Der vergangene Mittwoch war mal wieder so ein Tag, der in die Kategorie "das volles Leben" fällt! Intensiv, anstrengend und aufregend!
Nach einer kurzen Nacht mit Kopfschmerzen aufgewacht. Kaffee, Joghurt, Dafalgan.
Kinder geweckt, beim Frühstück den Inhalt der Schultheks kontrolliert, diverse Blätter signiert, (ja, ja ich weiss, das könnte man theoretisch am Vorabend erledigen...), zwischen Tür und Angel schnell noch Strubbelhaare notdürftig gebürstet, beim rausgehen die „Milchschnäuze“ abgewischt und die Kinder auf den Schulweg geschickt. Frühstück weg- und Küche aufgeräumt, Geschirrspüler angeworfen, dies und das noch weggeräumt.
Fussballschuhe und Tibia-Schoner für das Fussballturnier vom Abend zusammengesucht, Indoor-Sportsachen für den Kindergeburtstag vom Nachmittag (findet in der Turnhalle statt) und das am Vorabend last-minute besorgte Geschenk für das Geburtstagskind in die Fussballtasche gepackt.
Geduscht, Haare gebürstet, Gesicht eingecremt, Schmuck angelegt,
Mit 8 Minuten Verspätung im Büro angekommen und damit begonnen, das Dringendste zu erledigen. Nebenbei Telefonate mit drei verschiedenen Müttern geführt, um den „freien“ Mittwochnachmittag der Kids aufzugleisen und Schwiegermama zu briefen. (Kindergeburtstag kollidiert terminmässig mit Juniors privatem Französischunterricht, beginnt jedoch erfreulicherweise um die gleiche Zeit und findet in der gleichen Ortschaft statt wie der Klavierunterricht der Tochter. Genauen Zeitpunkt und Austragungsort des ausnahmsweise an einem Mittwochabend angesetzten Fussballturniers in Erfahrung bringen und Schwiegermama das Feintuning delegieren (wer fährt welche Kinder wann von A nach B und holt sie wieder ab).
Kurz vor dem Mittag noch ins Büro von Freundin M. reingeschaut und länger als beabsichtigt hängengeblieben. Spannendes Gespräch!
Mit ÖV zum Termin beim Therapeuten gefahren und
Keine Zeit für Lunch und auf dem Rückweg ins Büro auf dem Handy die Mailaccounts gecheckt. Das Date vom Abend ist geplatzt, was ich mit Bedauern aber auch mit Erleichterung zur Kenntnis nehme.
Kurzfristig umdisponiert und nach Arbeitsschluss mit Freundin M. ins Apéro gegangen. In einer urchigen Quartierbeiz gelandet und gut gegessen. Zum Kaffee ist Freundin S. dazu gestossen und wir haben über Männer und das Leben philosophiert! Ein richtig guter Frauenabend!
Kurz vor Mitternacht nach Hause gekommen, ein paar Worte mit dem Gatten gewechselt,
iPhone ans Ladekabel gesteckt und beinahe schon auf Flugbetrieb umgestellt.... Oh! Eine Chatanfrage!
23.59 h: online?
Es ist Paul! Er hängt mit seinen Studentinnen in einer Bar an der spanischen Küste rum, trinkt Mojitos und hat Lust auf Chat. Moi aussi!
Paul spricht französisch und hat mich kürzlich auf FB angeschrieben. Vor ein paar Tagen haben wir zum ersten mal gechattet. Paul ist eine verflossene Liebe aus meinem real life...
Ich setze mich mit meinem Airbooklein auf Piccolinas rosarotes Himmelbett und wir schwelgen ein wenig in alten Erinnerungen...
00:36 h: Rauchst Du eigentlich? (er spricht etwas deutsch)
00.37 h: Je n'embrasse pas les filles qui fument...
Haben wir damals eigentlich geraucht? Oder habe ich erst später damit begonnen? Bin mir nicht mehr ganz sicher. Aber wir haben beide geraucht. Und im Jahr 2000 beide damit aufgehört. Er am 1. Januar und ich an Weihnachten.
