärker ist als Vernunft und Konvention, eine Leidenschaft, die, auch als die Liebenden älter und reifer werden, nicht erlischt. Ein Roman voll Zärtlichkeit und Sinnlichkeit, zugleich das Porträt einer freien, selbstständigen Frau, die zu ihren Gefühlen steht.

Benoîte Groult hat diesen teilweise autobiografischen Roman im Alter von 65 Jahren geschrieben. Das hat  mich beeindruckt und gibt mir Hoffnung. Ich habe also noch fast ein Vierteljahrhundert Zeit, diesen Lebenstraum zu verwirklichen und einen Bestseller zu schreiben ;-)
~ ~ ~ ~ ~ ~
Irgendwie ist es in meinem Leben immer so gelaufen, dass ich diejenigen Männer, die ich wirklich geliebt habe, nicht bekommen habe oder sie mir nicht zugetraut habe. Statt dessen habe ich mich von Männern „erobern“ lassen, die zwar vorgaben, mich zu lieben, deren Gefühle ich jedoch nicht mit derselben Intensität erwiderte. Also entweder unerfüllte tiefe Liebe und Liebeskummer und/oder Beziehungen, die zwar auf Sympathie und Respekt basierten, jedoch ohne Feuer waren. Und dann war da noch S. Zwischen uns gab es immer eine sehr starke erotische Anziehungskraft. Er war ein Freund meines ersten Lebenspartners. Zwei, drei Jahre waren wir beste (platonische) Freunde, bis wir endlich der Leidenschaft freien Lauf lassen konnten. Es war toll mit ihm – als Liebhaber vermisse ich ihn, aber leider war diese Beziehung auch nicht alltagstauglich. Ich befürchte, dass ich ihm damals das Herz gebrochen habe und ich bedaure, ihn als Freund verloren zu haben. Er hat soviel ich weiss nie geheiratet. Meine erste grosse Liebe übrigens auch nicht.
~ ~ ~ ~ ~ ~
Als ich letzten Sommer die geplante Themenreise kurzfristig alleine antreten musste, dachte ich mir, dass ich vielleicht abends im Hotelzimmer Zeit zum Lesen hätte. Ich nahm mir vor, wieder einmal dieses Buch von Benoîte Groult zu lesen… Doch leider ist es aus meiner Bibliothek verschwunden… irgendwann verliehen und nie zurückerhalten.
So kam es, dass ich in der ersten Nacht im Hotelzimmer nicht las, sondern mit der Fernbedienung durch die TV-Programme zappte und schliesslich bei einem Film hängenblieb. Es dauerte gut zehn Minuten, bis ich realisierte, dass es die Verfilmung von „Salz auf unserer Haut“ war…
Es stellte sich heraus, dass der Film auf dem DVD-Kanal des Hotels in Endlosschlaufe lief – auch noch in der zweiten Nacht. Zufall? Wohl eher ein Wink des Schicksals…
Es sollte in diesem Sinne weitergehen mit dieser schicksalshaften Reise.

Salz auf unserer Haut (1)

Wenn das Leben ganz und gar im Augenblick Platz findet, wenn es einem gelingt, alles andere zu vergessen, dann erreicht man vielleicht die intensivste Form der Freude.

…als ob sich unsere Körper schon immer gekannt hätten, und wir tasteten uns voran im Takt der gleichen Lust, bis all unsere Unterschiede sich verwischten, als ob wir aufeinander gewartet hätten, um uns zu lieben und uns ineinander aufzulösen, ohne Ende, denn die Lust an der Lust erschöpft sich nicht durch die Befriedigung der Lust, und in der Tiefe der gerade verklingenden spürten wir schon die ersten Schwingungen der zukünftigen Lust. Wir erlebten eine jener Nächte ohne Dauer, wie sie einem nur ganz selten im Leben widerfahren

Aber derjenige, der die Sprache der Vernunft spricht, ist derjenige, der am wenigsten liebt.

Die Vergänglichkeit der Liebkosungen macht ihre ganze Kostbarkeit aus.

Sagt mir, dass es wahnsinnig wäre, sich auf seinen Körper zu verlassen, dass er wankelmütig ist und den Geist zu unvernünftigen Entscheidungen verführt, die sich schnell als katastrophal erweisen können.
Sagt mir, dass ich es hinnehmen muss, diese Liebe zu verlieren, wenn ich sie bewahren will.

Fordere keine Erklärung von mir. Ich weiß nur eins: dass ich dich in meinem Leben behalten will und hin und wieder auch in meinen Armen festhalten, wenn du es erlaubst. Du betrachtest das, was mit uns geschieht, ein wenig wie eine Krankheit. Wenn es eine ist, dann will ich nicht gesund werden. Der Gedanke, dass es dich irgendwo gibt, und dass du manchmal an mich denkst, hilft mir zu leben.

