Heute morgen um 07.15 Uhr aus einem sehr intensiven Traum aufgeweckt worden, widerwillig aufgestanden und noch vor dem ersten Kaffee zwanzig Minuten lang mit viel Fingerspitzengefühl die wütend weinende Tochter in ihrem Bett davon zu überzeugen versucht, dass Skifahren doch nicht die dümmste Sache der Welt sei und dass sie es doch beim letzten Mal so gut gemacht habe und wir doch schon das letzte Wochenende im Unterland geblieben seien... Und dass sie doch bitte endlich aufstehen und sich ankleiden solle und überhaupt...
Schliesslich hat sie eingelenkt und als wir dann endlich oben im Skigebiet waren, hat es ihr gefallen. Jedenfalls so lange, bis Papa den lustigen Einfall hatte, auf der Piste eine abrupte Vollbremsung mit vollem Kanteneinsatz zu machen, so dass Töchterchen und meine Wenigkeit kurzzeitig in einer Schneewolke verschwanden. Die glitzernden kleinen Pulverschneekristalle waren sehr erfrischend im Gesicht und überall sonst, zumal die Temperatur ohnehin schon deutlich im Minusbereich lag...
Aber der ganze Aufwand hat sich gelohnt. Es war schön, knapp oberhalb der Nebelgrenze in der Sonne über die herrlichen Pisten zu kurven.
Und später einmal, wenn die Kinder gross sind und sich beklagen werden, dass sie beim Skifahren immer auf Mama warten müssen, werde ich tief Luft holen und sie daran erinnern, was für eine mühevolle und nervenaufreibende Angelegenheit es gewesen ist, sie soweit zu kriegen, dass sie elegant und sicher die Pisten runtersausen können!
Wenn ich mich daran zurückerinnere, was ich in den letzten sechs Jahren mit den beiden in dieser Hinsicht alles mitgemacht habe...
Das Horrorerlebnis par Excellence war ein Windel- und Kleiderwechsel nach einer Durchfallattacke in einer winzig kleinen Toilette auf der Piste. Nach gefühlten 45 Minuten war das aus Skischuhen, Skihose, Fleecehose, langer und kurzer Unterhose, zwei paar Socken und Windel geschälte und zeitweise vom Bauchnabel abwärts nackt auf dem Toilettendeckel stehende Kleinkind wieder sauber geputzt, eine Reisepackung Babyfeuchttücher leergebraucht, die verdreckten Kleider in einen Monatshygiene-Entsorgungsbeutel verbannt und die Kleine mit Ersatzwindel, Ersatzunterhose und Ersatzstrumpfhose ausgestattet wieder in Skibekleidung bereit für die Fortsetzung der Abfahrt. Die olfaktorischen Details erspar ich Euch und meine Reaktion auf die Unmutbezeugungen der vor dem Klohäuschen ungeduldig wartenden Damen ebenfalls.
Skifahren mit Kindern ist nichts für schwache Nerven und Bergluft muss man sich manchmal echt verdienen!
P.S. Live aus den Bergen - dank BloggerApp :-)
Sonntag, 29. Januar 2012
Dienstag, 24. Januar 2012
Noch ein paar Rosinen...
Mein letztes Post hat ein ziemlich grosses Echo ausgelöst und ich habe mich sehr über die interessante Diskussion gefreut! Da es sich bei den drei Fragen und Antworten nicht gerade um die "Perlen" des Interviews von Eva Illouz im "Das Magazin" vom 6. Januar 2012 gehandelt hat, sondern eher um diejenigen Fragen, die mich spontan gerade aus aktuellem Anlass interessiert haben, zitiere ich hier noch ein paar andere "Rosinen" aus diesem Interview:
Das Magazin: "Man ist verliebt. Der andere weiss nichts davon. Beginnen wir mit einer altmodischen Formulierung: Wie gewinnt ein Mann eine Frau, wie gewinnt eine Frau einen Mann?"
Eva Illouz: "Zuallererst eine Bedingung, die ich mir selbst auferlegt habe: Ich will keine Antworten geben, die auf einer Geschlechterbias beruhen. Keine Antworten also, die mutmassen, dass Frauen und Männer sich unterschiedlich verhalten sollten. Wenn sich eine Frau wie ein Mann verhält und deshalb zurückgewiesen wird, heisst das, dass wir auf die Geschichte warten müssen, bis diese zu uns und unseren Normen aufschliesst. Es heisst nicht, dass die Normen falsch sind. Sondern dass die Geschichte sich nicht schnell genug bewegt."
Das Magazin: "Einverstanden, ich werde mich an diese Regel halten. Wie also kann ich die Aufmerksamkeit von jemandem, der mir gefällt, auf mich lenken?"
Eva Illouz: "Im Teil «Die Gefangene» in Prousts «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit» sagt Albertine, die Frau, in die der Erzähler verliebt ist, sinngemäss: «Wenn ich in jemanden verliebt wäre, würde ich ihn das nie, nie wissen lassen!» Liebe gilt hier als Spiel, bei dem die Frau die Liebe und das Begehren des Mannes durch ihre eigene emotionale Unzugänglichkeit kontrollieren muss. Tatsächlich bestrafen sich viele Frauen, indem sie ihre eigenen Gefühle und Wünsche dämpfen, vielleicht weil wir noch immer glauben, dass Liebe schwächt und unseren Status und unsere Souveränität bedroht."
Das Magazin: "Also sollte man ohne Angst vor einem Gesichtsverlust den Stolz überwinden — und los?"
Eva Illouz: "Das ist die andere Seite: Gleichzeitig sollte man seine Liebe nicht irgendwem zuspielen, so zufällig, wie man jemandem einen Ball zuwirft. Sprich: fordernd und gebieterisch, in der Erwartung, dass dieser Jemand den Ball automatisch auffängt und sich dafür, das heisst für das Geliebtwerden, verantwortlich fühlt."
Das Magazin: "Wie verhält man sich konkret?"
Eva Illouz: "Wäre ich in jemanden verliebt, würde ich ihn in ein Gespräch verwickeln. Ich würde nicht gleich meine Gefühle erklären, weil das eine Übertretung wäre, ein Angriff auf die Freiheit des andern. Ich würde mit ihm über irgendetwas sprechen und schauen, ob er reagiert. Man muss jemandem die Freiheit lassen zu antworten oder sich zurückzuziehen, ohne dass er oder sie in Verlegenheit kommt."