Nach zwei oder drei Mojitos:
01:13 h: Je me demande pourquoi je n'ai pas fait
l'amour avec toi...
Oh! Diese Frage habe ich mir auch oft gestellt! Warum habe ich damals eigentlich nicht mit ihm geschlafen? Was hat mich davon abgehalten, den ersten Schritt zu tun? Und wieso hat er gewartet, dass ich ihn tue? Ich werde darüber schreiben. Bald! Über die Geschichte von Rosalie und Paul.
Ich werde meine alten Tagebücher zu Rate ziehen. Und seine Briefe lesen! Ich hab sie alle aufbewahrt (und weiss sogar noch wo!;-)) Ich erinnere mich an seinen Abschiedsbrief. Es hat weh getan, als er gegangen ist. Und ich habe den Glauben an die Liebe verloren.
Er hat mir wunderschöne Briefe geschrieben, damals, vor vielen Jahren. Briefe aus seiner Heimatstadt und aus der Karibik. Dünne Luftpostumschläge mit exotischen Marken, abgestempelt irgendwann 1988/89...
Er hat sie alle aufbewahrt, meine Briefe. Wir werden sie beide mitnehmen und sie uns zusammen anschauen, wenn wir uns treffen. Ich werde lesen, was ich damals gefühlt habe und umgekehrt! Es wird eine Reise in die eigene Vergangenheit! Und in unsere gemeinsame Vergangenheit...
Ich habe ihm verraten, dass ich blogge... Und ich habe ihn gefragt, wie ich ihn nennen soll, wenn ich über ihn schreibe... Er will "Paul" sein. Nach seinem Lieblingsdichter: Paul Eluard.
Oh! Diese Frage habe ich mir auch oft gestellt! Warum habe ich damals eigentlich nicht mit ihm geschlafen? Was hat mich davon abgehalten, den ersten Schritt zu tun? Und wieso hat er gewartet, dass ich ihn tue? Ich werde darüber schreiben. Bald! Über die Geschichte von Rosalie und Paul.
Ich werde meine alten Tagebücher zu Rate ziehen. Und seine Briefe lesen! Ich hab sie alle aufbewahrt (und weiss sogar noch wo!;-)) Ich erinnere mich an seinen Abschiedsbrief. Es hat weh getan, als er gegangen ist. Und ich habe den Glauben an die Liebe verloren.
Er hat mir wunderschöne Briefe geschrieben, damals, vor vielen Jahren. Briefe aus seiner Heimatstadt und aus der Karibik. Dünne Luftpostumschläge mit exotischen Marken, abgestempelt irgendwann 1988/89...
Er hat sie alle aufbewahrt, meine Briefe. Wir werden sie beide mitnehmen und sie uns zusammen anschauen, wenn wir uns treffen. Ich werde lesen, was ich damals gefühlt habe und umgekehrt! Es wird eine Reise in die eigene Vergangenheit! Und in unsere gemeinsame Vergangenheit...
Ich habe ihm verraten, dass ich blogge... Und ich habe ihn gefragt, wie ich ihn nennen soll, wenn ich über ihn schreibe... Er will "Paul" sein. Nach seinem Lieblingsdichter: Paul Eluard.
Paul ist ein verrückter Kerl. Unkonventionell. Ein Rebell. Und er schreibt Gedichte...
Bald gibt's hier mehr von Paul... Aber zuerst werde ich ein anderes Post aufschalten. Ich musste mir noch etwas von der Seele schreiben. Aber es ist noch nicht reif. Es geht um virtuelle Freundschaft und heimliche Liebe. Vielleicht werde ich es am Ende doch für mich behalten. On verra...