Es ist eine gar köstliche Kunst, von Zeit zu Zeit das zu tun, was man verabscheut.

Es gibt nichts Unmöglicheres zu erzählen als eine Liebesgeschichte.

Aber mit der Liebe ist es wie mit der Sonne, man kann sie nicht im Sack davontragen. Ein jedes Mal ist einzig und erlischt wieder, wie diese Wellen, die in den Schoß des Ozeans zurückkehren.

Mit zwanzig Jahren wünscht man sich alles, und nichts spricht dagegen, auf alles zu hoffen. Mit dreißig glaubt man noch, dass man es erreichen wird. Mit vierzig ist es zu spät. Nicht dass man selber älter geworden wäre, nein, die Hoffnung in einem ist alt geworden.

Ich bemühte mich ernsthaft darum, mich zu „entlieben“. Aber das Herz ist manchmal merkwürdig treu…

Ich gab ihm vollkommen recht, aber ich hatte den Vorzug genossen, einen von mir Besessenen zu erleben, und ich konnte mich nicht mehr so recht an vernünftige Gefühle gewöhnen.

Man muss lernen, den andern gegenüber manchmal untreu zu sein, um es sich selbst gegenüber nicht zu sein.

Auf einen Liebhaber zu warten ist für den Teint viel gesünder, als einen Ehemann zu erwarten…

Wenn man lange genug weit voneinander entfernt lebt, lässt man sich leider von seinen Träumen fortreißen. Irgendwann liebt man dann jemand, den es gar nicht mehr richtig gibt, den vor allem die Sehnsucht gestaltet.

Nur derjenige liebt einen wirklich, vor dem man die eigene Überlegenheit zeigen kann, ohne seinen Stolz zu verletzen oder seinen Groll hervorzurufen.

Diese Zeit, die es braucht, diese Männer, die es braucht, bis man endlich weiß, was einem tiefinnerlich zusagt! Und dann entdeckt man, dass das, was einem behagt, nicht das ist, was erträglich ist im Leben.

Letzte Tage haben wir so viele erlebt, dass auch ich sie nicht mehr ertrage. Mir scheint, unsere Geschichte besteht nur aus ersten und letzten Tagen, und zwischendrin gibt es nichts.


 
Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/437372

Donnerstag, 14. April 2011

L. wie Leo

Gestern wieder einmal WhatsApp-Chat mit L. gehabt. 

Wir schreiben uns seit einem halben Jahr originelle kleine Kurznachrichten, manchmal tiefgründig, manchmal frech, manchmal sarkastisch, aber nie langweilig. Vor ein paar Monaten habe ich zufällig herausgefunden, dass er im Nachbarort wohnt. Ich kenne ihn von früher, aus meiner Schul- und Jugendzeit. Er war damals ein gutaussehender, sensibler, etwas exzentrischer Junge. Heute ist er ein (vermutlich immer noch) gutaussehender, etwas exzentrischer Junggeselle. Exzentrisch in einem positiven Sinne. Einfach ein wenig "anders", speziell, nicht 0/8/15.

Damals fand ich ihn sehr attraktiv. Ich hatte schon immer ein Faible für Exzentriker... Als  Freund kam er jedoch nicht in Frage, da ich damals mit einem seiner Kollegen zusammen war (meine erster Freund und Lebenspartner, ebenfalls Exzentriker -  aber eher im negativen Sinne...). Zudem hatte L. ein ausgefallenes Hobby. Er betrieb einen ziemlich aufwändigen Körperkult und ich ging davon aus, dass für ihn ohnehin nur eine Frau mit Modelmassen als Freundin in Frage gekommen wäre. Auch sonst hatte er hohe Ansprüche an sich selber und sicher auch an seine Mitmenschen. Ich habe nie eine Freundin an seiner Seite gesehen - wobei ich nicht davon ausgehe, dass er auf Männer steht.

Damals war ich zwar attraktiv und hübsch, aber in Bezug auf meine Figur hatte ich trotz Konfektionsgrösse 36/38 einen ausgeprägten Komplex, so dass ich ihn mir als Freund nie zugetraut hätte.  Aber natürlich habe ich gerne mit ihm geflirtet - aus der sicheren Lage einer "vergebenen" Frau heraus ;-). Die Sympathie war (denke ich) gegenseitig.

So habe ich ihm aus einer Laune heraus letzten Herbst eine E-Mail geschickt, nachdem ich erfahren hatte, dass er im Nachbarort wohnt. Heutzutage ist es ja nicht besonders schwierig, eine E-Mailadresse ausfindig zu machen. Noch vor einem Jahr hätte ich mich das nicht getraut - aber mein Erlebnis vom letzten Sommer hat mein Selbstbewusstsein (bzw. mein Selbstwertgefühl) beflügelt... 

