Also..., wenn ich meine eigenen schätzungsweise 500 Klicks abzähle, bleiben immer noch ganz schön viele Seitenaufrufe übrig! Ich möchte zu gerne wissen, wer alles in Deutschland, Österreich, Italien, Norwegen, Mexico, Portugal, Spanien, Irland, in den USA, in den Niederlanden und natürlich in der Schweiz von Zeit zu Zeit in meinen Blog reinschaut!
Herzlichen Dank!!!
Ich freue mich sehr über das Interesse und natürlich über jeden Kommentar!
Eure Rosalie
Donnerstag, 30. Juni 2011
Mittwoch, 29. Juni 2011
Neuer Versuch
Der erste Eindruck kann manchmal täuschen. Er ist nicht richtig oder falsch. Aber er wird beeinflusst von der eigenen Befindlichkeit, der Ambiance des Orts, der Stimmung des Gegenübers, von einer bestimmten Erwartungshaltung, vom Wetter...
Ich bin für eine zweite Chance. Und ich werde den heutigen astrologischen Tagestext nicht lesen... nein, das werde ich schön bleiben lassen.
Ich bin für eine zweite Chance. Und ich werde den heutigen astrologischen Tagestext nicht lesen... nein, das werde ich schön bleiben lassen.
Freitag, 24. Juni 2011
Melancholie des Abends
Das Leben ist spannend. Und aufregend. Und es gibt viel zu tun vor den Schulferien. Muss noch die Geburtstagseinladungen für die Tochter schreiben. Ist die Kleine wirklich schon acht Jahre alt? Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Es erfüllt mich mit Wehmut, wenn ich die Kleider aussortiere, aus denen sie herausgewachsen ist...
Und Rosalies Geburtstag ist auch schon vorbei - heute ist das Geschenk endlich angekommen - 10 Tage zu spät! Mein erstes iPad! Bin begeistert! Durchstöbere gerade die umfangreiche digitalisierte Musiksammlung auf dem PC nach Interpreten, die ich gerne mag und auf das iPad laden möchte. Bin gerade auf Jaqueline du Pré gestossen, die englische Cellistin, die mit 42 an MS gestorben ist. Erinnere mich an einen Film über ihr Leben, den ich einmal zufällig im TV gesehen habe. Traurig. Habe vorhin auf einem wunderschönen Gartenblog ein Foto der Rose gesehen, die ihren Namen trägt. Es ist eine sehr aparte Rose, ungefüllt mit grossen Staubgefässen und ich möchte sie in meinem Garten haben.
Zurück zur Liste. Mal schauen, welche Musik ich noch finde. Die Musik vom Film "The Piano" von Michael Nymann liebe ich. Und natürlich Katie Melua. Und Annett Louisan. Und Beverley Craven. Und kürzlich habe ich Adele entdeckt. Und auf einem Blog (war das bei Anna?) eine wunderschöne dänische Sängerin mit einer ganz speziellen Stimme. Muss noch herausfinden, wie sie heisst.
Ich sause mit dem Cursor durch die Liste der Musikinterpreten und alles, was mich spontan anspricht, ist mindestens 30 Jahre alt... Abba, Bee Gees (ja, ich steh dazu...), Balavoine, Sardou, Barbra Streisand, Calvin Russell ... Du meine Güte! Ich bin doch erst 42? Irgendwie kommt man von der Musik der Kinder- und Jugendjahre nicht mehr los...
Ach ja, und gestern habe ich wieder einmal zwei Bücher gekauft... Obwohl der Stapel der ungelesenen Bücher nicht kleiner wird. Habe gerade total Lust, "Salz auf unserer Haut" wieder einmal zu lesen... (Das Buch ist ja bekanntlich in Rosalies chaotischem Haushalt verschollen oder unbekannt verliehen. Vermutlich werde ich es in kürze wieder finden, nachdem ich mir nun eine neue Ausgabe gekauft habe...). Der Verkäufer hat mich süffisant angelächelt und viel Spass beim Lesen gewünscht ;-)
Und ein Buch von Tatjana Strobel habe ich mir besorgt. Über das Lesen von bzw. in Gesichtern...
