10. September 2011 zurück. Castorp hat dazu in seinem Kommentar interessante Fragen aufgeworfen.
Es geht um die Frage der persönlichen Ausstrahlung. Ich habe lange darüber nachgedacht, diesen Text mehrfach umgeschrieben und gekürzt. Er ist dennoch viel zu lang geworden… und schliesslich doch zu persönlich. Deshalb habe ich ihn nach der ersten Veröffentlichung wieder zurückgezogen und schalte ihn nun in gekürzter Version wieder auf, da ich Euch gerne an meinen Gedanken teilhaben lassen möchte.
Meine Freundin M. hat die Feststellung gemacht, dass ich heute so aussehe, wie ich wirklich bin. Ich habe diese Aussage als Bestätigung dafür aufgefasst, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Und als Kompliment. Weil diese Worte aus dem Mund einer langjährigen Freundin stammen, die meine Persönlichkeits- entwicklung in den letzten zwanzig Jahren hautnah mitverfolgt hat. Wir haben zusammen schon sehr viel erlebt und Freud und Leid geteilt und sie kennt mich wahrscheinlich besser als die meisten anderen Menschen. Sie kennt auch meine sogenannten "inneren Werte" und hat nun den Eindruck, dass diese heute in meiner Ausstrahlung (endlich) zur Geltung kommen.
Meine Freundin M. hat die Feststellung gemacht, dass ich heute so aussehe, wie ich wirklich bin. Ich habe diese Aussage als Bestätigung dafür aufgefasst, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Und als Kompliment. Weil diese Worte aus dem Mund einer langjährigen Freundin stammen, die meine Persönlichkeits- entwicklung in den letzten zwanzig Jahren hautnah mitverfolgt hat. Wir haben zusammen schon sehr viel erlebt und Freud und Leid geteilt und sie kennt mich wahrscheinlich besser als die meisten anderen Menschen. Sie kennt auch meine sogenannten "inneren Werte" und hat nun den Eindruck, dass diese heute in meiner Ausstrahlung (endlich) zur Geltung kommen.
Das führt uns zu der von Castorp aufgeworfenen Frage, wie ich denn früher ausgesehen habe und wer ich damals gewesen bin.
Meines Erachtens war ich früher nicht eine gänzlich andere Frau als heute. Ich habe mich eigentlich immer als selbstbewusst und optimistisch empfunden. Habe immer versucht, das Beste aus mir zu machen, mich auch getraut, meine Meinung offen zu vertreten. Ich war nie ein "Huscheli", ein unscheinbares, unsicheres Mauerblümchen. Aber ich war bzw. bin jemand, der immer wieder an sich selbst zweifelt, sich lange an (unerreichbaren) Idealen orientiert hat und sich von anderen Menschen beeinflussen und verunsichern lässt. Wenn nun der Mensch, der einem am nächsten steht bzw. stehen sollte und mit dem man am meisten Zeit verbringt, diese negativen Triggerpunkte unermüdlich alimentiert, dann bleibt das nicht ohne Folgen.
Wohlwissend, dass ich meinem Ehemann intellektuell ebenbürtig und in gewissen Bereichen überlegen bin, habe ich es zugelassen, dass er auf subtile Art und Weise immer wieder ein bisschen an meinem Selbstwertgefühl gesägt hat. Ich würde ihm nicht unterstellen, dass er dies in böser Absicht getan hat - aber er hat den Finger regelmässig auf meine wunden Punkte gelegt und mir meine Schwächen vorgehalten. Das sind gewissermassen zwei nie endende Baustellen in meinem Leben und es gibt in diesen Bereichen eigentlich keinen Sieg zu erringen: Rosalie könnte sich zu Tode hungern und würde trotzdem nicht dünn sterben... und sie ist nun mal keine perfekt organisierte Hausfrau, wird niemals eine sein und will auch gar keine sein.
Ich habe versucht, eine gute Ehefrau zu sein. Habe ihm den Rücken freigehalten, damit er sich voll auf seinen anspruchsvollen Job konzentrieren konnte. Habe ihn nachts schlafen lassen, wenn die Kinder wach wurden - acht lange Jahre lang. Mich selbst (und meinen eigenen anspruchsvollen Teilzeitjob) nicht so wichtig genommen und mein eigenes Licht unter den Scheffel gestellt - damit seines umso heller leuchten konnte. Ich habe Schuldgefühle gehabt, weil ich nicht glücklich war, bin knapp an einem Burnout vorbeigeschrammt. Ich habe mich in dieser Ehe früh einsam gefühlt. Unverstanden. Habe mich innerlich zurückgezogen und trotzdem so getan, als wäre alles in Ordnung. Und habe darob meine Lebensfreude verloren. Habe einfach funktioniert und mich manchmal selbst gewundert, wieso ich mich nicht richtig über Dinge (materielle Errungenschaften) freuen konnte. Über meinem ganzen Leben lag ein gräulicher Schleier, der alle Farben, Gefühlsregungen, insbesondere Glück und Freude, gedämpft hat.