Irgendwann nach zwei Uhr hat die Bar geschlossen. Ich hab das Licht gelöscht und bin eingeschlafen. Im rosaroten Himmelbett. Um 07.06 bin ich aufgewacht. Um 08.58 war ich im Büro. Zwei Minuten zu früh! :-)
Und wer jetzt verzweifelt nach dem roten Faden auf Rosalies Blog sucht, ist bestimmt in guter Gesellschaft! ;-)

Daniela hat sich in ihrem Kommentar im nachfolgenden Post auf meine Sitzung beim Therapeuten bezogen und schreibt folgendes:
AntwortenLöschen"Ah ja, du hast unlängst geschrieben, dass du das Gefühl hast, dass sich dein Therapeut auf die Sitzungen freut. Ich hatte das auch mal - das Gefühl, dass der Therapeut "gespannt ist wie es weiter geht". Da habe ich die Therapie abgebrochen. Ich empfand das Verhalten nicht professionell. Vielleicht weil man sich als Patient unbewusst dazu bemüßigt fühlt, "Stories" abzuliefern? Entwicklungen und Verbesserungen zu bringen?! Ihn zu unterhalten?!?!"
Frau Vau hat sich Danielas Votum angeschlossen und ist ebenfalls der Meinung, dass dies keine gute Basis für eine Therapie ist.
Ich bin mir noch nicht so sicher, was ich davon halten soll. Ich war noch nie zuvor bei einem männlichen Therapeuten und ich habe mich immer gefragt, ob es nicht passieren könnte, dass man sich verliebt. Gegenseitig. Und nun treffe ich ausgerechnet auf einen Mann, den ich attraktiv und sympathisch finde (et vice versa), der seine Wochenenden im Sommer am selben Ort verbringt und dem ich deshalb schon einmal privat über den Weg gelaufen bin. Es war in der Nacht und ich habe ihn fast nicht erkannt und er hat sich beim Vorbeigehen nach mir umgedreht und diskret die Hand zum Gruss erhoben.
Ich sage in der Therapiestunde ehrlich, was ich denke, und klammere noch nicht einmal meine "Männergeschichen" aus, habe jedoch ein Problem dabei, vor ihm zu weinen. Aber das hätte ich auch bei einem andern Mann. Ich bin mir bewusst, dass diese gegenseitige Sympathie vermutlich nicht optimal ist - aber bisher hatte ich den Eindruck, dass ich doch jedesmal neue Erkenntnisse kriege und ein Stückchen weiterkomme.
Ich glaube, ich hätte das grössere Problem, mich zu öffnen, wenn ich einem Mann gegenübersitzen würde, den ich unsympathisch fände.
Liebe Rosalie,
Löschenjetzt habe ich dieses versteckte "Posting" hier gefunden.
Warum als versteckter Kommentar und nicht als Posting? Egal ...
Das was du schreibst, bestätigt meine Befürchtungen bzw. macht sie noch größer.
Ich fand meinen Therapeuten überhaupt nicht attraktiv, mich nervte alleine schon diese postiv gespannte Erwartung von ihm, wie es weitergeht (zumal er glaube ich mehr aus meinem Leben erfahren wollte).
Jetzt lese ich hier, dass du den Mann als Mann interessant findest. Ich erinnere mich jetzt auch, wie du noch bevor du je in Therapie warst, vom "sich verlieben" geschrieben hast.
Das finde ich kindisch.
Wenn du ernsthaft an deinem Therapieziel interessiert bist und das "sich verlieben" für dich offenbar doch ein Thema ist, geh zu einer Frau in Therapie. So machst du dir nur was vor. Zumal du dem Therapeuten vermutlich zunehmend gefallen möchtest.
Das "Verlieben" ist mir irgendwie zu groß. Und da werde ich ungeduldig, ich finde das unreif, kindisch und Zeitverschwendung. Es kommt mir vor, als wäre es kein Zufall, dass du diesen Kommentar hier so untergebracht hast. Vielmehr lese ich es wie ein Symptom rund um deine Therapie. Entschuldige bitte, wenn ich dir hier so den Kopf wasche.
Meine direkte Reaktion auf den Kommentar hier war: "Was ist hier denn los? ??? Rosalie versteckt sich, will aber doch was sagen?!?!
Stutzig macht mich auch, dass du schreibst "Ich sage in der Therapiestunde ehrlich, was ich denke, und klammere noch nicht einmal meine "Männergeschichen" aus" - das muss doch selbstverständlich sein, dass du dort alles sagen kannst. ALLES!!