Es wird Zeit, schlafen zu gehen. Hoffe, bald wieder mehr Zeit zum Schreiben zu finden!
Eure Rosalie
P.S. Und ich finde es sehr bedauerlich, dass Abendvogel ihren Blog gelöscht hat! Hoffe, es geht ihr gut und sie lässt wieder von sich hören.
Und Rosalies Geburtstag ist auch schon vorbei - heute ist das Geschenk endlich angekommen - 10 Tage zu spät! Mein erstes iPad! Bin begeistert! Durchstöbere gerade die umfangreiche digitalisierte Musiksammlung auf dem PC nach Interpreten, die ich gerne mag und auf das iPad laden möchte. Bin gerade auf Jaqueline du Pré gestossen, die englische Cellistin, die mit 42 an MS gestorben ist. Erinnere mich an einen Film über ihr Leben, den ich einmal zufällig im TV gesehen habe. Traurig. Habe vorhin auf einem wunderschönen Gartenblog ein Foto der Rose gesehen, die ihren Namen trägt. Es ist eine sehr aparte Rose, ungefüllt mit grossen Staubgefässen und ich möchte sie in meinem Garten haben.
Zurück zur Liste. Mal schauen, welche Musik ich noch finde. Die Musik vom Film "The Piano" von Michael Nymann liebe ich. Und natürlich Katie Melua. Und Annett Louisan. Und Beverley Craven. Und kürzlich habe ich Adele entdeckt. Und auf einem Blog (war das bei Anna?) eine wunderschöne dänische Sängerin mit einer ganz speziellen Stimme. Muss noch herausfinden, wie sie heisst.
Ich sause mit dem Cursor durch die Liste der Musikinterpreten und alles, was mich spontan anspricht, ist mindestens 30 Jahre alt... Abba, Bee Gees (ja, ich steh dazu...), Balavoine, Sardou, Barbra Streisand, Calvin Russell ... Du meine Güte! Ich bin doch erst 42? Irgendwie kommt man von der Musik der Kinder- und Jugendjahre nicht mehr los...
Ach ja, und gestern habe ich wieder einmal zwei Bücher gekauft... Obwohl der Stapel der ungelesenen Bücher nicht kleiner wird. Habe gerade total Lust, "Salz auf unserer Haut" wieder einmal zu lesen... (Das Buch ist ja bekanntlich in Rosalies chaotischem Haushalt verschollen oder unbekannt verliehen. Vermutlich werde ich es in kürze wieder finden, nachdem ich mir nun eine neue Ausgabe gekauft habe...). Der Verkäufer hat mich süffisant angelächelt und viel Spass beim Lesen gewünscht ;-)
Und ein Buch von Tatjana Strobel habe ich mir besorgt. Über das Lesen von bzw. in Gesichtern...
Es wird Zeit, schlafen zu gehen. Hoffe, bald wieder mehr Zeit zum Schreiben zu finden!
Eure Rosalie
P.S. Und ich finde es sehr bedauerlich, dass Abendvogel ihren Blog gelöscht hat! Hoffe, es geht ihr gut und sie lässt wieder von sich hören.
Samstag, 18. Juni 2011
Eine schicksalshafte Reise (2)
Ein magischer Moment
Dieser (Augen-)Blick hat mein Leben verändert. Dornröschen ist aufgewacht... und hat erkannt, dass etwas elementar Wichtiges in ihrem Leben fehlt. Etwas, was sie lange Zeit erfolgreich verdrängt hat. Und das sich nun mit dieser starken, unerfüllten Sehnsucht bemerkbar macht. Was auch immer es ist – es lässt sich nicht vertreiben und besetzt mein Herz – bis heute.
