...wenn ich für meinen Mann noch Liebe oder wenigstens Begehren empfinden würde,
...wenn er mir nicht so fremd wäre. Wesensfremd.
Aber wir sind ein gutes Team und haben gestern ein paar Abenteuer zusammen bestanden.
Wir sind aufgelaufen! 1,4 Meter Wassertiefe ist 30 cm zu wenig! Eine kurze Unachtsamkeit! Tückische Sandbank! Adrenalinschub! Im ersten Moment hatten wir beide den selben Gedanken: oh mein Gott! Hoffentlich haben wir niemanden überfahren oder gerammt... Das Schiff ist aus (zum Glück nicht ganz) voller Fahrt unter Motor plötzlich zum Stillstand gekommen! Ein saublödes Gefühl, das den Kapitän augenblicklich erbleichen liess! (Danke Universum, dass ich nicht am Steuer war...). Ein Blick auf das Echolot und ins Wasser machte alles klar! 1,4 Meter Wassertiefe... Shallow water...
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| Blick vom Boot auf den sandigen Seegrund |
Der Kapitän beorderte die Crew samt Gästen, sich backbord an die Reling zu stellen und so kriegte er das Schiff ohne fremde Hilfe wieder von der Sandbank weg.
Und am Abend dann das zweite Abenteuer: die erste Fahrt in der Nacht. Nicht ganz freiwillig... Es gab keinen freien Gästeplatz mehr im fremden Hafen und so mussten wir im Dunkeln in den Heimathafen fahren... vorbei an Sandbänken und "Geisterschiffen", die nur mit einem winzigen weissen Licht an der Mastspitze durch die Nacht glitten...
Ich stand am Bug und hielt Ausschau nach "Hindernissen" und verfolgte auf meinem Handy per GPS unsere Position. Wir sollten uns bei Gelegenheit mal den Stick mit der Seekarte besorgen...
Um 22.30 Uhr gab es ein "happy landing".
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| Abendstimmung am See |
Nachtrag, 19.8.2012, 16.45 Uhr:
Wassertemperatur: 25° C!


Warum lässt du nicht einfach einen schönen tag so sein, wie er ist ... ein schöner tag ?! Wieso muss es perfekt sein?
AntwortenLöschenPerfektion ist Quatsch.
Sei doch mal zufrieden mit dem, was du bekommst und genieße es, wenn es schön ist. Man kann sich auch schöne Dinge schlechtreden.
Liebe Matilda
LöschenDein Kommentar hat mich zum nachdenken angeregt. Ja, ich bin eine Perfektionistin und das ist kein besonders erstrebenswerter Charakterzug. Und ich sollte mir wieder einmal bewusst machen, dass das Glas halbvoll ist und nicht halbleer... Aber irgendwie kriege ich das nicht so richtig hin. Das, was fehlt, macht mich melancholisch und dieses Gefühl legt sich wie ein grauer Seidenchiffon über alles, was schön ist.
Ich glaube, perfekt ist nicht im eigentlich Sinne gemeint.... ich kann Rosalie sehr gut verstehen. Man ist in einer bestimmten Situation und sie könnte wunderschön sein, wenn man mit dem richtigen Menschen dort wäre oder sogar allein. So ist sie zwar auch schön, aber gleichzeitig auch wehmütig und man fühlt eine innere Traurigkeit und Sehnsucht..... Es ist nicht schlechtgeredet, es ist in einem drin.... es fehlt einfach etwas .... es ist schön und fühlt sich trotzdem traurig an....
AntwortenLöschen@somedreamsareforever
LöschenDas trifft es ganz genau! So fühlt es sich an, genau so! Es ist eine Melancholie, die man einfach nicht wegkriegt. Manchmal frage ich mich, ob sie mir schon in die Wiege gelegt worden ist...
"Man ist in einer bestimmten Situation und sie könnte wunderschön sein, wenn man mit dem richtigen Menschen dort wäre oder sogar allein."
AntwortenLöschenWo ist der Unterschied? Entweder eine Situation ist schön, egal mit wem ich dort bin ... oder alleine ... oder sie ist es nicht. Man kann auch einfach für sich alleine die Schönheit genießen.
DAS sind eben die Momente, die einem Kraft geben, seine Umgebung zu ertragen. Die es einem möglich machen, über manchen Dingen zu stehen.