Er liess sich ca. zwei Wochen Zeit mit der Antwort, schrieb dann aber sehr sympathisch wenn auch ein wenig zurückhaltend (wie es seinem Charakter entspricht) zurück. Selbstverständlich könne er sich noch an mich erinnern etc. ... Ich schrieb zurück und wartete vergeblich auf eine Antwort. Schliesslich rief er mich eines Abends überraschend an und wir telefonierten eine gute Stunde lang und sprachen wie alte Freunde über Gott und die Welt. Ich war erfreut darüber und liess es dabei bewenden. 

Einige Wochen später schrieb er mir ein nettes SMS zu einer besonderen Gelegenheit und so ergab es sich, dass wir anfangs alle paar Wochen, später wöchentlich und inzwischen sogar mehrmals wöchentlich kommunizieren. Da wir das mit unseren iPhones tun und WhatsApp benutzen, sehen wir jeweils, wann der andere zuletzt online war. Es ist schon öfters passiert, dass wir zur selben Zeit daran gedacht haben, uns zu schreiben.

So hatte ich an einem langweiligen nebligen Sonntagnachmittag einmal die Eingebung, ihm eine SMS zu schreiben, ob bei ihm zuhause die Sonne scheine (der Nachbarort liegt etwas höher ) und als ich das Handy anknipste, fand ich eine frische Nachricht von L.  - er sitze an der Sonne und blicke aufs Nebelmeer und ob wir da unten die Kurtaxe nicht bezahlt hätten, dass wir noch im Nebel sässen...  Amazing.

Das Besondere an unserer "Beziehung" ist, dass wir zwar eine Stunde lang zusammen telefoniert haben und gerade mal sieben Autominuten voneinander entfernt wohnen - unsere letzte persönliche Begegnung jedoch vor ca. 21 Jahren stattgefunden hat!

Unsere Jugendzeit hatten wir in Nachbardörfern verbracht. Heute wohnen wir gut 40 km vom damaligen Wohnort entfernt - und erneut in zwei benachbarten Ortschaften!

Letzten Dezember hatten wir uns im Ort einmal zufällig auf der Strasse im Auto gekreuzt, wobei ich ihn für einen Sekundenbruchteil mehr erahnt als gesehen habe. So weiss ich nicht genau, wie er heute aussieht. Und so halten wir unsere Illusionen noch ein wenig aufrecht und haben bisher davon abgesehen, uns persönlich zu treffen, was ich ganz reizvoll finde. Es ist dies keine bewusste Entscheidung oder Abmachung - eher ein Zustand, der uns beiden im Moment richtig scheint. Es wäre schade, wenn eine persönliche Begegnung enttäuschend verlaufen würde und zum Abbruch dieser speziellen "Schreibfreundschaft" führen würde. 

Ich freue mich jedenfalls immer, wenn ich eine seiner Messages auf dem iPhone entdecke und meistens entlockt er mir ein Schmunzeln oder sogar einen herzhaften Lacher. Uns verbindet ein hohes Mass an Sensibilität sowie der gleiche trockene Humor und eine gewisse Selbstironie und wir leben in einem ähnlichen sozialen Umfeld.  

Ich bemühe mich, nicht zu oft an ihn zu denken und nicht ständig nachzuschauen, ob er online ist bzw. ob eine neue Nachricht eingegangen ist. Und das soll auch so bleiben. Er ist nun gewissermassen mein SMS-Leo (in der Emmi/Leo-Anfangsphase). Schön wäre es, wenn wir (platonische) Freunde werden könnten.

Einen solchen SMS-Austausch hätte ich mir mit Mr. Charming auch gewünscht... ich hätte viel positive Energie daraus ziehen können.

Mittwoch, 13. April 2011

Mein Dienstag für mich

Dienstag ist mein "freier" Tag. Die Kinder gehen nach der Schule am Mittag zu den Grosseltern essen, so dass ich von 08.00 Uhr bis 15.15 Uhr Zeit habe, um Arzt- oder Zahnarzttermine wahrzunehmen, zum Frisör oder zur Kosmetikerin zu gehen, in aller Ruhe einzukaufen oder meinen Bürokram, Haus- oder Gartenarbeit zu erledigen.

So war ich heute Vormittag in der Stadt bei der Kosmetikerin. Seit letztem Sommer gehe ich regelmässig alle sechs Wochen Wimpern färben und Augenbrauen färben und in Form zupfen. Gehört zu meinem "Jetzt-schau-ich-wieder-mehr-für-mich"-Programm, das ich letzten Sommer ins Leben gerufen habe! Das mit dem Brauenzupfen ist so eine Sache... manchmal bin ich mit der Form hoch zufrieden, manchmal weniger. Heute ist es nicht schlecht gelungen ;-)

Nach der Augenverschönerung bin ich durch die Gassen geschlendert und auf einen originellen kleinen Laden gestossen. Ganz nach meinem Geschmack. Das Lädchen heisst Yamatuti (.ch) und man findet dort ganz viele originelle Dinge und Geschenke. Und natürlich habe ich die ersten fünfzig Franken von meinem Babyzimmergeld gleich umgesetzt... wird wohl  nichts mit den Malediven, ähm Seychellen. Ist auch egal. Kann  Langstreckenflüge sowieso nicht ausstehen...