Das Magazin: "Warum nehmen Frauen eine Zurückweisung immer noch so persönlich und erleben sie oft als dramatische Verneinung ihrer selbst?"
Eva Illouz: "Weil in der Moderne das Selbstwertgefühl angeschlagen ist; man bezieht es nicht mehr automatisch aus der gesellschaftlichen Stellung. Was ich wert bin, wird laufend mit der Umwelt ausgehandelt. Weil Frauen noch immer weniger stark über ihren Beruf und die Öffentlichkeit definiert werden, beziehen sie ein Gefühl für ihren sozialen Wert aus der Privatsphäre und zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Liebe ist das Paradigma für zwischenmenschliche Beziehungen. Erst die Liebe bestätigt die weibliche Identität."
Und dann kamen die drei Fragen, die ich im vorherigen Post zitiert habe...
Es gibt natürlich noch weitere interessante Fragen und Antworten und vielleicht mache ich noch ein drittes Post zu diesem Thema. Aber da ist noch diese eine Frage...
Die Frage, die mich nach einer Begegnung im Sommer 2010 so sehr beschäftigt hat und auf die ich bisher noch keine abschliessende Antwort gefunden habe. Irgendwann werde ich ihn noch fragen, meinen Mr. Charming: Wie er damals diesen "Magic Moment" erlebt hat!
Ich hätte vor ein paar Monaten die Gelegenheit dazu gehabt, hab mich aber nicht getraut, ihn zu fragen, weil ich die Antwort ein wenig gefürchtet habe. Fast so, als würde es diesen für mich so wichtigen Moment "abwerten", wenn er es anders empfunden hätte. Wenn er unseren "Augenblick" jedoch ähnlich intensiv erlebt hat wie ich, wird er sich garantiert daran zurückerinnern...
Leider kann ich mit der Antwort von Eva Illouz zu "meiner" Frage wenig anfangen. Persönlich denke ich, dass ein so intensives Gefühl, wie ich es erlebt habe, unmöglich nur einseitig empfunden werden kann. Aber wer weiss das schon...
Was denkt Ihr darüber?
Hier also die Frage, die mich so sehr interessiert hat:
Das Magazin: "Man trifft jemanden und fühlt eine starke Anziehung. Ist das möglicherweise nur meine Empfindung, indem ich mir etwas einbilde, oder ist erotische Spannung immer gegenseitig?"
Eva Ilouz: "Viele Interaktionen haben etwas von einem Flirt. Einige Leute denken dabei bereits an das Hochzeitskleid, für andere ist es ein bedeutungsloses Wortgeplänkel. Es kann durchaus eine echte Anziehung da sein, allerdings unterscheidet sich die Wahrnehmung der Leute drastisch."
Das Magazin: "Man ist verliebt. Der andere weiss nichts davon. Beginnen wir mit einer altmodischen Formulierung: Wie gewinnt ein Mann eine Frau, wie gewinnt eine Frau einen Mann?"
Eva Illouz: "Zuallererst eine Bedingung, die ich mir selbst auferlegt habe: Ich will keine Antworten geben, die auf einer Geschlechterbias beruhen. Keine Antworten also, die mutmassen, dass Frauen und Männer sich unterschiedlich verhalten sollten. Wenn sich eine Frau wie ein Mann verhält und deshalb zurückgewiesen wird, heisst das, dass wir auf die Geschichte warten müssen, bis diese zu uns und unseren Normen aufschliesst. Es heisst nicht, dass die Normen falsch sind. Sondern dass die Geschichte sich nicht schnell genug bewegt."
Das Magazin: "Einverstanden, ich werde mich an diese Regel halten. Wie also kann ich die Aufmerksamkeit von jemandem, der mir gefällt, auf mich lenken?"
Eva Illouz: "Im Teil «Die Gefangene» in Prousts «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit» sagt Albertine, die Frau, in die der Erzähler verliebt ist, sinngemäss: «Wenn ich in jemanden verliebt wäre, würde ich ihn das nie, nie wissen lassen!» Liebe gilt hier als Spiel, bei dem die Frau die Liebe und das Begehren des Mannes durch ihre eigene emotionale Unzugänglichkeit kontrollieren muss. Tatsächlich bestrafen sich viele Frauen, indem sie ihre eigenen Gefühle und Wünsche dämpfen, vielleicht weil wir noch immer glauben, dass Liebe schwächt und unseren Status und unsere Souveränität bedroht."
Das Magazin: "Also sollte man ohne Angst vor einem Gesichtsverlust den Stolz überwinden — und los?"
Eva Illouz: "Das ist die andere Seite: Gleichzeitig sollte man seine Liebe nicht irgendwem zuspielen, so zufällig, wie man jemandem einen Ball zuwirft. Sprich: fordernd und gebieterisch, in der Erwartung, dass dieser Jemand den Ball automatisch auffängt und sich dafür, das heisst für das Geliebtwerden, verantwortlich fühlt."
Das Magazin: "Wie verhält man sich konkret?"
Eva Illouz: "Wäre ich in jemanden verliebt, würde ich ihn in ein Gespräch verwickeln. Ich würde nicht gleich meine Gefühle erklären, weil das eine Übertretung wäre, ein Angriff auf die Freiheit des andern. Ich würde mit ihm über irgendetwas sprechen und schauen, ob er reagiert. Man muss jemandem die Freiheit lassen zu antworten oder sich zurückzuziehen, ohne dass er oder sie in Verlegenheit kommt."
Das Magazin: "Warum nehmen Frauen eine Zurückweisung immer noch so persönlich und erleben sie oft als dramatische Verneinung ihrer selbst?"
Eva Illouz: "Weil in der Moderne das Selbstwertgefühl angeschlagen ist; man bezieht es nicht mehr automatisch aus der gesellschaftlichen Stellung. Was ich wert bin, wird laufend mit der Umwelt ausgehandelt. Weil Frauen noch immer weniger stark über ihren Beruf und die Öffentlichkeit definiert werden, beziehen sie ein Gefühl für ihren sozialen Wert aus der Privatsphäre und zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Liebe ist das Paradigma für zwischenmenschliche Beziehungen. Erst die Liebe bestätigt die weibliche Identität."