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus an einen besonderen Ort. Ein ehemaliges Kloster mit weitläufigen Gartenanlagen. Es folgte eine interessante Besichtigung bei hochsommerlichen Temperaturen. Das Mittagessen nahmen wir an diesem speziellen Ort in einem Gartenrestaurant ein. Wir warteten ziemlich lange auf das vorbestellte Essen und weil es so heiss war, trank ich - ganz entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten – ein kühles Bierchen. Ich unterhielt mich mit meinen Tischnachbarinnen und irgendwann schweiften meine Gedanken ab. Während ich so gedankenverloren an diesem Tisch sass, trafen sich plötzlich unsere Augen… Ich hatte seinen Blick nicht gesucht. Es ist einfach so passiert…
Es war ein magischer Moment, den ich mein Leben lang nie mehr vergessen werde. Ich hatte das Gefühl, geradewegs in seine Seele zu blicken. Ich sah goldene Sprenkel in seinen braunen Augen und es war, als ob sich unsere Gesichter fast berührten - obwohl er anderthalb Meter entfernt am Nebentisch sass. Das Universum blieb stehen und der hohe Geräuschpegel im Restaurant verstummte augenblicklich. Es gab nur noch uns zwei und diesen tiefen magischen Blick und ich fühlte eine starke Verbundenheit mit diesem Mann und gleichzeitig überfiel mich eine tiefe Sehnsucht, die mich nicht mehr losliess. Ich weiss nicht, wie lange wir uns in die Augen geschaut haben und ich weiss auch nicht mehr, wer den Blick als erstes abgewandt hat. Ich denke, wir haben uns angelächelt. Ich habe dann versucht, wieder „normal“ zu funktionieren. Mein Appetit war wie weggeblasen und ich fühlte mich wie in Trance. Nach dem Essen setzten wir die Besichtigung fort und als er später zu unserer Gruppe stiess, war es mir, als würden elektrische Blitze oder Lichtbögen zwischen uns sprühen, wenn er in meine Nähe kam. Ich hätte die Augen schliessen können und trotzdem genau gefühlt, wo er gerade steht - so stark war diese Verbindung zwischen uns. Mein ganzer Körper rauschte und ich bemühte mich, ihm aus dem Weg zu gehen, um wieder „klar“ denken und funktionieren zu können. Ich vermied jeden weiteren Blickkontakt. Aus Angst, dass man mir alles ansehen könnte und die andern Reiseteilnehmer etwas merken könnten. Und ich fragte mich die ganze Zeit, ob er es auch gefühlt hat - oder ob es möglich ist, dass ein derart intensives Gefühl einseitig empfunden werden kann...
Dieser (Augen-)Blick hat mein Leben verändert. Dornröschen ist aufgewacht... und hat erkannt, dass etwas elementar Wichtiges in ihrem Leben fehlt. Etwas, was sie lange Zeit erfolgreich verdrängt hat. Und das sich nun mit dieser starken, unerfüllten Sehnsucht bemerkbar macht. Was auch immer es ist – es lässt sich nicht vertreiben und besetzt mein Herz – bis heute.
(Fortsetzung folgt...)
Freitag, 17. Juni 2011
Vom Ende einer Illusion
Hin und wieder liest Rosalie ihren astrologischen Tagestext, den eine gewisse Website nach Eingabe von Geburtsdatum, -zeit und -ort ausspuckt. Gestern war ein spezieller Tag und Rosalie war deshalb neugierig, was der Tagestext in Aussicht stellen würde. Frei nach dem Motto, wenn’s positiv ist, glaubt sie dran, wenn’s negativ ist, vergisst sie es sofort wieder.
Also… die gestrige Voraussagung lautete folgendermassen:
Schwierigkeiten, sich gezielt durchzusetzen
Sie werden sich heute um viel Realitätssinn bemühen müssen, denn Dinge in Ihrem Leben, die zu wenig sicher verankert sind, mögen nun zum Vorschein kommen. So könnten Sie mit Situationen konfrontiert werden, welche seltsam, unklar und unverständlich sind. Erwartungen mögen dabei enttäuscht werden und Versprechen lösen sich in Luft auf. So wird es schwierig sein, die Kontrolle über die Handlungen zu behalten. Statt sich in Phantasien zu flüchten, sollten Sie sich deshalb soweit wie möglich an die Fakten halten und sich gegebenenfalls von Illusionen, die Sie bisher genährt hatten, befreien. Hüten Sie sich zurzeit auch vor der unberechenbaren Wirkung des Alkohols.