Um 14.30 Uhr dann nach Hause gefahren, kurz den Kühlschrank geplündert (Mittagessen ist ausgefallen) und anschliessend mit der Tochter in die Klavierstunde gefahren. 30 Minuten zugehört und mir vorgenommen, dass wir bis zur nächsten Stunde unbedingt mehr (oder überhaupt wenigstens ein- bis zweimal...) zusammen üben sollten... Der Klavierlehrer ist freundlich und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Er ist frisch geschieden, Mitte fünfzig und sehr sympathisch und wir tauschen ein paar nette Worte aus. Nach der Pianolektion bleibt eine halbe Stunde Zeit um heimzufahren, Sohnemann zu begrüssen, Tenuewechsel vorzunehmen und die Kinder in die Tennisstunde zu fahren. Dort sitze ich dann bei einem Latte macchiato im Tenniscafé, schaue zu, wie die Kinder rumrennen (Kidstennis...) und lese die Zeitung, schreibe SMS oder mache Besorgungen.

Und wenn ich dann am Abend nach dem Tennis die Hausaufgaben kontrolliert bzw. mit den Kids im Bedarfsfall noch gelernt habe, das Abendessen zubereitet bzw. weggeräumt und die Kinder soweit gebracht habe, dass die Zähne geputzt sind und der Pyjama angezogen ist (nein, ich bin theoretisch nicht alleinerziehend...) und ich dann den Kindern eine Gutenachtgeschichte erzähle, ist es meistens schon neun bis halb zehn Uhr und so kommt es vor, dass ich ebenfalls einschlafe. Und wenn ich dann um ca. ein oder zwei Uhr nachts wieder aufwache und Hunger habe (weil der Eiweissdrink von 19.00 Uhr schon längst verdaut ist...)   kann es vorkommen, dass ich in der Küche nicht bloss einen zweiten Eiweissdrink zubereite, sondern noch das Aquarium putze und den Filter wechsle, das Bügeleisen in Betrieb nehme, um zwei paar Hosen zu kürzen (geht ganz leicht mit IKEA-Gardinenband zum Aufbügeln...) und einen nächtlichen Blogbeitrag schreibe. Was natürlich hochgradig unvernünftig ist, zumal ich morgens bzw. heute arbeiten muss (sprich meiner bezahlten Erwerbstätigkeit nachgehen muss)... Typisch Rosalie... und nun ab ins Bett! Um 07.00 Uhr geht's wieder los...

Montag, 11. April 2011

Adieu Babyzeit…

Heute habe ich die Babymöbel verkauft! Ich kann es noch gar nicht glauben... Eine Aera geht zu Ende...

Vor einem Monat hatte mich mein Gatte regelrecht genötigt, die Möbel endlich  zum Verkauf auszuschreiben... Das Haus platzt aus allen Nähten und der Wickeltisch und das kleine Kinderbett sind schon länger nicht mehr in Gebrauch...

Habe ich schon einmal erwähnt, dass es mir unheimlich schwer fällt, mich von Dingen zu trennen? (Von Menschen übrigens auch...)

Nach einer Woche war das Geuther-Kinderzimmer namens "Bateau" mit Bettchen, Wickelkommode und  Kleiderschrank auf der Schweizer Auktionsplattform für 480 Franken verkauft. Die schwangere Käuferin, die ca. 200 km entfernt wohnt (!),  wollte die Sachen doch tatsächlich selber abholen, obwohl ich im Inserat ausdrücklich erwähnt hatte, dass es sich nicht um Ikea-Leichtbaumöbel handelt. (Die Möbel kommen offenbar erneut an einen Ort, wo das Motto „selbst ist die Frau“ herrscht und ein vielbeschäftigter Ehemann keine Zeit hat…). Ihre Eltern hatten dann ein einsehen und so verschoben wir den Termin für die Abholung mehrmals, was mir auch ganz recht war. Heute war es also soweit. Endgültige Trennung von den fröhlichen gelb-blauen Kindermöbeln mit den geschmackvollen Griffen in Segelbootform. Ich half dem Vater der Käuferin die Möbel zu zerlegen und in den Anhänger zu befördern. Als sie dann weg waren, befiel mich eine gewisse Wehmut…

Gestern Abend hatte ich noch den Kleiderschrank geleert, den Umbausatz und weitere Zubehörteile im überfüllten kleinen Schutzkeller zusammengesucht, und dann in einem Anflug von Panik festgestellt, dass die für den Umbau notwendigen Schrauben nicht mehr auffindbar waren…  

Und das um neun Uhr abends nach einem intensiven Wochenende mit ca. 8 Stunden Gartenarbeit am Samstag, und einer 30 km langen Velofahrt am Sonntag mit Kind und Kegel um einen See (zusammen mit geschätzten 20‘000 Menschen auf Rädern und Rollen – der Event nennt sich Slow-Up), und einer abendlichen Tischtennisstunde mit der nimmermüden Tochter, die jeden zweiten Ball ins Gartennirwana schlägt...