Weißt du, Rosalie, was mich an deinem Post am meisten stört ? Das du dich mit aller Gewalt an Dingen festhältst, von denen DU SELBER seit langem weißt, das sie eben nicht so sind, nicht mehr so sind. Die Bilderbuchfamilie, die ihr nach außen hin dem Rest der Menschheit vorgaukelt. Die (inzwischen vergangenen) Gefühle für deinen Mann und die Tatsache, dass ihr euch entfremdet habt.
Daran machst du den Erfolg eines Tages an Dingen fest, der in deiner Beschreibung ein wirklich schöner Tag gewesen ist ... auch als Team, als das du euch betitulierst. Dann sieh euch doch als Team, das einen schönen Segelausflug hatte. Mehr ist doch nicht wichtig.
Deine Traurigkeit liegt nur in dir, und dem Wissen, das du all das was DICH stört, nicht von dir geändert wird. Das du in deiner Situation einfach stehen bleibst. Und das nimmt dir die Kraft, die Freude. Nichts anderes.
Es tut mir leid, wenn dich meine Worte verletzen sollten. das ist nicht meine Absicht. Aber du kannst dich nicht beklagen über Dinge, die sich nicht ändern - weil du sie nicht änderst - weil du DICH nicht änderst.
Harte Worte, aber, ja, ich denke, Du hast Recht. Lamentieren bringt nichts, denn wir entscheiden immer und in jeder Situation für oder gegen etwas. Ein "gutes Team" zu sein genügt auf die Länge nicht, doch: Du hast es in der Hand, es zu ändern! Mit allen Konsequenzen. Und daran liegt es wohl: an der Angst vor den Konsequenzen...ich kenne es auch - wer nicht? Doch wer nicht handelt, ist Spielball der Umstände. DU entscheidest, ob Du das willst oder nicht. Und DU entscheidest, ob Du Dich einfach arrangieren willst mit dem, was Du hast. Und nachdem Du dies getan hast, sollte das Lamentieren eigentlich aufhören. Oder öppe nid?
LöschenLiebe Matilda
LöschenDeine Worte verletzen mich nicht. Es ist ein konstruktiver Kommentar ganz nach meinem Geschmack!
Du schreibst: "DAS sind eben die Momente, die einem Kraft geben, seine Umgebung zu ertragen. Die es einem möglich machen, über manchen Dingen zu stehen."
Das ist richtig. Aber genau diese Momente stürzen mich immer wieder in ein Dilemma. Ich sage mir dann: Eigentlich habe ich doch keinen Grund mich zu beklagen! Ich führe ein privilegiertes Leben! Bloss die Liebe fehlt. Aber ist das wirklich so wichtig? Verlange ich nicht einfach zu viel? Habe ich ein Recht, deswegen alles aufzugeben? Meinen Kinder die unbeschwerte Kindheit zu rauben? Sie leiden nämlich nicht unter der Situation und es wäre für sie viel schwieriger, wenn sie sich ständig zwischen Mama und Papa entscheiden müssten. Sie wollen beide Eltern gleichzeitig um sich haben.
Vermutlich sind 9 von 10 Frauen weltweit unglücklich verheiratet, weil sie in arrangierten Ehen leben müssen und keine Möglichkeit haben, ein eigenständiges Leben zu führen. Sie arrangieren sich, weil sie wissen, dass sie keine andere Wahl haben. Ich aber habe die Wahl. Aber ist es richtig, deswegen aus egoistischen Gründen alles hinzuschmeissen? Diese Frage schwirrt mir immer wieder im Kopf herum.
Und natürlich die Angst, was danach kommen würde, wenn ich mich tatsächlich trennen würde. Würde meine Melancholie dann verschwinden oder wird es vielleicht sogar schlimmer? Würde ich womöglich alles aufgeben für ein Hirngespinst? Für eine Liebe, die ich gar nie in meinem Leben finden werde? Wenn ich ehrlich bin, hatte ich noch nie eine Beziehung, in der alles gestimmt hat. War ich wirklich schon jemals über Wochen und Monate einfach glücklich? Ich kann mich nicht daran erinnern...
Deswegen tue mich extrem schwer damit, mich aus dieser Situation zu lösen. Weil mir irgendwie die Zuversicht fehlt, dass es nach einer Trennung besser wird...