Und dann kamen die drei Fragen, die ich im vorherigen Post zitiert habe...
Es gibt natürlich noch weitere interessante Fragen und Antworten und vielleicht mache ich noch ein drittes Post zu diesem Thema. Aber da ist noch diese eine Frage...
Die Frage, die mich nach einer Begegnung im Sommer 2010 so sehr beschäftigt hat und auf die ich bisher noch keine abschliessende Antwort gefunden habe. Irgendwann werde ich ihn noch fragen, meinen Mr. Charming: Wie er damals diesen "Magic Moment" erlebt hat!
Ich hätte vor ein paar Monaten die Gelegenheit dazu gehabt, hab mich aber nicht getraut, ihn zu fragen, weil ich die Antwort ein wenig gefürchtet habe. Fast so, als würde es diesen für mich so wichtigen Moment "abwerten", wenn er es anders empfunden hätte. Wenn er unseren "Augenblick" jedoch ähnlich intensiv erlebt hat wie ich, wird er sich garantiert daran zurückerinnern...
Leider kann ich mit der Antwort von Eva Illouz zu "meiner" Frage wenig anfangen. Persönlich denke ich, dass ein so intensives Gefühl, wie ich es erlebt habe, unmöglich nur einseitig empfunden werden kann. Aber wer weiss das schon...
Was denkt Ihr darüber?
Hier also die Frage, die mich so sehr interessiert hat:
Das Magazin: "Man trifft jemanden und fühlt eine starke Anziehung. Ist das möglicherweise nur meine Empfindung, indem ich mir etwas einbilde, oder ist erotische Spannung immer gegenseitig?"
Eva Ilouz: "Viele Interaktionen haben etwas von einem Flirt. Einige Leute denken dabei bereits an das Hochzeitskleid, für andere ist es ein bedeutungsloses Wortgeplänkel. Es kann durchaus eine echte Anziehung da sein, allerdings unterscheidet sich die Wahrnehmung der Leute drastisch."
Samstag, 21. Januar 2012
Vom Entlieben und von der Vernunft
Das ganze Interview mit der israelischen Soziologin und "Liebesexpertin" Eva Illouz kann ich hier nicht wiedergeben, auch wenn ich bekanntlich ein Flair für etwas längere Blogposts habe. Aber 39 Fragen und Antworten würden doch den Rahmen des Erträglichen sprengen. Ich werde deshalb ein paar Rosinen rauspicken, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:
Das Magazin: "Was muss man tun, wenn man sich entlieben will?"
Eva: "Ich würde in mich gehen und mal genau die Gründe betrachten, weshalb ich raus aus der Beziehung will. Ich glaube an die Kraft der Vernunft. Die Leute bringen oft zwei Dinge durcheinander: Wenn man jemanden wählt, bloss um ihn zu lieben, muss das noch nicht die grosse Leidenschaft sein. Man sollte zudem nur jemanden lieben, der es wert ist, der erhältlich, liebevoll und liebenswürdig ist."
Rosalie: Ja, das Thema ist gerade ziemlich aktuell. Die Kraft der Vernunft... Sie ist allgegenwärtig und ich habe das in letzter Zeit öfter gehört. "Lass uns vernünftig sein!".
Wenn ich meine Beziehung so analysiere, komme ich zum Schluss, dass eine Trennung hochgradig unvernünftig wäre. Die Leute würden den Kopf schütteln und denken, wieso um Himmels Willen verlässt sie diesen netten, erfolgreichen Mann? Ist sie von allen guten Geistern verlassen? Und die Gründe, weshalb ich aus der Beziehung raus will, sind schlicht unvernünftig.
Anders sieht es aus, wenn man sich von einer "Affäre" entlieben will. Da kommt man mit vernünftigem Denken schon sehr viel weiter... Eine solche Liebschaft ist ja eigentlich per se schon unvernünftig...
Aber wie zum Teufel findet man heraus, ob die Person, in die man sich verliebt hat, es auch wert ist? Wo doch die Liebe dazu führt, dass man alles durch eine rosarote Brille sieht und das Negative gezielt ausblendet? Wenn man doch alles gnadenlos idealisiert?
Was, wenn die Person nicht ehrlich ist und etwas vorspielt? Und die Sache mit der Erhältlichkeit ist auch ein Thema für sich...
Das Magazin: "Aber wenn ich mich - da ist man ja machtlos - in einen "Bad Guy" verliebe?"
Eva: "Wenn jemand nicht erhältlich oder es einfach nicht wert ist, dann sollte man sich ganz fokussiert vorstellen, wie es ist, jemanden zu lieben, der einen zurückliebt oder der einen grossartigen Charakter hat."
Rosalie: Das ist eine sehr gute Idee! Ich werde mir das zu Herzen nehmen und mich inskünftig gleich erkundigen, ob das Objekt der Begierde auch wirklich erhältlich ist (und das hat nichts mit dem Zivilstand zu tun!)... und ihn gleich nach dem ersten Glas Wein fragen, ob er sich denn auch ganz sicher ist, bevor ich mich auf was einlasse... (Das Date würde vermutlich enden, bevor es richtig angefangen hat...). Und ob er es denn auch tatsächlich wert ist, dass Frau ihm ihre Zuneigung schenkt, ist ja nun auch nicht auf Anhieb ersichtlich, da er sich zunächst nur von seiner Sonnenseite zeigen wird, und wenn man es herausfindet, ist es oft schon zu spät, um aus der Sache "cool" wieder rauszukommen...
Und dann gibt es ja noch diese Frauen, die aus unerfindlichen Gründen ein Flair für Exzentriker und andere männliche "Herausforderungen" haben...
Das Magazin: "Und wenn ich mich zum Beispiel Hals über Kopf in einen verheirateten Mann verliebe, Liebe auf den ersten Blick, "coup de foudre", gegenseitig?"
Eva: "Wenn ich "erhältlich" sage, meine ich nicht verheiratet oder in einer Beziehung. Ich meine "offen für dich". Man kann auch single und ungebunden und nicht erhältlich sein. Genauso kann man auch verheiratet und sehr disponibel sein."
Rosalie: Coole Antwort! Dem ist nichts beizufügen.
Das Magazin: "Was muss man tun, wenn man sich entlieben will?"