Mein Gatte sass derweil (ebenfalls müde…) auf dem Sofa vor dem Fernseher und machte keinerlei Anstalten, sich an der Schraubensuche zu beteiligen oder die Kinder ins Bett zu bringen. 

Am Morgen hatte ich noch die beiden wellenförmigen Laminatstreifen, die sich an der Seite des Bettchens gelöst hatten, mühsam mit doppelseitigem Klebband wieder an Ort und Stelle befestigt. Falls sich der geneigte Leser (pardon: die geneigte Leserin) fragt, weshalb ich das nicht schon früher gemacht habe… lieber nicht fragen… Rosalie weiss auch keine kluge Antwort – frage mich ja selber ständig, weshalb ich alles im letzten Moment erledige…

Jedenfalls endete die Schraubensuche ergebnislos (Gatte: „Du hast sie doch sicher verlegt…“, Rosalie: „Aber Du hast doch damals sicher das Bettchen umgebaut? Also hast Du auch die Schrauben irgendwo hingetan…“, Gatte: „Aber ich hab sie sicher Dir gegeben!" und so weiter).  

Da die Schrauben zur Zeit nicht (mehr) auffindbar sind, habe ich der Käuferin noch die ganze textile Ausstattung des Babybettchens + Himmelgestänge (Neupreis 300 Franken) zum Schnäppchenpreis von 20 Franken mitgegeben.

Die 500 Franken habe ich mir sauer verdient… und werde sie jetzt schön zur Seite legen und nicht für den Haushalt verbrauchen. Und wenn ich noch einen Teil der übrigen Baby- und Kindersachen (aus den letzten 9 Jahren…) verkaufe, werde ich wohl bald das Geld zusammenhaben, um vier Wochen auf den Malediven zu verbringen – wie es mir die spirituelle Naturärztin empfohlen hat…

Wobei - ich würde die Seychellen bevorzugen ;-)

1000 Seitenaufrufe!

Wow! Das ist ja verrückt! Ich bin beeindruckt und freue mich sehr darüber. Das motiviert mich und lässt meine Zweifel an dem, was ich hier tue, wieder ein bisschen in den Hintergrund treten...

Soll ich weitermachen?  ;-)

Bitte kommentieren! :-)

Ein herzliches Dankeschön an meine geschätzte Leserschaft!

Eure Rosalie

Freitag, 8. April 2011

Alte und neue Erkenntnisse

Rosalie hat beschlossen, die geistige Welt zu Rate zu ziehen…
Ich bin eigentlich selten bis nie krank. Aber seit diesem Jahr ist alles anders. Diese Stirnhöhlenentzündung geht einfach nicht weg. Antibiotika haben nichts genützt und seit ein paar Tagen habe ich wieder ein stärkeres Druckgefühl und leichte Schmerzen in der Stirne und ein seltsames Brennen an den Schläfen. Und die Lunge fühlt sich auch nicht gesund an. Und meine (an sich vertrauten) Ohrgeräusche melden sich zur Zeit ganz besonders ausgeprägt. Es rauscht in meinem Kopf…  Die Schulmedizin kann mir offensichtlich (wieder einmal) nicht weiterhelfen.  Jetzt reicht’s!
Habe deshalb am Mittwoch spontan meine „Naturärztin“ angerufen. Sie will mich sehen und hat am Donnerstag Nachmittag Zeit für mich. Es ist dringend und mein Chef ist verständnisvoll und so kann ich kurzfristig frei nehmen. Meine Ultima-Ratio-Fachfrau in Gesundheitsangelegenheiten ist keine Ärztin im eigentlichen Sinne. Es ist eine sehr bodenständige Frau im Rentenalter, die mit Homöopathie und Bachblüten arbeitet und über besondere (spirituelle) Fähigkeiten verfügt. Sie hat Kontakt zur geistigen Welt und kommuniziert mit Engeln. Kein esoterischer „Firlefanz“. Sie ist authentisch und spricht, wie ihr der Schnabel gewachsen ist.
Ich bin eine durchaus kritische Frau und konnte mich in der Vergangenheit schon mehrfach von ihren Fähigkeiten überzeugen – vor allem auch in Zusammenhang mit unseren Kindern. Für mich ist es inzwischen klar, dass es mehr gibt zwischen Himmel und Erde als uns die moderne Wissenschaft glaubhaft machen will und ich habe sozusagen mein Weltbild erweitert.
Und wenn ich von den Fähigkeiten dieser Frau nicht überzeugt wäre, würde ich nicht die 260 km bzw. drei Stunden Autofahrt in Kauf nehmen und  280 Franken für 75 Minuten Gespräch, drei Röhrchen Globuli und ein Fläschchen Bachblüten ausgeben.
Habe mich also gestern Mittag bei wunderbarem Frühsommerwetter auf den Weg gemacht und bin nach einer angenehmen Fahrt auf staufreien Autobahnen zehn Minuten vor dem Termin in X. eingetroffen. Habe den ganzen Weg Katie Melua gehört, ein bisschen mitgesungen, über meine verfahrene Situation nachgedacht und  ein paar Tränchen verdrückt…