Ja, Peter, lamentieren bringt wirklich nichts und ich drehe mich im Kreis. Ich tue mich extrem schwer damit, eine Entscheidung zu treffen, weil ich die Konsequenzen nicht richtig einschätzen kann. Und weil ich sie fürchte.
LöschenLoslassen ist für mich die grösste Herausforderung im Leben. Es gibt Menschen, die sind in der Lage, ihre Stelle zu wechseln, wenn es ihnen nicht mehr gut gefällt, sie schmeissen überflüssige Dinge in den Müll und lösen sich aus Beziehungen, wenn sie sich nicht mehr wohl fühlen. Ich kann das nicht. Ich gehöre zu denjenigen Menschen, die an Dingen festhalten. Die sich ungern von Gegenständen trennen und die gar nichts in den Müll werfen können, was noch irgendwie brauchbar ist und die in ihrem Job ausharren. Und natürlich tun sie sich unglaublich schwer damit, sich aus Beziehungen zu andern Menschen zu lösen und Trennungen und Todesfälle zu akzeptieren.
Kann man über seinen Schatten springen, wenn man so gepolt ist oder ist das einfach eine Veranlagung, die man sein Leben lang mit sich trägt? So wie eine gewisse Melancholie, die manchen Menschen eigen ist und andern gänzlich fremd?
Vielleicht denke ich zu viel nach... aber das ist schon seit meiner Kindheit so und ich kann einfach nicht aus meiner Haut. Aber ich sollte wirklich aufhören, darüber zu lamentieren, solange ich keine Entscheidung treffen kann.
Ig weiss... aber ig cha nüüt verspräche...
"Man ist in einer bestimmten Situation und sie könnte wunderschön sein, wenn man mit dem richtigen Menschen dort wäre oder sogar allein."
LöschenWo ist der Unterschied? Entweder eine Situation ist schön, egal mit wem ich dort bin ... oder alleine ... oder sie ist es nicht. Man kann auch einfach für sich alleine die Schönheit genießen.
- Zitat Ende -
Ja, natürlich kann man das. Aber leider kann ich es nicht verhindern, dass ich mir trotzdem jemanden wünsche, der sie mit mir teilt und zwar richtig. Der sie genau so wahrnimmt wie ich. Oder auch lieber ganz allein dort zu sein statt mit der "falschen" Person.
Jeder Mensch ist anders, wie auch schon Rosalie schreibt. Es gibt Kopfmensch und Gefühlsmenschen. Ich bin ein totaler Gefühlsmensch. Eine Träumerin. Und ich kann Rosalie absolut verstehen, weil ich mir die gleichen Fragen stelle. Vielleicht gibt es das, was wir uns wünschen, ja gar nicht. Oder zumindest nicht dauerhaft. Eigentlich bin ich auch davon überzeugt, dass man mit sich allein glücklich sein muss und Zufriedenheit und Glück nicht von anderen abhängig machen sollte. Aber das eine ist eben die Theorie und daneben gibt es die Praxis, und in der fühlt es sich anders an.
Mein Lieblingsspruch ist von Sartre und lautet:
"Der sensible Mensch leidet nicht aus diesem oder jenem Grunde sondern allein deshalb, weil nichts auf der Welt seine Sehnsucht stillen kann."
Vielleicht ist es wirklich so. Vielleicht jagt man, wie Rosalie auch schon schrieb, wirklich einem Hirngespinst nach. Trotzdem hat man dieses Gefühl tief in sich. Ich kenne es auch schon fast so lange wie ich denken kann.
Liebe Rosalie,
Löschendeine Ängste, Zweifel und Bedenken kenne ich sooo gut. Ich habe mich mehr als zwei Jahre lang damit herumgeschlagen. Will ich zu viel? Habe ich zu hohe Erwartungen an das Leben? Darf ich einfach meinen egoistischen Bedürfnissen folgen? Bin ich dem Mann an meiner Seite nicht auch verpflichtet? Was, wenn ich gehe und dann merke, dass überhaupt nichts besser wird? Was, wenn ich meine Entscheidung am Ende bitterlich bereue? Besteht die Kunst einer langfristigen Partnerschaft nicht gerade darin, auch in schwierigen Phasen auszuharren und den Weg miteinander weiterzugehen? Ist das nicht die wahre Kunst - mit dem zufrieden zu sein, was ist, anstatt nur immer auf das zu schauen, was nicht ist? Renne ich einem absurden Traum hinterher, einem Hirngespinst, das niemals Wirklichkeit werden kann?
