Am nächsten Morgen ging es weiter zur nächsten Reiseetappe. Ich war "zur Abwechslung" mal wieder eine der Letzten, die das Hotel verliess. Der Reisebus wartete vor dem Gebäude und ER stand daneben und lächelte mich an. Ich überliess ihm meinen Koffer, stieg in den Bus und setzte mich auf "meinen" Platz in der dritten Reihe.
Er manövrierte das grosse elegante Gefährt sicher und mit stoischer Ruhe durch den dichten städtischen Verkehr und liess uns schliesslich vor dem botanischen Garten in München aussteigen. Direkt vor den Toren - im Halteverbot. Cool! Ich war beeindruckt.
Als ich den Bus zusammen mit der Reisegruppe verlassen hatte, drehte ich mich auf halbem Weg nochmals um und schaute zurück. Er sass am Steuer und blickte ebenfalls in meine Richtung...
Als ich den Bus zusammen mit der Reisegruppe verlassen hatte, drehte ich mich auf halbem Weg nochmals um und schaute zurück. Er sass am Steuer und blickte ebenfalls in meine Richtung...
Ich erinnere mich noch an das Gefühl, das ich hatte, als ich durch diesen Park schlenderte. Es war eine Mischung aus botanischem Interesse, Melancholie und Herzschmerz...
Am Mittag assen wir im botanischen Garten und ich wunderte mich darüber, dass es in diesem schönen Park bloss ein lausiges Selbstbedienungsrestaurant gab. Das Essen war - um es einmal diplomatisch auszudrücken - kein Highlight. Aber das spielte keine Rolle - ich hatte ohnehin keinen Appetit.
ER war inzwischen auch wieder zur Gruppe gestossen und sass an einem andern Tisch, den ich von meinem Platz aus nicht im Blickfeld hatte. Ich hörte sein Lachen. Er lachte laut und er lachte oft. Er ist der Typ Mann, der in Gesellschaft stets ein freundliches Gesicht macht und lächelt - sozusagen berufsbedingt. Diese Mimik hat sich in sein markantes männliches Gesicht eingegraben und verleiht ihm einen sanften, sympathischen Ausdruck. Instinktiv hatte ich jedoch das Gefühl, dass sich hinter dieser freundlichen Maske ein einsamer, melancholischer Mann verbirgt, der seine Unsicherheit und seine Selbstzweifel hinter diesem etwas auffälligen Lachen zu verstecken versucht.
Am Nachmittag ging die Reise weiter nach Ulm. Das neue Hotel war grösser und unpersönlicher als unsere erste Unterkunft. Wir hatten ein paar Stunden "freie" Zeit vor dem Abendessen. Es gab ein paar ReiseteilnehmerInnen, mit denen ich mich besonders gut verstand und wir spazierten gemeinsam dem Flussufer entlang ins Zentrum, tranken auf einer Terrasse in der Altstadt ein Gläschen Prosecco und unterhielten die übrigen Gäste mit unserem "originellen" Schweizer Dialekt. Später besichtigten wir das imposante Münster mit dem angeblich höchsten Kirchturm der Welt und liessen uns von einer Zeitzeugin eindrücklich den Fliegerangriff während des Zweiten Weltkriegs schildern.
Nach einer Weile sonderte ich mich ab, um ein paar Mitbringsel für die Familie zu besorgen. Ich verbrachte ziemlich viel Zeit in einem sehr gepflegten Warenhaus in der Kinderabteilung... und kurz vor Ladenschluss landete ich - dreimal dürft Ihr raten - natürlich in einem... Schuhgeschäft! Rosalie brauchte dringend etwas fürs Gemüt Und wurde selbstverständlich fündig. Das ist das Tolle an Schuhen. Frau findet immer ein Paar, das passt...
Da ich in diese Reise ja nicht wirklich besondere Erwartungen gesetzt und deshalb vorsichtshalber sexy Pumps und Schmuck zu Hause gelassen hatte, bot sich nun die Gelegenheit, trendige braune Ledersandalen mit ziemlich hohen Absätzen von Paul Green zu erstehen, die erstens preislich reduziert, zweitens bequem zu tragen waren und noch am selben Abend eingeweiht werden sollten... Und dazu noch ein Paar hübsche, flache Sandalen für die nächste Gartenbesichtigung... Hatte ich schon erwähnt, dass die Temperaturen auf dieser Reise im hochsommerlichen Bereich lagen?
Ach ja, und in einer Apotheke kaufte ich mir noch SOS-Tropfen und Pastillen von Dr. Bach und ein paar homöopathische Arzneien. Für alle Fälle - man weiss ja nie... ;-)
Wobei ehrlich gesagt eher deshalb, weil diese Produkte in der Schweiz mindestens doppelt so teuer sind. So trat ich bewaffnet mit zwei Schuhkartons und diversen Plastiktüten den Rückweg zum Hotel an. Inzwischen war es schon ziemlich spät geworden.
Ich machte mich rasch parat fürs Abendessen und zog die neuen Sandalen mit den hohen Absätzen an... Bequem zu tragen und sexy anzuschauen - aber ziemlich unsicher auf glatten Böden. Glücklicherweise hat niemand mitgekriegt, wie ich auf dem Weg in den Speisesaal Bridget-Jonesmässig ausgerutscht bin und um ein Haar der Länge nach hingefallen wäre...
Nach einer Weile sonderte ich mich ab, um ein paar Mitbringsel für die Familie zu besorgen. Ich verbrachte ziemlich viel Zeit in einem sehr gepflegten Warenhaus in der Kinderabteilung... und kurz vor Ladenschluss landete ich - dreimal dürft Ihr raten - natürlich in einem... Schuhgeschäft! Rosalie brauchte dringend etwas fürs Gemüt Und wurde selbstverständlich fündig. Das ist das Tolle an Schuhen. Frau findet immer ein Paar, das passt...
Da ich in diese Reise ja nicht wirklich besondere Erwartungen gesetzt und deshalb vorsichtshalber sexy Pumps und Schmuck zu Hause gelassen hatte, bot sich nun die Gelegenheit, trendige braune Ledersandalen mit ziemlich hohen Absätzen von Paul Green zu erstehen, die erstens preislich reduziert, zweitens bequem zu tragen waren und noch am selben Abend eingeweiht werden sollten... Und dazu noch ein Paar hübsche, flache Sandalen für die nächste Gartenbesichtigung... Hatte ich schon erwähnt, dass die Temperaturen auf dieser Reise im hochsommerlichen Bereich lagen?
Ach ja, und in einer Apotheke kaufte ich mir noch SOS-Tropfen und Pastillen von Dr. Bach und ein paar homöopathische Arzneien. Für alle Fälle - man weiss ja nie... ;-)
Wobei ehrlich gesagt eher deshalb, weil diese Produkte in der Schweiz mindestens doppelt so teuer sind. So trat ich bewaffnet mit zwei Schuhkartons und diversen Plastiktüten den Rückweg zum Hotel an. Inzwischen war es schon ziemlich spät geworden.
Ich machte mich rasch parat fürs Abendessen und zog die neuen Sandalen mit den hohen Absätzen an... Bequem zu tragen und sexy anzuschauen - aber ziemlich unsicher auf glatten Böden. Glücklicherweise hat niemand mitgekriegt, wie ich auf dem Weg in den Speisesaal Bridget-Jonesmässig ausgerutscht bin und um ein Haar der Länge nach hingefallen wäre...
Das Abendessen verlief unspektakulär. Ich sass am "falschen" Tisch...
(Fortsetzung folgt)
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