Eva: "Ich würde in mich gehen und mal genau die Gründe betrachten, weshalb ich raus aus der Beziehung will. Ich glaube an die Kraft der Vernunft. Die Leute bringen oft zwei Dinge durcheinander: Wenn man jemanden wählt, bloss um ihn zu lieben, muss das noch nicht die grosse Leidenschaft sein. Man sollte zudem nur jemanden lieben, der es wert ist, der erhältlich, liebevoll und liebenswürdig ist."
Rosalie: Ja, das Thema ist gerade ziemlich aktuell. Die Kraft der Vernunft... Sie ist allgegenwärtig und ich habe das in letzter Zeit öfter gehört. "Lass uns vernünftig sein!".
Wenn ich meine Beziehung so analysiere, komme ich zum Schluss, dass eine Trennung hochgradig unvernünftig wäre. Die Leute würden den Kopf schütteln und denken, wieso um Himmels Willen verlässt sie diesen netten, erfolgreichen Mann? Ist sie von allen guten Geistern verlassen? Und die Gründe, weshalb ich aus der Beziehung raus will, sind schlicht unvernünftig.
Anders sieht es aus, wenn man sich von einer "Affäre" entlieben will. Da kommt man mit vernünftigem Denken schon sehr viel weiter... Eine solche Liebschaft ist ja eigentlich per se schon unvernünftig...
Aber wie zum Teufel findet man heraus, ob die Person, in die man sich verliebt hat, es auch wert ist? Wo doch die Liebe dazu führt, dass man alles durch eine rosarote Brille sieht und das Negative gezielt ausblendet? Wenn man doch alles gnadenlos idealisiert?
Was, wenn die Person nicht ehrlich ist und etwas vorspielt? Und die Sache mit der Erhältlichkeit ist auch ein Thema für sich...
Das Magazin: "Aber wenn ich mich - da ist man ja machtlos - in einen "Bad Guy" verliebe?"
Eva: "Wenn jemand nicht erhältlich oder es einfach nicht wert ist, dann sollte man sich ganz fokussiert vorstellen, wie es ist, jemanden zu lieben, der einen zurückliebt oder der einen grossartigen Charakter hat."
Rosalie: Das ist eine sehr gute Idee! Ich werde mir das zu Herzen nehmen und mich inskünftig gleich erkundigen, ob das Objekt der Begierde auch wirklich erhältlich ist (und das hat nichts mit dem Zivilstand zu tun!)... und ihn gleich nach dem ersten Glas Wein fragen, ob er sich denn auch ganz sicher ist, bevor ich mich auf was einlasse... (Das Date würde vermutlich enden, bevor es richtig angefangen hat...). Und ob er es denn auch tatsächlich wert ist, dass Frau ihm ihre Zuneigung schenkt, ist ja nun auch nicht auf Anhieb ersichtlich, da er sich zunächst nur von seiner Sonnenseite zeigen wird, und wenn man es herausfindet, ist es oft schon zu spät, um aus der Sache "cool" wieder rauszukommen...
Und dann gibt es ja noch diese Frauen, die aus unerfindlichen Gründen ein Flair für Exzentriker und andere männliche "Herausforderungen" haben...
Das Magazin: "Und wenn ich mich zum Beispiel Hals über Kopf in einen verheirateten Mann verliebe, Liebe auf den ersten Blick, "coup de foudre", gegenseitig?"
Eva: "Wenn ich "erhältlich" sage, meine ich nicht verheiratet oder in einer Beziehung. Ich meine "offen für dich". Man kann auch single und ungebunden und nicht erhältlich sein. Genauso kann man auch verheiratet und sehr disponibel sein."
Rosalie: Coole Antwort! Dem ist nichts beizufügen.
Mittwoch, 18. Januar 2012
Schusselmami
Heute wieder einmal zu spät aufgestanden, obwohl ich ausnahmsweise schon vor Mitternacht zu Bett gegangen bin.
Schnell noch beim Frühstück Tochters Hausaufgaben korrigiert, Kleider für die Kinder rausgelegt und vergeblich warme lange Unterhosen in Gr. 128 gesucht (Tochter hat bestimmt 8 Paar davon) und auf Kniesocken ausgewichen... In der Eile den Kindern Handcrème ins Gesicht geschmiert (die Tuben sehen sich aber auch wirklich sehr ähnlich!). Heute also Rosenduft statt Mandelblüten... naja, die Crème schützt bestimmt auch nicht schlecht gegen die Kälte draussen. ;-)
Während die Tochter in die Winterjacke geschlüpft ist, notdürftig das lange Blondhaar gebürstet und mit meinem Haargummi zum Pferdeschweif zusammengebunden. Sohnemann im Garten beschwichtigt, dass Schwesterlein im Anflug sei und sie es schon noch rechtzeitig zu Fuss in die Schule schaffen würden!
Dann ab unter die Dusche, drei verschiedene Oberteile an- und wieder ausgezogen, mich dann doch noch für eines entscheiden können, Haare gebürstet, in letzter Minute an das Netzteil fürs iPhone gedacht, ungeschminkt ins Auto gesetzt und losgefahren.
An verschiedenen roten Ampeln Lidschatten, Eyeliner und Mascara aufgetragen. Irgendwann um 08.55 h realisiert, dass es wohl trotz aller guten Vorsätze auch an diesem Morgen wieder einmal nicht gelingen wird, rechtzeitig zur Arbeit zu erscheinen. Acht Minuten nach neun eingestempelt... Ich brauche Ritalin! Und Blockzeiten gehören abgeschafft...
Schnell noch beim Frühstück Tochters Hausaufgaben korrigiert, Kleider für die Kinder rausgelegt und vergeblich warme lange Unterhosen in Gr. 128 gesucht (Tochter hat bestimmt 8 Paar davon) und auf Kniesocken ausgewichen... In der Eile den Kindern Handcrème ins Gesicht geschmiert (die Tuben sehen sich aber auch wirklich sehr ähnlich!). Heute also Rosenduft statt Mandelblüten... naja, die Crème schützt bestimmt auch nicht schlecht gegen die Kälte draussen. ;-)
Während die Tochter in die Winterjacke geschlüpft ist, notdürftig das lange Blondhaar gebürstet und mit meinem Haargummi zum Pferdeschweif zusammengebunden. Sohnemann im Garten beschwichtigt, dass Schwesterlein im Anflug sei und sie es schon noch rechtzeitig zu Fuss in die Schule schaffen würden!