Es schien mir schier unmöglich, eine Entscheidung zu treffen. Und ich weiß nur eins: Nichts in der Welt hätte diesen Prozess beschleunigen können. Es hat genau so lange gedauert, wie es eben gedauert hat.
Mittlerweile habe ich mich entschieden. Die Trennung war hart und brutal, schlimmer als alles, was ich mir je vorgestellt hätte. Sie hat mich enorm viel Kraft gekostet und mich phasenweise ziemlich an den Rand meiner emotionalen Belastbarkeit gebracht. Aber eines sehe ich heute völlig klar: Ich bin unendlich froh und erleichtert, dass ich den Schritt gewagt habe, und ich habe es noch nicht eine Sekunde lang bereut.
Selbst wenn meine neue Beziehung nicht halten sollte, was sie verspricht, so würde das nichts daran ändern. Denn das größte Geschenk von allen ist die Tatsache, dass ich mir mein Leben zurückgeholt habe, meine Freiheit, meine Selbstbestimmung, meinen ureigenen Raum. Das ist absolut herrlich und ich genieße es in vollen Zügen.
Dennoch ist meine Erfahrung natürlich nicht auf deine Situation übertragbar. Mein Ex-Freund und ich waren nur sieben Jahre zusammen, zwei davon wohnten wir unter einem Dach, wobei es meine Wohnung war, aus der er letztendlich ausziehen musste. Und wir hatten keine Kinder. Dennoch wollte ich dir von meinen Erfahrungen berichten. Vielleicht können sie dir Mut machen, deinen Gefühlen und deiner Sehnsucht mehr zu vertrauen. Ich habe in meinem Leben mehr als einmal die Erfahrung gemacht, dass letztlich überhaupt gar kein Weg daran vorbei führt, mich von der Sehnsucht meines Herzens leiten zu lassen. (Vielleicht hast du ja auch mal den Beitrag "Der Weg der Wünsche" in meinem Blog gelesen, in dem es um genau diese Frage geht.)
Liebe Grüße und die allerbesten Wünsche,
Schattentänzerin
Liebe Schattentänzerin
LöschenIch habe sehr grossen Respekt vor dem was du durchgezogen hast.
Aber mit Kindern ist alles anders und niemals vergleichbar.
Eine Mutter hat wahnsinnige Gefühle für das beste Wohl ihrer Kinder.
Das macht alles nochmals 100 mal schwieriger.
Alles Gute für dich. Ich find dich Klasse. Auch wie du schreibst.
Du hast viel Herzenswärme. In meinem Bauch spürbar - durch deine Worte.
Stella Blue.
Danke, liebe Schattentänzerin für diesen wertvollen Kommentar. Ich werde das Post, von dem du sprichst, sobald als möglich lesen.
LöschenIch freue mich für Dich, dass Du den Schritt gewagt hast und vor allem, dass Du es nicht bereust.
Ich fühle mich im Moment nicht in der Lage, eine Entscheidung zu treffen. Ich befinde mich in der grössten Lebenskrise meiner bisherigen Existenz und da ist niemand, den ich dafür verantwortlich machen könnte.
Ich allein bin das Problem. Ich überfordere mein Umfeld und meine Mitmenschen und das Leben überfordert mich.
Liebe Träumerin
LöschenWir beide sind wohl sowas wie verwandte Seelen. Ich kenne das Zitat von Sartre und es hat mich sehr berührt, als ich es zum ersten Mal gelesen habe. Manchen Menschen wird die Sehnsucht und die Melancholie wohl einfach in die Wiege gelegt und sie sind nicht dazu bestimmt, glücklich zu werden.
Sie funktionieren zwar und passen sich an, und manchmal werden sie berühmt. Aber mit der realen Welt kommen sie nicht wirklich gut zurecht. Sie denken zuviel nach, sind suchtgefährdet (Nikotin, Alkohol, Sex,...) und flüchten sich in eine Traumwelt - und seit es das WWW gibt in eine virtuelle Parallelwelt.