Das alles hat natürlich Spuren hinterlassen und sich auf meine Ausstrahlung ausgewirkt. Ich bin sozusagen mit angezogener Handbremse durchs Leben gegangen und habe dies auch so ausgestrahlt. Gefangen in einer unglücklichen Ehe. Das alles war mir aber lange nicht bewusst!
Und dann kam dieser magische Moment im Sommer 2010. Ein einziger Blick von Mr. Charming hat mir bewusst gemacht, dass es noch etwas anderes gäbe… Und Rosalie ist aufgewacht. Hat gemerkt, dass in ihrem Leben etwas fehlt. Dass sie noch zu jung ist, um Lust und Leidenschaft dauerhaft aus ihrem Leben zu verbannen.
Ich habe begonnen, über mein Leben nachzudenken, gewisse Gewohnheiten und Gegebenheiten zu hinterfragen. Habe aufgemuckt und meinen Mann auf die Probe gestellt. Habe sogar den Vorschlag gemacht, eine "offene" Ehe zu führen. Ich habe in den Spiegel geschaut und nicht länger nur das gesehen, was nicht "perfekt" war. Ich habe mich mit meinem femininen Körperbau versöhnt und finde mich heute zum ersten Mal in meinem Leben sexy und begehrenswert. Und wie es scheint, strahle ich das auch aus. ;-)
Vielleicht bin ich auch einfach bloss erwachsen geworden…
Ich weiss jetzt, was ich will. Oder besser gesagt, was ich nicht mehr will. Ich habe keine Angst mehr davor, verlassen zu werden. Ich weiss jetzt, dass ich auch alleine leben könnte. Alleine mit den Kindern. Ich mag mir von niemandem mehr vorschreiben lassen, was ich tun und lassen soll, was ich zu essen habe und was nicht. Auch wenn er es angeblich gut meint.
Ich mag nicht mehr länger eine Rolle spielen, die mir nicht mehr entspricht und in Gesellschaft schweigen, wenn ich mich über ihn ärgere oder seine Meinung nicht teile. Früher habe ich nichts gesagt, weil ich ihn nicht vor anderen kritisieren oder desavouieren wollte. Heute sage ich offen, was ich denke - auch wenn es anstrengend ist und nachträglich zu Diskussionen führt. Unsere Freunde nehmen dies (nehmen mich!) verwundert zur Kenntnis - und freuen sich...
Diese Erkenntnisse und dieses neue Selbstbewusstsein haben mich verändert. Nicht grundlegend. Aber ich tue heute Dinge, die ich mir vor kurzem nie zugetraut hätte. Und es geht mir gut dabei. Dass man mir mein neues Lebensgefühl so deutlich ansieht, hat mich dennoch überrascht. Positiv überrascht. Ich bin immer noch ich. Aber ich muss mein wahres Ich nicht länger verleugnen und das ist gut so.
Ausstrahlung ist meines Erachtens die Widerspiegelung der inneren Werte bzw. der inneren Einstellung eines Menschen. Diese innere Einstellung verändert sich im Verlauf des Lebens und der Mensch gewinnt an Ausstrahlung. Wenn er glücklich ist, sich selbst und andere Menschen liebt und geliebt wird, authentisch ist und mit Optimismus und Zuversicht durchs Leben geht, dann wird aus dieser persönlichen Ausstrahlung irgendwann einmal das, was wir als Charisma bezeichnen.
Charisma ist nicht allen Menschen vergönnt – man muss es sich erarbeiten.
Meines Erachtens war ich früher nicht eine gänzlich andere Frau als heute. Ich habe mich eigentlich immer als selbstbewusst und optimistisch empfunden. Habe immer versucht, das Beste aus mir zu machen, mich auch getraut, meine Meinung offen zu vertreten. Ich war nie ein "Huscheli", ein unscheinbares, unsicheres Mauerblümchen. Aber ich war bzw. bin jemand, der immer wieder an sich selbst zweifelt, sich lange an (unerreichbaren) Idealen orientiert hat und sich von anderen Menschen beeinflussen und verunsichern lässt. Wenn nun der Mensch, der einem am nächsten steht bzw. stehen sollte und mit dem man am meisten Zeit verbringt, diese negativen Triggerpunkte unermüdlich alimentiert, dann bleibt das nicht ohne Folgen.