Dann ab unter die Dusche, drei verschiedene Oberteile an- und wieder ausgezogen, mich dann doch noch für eines entscheiden können, Haare gebürstet, in letzter Minute an das Netzteil fürs iPhone gedacht, ungeschminkt ins Auto gesetzt und losgefahren.
An verschiedenen roten Ampeln Lidschatten, Eyeliner und Mascara aufgetragen. Irgendwann um 08.55 h realisiert, dass es wohl trotz aller guten Vorsätze auch an diesem Morgen wieder einmal nicht gelingen wird, rechtzeitig zur Arbeit zu erscheinen. Acht Minuten nach neun eingestempelt... Ich brauche Ritalin! Und Blockzeiten gehören abgeschafft...
Montag, 16. Januar 2012
Das Magazin der Begierde
Kürzlich hat mich ein Freund gefragt, ob ich das Interview mit der israelischen Soziologin im Magazin vom 7. Januar 2012 gelesen hätte. 39 Fragen und Antworten zum Thema Liebe. Ich solle das unbedingt lesen! Nun - wenn ihn das so beeindruckt hat, will ich natürlich wissen, was es damit auf sich hat.
Das Magazin gibt's als Wochenendbeilage zur abonnierten Tageszeitung. Und diese Tageszeitung haben wir in die Ferienwohnung umleiten lassen und ich bin nicht dazu gekommen, Zeitung und Magazin zu lesen. Und das Magazin ist natürlich dort geblieben. Aber er hat meine Neugier geweckt und ich will das gleich lesen. Jetzt gleich.
Versuche also mein Glück mit der Onlineausgabe des Magazins. Auf unsere Abo-Nummer gibt es schon einen Onlinezugang. Aber nicht auf meine E-Mailadresse. Muss bei Gelegenheit mal den Gatten darauf ansprechen. Also rufe ich meine Mutter an und frage sie nach ihrer Abo-Nummer, da meine Eltern wohl kaum online lesen. Mama klärt mich auf, dass die Abo-Nummer auf Ihrer Zeitung nicht aufgedruckt sei, weil die Zeitung direkt ausgeliefert wird. Die Nummer steht aber auf der Abo-Rechnung und diese ist... tja, wie soll ich sagen... so auf Anhieb vermutlich gerade spontan nicht ohne weiteres auffindbar. Sicher in einem Stapel Rechnungen, der darauf wartet, dereinst in einen Ordner abgelegt zu werden. Kann ihr nicht böse sein. Hab das Gen schliesslich geerbt...
Frage sie also, ob die Printausgabe zufällig noch irgendwo bei ihr rumliegt. (Das war eine Frage fürs Protokoll... sehe vor meinem geistigen Auge die Zeitungs- und Reklamestapel der letzten vierzehn Tage im elterlichen Wohnzimmer auf der Kaminbank rumliegen...).
Mama: "Ach ja, Du hast Glück. Wollte eigentlich heute Altpapier entsorgen". (ich unterdrücke ein Grinsen) - "Aber sag bloss, Du liest das! Also, ich lese das Magazin nicht mehr. Das ist ein unmögliches Blatt! Auf der letzten Ausgabe war ein Dildo vorne drauf!" (Ich bin sprachlos und mein Interesse an der Ausgabe steigert sich gerade extrem). "Die schreiben, in jedem Haushalt gäbe es einen Dildo - so ein Quatsch!" (Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus! Meine Mutter weiss nicht nur, was ein Dildo ist - sie hat sogar den Artikel gelesen... oder zumindest den Header. Ich schmunzle und erkläre hastig, dass ich die Ausgabe bloss haben möchte, weil mich das Interview mit der brillanten Eva Illouz interessiert...)
Mama: "Wir fahren morgen bei Euch vorbei. Ich habe begonnen, den Estrich auszumisten (uups, was soll das denn?!) und eine alte Kiste mit Schulsachen von Dir gefunden. Ich bringe sie Dir vorbei und dann kann ich das Magazin dazulegen." (Meine Eltern sind wirklich lieb. Mist, wo soll ich bloss mit dem Schulzeug hin - hab ja selber keinen Platz mehr. Ich bin ja erblich vorbelastet. Sammelwut und mangelnder Ordnungssinn ist eine saublöde Kombination.)
Am nächsten Abend komme ich von der Arbeit nach Hause und finde im Hauseingang eine grosse Tasche mit meinen alten Schulsachen, die fast dreissig Jahre lang auf dem Dachboden meines Elternhauses geschlummert haben. Und obendrauf das Magazin der Begierde! Fein säuberlich zusammengerollt mit Gummiband drum. Titelblatt nach innen.
Ich kann mir ein Lachen nicht verkneifen. Schnappe mir das Heft und ab auf die ...ähm... aufs Bett! Interessante Lektüre! Wirklich eine ganz kluge Frau, diese israelische Soziologin. Mehr darüber bald auf diesem Blog!
Das Magazin gibt's als Wochenendbeilage zur abonnierten Tageszeitung. Und diese Tageszeitung haben wir in die Ferienwohnung umleiten lassen und ich bin nicht dazu gekommen, Zeitung und Magazin zu lesen. Und das Magazin ist natürlich dort geblieben. Aber er hat meine Neugier geweckt und ich will das gleich lesen. Jetzt gleich.
Versuche also mein Glück mit der Onlineausgabe des Magazins. Auf unsere Abo-Nummer gibt es schon einen Onlinezugang. Aber nicht auf meine E-Mailadresse. Muss bei Gelegenheit mal den Gatten darauf ansprechen. Also rufe ich meine Mutter an und frage sie nach ihrer Abo-Nummer, da meine Eltern wohl kaum online lesen. Mama klärt mich auf, dass die Abo-Nummer auf Ihrer Zeitung nicht aufgedruckt sei, weil die Zeitung direkt ausgeliefert wird. Die Nummer steht aber auf der Abo-Rechnung und diese ist... tja, wie soll ich sagen... so auf Anhieb vermutlich gerade spontan nicht ohne weiteres auffindbar. Sicher in einem Stapel Rechnungen, der darauf wartet, dereinst in einen Ordner abgelegt zu werden. Kann ihr nicht böse sein. Hab das Gen schliesslich geerbt...