Ich bin fast schockiert, dass du schreibst, du kannst dort nicht weinen. Nicht, dass man in der Therapie weinen muss (habe ich auch nicht getan und sie hat mich trotzdem weiter gebracht). Aber offenbar ist dir nach Weinen zu Mute gewesen?
Wie soll es weitergehen?
liebe Grüße, Daniela
Liebe Daniela
LöschenDa bin ich wieder! Ich habe meinen Kommentar nicht heimlich hier versteckt! Ich hatte in meiner Antwort an Dich vom 23.9.12/06.33 im P.S. ja vermerkt, dass er hier zu finden sein wird, weil die Diskussion um den geeigneten Therapeuten zu diesem Post gehört. Und ich wollte kein neues Posting zum Thema kreieren, weil die Diskussion um die virtuelle Liebe in vollem Gange war.
Ich verstehe Deine Bedenken. Vielleicht habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt! Der Mann macht eigentlich einen kompetenten Eindruck und hat sogar einen Doktortitel. Das mit dem Verlieben ist eine Frage, die ich mir ganz generell gestellt habe:
Besteht nicht grundsätzlich die Gefahr, dass sich ein Therapeut in die Patientin verliebt (und umgekehrt), wenn man sich sympathisch ist, da man in diesen Gesprächen ja so viel von sich preisgibt und eine gewisse Nähe aufkommt? Oder sollte keine Nähe entstehen? Ich erlebe meinen Therapeuten als sehr empathisch und das macht ihn natürlich sympathisch. Sich zu verlieben wäre natürlich sehr unprofessionell – aber Gefühle sind bekanntlich unberechenbar. Aber don‘t worry! Ich habe nicht vor, mich zu verlieben! Ganz bestimmt nicht!!
Soll ich die Therapie wirklich abbrechen, weil wir uns so sympathisch sind? Wenn ich den Eindruck habe, dass ich in der Therapie nicht weiterkomme, werde ich das vielleicht tun. Aber es geht vor allem auch darum, mehr Struktur in mein Leben zu bringen und Entscheidungen umzusetzen… ADS für Erwachsene ist auch ein Thema. Das hingegen werde ich vielleicht einmal in einem Post thematisieren!
Was das Weinen angeht: Im Gespräch werden schon auch Gefühle an die Oberfläche gespült, wenn sich zum Beispiel herauskristallisiert, dass ich mich letztlich nach Liebe und emotionaler Nähe sehne, und dass diese Grundbedürfnisse bei mir seit Jahren „brach“ liegen. Diese Erkenntnis tut schon weh. Und auch wenn ich von meinem Vater spreche, kann es sein, dass ich die Fassung verliere.
Ach, ich weiss doch auch nicht. Eure Reaktionen geben mir schon zu denken…
Liebe Grüsse,
Rosalie
Guten Abend liebe Rosalie
LöschenAha, er hat sogar einen Doktortitel! Aber schlauer sind die Menschen deswegen trotzdem nicht. Oder auf jeden Fall dieser Therapeut nicht. Du stehst auf Titel, hä? Manchmal wenn ich bei dir lese, macht es mich auch etwas traurig wie du die Menschen - zwar eher auf eine sanfte Art - aber, "in Klassen" einteilst.
Weisst du du Liebe, ich kenne soviele Doktoren die vor Menschen stehen, aber die Menschen nicht heilsam erreichen.
Es gibt dazu ein wunderschönes Zitat von Hermann Bezzel: Der Schlüssel zum Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit, sondern immer unsere Liebe sein.
Alles Liebe für dich.
Eine nachdenkliche Stella Blue.