Das Gespräch mit Frau S. war wie immer sehr offen und herzlich. Ich habe sie vor acht Jahren zum ersten Mal kontaktiert und sie hat auch schon die Kinder behandelt und kennt auch meinen Ehemann.
Fazit nach dem Gespräch:
Rosalie hat eine Entzündung – nicht nur im Kopf,  nein im ganzen Körper. Und die Ursache ist weder der wurzelbehandelte Zahn, noch ein fieses Virus… nein, es ist die momentane Lebenssituation und die damit verbundene seelische Befindlichkeit, die sie krank gemacht hat und am Gesundwerden hindert.
Das hatte ich schon befürchtet.
Sie sieht meinen Weg in der Trennung vom Ehemann. Sie fühlt, dass ich danach wie befreit wäre und es auch den Kindern besser gehen würde. Aber zuerst muss ich wieder gesund werden, damit ich überhaupt die Kraft habe, etwas zu verändern. Und sie meint, ich werde das Haus behalten.
Aber ich kann ihn doch nicht einfach so wegschicken? Er ist ja nicht böse. Er gibt sich Mühe, hat halt seine Fehler. Die hatte er schon früher. Ich hatte schon Sinn-  und Beziehungskrisen, bevor wir das Haus gebaut haben, bevor wir geheiratet haben und bevor die Kinder gekommen sind…  und bin den Weg trotzdem mit ihm gegangen. Eigentlich wusste ich tief in meinem Herzen schon immer, dass ich irgendeinmal in meinem Leben an diesem Punkt angelangen würde. Ich habe es nur verdrängt und es hat 17 Jahre gedauert. Und nun klappt es einfach nicht mehr mit der Selbsttäuschung und der Ablenkung. Es ist unendlich schwierig.
Und sie hat noch was gesehen: Eine schicksalshafte Zufallsbegegnung mit einem Mann, den ich noch nicht kenne. Noch in diesem Jahr! Keine Liebe auf den ersten Blick. Aber auf den zweiten oder dritten… (das sei sowieso viel besser – Liebe auf den ersten Blick sei in der Regel nur ein Strohfeuer). Er sei ca. 2 Jahre älter als ich und der Richtige!
Ich habe das zur Kenntnis genommen… soll ich das wirklich glauben?
Einerseits wäre es ja wunderschön, jemanden kennenzulernen, der meine Sehnsucht stillen könnte und mich so nimmt und liebt wie ich bin, andererseits macht es mir natürlich auch Angst. Es liegt  noch ein weiter Weg vor  mir.
Zum Schluss forderte sie mich auf, blind drei Kärtchen aus einer kleinen Schachtel herauszufischen. Auf den Kärtchen stand je ein Wort. Das kam dabei heraus:
1.            Bereitschaft
2.            Macht 
3.            Vertrauen 

Die Bereitschaft, etwas zu verändern…
Es liegt in meiner Macht, es zu verändern…
Und Vertrauen, dass alles gut kommt, dass sich alles zum Guten wendet – für alle Beteiligten.

Das macht alles durchaus Sinn… aber es ist ein weiter, steiniger Weg.

Montag, 4. April 2011

Kurvige Frauen...

Kurvig? Oder normal? Oder gar dick?
Madame war jedenfalls nach Pierre-Auguste Renoirs Geschmack...
Kleiner Nachtrag zum Thema…

(nachzulesen im aktuellen Tchibo-Magazin)
Gesucht & gefunden:  
3 kurvige Frauen mit Model-Qualitäten
Wer hat denn schon die perfekten Masse?

Katrin W., aus Wiesbaden. 47 Jahre alt. 179 cm gross.
Frage:      „Sind Sie schon immer so selbstbewusst mit Ihren Kurven       umgegangen?“
Antwort: „Früher weniger, heute mehr und heute stehe ich dazu und finde mich einfach so toll, wie ich bin.“

Die Dame trägt Kleidergrösse 42/44...

Und dann wäre da noch Martina K. aus Berlin, 41 Jahre alt, 172 cm gross.
Mutter von zwei Kindern im Alter von 8 und 10 Jahren. Sie trägt Konfektionsgrösse 40/42... und fühlt sich kurvig.