„Tolle“ Prognose, um eine vielversprechende virtuelle Bekanntschaft in die reale Welt zu transformieren… (oder wie jemand aus der Blogwelt (Mayarosa?) kürzlich treffend formuliert hat: aus einer virtuellen eine analoge Bekanntschaft zu machen).
Rosalie hat ihn sofort wieder vergessen, den Tagestext. Hat aber nichts genützt…
Den Cognac hat sie dann vorsichtshalber auch sein lassen…
Und jetzt wird sich Rosalie endlich wieder um ihren Blog kümmern!!!
Tschüss, ihr Lieben!
P.S. Sollte man es beim ersten Eindruck bewenden lassen oder besser einen zweiten Versuch wagen?
Dienstag, 7. Juni 2011
Rosalie is busy...
Mein guter alter Schwede ist gross - aber manchmal doch (fast) zu klein. Wo ist bloss dieser blöde Hebel, um den Beifahrersitz runterzuklappen? Muss bei Gelegenheit mal die Betriebsanleitung anschauen...
Schraubst Du noch - oder lebst Du schon?
Drei Pax-Schränke in Überlänge zusammengeschraubt und eingeräumt (wieso um Himmels Willen sind die schon wieder voll???), Freunde besucht, auswärts Essen gegangen, im Garten gearbeitet.... und kaum Zeit zum Schreiben gefunden...
P.S. Teil 2 ist in Bearbeitung...
Schraubst Du noch - oder lebst Du schon?
Drei Pax-Schränke in Überlänge zusammengeschraubt und eingeräumt (wieso um Himmels Willen sind die schon wieder voll???), Freunde besucht, auswärts Essen gegangen, im Garten gearbeitet.... und kaum Zeit zum Schreiben gefunden...
P.S. Teil 2 ist in Bearbeitung...
Mittwoch, 1. Juni 2011
Eine schicksalshafte Reise (1)
…die schon fast ein Jahr zurückliegt. Geplant waren fünf Tage und vier Nächte. Nur mein Mann und ich - ohne die Kinder. Zusammen mit einer Gruppe von Menschen, die sich für das selbe Thema interessieren. Ein befreundetes Ehepaar und zwanzig fremde Menschen. Unsere erste Gruppenreise, unsere erste Busreise.
Ich hatte gehofft, sie würde uns wieder näher bringen. Ein paar gemeinsame, kinderfreie Tage, um die zunehmende Entfremdung zu stoppen und die Ehe wieder auf Kurs zu bringen, eventuell sogar die Leidenschaft wieder zum Leben zu erwecken.
Es zeichnete sich schon einige Wochen vor Reisebeginn ab, dass er nicht würde frei nehmen können. Nicht dass er nicht hätte frei nehmen dürfen - er ist sein eigener Chef - aber ein wichtiges Projekt bedingte seine Präsenz. Er hatte mit sich gerungen, aber schliesslich musste er seine Teilnahme aus Vernunftgründen absagen. Ich hatte schon damit gerechnet. Einerseits war ich enttäuscht, anderseits verärgert. Wie immer hatte seine Arbeit Vorrang.
Ich denke, dass er instinktiv gewusst hat, dass es gut gewesen wäre, diese Reise mit mir zusammen zu unternehmen – er hat es sich denn auch nicht leicht gemacht und die Entscheidung bis zum letzten Moment hinausgezögert.
Für mich war klar, dass ich auch alleine fahren würde. Zum einen, weil mich das Thema interessierte und eine Kostenrückerstattung ohnehin nicht mehr möglich war, zum andern, weil ich den Gedanken, nach vielen Jahren wieder einmal ein paar Tage nur für mich allein zu haben, verlockend fand.