Frage sie also, ob die Printausgabe zufällig noch irgendwo bei ihr rumliegt. (Das war eine Frage fürs Protokoll... sehe vor meinem geistigen Auge die Zeitungs- und Reklamestapel der letzten vierzehn Tage im elterlichen Wohnzimmer auf der Kaminbank rumliegen...).
Mama: "Ach ja, Du hast Glück. Wollte eigentlich heute Altpapier entsorgen". (ich unterdrücke ein Grinsen) - "Aber sag bloss, Du liest das! Also, ich lese das Magazin nicht mehr. Das ist ein unmögliches Blatt! Auf der letzten Ausgabe war ein Dildo vorne drauf!" (Ich bin sprachlos und mein Interesse an der Ausgabe steigert sich gerade extrem). "Die schreiben, in jedem Haushalt gäbe es einen Dildo - so ein Quatsch!" (Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus! Meine Mutter weiss nicht nur, was ein Dildo ist - sie hat sogar den Artikel gelesen... oder zumindest den Header. Ich schmunzle und erkläre hastig, dass ich die Ausgabe bloss haben möchte, weil mich das Interview mit der brillanten Eva Illouz interessiert...)
Mama: "Wir fahren morgen bei Euch vorbei. Ich habe begonnen, den Estrich auszumisten (uups, was soll das denn?!) und eine alte Kiste mit Schulsachen von Dir gefunden. Ich bringe sie Dir vorbei und dann kann ich das Magazin dazulegen." (Meine Eltern sind wirklich lieb. Mist, wo soll ich bloss mit dem Schulzeug hin - hab ja selber keinen Platz mehr. Ich bin ja erblich vorbelastet. Sammelwut und mangelnder Ordnungssinn ist eine saublöde Kombination.)
Am nächsten Abend komme ich von der Arbeit nach Hause und finde im Hauseingang eine grosse Tasche mit meinen alten Schulsachen, die fast dreissig Jahre lang auf dem Dachboden meines Elternhauses geschlummert haben. Und obendrauf das Magazin der Begierde! Fein säuberlich zusammengerollt mit Gummiband drum. Titelblatt nach innen.
Ich kann mir ein Lachen nicht verkneifen. Schnappe mir das Heft und ab auf die ...ähm... aufs Bett! Interessante Lektüre! Wirklich eine ganz kluge Frau, diese israelische Soziologin. Mehr darüber bald auf diesem Blog!
Donnerstag, 12. Januar 2012
Zufall... oder die Kraft der Gedanken
Gestern Abend war ich mit einer Freundin in der Stadt und wir haben in einer netten Quartierbeiz zu Abend gegessen. Wir hatten uns letztmals Anfang Dezember gesehen und es gab viel zu erzählen. Das Gespräch drehte sich - wie könnte es auch anders sein - bald einmal um die Männer unseres Lebens. Um Ehemänner, Freunde, Vertraute, alte und neue Begegnungen...
Irgendwann kurz vor zehn Uhr fragte sie mich, ob ich Mr. Charming eigentlich wieder einmal getroffen hätte. Sie ist eine der wenigen "Eingeweihten" aus meinem Freundeskreis.
Ich erzählte ihr von unserem letzten Treffen, das nun auch schon wieder ein halbes Jahr her ist, und ich erinnerte mich an diese sehr schöne Begegnung mit ihm. Wir hatten uns seither hin und wieder SMS geschrieben. Letztmals an Sylvester. Er ist nicht der Mann der grossen Worte und er schreibt nicht gerne...
Eine Viertelstunde nachdem ich von ihm gesprochen hatte, erklang aus meiner Handtasche der SMS-Klingelton. Ich sah meine Freundin an und schmunzelte. Dann suchte ich in den Tiefen meiner Tasche nach dem Handy. Ich wusste instinktiv, dass ER es war...
Ich las seine Nachricht und lächelte:
"Ich weiss, es ist schon spät... Bin immer noch an der Arbeit. Hoffe, Du bist gut ins 2012 gestartet. Wünsche Dir eine gute Nacht!"
Was für ein erstaunlicher "Zufall"...!
Irgendwann kurz vor zehn Uhr fragte sie mich, ob ich Mr. Charming eigentlich wieder einmal getroffen hätte. Sie ist eine der wenigen "Eingeweihten" aus meinem Freundeskreis.
Ich erzählte ihr von unserem letzten Treffen, das nun auch schon wieder ein halbes Jahr her ist, und ich erinnerte mich an diese sehr schöne Begegnung mit ihm. Wir hatten uns seither hin und wieder SMS geschrieben. Letztmals an Sylvester. Er ist nicht der Mann der grossen Worte und er schreibt nicht gerne...
Eine Viertelstunde nachdem ich von ihm gesprochen hatte, erklang aus meiner Handtasche der SMS-Klingelton. Ich sah meine Freundin an und schmunzelte. Dann suchte ich in den Tiefen meiner Tasche nach dem Handy. Ich wusste instinktiv, dass ER es war...
Ich las seine Nachricht und lächelte:
"Ich weiss, es ist schon spät... Bin immer noch an der Arbeit. Hoffe, Du bist gut ins 2012 gestartet. Wünsche Dir eine gute Nacht!"
Was für ein erstaunlicher "Zufall"...!
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Mittwoch, 11. Januar 2012
Shopping macht glücklich...
... oder so. Jedenfalls habe ich heute mindestens anderthalb Stunden in einem Nile-Shop verbracht und ziemlich viele Kleider anprobiert. Es ist Ausverkauf! :-)
Ich liebe Nile. Irgendwie genau mein Stil und meine Farben. Alles was ich probiert habe, passte farblich zu meinem Flouritstein. Sehr speziell...
Schliesslich habe ich mir eine sportlich-schicke Jacke mit passendem Jupe gekauft. Das Jupe ist ein bisschen (zu) eng. Das nennt man Optimismus! ;-)
Kommt hinzu, dass ich eigentlich NIE Jupes trage. Aber im Spiegel in der Umkleidekabine sah das ganz adrett aus! Vermutlich bin ich wieder einmal auf einen Zauberspiegel reingefallen. Mal sehen, wie das zu Hause aussieht. Ich hab mich noch nicht getraut, es auszupacken...
Ich fand dann noch eine edle anthrazitfarbene Bluse, ein enges Top in blasstürkis und ein meergrün-petrolfarbenes Oberteil mit Kapuze.