Und irgendwann zerbrechen sie daran. Die Hall of Fame (Musiker, Schauspieler, Schriftsteller, Maler) ist voll von solchen Leuten. Aber die meisten Menschen, die so gepolt sind, sterben ohne bleibende Spuren zu hinterlassen.
Liebe Rosalie,
Löschennein, im Moment kannst du keine Entscheidung treffen. Oder sagen wir es so: Derzeit entscheidest du dich Tag für Tag dafür, den Status Quo beizubehalten, ohne dass diese Entscheidung sich für dich wirklich stimmig anfühlen würde. Genauso habe ich es mehr als zwei Jahre lang gehandhabt. Ich hielt mich für völlig verrückt, weil es mir nicht gelingen wollte, wirklich zu wählen. Ich hing zwischen Bleiben und Gehen fest und fühlte mich wie erstarrt.
Glaub mir, ich kann zutiefst nachfühlen, wie es dir gerade ergeht. Von daher wünsche ich dir einfach die nötige Geduld und Nachsicht mit dir selbst, um diesen Prozess durchzustehen. Irgendwann wirst du es wissen, da bin ich mir sicher, und dann wird niemand mehr dich aufhalten können.
Liebe Grüße!
Hallo!
LöschenInteressante Kommentare! Ich bin eher bei Rosalies Sicht auf die Dinge: Alleine sein kann sich gut anfühlen, einsam sein niemals. Und einsam ist man oft in der Gegenwart anderer. Nicht, wenn man alleine ist.
Gemeinsam einsam ist das Härteste überhaupt!!
Muss denn wirklich etwas entschieden werden? Ich verstehe sehr gut deine Bedenken, für ein "Hirngespinst" und Sehnsuchtsgefühl eine funktionierende Familie zu zerstören - bzw. zumindest für die Kinder alles sehr schwierig und auch leidvoll werden zu lassen.
AntwortenLöschenWarum nicht das, was wahr ist, offener leben? Nach und nach die Kinder, dann die Freunde damit bekannt machen, dass ihr kein Paar mehr seid, sondern ein Team, Eltern, Freunde...
Liebe Rosalie
AntwortenLöschenIch denke es geht eh nur um dich. Du musst dich stärken und viel mehr Glück in dir selbst finden. Ich gebe dir einen Tipp. Mach eine gute Weiterbildung und mach Seminare in Persönlichkeitsentwicklung. Dann wirst du immer mehr deine innere Kraft spüren. Und irgendwann merkst du dann auch, dass du vollkommen alleine überlebensfähig bist. Glaub mir. Es kommt nicht sooo sehr auf den Mann an. Wenn du dich nicht selbst stärkst wirst du immer an etwas stossen bei den Männern was dich nicht glücklich macht. Dabei ist ja alles nur in dir fabriziert und zelebriert. Mach dich unabhängiger.
Eine liebe Umarmung.
Stella Blue.
Danke, liebe Stella Blue!
LöschenEin sehr interessanter Denkanstoss! Eigentlich weiss ich es ja selbst und ich kann mir auch gar nicht vorstellen, nach der Trennung jemals wieder dauerhaft mit einem Mann unter einem Dach zu leben. Das will ich gar nicht mehr. Ich will ja frei sein, unabhängig sein. Ich trau mich nur noch nicht so recht...
Liebe Grüsse!
Rosalie
noch was...
LöschenKonsumgüter und Besitztümer wie Ferienwohnungen oder Segelschiffe machen völlig unfrei. Wenn du das hast und gewöhnt bist machst du dich noch mehr abhängig. Auch finanziell. Du hockst auf deinem Segelschiff und merkst in diesen Momenten was du alles verlieren kannst. Das ist doch alles Bullshit!
Gescheiter ist, dieses Geld locker zu machen und z.B. in ein gutes Studium zu investieren. Da merkst du nämlich was du kannst und was du hast und Neues dazu gewinnst. Auch an neuen interessanten Menschen. Da hast du niemals das Gefühl dass du was verlierst.
Aber diese "liebevollen Arschtritte" musst du dir selbst geben!
Stella Blue.
@Stella Blue
LöschenIch habe mal zu meinem Psychologen gesagt: "Wenn wir in einer Mietwohnung leben würden, wäre ich schon lange weg!" Und er hat mir geantwortet: "Das müssen Sie sich mal auf der Zunge zergehen lassen, diese Aussage...".
