Samstag, 10. September 2011

Über meinen Blog

Meine Leserin Rostkopp hat einen Kommentar  geschrieben, der mich berührt hat. Eigentlich wollte ich in kommentarform antworten, aber wie immer gelingt es mir nicht wirklich, mich kurz zu fassen und so ist aus meinem Kommentar ein neues Posting entstanden. 

Dies ist im übrigen eine gute Gelegenheit, meinen neuen Leserinnen und Lesern, die vielleicht nicht den ganzen Blog von hinten nach vorn gelesen haben oder den Überblick verloren haben (was ich ihnen wirklich nicht verübeln kann...), kurz ("schmunzel") zu erkären, dass sich die Geschichte von Mr. Charming, die ich in losen Abständen quasi als "Fortsetzungsroman" in meine tagesaktuellen Posts einflechte, vor einem Jahr zugetragen hat.

Meine Gefühle und Gedanken, die ich zum Beispiel im Teil 7 der "schicksalhaften Reise" beschreibe, widerspiegeln daher meine Befindlichkeit im Sommer 2010.

Diese "schicksalhafte" Begegnung hat meinem Leben eine neue Wendung gegeben. Damit nehme ich zwar eine Erkenntnis aus dem nächsten Teil der Geschichte vorweg... aber da ich die Fortsetzung noch nicht geschrieben habe und darauf warte, dass mich die Muse küsst und ich ein paar Stunden Zeit zum Schreiben finde, könnte das noch einen Moment dauern. Aber soviel vorweg: Die Geschichte ist noch nicht abgeschlossen und ich hoffe, sie wird irgendwann in die Tagesaktualität übergehen... ;-)

Langer Rede kurzer Sinn: Die Rosalie von heute ist nicht mehr die Rosalie vom Sommer 2010. Sie ist heute selbstbewusster, um ein paar Kilos erleichtert und fühlt sich wieder wohl in ihrer Haut. Sie hat eine andere Ausstrahlung und hat gerade in letzter Zeit viele positive Feedbacks erhalten.

Meine Freundin M. hat kürzlich zu mir gesagt: "Heute siehst Du so aus, wie Du wirklich bist. Früher hast Du Dich "versteckt" bzw. Dich nicht getraut, Deine wahre Persönlichkeit nach aussen zu tragen...". Jemand anderes hat gesagt, es käme ihr vor, als sei ein grauer Schleier von mir abgefallen... Mit andern Worten: Heute habe ich die Ausstrahlung, die zu mir passt und ich bin authentisch.

Und ich teile Rostkopps Meinung: 40+ ist ein grossartiges Alter. Ich geniesse mein Leben in vollen Zügen - mit der Gelassenheit einer Frau in den besten Jahren! :-))

Danke Rostkopp! Für Deine ehrlichen Worte, die guten Wünsche und Deinen wertvollen Kommentar!


3 Kommentare:

  1. Ich freue mich über zwei Dinge.

    Ich freue mich darüber, dass Du mir meinen Kommentar anscheinend nicht übel genommen hast.

    Aber in erster Linie freue ich mich über Dein heutiges Lebensgefühl!

    Das Leben ist Höhen und Tiefen unterworfen und während die Eine oben auf der Welle surft und sich davon tragen lässt, kämpft die Andere vielleicht im Wellental gegen die Strömungen. Heute bin ich diejenige, die das Surfen wieder lernen muss.

    Aber dennoch: 40+ ist wunderbar!

    Herzliche Grüße vom Rostkopp!

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. Liebe Rosalie

    Auch ich verfolge deinen Blog seit noch nicht langer Zeit. Ich bin wohl nicht der einzige, der sich auf die Fortsetzungen der schicksalshaften Reise freut. Besonders faszinierend ist, dass du eine Geschichte erzählst, die in real time noch gar nicht abgeschlossen ist. Das Ende kennst also selbst du nicht.

    Es ist manchmal komisch, was in einem Leben Bedeutung bekommt und was nicht. Eine Begegnung, welche zu den meisten Zeiten wohl einfach belanglos gewesen wäre, wird in einem besonderen Moment schicksalshaft. Wir erwarten eine solche Begegnung irgendwie, und doch überrascht sie uns aus dem Hinterhalt, wenn sie dann da ist.

    Ein Satz in deinem Post hat mich aber doch nachdenklich gemacht. Dabei stammt er nicht einmal von dir, sondern von einer Freundin. Es ist die Bemerkung, dass du heute so aussiehst, wie du wirklich bist. Würde dies jemand zu mir sagen, so würde bei mir der Alarm losgehen.

    Wenn ich heute so aussehe, wie ich bin - wie habe ich denn früher ausgesehen? Und wer war ich damals, als ich nicht so ausgesehen habe, wie ich bin. War ich damals schon ich und hab bloss nicht so ausgesehen oder war ich nicht ich und sah auch so aus? Und wenn ich nicht ich war - Wer war ich d a n n ?

    Die Frage, wer man eigentlich ist, beschäftigt mich im Moment sehr. Ich kann auf meine Fragen nur eine vorläufige Antwort geben, aber ich habe den Eindruck, dass ein Mensch immer alles ist. Auch die Zeiten, in denen er sich nicht authentisch fühlte, in denen er sich in einer Rolle gefangen glaubte, gehören letztlich zu ihm. Will sagen: Die Tatsache, dass man sich in eine solche Situation begeben hat (oder in sie geraten ist), sagt eben auch etwas über das heutige Ich aus.

    Und noch ein letzter Gedanke: Wenn das heutige Ich als das wahre Ich empfunden wird - bleibt es dann so, wie es ist? Bis wir sterben? Denn wenn es sich ändern würde, wäre es ja schon nicht mehr das wahre Ich. Und ist es nicht ein trauriger Gedanke, dass eine Persönlichkeit sich nicht mehr ändert?

    Herzliche Grüsse

    Castorp

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