Wohlwissend, dass ich meinem Ehemann intellektuell ebenbürtig und in gewissen Bereichen überlegen bin, habe ich es zugelassen, dass er auf subtile Art und Weise immer wieder ein bisschen an meinem Selbstwertgefühl gesägt hat. Ich würde ihm nicht unterstellen, dass er dies in böser Absicht getan hat - aber er hat den Finger regelmässig auf meine wunden Punkte gelegt und mir meine Schwächen vorgehalten. Das sind gewissermassen zwei nie endende Baustellen in meinem Leben und es gibt in diesen Bereichen eigentlich keinen Sieg zu erringen: Rosalie könnte sich zu Tode hungern und würde trotzdem nicht dünn sterben... und sie ist nun mal keine perfekt organisierte Hausfrau, wird niemals eine sein und will auch gar keine sein.
Ich habe versucht, eine gute Ehefrau zu sein. Habe ihm den Rücken freigehalten, damit er sich voll auf seinen anspruchsvollen Job konzentrieren konnte. Habe ihn nachts schlafen lassen, wenn die Kinder wach wurden - acht lange Jahre lang. Mich selbst (und meinen eigenen anspruchsvollen Teilzeitjob) nicht so wichtig genommen und mein eigenes Licht unter den Scheffel gestellt - damit seines umso heller leuchten konnte. Ich habe Schuldgefühle gehabt, weil ich nicht glücklich war, bin knapp an einem Burnout vorbeigeschrammt. Ich habe mich in dieser Ehe früh einsam gefühlt. Unverstanden. Habe mich innerlich zurückgezogen und trotzdem so getan, als wäre alles in Ordnung. Und habe darob meine Lebensfreude verloren. Habe einfach funktioniert und mich manchmal selbst gewundert, wieso ich mich nicht richtig über Dinge (materielle Errungenschaften) freuen konnte. Über meinem ganzen Leben lag ein gräulicher Schleier, der alle Farben, Gefühlsregungen, insbesondere Glück und Freude, gedämpft hat.
Das alles hat natürlich Spuren hinterlassen und sich auf meine Ausstrahlung ausgewirkt. Ich bin sozusagen mit angezogener Handbremse durchs Leben gegangen und habe dies auch so ausgestrahlt. Gefangen in einer unglücklichen Ehe. Das alles war mir aber lange nicht bewusst!
Und dann kam dieser magische Moment im Sommer 2010. Ein einziger Blick von Mr. Charming hat mir bewusst gemacht, dass es noch etwas anderes gäbe… Und Rosalie ist aufgewacht. Hat gemerkt, dass in ihrem Leben etwas fehlt. Dass sie noch zu jung ist, um Lust und Leidenschaft dauerhaft aus ihrem Leben zu verbannen.
Ich habe begonnen, über mein Leben nachzudenken, gewisse Gewohnheiten und Gegebenheiten zu hinterfragen. Habe aufgemuckt und meinen Mann auf die Probe gestellt. Habe sogar den Vorschlag gemacht, eine "offene" Ehe zu führen. Ich habe in den Spiegel geschaut und nicht länger nur das gesehen, was nicht "perfekt" war. Ich habe mich mit meinem femininen Körperbau versöhnt und finde mich heute zum ersten Mal in meinem Leben sexy und begehrenswert. Und wie es scheint, strahle ich das auch aus. ;-)
Vielleicht bin ich auch einfach bloss erwachsen geworden…
Ich weiss jetzt, was ich will. Oder besser gesagt, was ich nicht mehr will. Ich habe keine Angst mehr davor, verlassen zu werden. Ich weiss jetzt, dass ich auch alleine leben könnte. Alleine mit den Kindern. Ich mag mir von niemandem mehr vorschreiben lassen, was ich tun und lassen soll, was ich zu essen habe und was nicht. Auch wenn er es angeblich gut meint.
Ich mag nicht mehr länger eine Rolle spielen, die mir nicht mehr entspricht und in Gesellschaft schweigen, wenn ich mich über ihn ärgere oder seine Meinung nicht teile. Früher habe ich nichts gesagt, weil ich ihn nicht vor anderen kritisieren oder desavouieren wollte. Heute sage ich offen, was ich denke - auch wenn es anstrengend ist und nachträglich zu Diskussionen führt. Unsere Freunde nehmen dies (nehmen mich!) verwundert zur Kenntnis - und freuen sich...