Und Rosalie hat  wieder was gelernt. Da hat sie doch bisher glatt gedacht,  eine 180 cm grosse Frau Ende Vierzig mit Konfektionsgrösse 42/44 würde noch als normal durchgehen, aber keinesfalls als kurvig… und eine 172 cm grosse 41jährige mit Konfektionsgrösse 40/42 sowieso...

P.S.
Um die Kurven der Katrin W. fototechnisch optimal  „zur Geltung zu bringen“, wurde die Bedauernswerte in  grässliche leggingsähnliche Stretchjeans  gesteckt, die im Idealfall an einer untergewichtigen 20jährigen halbwegs vorteilhaft aussehen  und bekam zur unförmigen  weissen Bluse noch eine Weste verpasst, die offensichtlich zwei Nummern zu klein ist…

Dicke Frauen...

http://diewilderose.blogspot.com/2011/04/immer-wieder-schockierend.html

Offener Brief an Rea
Liebe Rea

Eigentlich wollte ich bloss einen Kommentar zu Deinem Artikel abgeben... aber ich war noch nie gut darin, mich kurz zu fassen. ;-)
Danke für Deinen ehrlichen Beitrag! Ich kann Dich gut verstehen! Es ärgert mich auch extrem, wenn sogenannt „Schlanke“  – und insbesondere solche,  die sich nach dem Lustprinzip ernähren und dank genetischen Vorteilen trotzdem nicht zunehmen – sich anmassen, über „dicke“ Frauen zu urteilen. Männer werden diesbezüglich weit weniger kritisiert. Und wenn sie wirtschaftlich erfolgreich sind, spielt die Körperfülle eh keine Rolle mehr…
Ich kenne viele übergewichtige Frauen, die sich gesund und vernünftig ernähren  und schon ein halbes Leben lang mit ihrem Körper auf Kriegsfuss stehen und es trotz aller Anstrengungen nicht schaffen, dauerhaft abzunehmen. In der Regel sind es intelligente, sensible Frauen, die in ihrem Leben etwas erreicht haben - und trotzdem immer wieder von der Gesellschaft auf ihre Körperfülle reduziert und mit Vorurteilen (mangelnde Disziplin etc.) konfrontiert werden. Es gibt einfach genetisch bedingt verschiedene Typen Menschen und nicht immer liegt es nur an der Lebensweise. Die seelische Befindlichkeit spielt gemäss meiner Lebenserfahrung eine enorm wichtige Rolle. Solange die Seele diesen „Schutzpanzer“ benötigt, ist es schier unmöglich, abzunehmen. Wenn man sich dann verliebt oder es schafft, alten Ballast zu verarbeiten und über Bord zu werfen, purzeln die Kilos oft wie von selbst.
Deine Anstrengungen sind bewundernswert! Dass Du es bei Deinem strengen Arbeitspensum überhaupt schaffst, abends  regelmässig Workouts zu machen und noch vernünftig zu essen, verdient grossen Respekt.
Manchmal denke ich, schlanke Frauen wissen gar nicht, wieviel einfacher sie es im Leben haben. Frau kann dumm sein, arrogant, egoistisch, hässlich… was auch immer  - Hauptsache, sie hat eine gute Figur… Dann wird ihr anscheinend alles verziehen. Echt ätzend!
Ich selbst war nie dünn und habe mich zeitlebens zu dick gefühlt – auch als ich noch 53 kg wog. Ich dachte damals, mit 49 kg wäre mein Leben perfekt. Ich habe gehungert und mit Joggen begonnen, aber glücklicher wurde ich deswegen nicht.  Leider gab es damals noch kaum kurvige Idole und Whitney Houston war das weibliche Schönheitsideal... Mein erster Freund erkannte meinen Schwachpunkt. Damals war ich eine 19jährige hübsche zierliche Frau, absolut normalgewichtig und meinem damaligen Freund in allen Bereichen überlegen. Trotzdem gab er mir das Gefühl, nicht gut genug bzw. nicht dünn genug zu sein. Mich packt heute noch eine Wut, wenn ich daran denke, wie lange ich mir das habe gefallen lassen… bis die Seele streikte und ich krank wurde.
Rückblickend muss ich sagen, dass ich viel zu viel Zeit und Energie damit verschwendet habe, mich mit meinem Körpergewicht zu beschäftigen.  Heute denke ich,  wenn ein Mann mich wirklich liebt, sollte es keine Rolle spielen, ob ich ein paar Kilos mehr oder weniger wiege. Solange ich mich selbst wohl fühle und mich pflege und mir Mühe gebe, das Beste aus mir zu machen, ist es ok. Ich habe so viel mehr zu bieten als nur mein Erscheinungsbild. Wer das nicht erkennt, hat mich nicht verdient... Umgekehrt gilt das natürlich auch. Wenn ich nämlich einen Mann richtig liebe, weil ich etwas in ihm sehe, das meine Seele und mein Herz berührt, dann stört es mich auch nicht, wenn er ein Bäuchlein hat, schütteres Haar oder eine markante Nase. 
Und wenn ich abnehmen will – so wie grad im Moment – so tue ich das für mich selbst und für niemanden  sonst. Aber der gesellschaftliche Druck, schlank zu sein, ist schon riesengross und und ich stehe auch nicht gänzlich über der Sache. Seit ich letzten Herbst ein paar Kilos verloren habe, schauen mir die Männer wieder (mehr) nach. Das gibt mir schon zu denken...
Und noch ein kleiner Tipp: Bewege und verhalte Dich heute schon so, als wärst Du schlank! Denk Dich einfach schlank, sei selbstbewusst und Du wirst anders auf Deine Mitmenschen wirken. Sie werden den Menschen sehen und nicht die Körperfülle.  Lass Dich nicht unterkriegen!
Herzliche Grüsse, Rosalie