Es hatte so viele wunderschöne Kleider. Eine ganze Kollektion mit Seidenkleidern im Schichtenlook. Ich habe sie anprobiert. Aber da ich mich nicht zwischen all diesen wunderschönen Farben und Modellen entscheiden konnte(und nachdem ich das Preisschild gesehen habe...), habe ich keines gekauft.
An der Kasse bin ich kurz erbleicht (trotz Seidenkleidverzicht) und habe dann ganz cool meine Visakarte auf den Tresen gelegt und den Gedanken an meinen Kontostand erfolgreich verdrängt.
Ich liebe Nile. Irgendwie genau mein Stil und meine Farben. Alles was ich probiert habe, passte farblich zu meinem Flouritstein. Sehr speziell...
Schliesslich habe ich mir eine sportlich-schicke Jacke mit passendem Jupe gekauft. Das Jupe ist ein bisschen (zu) eng. Das nennt man Optimismus! ;-)
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| Objekt der Begierde... |
Ich fand dann noch eine edle anthrazitfarbene Bluse, ein enges Top in blasstürkis und ein meergrün-petrolfarbenes Oberteil mit Kapuze.
Es hatte so viele wunderschöne Kleider. Eine ganze Kollektion mit Seidenkleidern im Schichtenlook. Ich habe sie anprobiert. Aber da ich mich nicht zwischen all diesen wunderschönen Farben und Modellen entscheiden konnte
An der Kasse bin ich kurz erbleicht (trotz Seidenkleidverzicht) und habe dann ganz cool meine Visakarte auf den Tresen gelegt und den Gedanken an meinen Kontostand erfolgreich verdrängt.
Montag, 9. Januar 2012
Manchmal...
...fühle ich fast "nichts", wenn ich an ihn denke. Und manchmal überfällt mich ganz plötzlich ein starkes Gefühl von Wehmut. Ich mag es nicht länger Sehnsucht nennen.
Es kommt ohne Vorwarnung scheinbar "out of the blue". Einfach so aus dem Nichts, ohne dass es einen speziellen Auslöser dafür gäbe. So wie vor einer halben Stunde, als ich in der Küche stand und die Matheaufgaben von meinem Sohn korrigiert habe.
Dann frage ich mich, ob er wohl gerade an mich denkt oder an mich gedacht hat und ob es das ist, was ich gespürt habe. Aber ich bin zu stolz, um nachzufragen.
Kennt Ihr sowas auch?
Es kommt ohne Vorwarnung scheinbar "out of the blue". Einfach so aus dem Nichts, ohne dass es einen speziellen Auslöser dafür gäbe. So wie vor einer halben Stunde, als ich in der Küche stand und die Matheaufgaben von meinem Sohn korrigiert habe.
Dann frage ich mich, ob er wohl gerade an mich denkt oder an mich gedacht hat und ob es das ist, was ich gespürt habe. Aber ich bin zu stolz, um nachzufragen.
Kennt Ihr sowas auch?
Glückssteine
Ich habe mir vor ein paar Monaten einen "Glücksstein" gekauft...
In einem kleinen Laden, dessen Inhaber Schmuck aus Halbedelsteinen anfertigt. Zur Belohnung und Aufmunterung nach einem besonders schmerzhaften Zahnarzttermin, den ich ohne Lokalanästhesie durchgestanden habe.
Ich mag es nicht, wenn mein Mund nach der Spritze beim Zahnarzt noch zwei Stunden später taub ist und verzichte darum auf die lokale Betäubung und versuche den Schmerz beim Bohren auszuhalten, indem ich mich mental in andere Welten begebe. Ich fliege dann wie ein Adler über Landschaften oder versetze mich in eine Elfe und laufe und hüpfe über weiches, feuchtes Moos durch einen romantischen Wald.

Seit ich einmal vor vielen Jahren barfuss über glühende Kohlen gelaufen bin, weiss ich, dass es funktionieren kann und was die Kraft der Gedanken zu bewirken vermag.
Auf dem Zahnarztstuhl klappt das manchmal gar nicht schlecht. Manchmal leider auch überhaupt nicht und besonders an Tagen, an denen ich dünnhäutig bin, sind die Schmerzen nicht ohne weiteres auszuhalten und setzen mir zu, auch wenn sie bloss ein paar Minuten dauern. Wenn es dann vorbei ist, tue ich mir was Gutes und leiste mir etwas. So habe ich unweit von der Zahnarztpraxis den kleinen Laden mit den schönen Steinen entdeckt. Es gibt dort hübsche Colliers, Armbänder, Ohrstecker und alles was das Herz begehrt aus vielen verschiedenen Halbedelsteinen.
Was mich beim ersten Besuch am meisten angesprochen hat, waren die Schmuckstücke aus Fluorit. So habe ich mir nach der Wurzelbehandlung ein Armband gekauft.
Der Stein hat mich von der Farbe und Ausstrahlung her gleich angesprochen. Er weist viele verschiedene Farbschattierungen auf und ist je nach Licht transparent. Ich mag das wässrige Türkis mit den goldglänzenden, rosafarbenen und violetten Einschlüssen.
Fluorit gilt als Stein des Wissens, fördert die Konzentration, und soll eine stärkende Wirkung auf die... Zähne (!) haben. Letzteres habe ich erst später beim googeln erfahren. Amazing! Und dem Stein werden weitere interessante Eigenschaften und Wirkungen zugesprochen. Mehr dazu gibt's hier. Unter anderem steht dort folgendes:
Steinheilkundliche Bedeutung und Anwendung
Mental hilft Fluorit, einschränkende Denk- und Verhaltensmuster, "kleinkariertes" Denken und fixe Ideen aufzulösen. Hier haben wir die geistige Entsprechung der extrem aggressiven und auflösenden Flusssäure vor uns, die eben nicht nur im Physischen, sondern auch im Mentalen wirkt. Nach der Auflösung stimuliert er sodann geistiges Wachstum und läßt uns in neue Dimensionen des Denkens vorstoßen.
Na bitte, wer sagt's denn! Da habe ich mir doch wirklich instinktiv den passenden Stein ausgesucht! Ich trage das Armband fast jeden Tag und nach einem weiteren Zahnarzttermin habe ich mir einen tropfenförmigen Fluorit an einem Lederbändel gekauft. Er fühlt sich auf der Haut sehr angenehm an und seit ich ihn trage, ist mir viel erfreuliches passiert. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Stein mir guttut und mir Glück bringt.