Diese Erkenntnisse und dieses neue Selbstbewusstsein haben mich verändert. Nicht grundlegend. Aber ich tue heute Dinge, die ich mir vor kurzem nie zugetraut hätte. Und es geht mir gut dabei. Dass man mir mein neues Lebensgefühl so deutlich ansieht, hat mich dennoch überrascht. Positiv überrascht. Ich bin immer noch ich. Aber ich muss mein wahres Ich nicht länger verleugnen und das ist gut so.
Ausstrahlung ist meines Erachtens die Widerspiegelung der inneren Werte bzw. der inneren Einstellung eines Menschen. Diese innere Einstellung verändert sich im Verlauf des Lebens und der Mensch gewinnt an Ausstrahlung. Wenn er glücklich ist, sich selbst und andere Menschen liebt und geliebt wird, authentisch ist und mit Optimismus und Zuversicht durchs Leben geht, dann wird aus dieser persönlichen Ausstrahlung irgendwann einmal das, was wir als Charisma bezeichnen.
Charisma ist nicht allen Menschen vergönnt – man muss es sich erarbeiten.
Ein sehr schöner Post.. danke fürs Teilen.
AntwortenLöschenIch habe (leider) den ersten ungekürzten Beitrag nicht gelesen, finde diesen aber wirklich schön.
AntwortenLöschenDas hast Du Dir alles mühsam erarbeitet und kannst stolz auf Dich sein!
Und das bist Du auch.
Gut so.
Und weiter so!
Ich schliesse mich Tina an und danke dir, dass du das mit uns teilst.
AntwortenLöschenAls Mann fühle ich mich ein bisschen berufen, die männliche Perspektive mit ins Spiel zu bringen.
So, wie du die Beziehung zu ihm beschreibst, erinnert es mich etwas an einen Erwachsenen (du), der sein Kind (ihn) beim Spielen immer gewinnen liess und nun die "Spielregeln" verändert hat und selber auch gewinnen möchte. Du schreibst, dass du ihm "intellektuell ebenbürtig und in gewissen Bereichen überlegen" bist. Wenn man in deinem Blog liest, kommt man schnell zur Annahme, dass es eine sprachliche Überlegenheit ist, die du meinst.
Das spürt er zumindest auch. Vielleicht weiss er es auch. Und vielleicht hackt er genau darum auf deinen Schwachpunkten herum. Um dich in Schranken zu halten, um nicht gegen dich antreten zu müssen. Um sich nicht auf verlorenen Posten begeben zu müssen.
Jetzt aber bist du nicht mehr bereit, dich auf diese Schwachpunke reduzieren zu lassen. Du bringst deine Stärken ins Spiel ein. Vor Publikum forderst du ihn dort heraus, wo er unweigerlich gegen dich verlieren muss. Was bezweckst du damit? Soll er aufhören, an deiner Figur und an deinem Organisationsantitalent herumzumäkeln? Dann sag ihm einfach, dass er damit aufhören soll.
Sag ihm, dass das eine lange Zeit ein Spiel zwischen euch war, ein blödes Spiel, das du vielleicht auch willig mitgespielt hast. Nimm ihn mit ins Boot der Veränderungen, das den Anker schon gelichtet hat. Hol ihn an Bord.
Oder willst du ihn gar nicht mehr an Bord? Das sollte er dann auch wissen.
Gewohnt innerhelvetisch
Castorp
@Tina
AntwortenLöschenIch habe mich über Deinen Kommentar gefreut. Man fühlt sich ein bisschen "nackt", wenn man sich so exponiert und viele Leser wissen dann nicht, ob bzw. was sie zu einem so persönlichen Post sagen sollen. Das kann ich gut verstehen - es geht mir ja manchmal beim Lesen gewisser Blogs nicht anders. Aber so ein kleines Feedback tut einfach gut! Herzlichen Dank!
@Finchen
Das gleiche (s. oben) gilt für Dich! Danke!!
@Castorp
AntwortenLöschenIch freue mich darüber, dass Du Dich so intensiv mit meinen Posts auseinandersetzt.
Aber in einem Punkt irrst Du: Das Ganze ist kein (blödes) Spiel. Die Bemerkungen haben mich verletzt und ich habe dies als einen Mangel an Respekt empfunden und mit (mehr oder weniger versteckter) Wut und innerem Rückzug darauf reagiert. Alles in allem war ER meistens derjenige, der die Rolle des Erwachsenen eingenommen hat und ich war das (etwas unkonventionelle) Kind. Phasenweise habe ich mir in dieser Rolle durchaus gefallen. Ich bin jemand, der gerne ein wenig „infantil“ ist, mit dem Trottinett neben den Kindern durchs Dorf braust und im Garten auf dem „Ritigampfi“ (Schaukelbrett mit Seilen) mit dem Sohn um die Wette schaukelt. Aber ich will trotzdem als „Erwachsene“ respektiert werden.