Liebe Stella Blue
LöschenNein, ich "stehe" nicht auf Titel. Aber vielleicht kommt mir da meine Herkunft in die Quere. In meiner Familie gab es keine Akademiker und ich bin/war eigentlich schon der Ansicht, dass einem ein Doktortitel nicht einfach so in den Schoss fällt und wenn ich mir die Aus- und Weiterbildung meines Therapeuten ansehe, sollte er eigentlich schon etwas auf dem Kasten haben! Ein Doktortitel macht keinen besseren (wertvolleren) Menschen aus ihm, aber er vermittelt mir das Gefühl von Kompetenz. Naja, vielleicht bin ich diesbezüglich etwas naiv und irre mich... On verra! Ich werde auf jeden Fall aufmerksam sein und wenn ich das Gefühl habe, dass es in die falsche Richtung geht, werde ich die Therapie abbrechen...
Liebe Grüsse
Rosalie
Liebe Rosalie, doch, leider fallen auch Doktortitel vom Himmel. Und ich weiss aus sehr zuverlässiger Quelle, dass wenn es um Selbstreflektion geht oftmals die Psychologen nicht besonders mutig drauf sind und in diesen Lektionen im Studium auch nicht gross präsent sind.
LöschenLiebe Rosalie, ich weiss nicht ob ich wieder mal was kommentiere bei dir. Ich hab einfach keine Zeit um hier alles richtig zu lesen. Meine Arbeit ist sehr anspruchsvoll und braucht mich und ich möchte nicht hier bei dir etwas einwerfen und dann keine Zeit haben um wieder zu antworten. Und es ist auch nicht fair dir gegenüber.
Ich wünsche dir alles Gute und vorallem wünsche ich dir, dass die Liebe in dir weiter wächst. Die Liebe zu dir selbst.
Stella Blue. Voll im Leben. Aber voll gut.
Liebe Stella Blue
LöschenDanke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, über meine Posts und Kommentare nachzudenken und hier zu kommentieren! Natürlich hoffe ich, dass Du mir als Leserin erhalten bleibst und dass ich doch noch hin und wieder einen Kommentar von Dir finde! :-)
Eines kann ich Dir versichern: es wird auch wieder kürzere, knackigere Posts geben, die sich eher eignen zum schnell lesen und kommentieren!
Ganz liebe Grüsse und alles Gute auch Dir!
Rosalie (die gerade das "volle" Leben geniesst!)
Hallo liebe Rosalie
AntwortenLöschenWenn du an einem Therapieziel interessiert bist, dann wechsle den Therapeuten oder gehe zu einer Therapeutin. Das geht doch so überhaupt nicht. Das was du da machst hört und fühlt sich für mich wirklich sehr schlecht an. Und da liegt keine Entwicklung drin. Ausser du brauchst ihn um weiterhin in deinen Mustern zu kreisen und in deiner Komfortzone rumzuliegen. Aber das willst du ja nicht mehr, oder?
Sorry, aber jetzt bin ich wirklich grad ein bisschen erstaunt Rosalie.
Puhhhhh, Stella Blue.
@Stelle Blue
LöschenIch habe auch Erfahrungen mit Therapeutinnen. Ich war vor ca. 7 Jahren bei einer Psychologin, als ich als erwerbstätige Mutter von zwei Kleinkindern und Ehefrau eines Workaholics an der Schwelle zur Erschöpfungsdepression stand. Die Psychologin war ebenfalls Mutter zweier Kleinkinder und hatte einen stadtbekannten Politiker als Ehemann... Wir waren uns auch sympathisch. Und ich hatte nicht den Eindruck, dass mir die Therapie viel gebracht hat, ausser der Erkenntnis, dass meine Reaktion angesichts der hohen Belastung (Family, Job, Haus, Garten, Workaholic-Gatte) nachvollziehbar sei und dass sie mir gezeigt hat, wie ich mehr Struktur in meinen chaotischen Alltag bringen kann. Und mich in eine ADS-Abklärung geschickt hat...
Mein Therapeut hat sich vor Jahren auch von seiner Frau getrennt und hatte ein Kind im Schulalter. Irgendwie treffe ich immer auf Therapeuten, die ähnliches erlebt haben wie ich! Es ist aber keine unverbindliche Plauderstunde. Aber die Ambiance ist angenehm. Er gibt mir Hausaufgaben und er regt an, dass ich endlich mit meinem Mann Klartext reden soll...