Natürlich ist dieser "goldene Käfig" eine Fessel, die es noch viel schwieriger macht, neu anzufangen. Ich habe das ja alles selbst mit aufgebaut! Mit dem (alten) Segelschiff sind Jugenderinnerungen verbunden und ohne meinen Vater hätten wir keinen Hafenplatz für das neue Segelschiff. Dieses Kapitel zu beendet, fällt nicht leicht. Aber die gemietete Ferienwohnung bedeutet mir nichts. Darauf könnte ich von heute auf morgen verzichten. Ich brauche auch kein Cabrio. Aber das Haus aufzugeben, fällt mir schwer. Es zu behalten und allein zu unterhalten ebenfalls... Besitztümer machen unfrei. Keine Frage!
Das mit der Weiterbildung ist auch ein Thema, das in den letzten Monaten in mein Bewusstsein gerückt ist. Ich habe seit 20 Jahren nichts mehr gemacht und mein (gut bezahlter) Job ödet mich an...
@ClaudiaBerlin
AntwortenLöschenIrgendwie geht es "automatisch" in diese Richtung, da mein Mann den Kindern zuliebe keine Trennung will. Enge Freunde wissen inzwischen von unserer Ehekrise und sogar mein Mann hat in letzter Zeit mit zwei Freunden darüber geredet! Etwas, was noch bis vor kurzem undenkbar gewesen wäre. Einer der beiden ist in einer ganz ähnlichen Situation.
Es ist ein Prozess, der in Gang geraten ist, wobei ich denke, dass mein Mann immer noch hofft, dass ich wieder zur Räson komme. Was ihm ja auch nicht zu verdenken ist. 18,5 Jahre sind eine lange Zeit und wir haben viel zusammen aufgebaut.
Liebe Rosalie,
AntwortenLöschenDu weißt nicht wer Du bist.
Das ist Dein "Problem".
Es hat nichts mit dem Außen zu tun.
Brachiale Maßnahmen im Außen bringen keine Erkenntnis im Inneren.
Bei einem Eisberg sieht man 10 % der Oberfläche, bei einem Menschen noch viel weniger.
Versuche herauszufinden wer DU BIST.
Erkenne die tiefere Dimension Deines Seins.
Was glaubst Du wieviel Energie frei wird wenn Du sie nicht mehr mantramäßig an die vermeintlich "negativen" Seiten Deines Lebens bindest, sondern für Dich selbst einsetzt?
Mein Posting soll keine Provokation sein, sondern hilfreich.
Liebe Grüße
@anonym
LöschenDein Kommentar ist durchaus hilfreich und er trifft vermutlich schon den Nagel auf den Kopf. Ich bin ja schon froh, wenn ich weiss, was ich nicht mehr will. Aber was will ich denn eigentlich in meinem Leben und wer bin ich?
Ja, wer bin ich überhaupt? Wie findet man das heraus? Ist es nicht die zentrale Frage, die man ein Leben lang zu beantworten versucht?
Weisst DU, wer DU bist und wenn ja - hast Du es immer schon gewusst und oder hast Du es im Verlauf Deines Lebens erst herausgefunden und wenn ja, was hat Dir dabei geholfen? Ein interessantes Thema!
Liebe Grüsse,
Rosalie
Liebe Rosalie,
AntwortenLöschenwas antwortet es in Deinem Inneren, wenn Du Dich fragst: "Wer bist Du?"
Sag es mehrmals, ganz ruhig. Und dann warte ein bisschen.
Oder frage Dich: "Rosalie, bist Du da?"
Antwortet dann jemand?
Hör genau hin, es könnte eine sehr leise und zögerliche Stimme sein.
Hast Du das Gefühl, es ist da "jemand"?
Liebe Grüße
Ich werde es ausprobieren, sobald ich einen Moment der Ruhe finde und hier einen Kommentar hinterlassen!
LöschenPrima,
AntwortenLöschenich bin gespannt. :-)
Als ich endlich zur Ruhe gekommen bin, zeigte die Uhr 22.30 an und bevor sich meine innere Stimme gemeldet hat, bin ich ins Reich der Träume entglitten... Aber ich bleibe dran!