Dass ich besser schreibe als er, ist ihm bekannt. Eine Woche nach unserem Kennenlernen habe ich schon seine Diplomarbeit lektoriert. Ich habe für ihn erfolgreich Bewerbungen geschrieben und delikate Briefe redigiert. Meine (offensichtliche) Veränderung hat bewirkt, dass er nun sehr viel vorsichtiger und zurückhaltender ist mit seinen Bemerkungen. Er gibt sich grosse Mühe, meine Privatsphäre zu respektieren. Ich denke, er hat Angst davor, mich zu verlieren. Ob ich ihn noch an Bord meines Segelschiffs holen will, das den Anker schon gelichtet hat? Ich denke schon. Im Moment sitzt er wohl eher noch im Dingi.
Aber das eigentliche Problem ist folgendes: Ich befürchte, die Liebe ist mir abhanden gekommen. Ich schaue ihn an und alles was ich empfinde, ist eine fast schon erschreckende Gleichgültigkeit. Ich weiss, dass das falsch ist. Aber ich weiss nicht, wie und ob ich die Liebe reanimieren kann. Und ich befürchte, ich kann nicht mein Leben lang auf Liebe und Leidenschaft verzichten.
Herzlichst
Rosalie
Liebe Rosalie
AntwortenLöschenWas hat denn eure Liebe ausgemacht? Wo könntet ihr bei der Re-Animation anknüpfen? Ich weiss, ich bin ein hoffnungsloser Ehe-Romantiker. Verzeih mir.
Noch ein Gedanke - nicht von mir - zum Thema Aus-Strahlung. Im kitschigen Song "The Power Of Love" von FGTH aus den 80-er Jahren gibt es diese wundervolle Textstelle:
"Let yourself be beautiful."
Find ich irgendwie passend.
Liebe Grüsse
dein treuer Leser Castorp
Mensch Rosalie, wunderbar ausgedrückt hast Du da das was so sensibel und zart ist.
AntwortenLöschenDu scheinst jetzt die "Beste Version Deiner selbst" zu sein und hast vor allem Gott sei Dank früh genug erkannt dass es sich lohnt seine Beziehungen und dadurch insbesondere sich selbst zu überdenken. In diesem Punkt hat die leider nicht optimale Ehesituation vielleicht etwas Positives: Du hast Dich selbst gefunden.
Ich finds toll und denke Du triffst auf dieser Grundlage die richtigen Entscheidungen. Alles Liebe.
@Castorp
AntwortenLöschenDanke für die Textzeile! ;-)
Was unsere Liebe ausgemacht hat? Spontan kommt mir in den Sinn, dass wir uns schon immer (seit 17 Jahren) mit Projekten befasst haben, so dass gar keine Zeit blieb, über UNS nachzudenken. Aktuell laufen gerade 3 grössere Projekte...
@Frl. Kapriziös
Die beste Version meiner selbst? Das ist ein genialer Ausdruck! Danke für Deinen Zuspruch! :-))
Huih, in deinem Beitrag steckt eine Menge drin. Interessant finde ich den Vorschlag mit der offenen Ehe. Liest dein Mann diesen Blog?
AntwortenLöschenin deinem Blogtitel steht "unerfüllte Sehnsucht", wie ich gerade sehe. Auch mein Thema, wenn ich es mal anmerken darf. Aber mittlerweile anders, anders als vor 2 Jahren. Vielleicht schreibe ich dazu etwas.
AntwortenLöschen@Notos
AntwortenLöschenMein Mann weiss natürlich nichts von diesem Blog! Und das Thema "offene Ehe" ist auf taube Ohren gestossen - er ist da sehr konservativ eingestellt.
Im Februar dieses Jahres habe ich den Begriff "unerfüllte Sehnsucht" gegoogelt und bin auf Deinem Blog gelandet und hängengeblieben! Ich habe dann bei Dir, Peter und Anna zu lesen begonnen und Lust gekriegt, selber zu schreiben. Insofern bist Du eigentlich der Auslöser für meine geheime Bloggertätigkeit!
Ich habe mich schon oft gefragt, wie Du heute mit dieser (unerfüllten?) Sehnsucht umgehst, ob sie noch präsent ist und ob Du mit Wehmut an diese Frau zurückdenkst und Dich manchmal fragst, ob Du die richtige Entscheidung getroffen hast. Wäre schön, wenn Du darüber wieder einmal schreiben würdest.
Liebe Grüsse,
Rosalie