Relativiert das Deinen Eindruck etwas? ;-)
Liebe Rosalie,
AntwortenLöschenich halte es auch für keine gute Idee bei diesem für dich interessanten Therapeuten zu bleiben.
Muss mich da Daniela anschließen, das ist nicht professionell und sollte dein Therapeut dein Interesse bemerken, dann sollte er deine Behandlung beenden und dich zu einer "Kollegin" schicken.
So kann dir doch nicht geholfen werden.
Ich würde jetzt gerne noch mehr schreiben, möchte dich aber auf keinen Fall verletzen...und so lass ich es lieber.
liebe Grüße
Marylou
Liebe Marylou
AntwortenLöschenSchreib ruhig, was Du denkst. Aber vielleicht relativieren ja meine beiden obigen Kommentare Deine Bedenken etwas?
Ich habe wirklich nicht vor, mich zu verlieben und ich spiele auch nichts vor oder versuche mich in ein gutes Licht zu rücken. Das mache ich auf meinem Blog ja auch nicht. Ich bin eigentlich ziemlich authentisch. Im Blog und auch im Gespräch mit dem Therapeuten...
Aber ich verstehe Deine Bedenken.
Bis bald! ;-)
Liebe Grüsse, Rosalie
LIEBE ROSALIE! (sorry, die Großbuchstaben brauche ich jetzt gerade),
AntwortenLöschenich bin so froh, dass du noch mit mir sprichst, nachdem ich hier zuletzt so ausgeteilt habe.
Respekt für deine Kritikfähigkeit, wirklich, GROSSEN Respekt dafür!
Das mit dem PS bei dem anderen Kommentar und dass das Thema hierher besser passt habe ich nicht so gelesen. Ich sehe den Zusammenhang mit Paul überhaupt nicht. Da stehe ich wohl auf der Leitung.
Was mir spontan einfällt: rede mit deinem Therapeuten darüber!
Worüber?
Darüber, wie das ist: ob Nähe zwangsläufig zum sich-verlieben führt bzw, wie es wohl kommt, dass für dich das eine so fest mit dem anderen verkettet ist.
Nähe als zwangsläufiger Vorhof der Liebe?
Ich kann mir vorstellen, dass ihr so näher an deine Themen kommt, weil die Sehnsucht nach (Wesens)Nähe und Liebe wohl auch eine Rolle spielt.
Vielleicht flirtest du auch nur fürs Leben gern. Und kannst es vermutlich recht gut.
Als ich Studentin war, habe ich Männern nicht länger als wenige Augenblicke in die Augen sehen wollen, "damit sie sich nicht in mich verlieben". So überzeugt war ich von mir und meiner Wirkung auf Männer. Stell dir vor! Ich finde etwas von dieser Seite in deinen Kommentaren und Postings wieder.
Ich habe heute Abend das Bild von dir von einer Frau, in der diese Lust auf das sich-Verlieben permanant sprudelt. Oder besser gesagt dich antreibt wie ein Schmetterling, der im Blumengarten herumschwirrt. Alles ist so schön. Ist es eh :-)
Aber das beschreibt vielleicht besser, in jedem Fall freundlicher das Empfinden, was ich zuvor als "kindisch" abgekanzelt habe.
Zu den Doktoren und gebildeten: es ist das, was ich an diesem Blog so schätze: dass du dich nicht in einem besseren Licht darstellen möchtest als du bist. Ich halte das schon aus.
Eines verstehe ich nicht:
"Mein Therapeut hat sich vor Jahren auch von seiner Frau getrennt und hatte ein Kind im Schulalter. Irgendwie treffe ich immer auf Therapeuten, die ähnliches erlebt haben wie ich! Es ist aber keine unverbindliche Plauderstunde. Aber die Ambiance ist angenehm. Er gibt mir Hausaufgaben und er regt an, dass ich endlich mit meinem Mann Klartext reden soll..."
