Sonntag, 20. Januar 2013

Augenflimmern

Eigentlich wollte ich nur kurz nachlesen, wie alles begann... Im Bett. Auf dem iPhone. Das erste WhatsApp, das er mir geschickt hat. Am 20. September 2012 Mittags um 12.01h. Dann konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Und all die Erinnerungen kamen wieder hoch. Wo ich war und was ich gefühlt habe, als ich eine bestimmte Nachricht las. Im Bett, in der Küche, im Auto, im Büro, draussen im Garten, in Ägypten... Und ich erinnere mich an die letzte Nachricht. Ich war zuhause, als ich las, dass er versuchen werde, seine Gedanken in einem Mail festzuhalten. Was er gleichentags tat. Es war der 20. November 2012. Nie hätte ich gedacht, dass nichts mehr kommen würde.

Wie lange hab ich gelesen? Zwei Stunden? Keine Ahnung. Meine  Augen flimmern noch immer. Unser WhatsApp-Austausch war soooo gut! Einfach super! Witzig, prickelnd, frech und... so vertraut.  Und dann:  Ende. Aus. Schweigen.

Heute wird es zwei Monate alt, sein Schweigen. Es hält nun schon genau so lange an, wie unser Austausch gedauert hat. Und ich bin nicht wirklich darüber hinweg. Es ist schlimmer geworden mit der Zeit. Weil die Hoffnung stirbt. Aber es hilft alles nichts. Er hat für uns entschieden. Schwer zu akzeptieren. Sehr schwer. Es ist so schade.

Ich blicke nach vorn. Meistens. Aber manchmal leiste ich mir eine Schwäche und blicke zurück. In Wehmut.

Sorry, Daniela! Kommt nicht wieder vor... 










10 Kommentare:

  1. Nicht traurig sein, Rosalie. Immerhin hat er dir geholfen, deine Entscheidung zu treffen und zu merken, dass es so nicht weitergeht.
    Momentan ist es auch besser, wenn du niemanden hast.. ich weiß nicht, ob deine Kinder jetzt schon bereit wären, einen neuen Partner zu akzeptieren.
    Und Heimlichkeiten vor den Kindern sind saublöd, wenn man glücklich verliebt ist. Sie merken doch irgendwas und denken sich ihren Teil.
    Liebe Rosalie, vielleicht war es gut, das alles noch mal zu lesen, aber lass dich nicht davon herunterziehen!

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    1. @Frau Vau

      Ach, Du hast ja recht...

      Aber weisst Du, ich möchte ja gar keinen Partner, der mit mir den Alltag teilt. Das kann ich mir im Moment nicht vorstellen. Aber jemanden zu haben, mit dem man sich austauschen kann, der einem nahe steht ohne zu klammern und mit dem man 2-3 x pro Monat einen Abend oder eine Nacht verbringt, das wäre schön gewesen. Wir hätten uns so viel geben können...

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  2. Liebe Rosalie
    heut früh hat mich eine rote Rose aus meiner Wehmut geweckt.
    Ich wünsch Dir diese rote Rose immer dann, wenn der Schwermut, die Wehmut Besitz von Dir ergreift. Wenn das Handeln schwer fällt...

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    1. @64erMann

      Schön! Ich freue mich sehr für Dich! Und... danke! Auch für Dein Post! :-*

      Ich liebe Hildegard Knef und vor allem auch diesen Song! Der Mix mit Extrabreit ist der Hammer... Und ich sag nur:

      "Und später... Und später sagte ich noch ich möcht nicht allein sein und doch frei sein..."

      Genauso ist es.

      Ich wollte es hier verlinken, lass es aber bleiben wegen dem Bild. Nicht dass sich noch jemand erschreckt. ;-)
      Wer's finden will, weiss schon wo suchen.

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  3. Liebe Rosalie,

    wäre die Trennung leichter, wenn du wüsstest, dass er Frauen ins Bett kriegen möchte, erobern und dann das Interesse verliert?
    Ich weiß, ich weiß, du hast schon beteuert, dass er krank ist, und dass es nicht an dir liegt.
    All diese Ausreden kenne ich zur genüge, von mir, von Freundinnen. Diese Männer sind nicht manns genug zu sagen, dass sie das Interesser verloren haben (was ja offensichtlich ist - wäre es anders, würde er sich melden!)