Aber in der Hektik des Alltags hatte ich irgendwie gar keine Zeit, mich auf diese Reise vorzubereiten. Weder mental noch sonstwie. Am Vorabend bzw. in der Nacht vor der Reise packte ich etwas undezidiert den Koffer und suchte die Unterlagen zusammen, die ich noch gar nicht richtig angeschaut hatte. Wie immer dauerte das Kofferpacken viel länger, als ich gedacht hatte und so schlief ich nur wenige Stunden. Am frühen Sonntagmorgen fuhren wir in die Stadt, wo mein Mann mich am Treffpunkt absetzte und gleich wieder nach Hause fuhr, da wir die schlafenden Kinder alleine gelassen hatten. Nach und nach trudelten die Reiseteilnehmer/innen ein. Ein paar Ehepaare, ansonsten lauter Damen, viele schon im Pensionsalter. Einige kannten sich schon und es herrschte eine aufgekratzte Stimmung. Pünktlich kam der komfortable Reisecar angefahren und der Chauffeur begrüsste herzlich die Damen, die er schon von früheren Reisen her kannte. Er machte einen sympathischen Eindruck, war gutaussehend, mit attraktiven Gesichtszügen und dichtem, graumeliertem Haar - und für meinen Geschmack irgendwie viel zu „glatt“. Nicht mein Fall. Ich stellte meinen Koffer hin, stieg ein, suchte mir einen Platz in der dritten Reihe und schmiss die grosse, vollgestopfte Handtasche auf den leeren Platz meines Ehegatten...
Die Fahrt verlief angenehm, der Chauffeur unterhielt sich angeregt mit der Reiseleiterin und ich hörte nur mit einem Ohr hin und hing derweil meinen Gedanken nach und wechselte ein paar Worte mit einer sehr netten Frau auf dem gegenüberliegenden Sitz.
Ich war überrascht, wie elegant viele der Damen waren... Ich fühlte mich ein wenig "underdressed" in meinem Fleecejäckchen und den sportlichen Freizeitschuhen und war froh, ausser ein paar Leinenblusen wenigstens noch ein etwas eleganteres Jäckchen für den Abend eingepackt zu haben und ein paar Sandalen mit etwas höheren Absätzen... Vor mir sass eine sehr gepflegte, sehr selbstbewusste Frau in sportlich-eleganten Designerkleidern, mit grosszügigem Goldschmuck und schicken Todds. Und ich hatte meinen (einzigen) wertvollen Schmuck vorsichtshalber zu Hause gelassen... man weiss ja nie - im Ausland... Wie blöd von mir - schliesslich war dies eine wohlorganisierte bequeme Carreise ins benachbarte Ausland und keine selbst organisierte Busreise durch Zentralamerika... Wie gesagt - ich hatte mich wirklich nicht besonders auf diese Reise vorbereitet.
Nach zweieinhalb Stunden überquerten wir die Landesgrenze und kamen an unserem ersten Zwischenziel an, wo wir ein paar angenehme Stunden verbrachten. Gegen Abend erreichten wir schliesslich unser Hotel und ich genoss es, Zeit für mich alleine zu haben. Nur an mich denken zu müssen. 19.30 Uhr Abendessen. Bis dahin nur Zeit für mich. Endlich RUHE!
Ich war überrascht, wie elegant viele der Damen waren... Ich fühlte mich ein wenig "underdressed" in meinem Fleecejäckchen und den sportlichen Freizeitschuhen und war froh, ausser ein paar Leinenblusen wenigstens noch ein etwas eleganteres Jäckchen für den Abend eingepackt zu haben und ein paar Sandalen mit etwas höheren Absätzen... Vor mir sass eine sehr gepflegte, sehr selbstbewusste Frau in sportlich-eleganten Designerkleidern, mit grosszügigem Goldschmuck und schicken Todds. Und ich hatte meinen (einzigen) wertvollen Schmuck vorsichtshalber zu Hause gelassen... man weiss ja nie - im Ausland... Wie blöd von mir - schliesslich war dies eine wohlorganisierte bequeme Carreise ins benachbarte Ausland und keine selbst organisierte Busreise durch Zentralamerika... Wie gesagt - ich hatte mich wirklich nicht besonders auf diese Reise vorbereitet.