LöschenWerde darüber berichten, sobald ich Rosalie gefunden habe! ;-)
"Anonyms" Frage hat mich zu einem Posting inspiriert:
AntwortenLöschenWer bin ich? Nichts bestimmtes…
@Claudia
LöschenDanke für den Link! Es ist ein interessantes Post und ein wertvoller Denkanstoss. Es hat mich inspiriert und ich denke darüber nach, wer ich eigentlich bin oder wer ich war und werde darüber schreiben, sobald sich die Gedanken sortiert haben.
Hallo Claudia,
AntwortenLöschenich habe mit Interesse Dein Posting gelesen.
Es ist Deine ureigene Erfahrung und Überzeugung, da gibt es nichts zu diskutieren oder in Zweifel zu ziehen. Wenn Du Dich als nichts bestimmtes erlebst, bist Du nichts bestimmtes. Punkt.
Wenn ich die Beantwortung der selben Frage völlig anders erfahre, selbst wenn ich Dir darüber erzähle, ist es im Gegenzug für Dich nicht von Bedeutung und würde auch nie zu Deiner "Wahrheit" werden können, sie wäre nur "geliehen", müsste auf "glauben" basieren, also völlig wertlos für Dich.
Persönliche Wahrheit kann immer nur durch die Vordertüre kommen und muss von einem selbst geschaut und erkannt werden. Darüberhinaus ist sie nicht zu verschriften und kann über Worte nicht benannt werden.
Dass gerade Mitte 40 die große Krise kommt, liegt in der Natur der Dinge. Der äußerste "Kreis" ist erreicht, der Sog der "Mitte" ruft und mobilisiert seine gesammelten Kräfte.
Leider muss ich mich jetzt rausnehmen und verabschieden, da ich für die nächsten Wochen verreist bin.
Grüße!
Ich sag' Dir, wie Du wieder Schwung und Spannung in Dein Leben kriegst, wo Du dann auch noch froh bist, ein gutes Team mit Deinem Mann zu sein: Geh in eine Freikirche, in eine bibeltreue (also sowas fundamentalistisches). Denen bringst Du dann bei, wie man im Leben besteht. Denn meiner Ansicht nach sind das alles Schisshasen mit Angst vor dem Leben. Die brauchen Nachhilfeunterricht von erfahrenen Personen (brauchst aber gut Humor).
AntwortenLöschenMann, Mann, Mann, ich rede hier aus Erfahrung. Und Du wirst der Gesellschaft etwas Gutes tun. Schliesslich müssen alle lernen (auch diese komischen bibeltreuen Freikirchler) sich in Gemeinschaft / Gesellschaft einzubringen und ihr Scherflein zum Gelingen beizutragen.
In diesen Dingern geht es derart zu (nichtmal unbedingt aus bösem Willen, sondern die haben sich einfach verrannt), da bist Du dann wieder froh um Deinen Mann. Ehrlich.
@Violine
Löschen"Bhüet mi Gott vorem Hüehnervogel!" Dieser Spruch meines Grossvaters selig ist mir als erstes in den Sinn gekommen, als ich Deinen Kommentar gelesen habe...
...und behüte mich vor Anhängern irgendwelcher Freikirchen, Sekten und vor Missionaren aller Art. Amen. ;-)
Nein, nein....hör lieber auf mich. Mach eine Weiterbildung!
AntwortenLöschenHahahaha, ich lach mich kaputt!
Sorry, jetzt bin ich grad a bisserl bös:-)
Stella Blue.
Cèst la vie, Rosalie, sang damals Adamo. So ist es.
AntwortenLöschenÜber @Claudia, bin ich auf deine Seite gekommen. Respekt! Du machst da ein ganz schönes Faß auf.
Freut mich, dass Du Dich hierher "verirrt" hast! Das Lied von Adamo kannte ich noch nicht.
Löschen"C'est la vie, c'est la vie,
Elle n'est pas toujours rose, Rosalie."
Wie passend, der Refrain...
Warum "verirrt" Rosalie?
AntwortenLöschenGlaubst du, das man sich verirren kann? Ich glaube, das man eher nicht immer erkennen kann, warum man wo und wann ist.
@Menachem
AntwortenLöschenHast Du den Eindruck, dass ich mich "verirrt" habe? Dass ich eigentlich am richtigen Ort bin und es nicht erkenne? Oder wie meinst Du das genau?