Ist das dein aktueller Therapeut, der zu dem du erst seit ein paar Sitzungen gehst? Wieso weißt du soviel von ihm? ?!? Die beschreibst ihn ein wenig wie eine Freundin die Grundschullehrerin ist Väter die sie am Elternabend kennenlernt und die ihr gefallen. Wer mir gefällt, von dem möchte ich viel erfahren.
Was ist beim ADS Test rausgekommen?
Ich weiß, ob mit oder ohne ADS, dass mir das Internet sicher nicht gut tut. Erlebst du es ähnlich? Dass das Bloggen dich aus deiner Mitte bringt? In einen Ausnahmezustand versetzt?
So, das waren jetzt eine Menge unterschiedlicher Aspekte ...
Verbring einen schönen Abend!
Daniela
Meine liebe Daniela
LöschenEntschuldige, dass ich so lange auf mich habe warten lassen... aber ich bin Dir ganz sicher nicht böse! Ich führe dieses Blog ja nicht, um ausschliesslich Lobhudeleien entgegenzunehmen! ;-) Jede konstruktive Kritik ist willkommen! :-)
Einleitend noch eine Bemerkung zum PS. Es geht in diesem Post ja nicht ausschliesslich um Paul, sondern um die Fülle an Erlebnissen, die ich an diesem denkwürdigen Mittwoch hatte! Im 8. Absatz berichte ich vom Termin beim Therapeuten und deshalb gehören die Kommentare zur Therapie zu diesem Post. In nachfolgenden Post habe ich - soweit ich mich erinnere - nichts darüber geschrieben. Alles klar? ;-))
Was das Flirten und immer auf der Suche nach dem sich verlieben sein angeht, so hast Du ein falsches Bild von mir! Das tönt so nach unbeschwerter Leichtigkeit und das entspricht (mir) leider gar nicht. Natürlich kann ich flirten und ich bin auch schlagfertig und selbstbewusst , aber das ist teilweise auch Fassade, denn im Grunde meines Herzens bin ich schüchtern und wenn ich das Gefühl habe, dass mir ein Mann ebenbürtig ist und "zu Nahe" kommen könnte, d. h. ahnt, was für ein verletzlicher Mensch hinter der Fassade steckt, dann bin ich zurückhaltend...
Ich habe gerade das Hörbuch von Bärbel Wardetzki (Der weibliche Narzissmus - der Hunger nach Anerkennung) zu Ende gehört. Ich bin sicher keine typische Narzisstin, aber es gibt schon den einen oder andern Charakterzug, der in diese Richtung geht. Vielleicht auch dieses Gefühl, dass ich glaube, dass sich ein Mann in mich verlieben könnte/müsste, wenn er Einblick in die ganze Palette meiner Persönlichkeit hat und nicht bloss die Fassade sieht... Deine Bemerkung und was ich darüber im Hörbuch mitgekriegt habe, stimmt mich schon ein wenig nachdenklich! Ich werde mir noch das Buch besorgen, das viel ausführlicher ist als die Hörbuchfassung und werde mich etwas detaillierter damit auseinandersetzen! Aber so ganz aus der Luft gegriffen ist die Idee schon nicht.... es hat auch etwas mit meiner bisherigen Lebenserfahrung zu tun! ;-)
Dass der Therapeut mir von seiner persönlichen Erfahrung (Trennung, Kind im selben Alter) erzählt hat, fand ich zunächst auch etwas speziell. Aber doch irgendwie auch hilfreich. Er hat auch nicht gross Details erzählt. Er hat mich eher ermuntert, dass er selbst den Schritt nicht bereut hätte und das Kind die Trennung gut überstanden hat.
Was das ADS betrifft. Der Test war positiv! Für mich war es eigentlich klar, nach allem was ich darüber gelesen hatte. Ich werde bei Gelegenheit darüber bloggen. Ich bin sicher eine Person, die Suchttendenzen hat. Das Rauchen habe ich mir abgewöhnen können, aber es hat lange gedauert, bis es geklappt hat. Das Bloggen ist für mich keine Sucht. Einfach etwas, was mir sehr viel gibt und mich weiterbringt. Ich mache mich nicht zum Sklaven, deshalb habe ich mir jetzt auch erlaubt, ein paar Tage "abzutauchen". Hingegen bin ich ziemlich abhängig von meinem iPhone...