Nach zweieinhalb Stunden überquerten wir die Landesgrenze und kamen an unserem ersten Zwischenziel an, wo wir ein paar angenehme Stunden verbrachten. Gegen Abend erreichten wir schliesslich unser Hotel und ich genoss es, Zeit für mich alleine zu haben. Nur an mich denken zu müssen. 19.30 Uhr Abendessen. Bis dahin nur Zeit für mich. Endlich RUHE!
(Zuhause habe ich nie meine Ruhe. Ständig will jemand etwas von mir. Die Kinder, der Ehemann… "Mama wo bist Du, wo ist das, wo ist jenes, habe Durst, habe Hunger, können wir jemanden einladen, können wir TV schauen, nein, ich mag nicht zum Einkaufen mitgehen, kann ich dein iPhone, kann ich DS spielen… Schatz, hast Du dieses oder jenes schon gemacht, könntest Du nicht noch schnell…. hast Du den Gemüsegarten gegossen, eingekauft, daran gedacht, dass"... etc. ).
Ich machte mich frisch für das Abendessen und begab mich in den Speisesaal. Die Damen hatten sich schon auf die Vierertische verteilt und ich setzte mich an einen freien Platz an einen Tisch mit drei mir unbekannten Frauen. Die Unterhaltung verlief sehr angenehm. Nach dem Essen nahmen wir auf der Gartenterrasse noch einen Schlummertrunk und ich ging ein paar Schritte und telefonierte nach Hause. Dabei kreuzte der Chauffeur meinen Weg und lächelte mir zu.
Als ich mich schliesslich in mein Zimmer zurückzog und ein wenig durch die TV-Kanäle zappte, blieb ich bei einem Spielfilm hängen. Es war die Verfilmung von Salz auf unserer Haut“... Als ich es realisierte, zappte ich weg. Ich mag dieses Buch sehr und mit der Kinofassung bin ich nie warm geworden. Aber es gab mir schon zu denken - schliesslich wollte ich exakt dieses Buch auf die Reise mitnehmen, um abends im Bett in aller Ruhe noch ein wenig zu lesen (und zu träumen...). Das Buch blieb unauffindbar. Vermutlich verliehen und nie mehr zurück erhalten. Und nun lief diese Verfilmung auf dem DVD-Kanal in der Endlosschlaufe. Ausgerechnet "Salz auf unserer Haut". Was für ein Zufall!
Als ich mich schliesslich in mein Zimmer zurückzog und ein wenig durch die TV-Kanäle zappte, blieb ich bei einem Spielfilm hängen. Es war die Verfilmung von Salz auf unserer Haut“... Als ich es realisierte, zappte ich weg. Ich mag dieses Buch sehr und mit der Kinofassung bin ich nie warm geworden. Aber es gab mir schon zu denken - schliesslich wollte ich exakt dieses Buch auf die Reise mitnehmen, um abends im Bett in aller Ruhe noch ein wenig zu lesen (und zu träumen...). Das Buch blieb unauffindbar. Vermutlich verliehen und nie mehr zurück erhalten. Und nun lief diese Verfilmung auf dem DVD-Kanal in der Endlosschlaufe. Ausgerechnet "Salz auf unserer Haut". Was für ein Zufall!
Ich hatte diese Reise ohne jede Erwartung angetreten... aber plötzlich hatte ich so ein seltsames Gefühl - so als ob etwas (Verheissungsvolles) passieren würde. Es lag einfach "etwas" in der Luft - ich kann es nicht genau beschreiben...
(Fortsetzung folgt...)
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