    Ich weiß nicht, an welcher Stelle in eurem Flirt der Sex kam, und wie bald es danach aus war. Aber das wäre so ... klassisch.

    Was anderes: wäre ich du, ich würde den Blog bald löschen und einen neuen beginnen. Der Gedanke, dass meine Kindern ihn finden könnten, wäre für mich ein HORROR!
    Und dein Blog ist im Grunde ein unversperrtes Tagebuch, das zufällig gefunden werden kann. Gerade, wenn du in deiner neuen Wohnung weniger diskret sein musst wenn du alleine bist und vielleicht mal vergisst, den Laptop abzumelden wenn die Kinder da sind. Kam mir eben, der Gedanke und ist ziemlich "eingefahren".

    liebe Grüße, Daniela

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    1. Liebe Daniela

      Nein, das würde die Trennung nicht leichter machen. Nur bitter. Und ich weiss, dass es nicht so ist. Nicht alle Männer sind so einfach gestrickt und es gibt in der Tat plausible Gründe, weshalb man manchmal die Reissleine ziehen muss, bevor die Gefühle noch stärker werden. Er will keine feste Beziehung. Ich auch nicht. Aber manchmal ist es schwierig, die Balance zu halten...

      Das mit dem Blog habe ich mir auch überlegt. Am liebsten würde ich ihn auf Wordpress transferieren und die delikateren Artikel mit einem Passwort schützen. Löschen werde ich ihn sicher nicht. Aber vielleicht auf privat schalten und an einem neuen Ort frisch anfangen. Kommt Zeit, kommt Rat. Danke Dir für den Hinweis!

      Liebe Grüsse,
      Rosalie

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  4. Da bin ich nun auch bei Dir angekommen (auch wenn ich lese, dass Du "umziehen" möchtest) - gleich mit Gänsehautfeeling beim Lesen. Ich kann so gut verstehen, wie es in Dir aussieht. Das entspricht ja ein wenig dem, was ich gerade bei mir beschrieben hab, wenn auch in einem kürzeren Zeitfenster.
    Es ist so, die Zeit heilt Wunden, doch das dauert, manchmal länger, als einem lieb ist. Und sie reißen manchmal wieder auf, weil man die Frage nach dem "warum" stellt und keine Antwort findet.
    Nun heißt es, sich aufzurappeln und wieder nach vorn zu schauen. Alles Gute dafür und liebe Grüße!

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    1. Willkommen auf meinem Blog! :-)

      Einstweilen werde ich noch hier weiter schreiben. Aber vielleicht muss ich bald den Titel ändern in "Rosalies Neustart" oder so. ;-)

      Ach, gegen Herzschmerz ist einfach kein Kraut gewachsen und man muss da wohl einfach durch. Und ja, Du hast recht: es ist besonders schwierig, wenn man nicht genau weiss, weshalb etwas zu Ende gegangen ist und ob es wirklich definitiv zu Ende ist...

      Dir auch alles Gute und liebe Grüsse nach Berlin.
      Rosalie

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  5. Dankeschön. Mein Blog-Motto heißt ja auch "Auf ins neue Leben". Komisch, ich laufe immer wieder von vorn los und scheine nicht anzukommen. Aber vielleicht wird in diesem Jahr alles anders. Das wünsche ich Dir auch von Herzen!
    Ganz liebe Grüße!

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  6. Sehnsucht lässt einen so so schwer los und auch nach Jahren verliert sie sich nicht.
    Es ist so unbegreiflich wie manche Menschen so Schönes loslassen können. Ich frag mich immer, wie sie selber ihre Sehnsucht aushalten oder ob sie überhaupt eine haben?!
    Du hast dich eindeutig sehr mit ihm verbunden und dieses Band ist so stark , dass es nicht reißt.
    Ich kann sehr mit dir fühlen und verstehe dich nur zu gut.
    Ich finde auch nicht, dass man während einer Trennung oder nach einer Trennung erstmal allein sein muss. Warum und für wen soll das gut sein?
    Liebe Grüße
    dual

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