Freitag, 1. April 2011

Minus 387 kcal und ein Aprilscherz

Yes! I did it! Ich war im Fitnesscenter! Und ja, sie haben sich noch an mich erinnert... Und ich habe mein Programm absolviert - und dabei das Gerät mit der schulterfeindlichen Übung tunlichst ausgelassen - und gut und gerne 387 kcal verbrannt. War gar nicht so übel. Werde nächste Woche wieder hingehen!

Beim Hinausgehen habe ich noch kurz den Inhaber getroffen und er meinte, dass in den letzten Wochen viele krank gewesen seien. Er gab mir ein nettes  "welcome back" mit auf den Weg und Rosalie hat sich nicht getraut zu fragen, ob er ihr zwei Monate gutschreibt...Vielleicht nächste Woche, mal sehen. Und überhaupt war ich schon wieder zu spät dran und als ich zu Hause ankam, haben die armen Schulkinder schon vor verschlossener Türe gewartet... Au backe, wenn das die Schwiegermama mitgekriegt hätte...

Und mein süsser Lausejunge hat mir mit hängendem Kopf und traurigem Hundeblick seinen bandagierten Arm entgegengestreckt... einen Sekundenbruchteil lang ist mir durch den Kopf gegangen, dass Gott sei Dank die Skisaison schon zu Ende ist und dass ich wahrscheinlich während dem Training einen Anruf aus der Schule verpasst habe...
Im nächsten Moment hat er mich fröhlich angegrinst und
"1. April" gerufen und ich hab mich wieder daran erinnert, dass er ja heute morgen erwähnt hatte, dass der Turnunterricht ausfalle und statt dessen zwei "Samaritains" vorbeikommen würden...

Wir haben herzhaft gelacht und ich bekam ein liebes "beste Mama der Welt" Kompliment und nachdem die gutmütige Mama den Kindern sogar erlaubt hat, nach dem Essen bis zum Nachmittagsunterricht noch TV zu schauen, anstatt ihre Zimmer aufzuräumen, bekam sie dafür noch ein weiteres "Du bist die beste Mama der Welt" verliehen...

Supermama hat dann die beiden Kinderzimmer selbst aufgeräumt und inzwischen sieht das Haus so aus, dass es auch geputzt werden kann. Und  während dem Aufräumen sind mir ganz viele Ideen für zukünftige Postings in den Sinn gekommen. Hoffentlich vergesse ich nicht wieder alles... Und jetzt hatte ich einfach Lust, einen Beitrag zu verfassen, obwohl ich so viel anderes zu tun hätte. Voilà - meine "Kaffepause" ist hiermit beendet.

Die Pulsuhr habe ich übrigens gleich anbehalten. Aktueller Zwischenstand: In den letzten fünf Stunden 1'423 kcal verbraucht - not bad at all!

Da liegt vielleicht doch noch ein kleines Freitagabendapéro drin ;-)

Buchbestellung (1)

Eigentlich wollte ich vor dem Training nur noch kurz meinen Blog anschauen und meine Mails checken und das ist dabei herausgekommen: Eine spontane Buchbestellung!

Ein grosses Dankeschön an Luisa für Deine lieben Mails und die guten Tipps! :-)))




Werte im Schafspelz, Michael Mary (171.6583-0)
11.60
Fünf Lügen die Liebe betreffend, Michael Mary (172.5352-0)
12.70
Lebe deine Träume, Michael Mary (171.1489-4)
6.80
Das Leben lässt fragen, wo du bleibst, Michael Mary (170.7135-8)
10.30
Ein geschenkter Tag, Anna Gavalda, Ina Kronenberger (172.4349-7)
15.90
Das Wetter ist schön, das Leben auch, Anna Gavalda (170.7141-3)
11.75
Hectors Reise, François Lelord, Ralf Pannowitsch (170.2886-0)
12.70
Meine Befreiung, Benoite Groult (173.3069-0)
12.70