Liebe Grüsse und bis bald!
Rosalie
Liebe Rosalie, über das ADS würde ich hier gerne mehr lesen!
LöschenDu klingst so wie meine beste Freundin: die flirtet auch - meist ohne es zu merken - und sagt von sich dass sie absolut schüchtern ist. Dabei verdreht sie dem Männern den Kopf, indem sie genau an der richtigen Stelle auflacht, den Kopf neigt etc. Wie sie das bloß kann!
Bin schon auf dein nächstes Posting gespannt. Was du wohl erlebt haben magst in den letzten eineinhalb Wochen.
liebe Grüße,
Daniela
Grundsätzlich ist nichts falsch daran, sich in seinen Therapeuten zu verlieben, es ist geradezu normal.
AntwortenLöschenSeit Freud kennen wir das Phänomen der Übertragung: mit dem gegengeschlechtlichen Gegenüber, der/die als der "Wissende" imaginiert wird, entsteht durch die Gespräche ein beispielhafte Nähe, die dazu führt, dass man genau in jene Verhaltens- und Erlebnisweisen tappt, die TYPISCH für den eigenen Umgang mit dem anderen Geschlecht, mit Liebe, Begehren, Beziehung sind.
Der Therapeut sollte sich als Profi stets bewusst sein, dass er nicht wirklich "persönlich gemeint" ist und seine "Gegenübertragung" (siehe Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Gegen%C3%BCbertragung) im Griff haben:
"Engere Beziehungen oder Freundschaften zwischen Therapeut und Patient machen therapeutisches Arbeiten unmöglich, da dieses eine hinreichende emotionale Distanz voraussetzt. Derartige Beziehungen sind daher nicht mit dem Berufsethos der Psychotherapeuten vereinbar (vgl. Abstinenzregel)."
Wenn er also ein guter Therapeut ist, müsste er dir deine Art und Weise, wie du "um seine Gunst wirbst" bzw. versuchst, für ihn attraktiv zu sein, bewusst machen und solche Dinge stets ansprechen und als zu bearbeitendes Material im Sinne der Therapie nutzen.
Kann er das nicht, flirtet er gar mit dir, bringt die Therapie bei ihm nichts.
Claudia, was mich stutzig gemacht hat war, dass Rosalie über das "sich-in-den-Therapeuten-verlieben" geschrieben hat noch ehe sie in der ersten Sitzung bei ihm war. Es las sich irgendwie fast wie eine Vorfreude auf das kecke Abenteuer. Überspitzt formuliert.
LöschenIndem der Therapeut Rosalie über sein Familienleben erzählt finde ich macht er schon einiges falsch. Dadurch steigt die emotionale Nähe doch nur weiter.
Ich bin gespannt, wer das Thema zuerst ansprechen wird: Rosalie oder der Therapeut ;-)
liebe Grüße, Daniela
@ClaudiaBerlin
AntwortenLöschenSpannend, wie Du das siehst!! Bisher habe ich den Eindruck, dass ich ihn manchmal ein ganz klein wenig aus dem Konzept bringe. Er ist nicht ganz immun gegen meine ... Ausstrahlung? Die Sympathie ist spürbar, nicht zuletzt auch in Form von Empathie.
Darf ein Therapeut denn gar nicht emphatisch sein? Sollte er mir einfach ungerührt und neutral gegenübersitzen, wenn ich etwas erzähle, das an die Nieren geht? Therapeuten sind doch keine Roboter!?
@Claudia & Daniela
Aber ich bin "gespannt", ob das irgendwann einmal ein Thema sein wird... und ich könnte mir vorstellen, dass er mir gegebenenfalls sagen würde, dass es besser sei, die Therapie bei ihm abzubrechen und dass er mich an eine Kollegin weiterverweisen würde...
Ich halte Euch auf dem Laufenden!
Liebe Grüsse,
Rosalie