Am 20. Dezember war ich wieder in diesem Laden. Ich kann einfach nicht daran vorbeigehen, ohne kurz reinzugehen und all die wunderschönen Steine anzuschauen und zu berühren... Eigentlich wollte ich Weihnachtsgeschenke besorgen. Das tat ich dann auch - nicht ohne einen neuen Fluorit zu kaufen, den ich einfach haben musste, obwohl ich ja nicht zwei auf einmal trage...
Und dann - kurz vor Sylvester - geschah das Malheur. Mein Glücksbringerhalsschmuck ist mir im Badezimmer in der Ferienwohnung aus der Hand gefallen und der Stein ist am Boden zersprungen.
Ich bin ja nicht abergläubisch... aber es blieb ein ungutes Gefühl zurück. Und ich war traurig, weil mit diesem Stein schöne Erinnerungen und Abenteuer verbunden waren. Er war mit mir in Aegypten und hat auch sonst so einiges erlebt...
Seit der Stein zerbrochen ist, halten sich die glücklichen Momente eher in Grenzen. Ich bin die Treppe runtergestürzt, dann der Zwischenfall mit dem Auto und meine seelische Befindlichkeit war auch schon mal besser. Es bestand Handlungsbedarf!
Gestern hatte ich einen Termin und reiste mit der Bahn in die Hauptstadt und später weiter nach Hause, um mein Auto zu holen. Und bei dieser Gelegenheit habe ich den neuen Glücksstein in die Hosentasche gesteckt.
Er hat dafür gesorgt, dass ich mich auf der anderthalbstündigen Fahrt durch die Nacht bei eher heiklen Witterungsbedingungen trotz lautstarker Begleitung von meiner aktuellen Lieblingssängerin gut auf die Strasse konzentrieren konnte und heil in den Bergen angekommen bin.
Ich bin zuversichtlich, dass die Feiertagskrise und ihre Nachwirkungen nun überstanden sind.
Alles wird gut! :-)
In einem kleinen Laden, dessen Inhaber Schmuck aus Halbedelsteinen anfertigt. Zur Belohnung und Aufmunterung nach einem besonders schmerzhaften Zahnarzttermin, den ich ohne Lokalanästhesie durchgestanden habe.
Ich mag es nicht, wenn mein Mund nach der Spritze beim Zahnarzt noch zwei Stunden später taub ist und verzichte darum auf die lokale Betäubung und versuche den Schmerz beim Bohren auszuhalten, indem ich mich mental in andere Welten begebe. Ich fliege dann wie ein Adler über Landschaften oder versetze mich in eine Elfe und laufe und hüpfe über weiches, feuchtes Moos durch einen romantischen Wald.

Seit ich einmal vor vielen Jahren barfuss über glühende Kohlen gelaufen bin, weiss ich, dass es funktionieren kann und was die Kraft der Gedanken zu bewirken vermag.
Auf dem Zahnarztstuhl klappt das manchmal gar nicht schlecht. Manchmal leider auch überhaupt nicht und besonders an Tagen, an denen ich dünnhäutig bin, sind die Schmerzen nicht ohne weiteres auszuhalten und setzen mir zu, auch wenn sie bloss ein paar Minuten dauern. Wenn es dann vorbei ist, tue ich mir was Gutes und leiste mir etwas. So habe ich unweit von der Zahnarztpraxis den kleinen Laden mit den schönen Steinen entdeckt. Es gibt dort hübsche Colliers, Armbänder, Ohrstecker und alles was das Herz begehrt aus vielen verschiedenen Halbedelsteinen.
Was mich beim ersten Besuch am meisten angesprochen hat, waren die Schmuckstücke aus Fluorit. So habe ich mir nach der Wurzelbehandlung ein Armband gekauft.
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| Haargummis bitte wegdenken ;-) |
Der Stein hat mich von der Farbe und Ausstrahlung her gleich angesprochen. Er weist viele verschiedene Farbschattierungen auf und ist je nach Licht transparent. Ich mag das wässrige Türkis mit den goldglänzenden, rosafarbenen und violetten Einschlüssen.
Fluorit gilt als Stein des Wissens, fördert die Konzentration, und soll eine stärkende Wirkung auf die... Zähne (!) haben. Letzteres habe ich erst später beim googeln erfahren. Amazing! Und dem Stein werden weitere interessante Eigenschaften und Wirkungen zugesprochen. Mehr dazu gibt's hier. Unter anderem steht dort folgendes:
Spirituell regt Fluorit den Freigeist an, der sein Leben selbst bestimmen und gestalten möchte. Er macht bewußt, wo man fremdbestimmt ist und nicht sein eigenes Spiel spielt und hilft, diese unerwünschten Einflüsse wieder aufzulösen. Fluorit kann radikal und kompromisslos machen, wenn man auf Unrecht oder unterdrückerische Strukturen trifft. Gleichzeitig hilft er, das eigene Dasein zu strukturieren und Systeme zu erfinden, die stabil aber dynamisch sind. Generell macht Fluorit kreativ und erfinderisch, zentrales Thema ist immer die freie Entscheidung.
Seelisch macht Fluorit unterdrückte Gefühle bewußt, stärkt jedoch nicht deren Ausdruck sondern hilft, sie allmählich geschehen zu lassen. Fluorit öffnet die Tür zum Unterbewussten, doch in der Regel ist ein äußerer Anlass notwendig, bis man die plötzlich hinzugewonnene Gefühlstiefe erkennt. Fluorit wirkt insgesamt emotional stabilisierend, gibt Selbstvertrauen und klärt Verwirrung.
Mental hilft Fluorit, einschränkende Denk- und Verhaltensmuster, "kleinkariertes" Denken und fixe Ideen aufzulösen. Hier haben wir die geistige Entsprechung der extrem aggressiven und auflösenden Flusssäure vor uns, die eben nicht nur im Physischen, sondern auch im Mentalen wirkt. Nach der Auflösung stimuliert er sodann geistiges Wachstum und läßt uns in neue Dimensionen des Denkens vorstoßen.
Na bitte, wer sagt's denn! Da habe ich mir doch wirklich instinktiv den passenden Stein ausgesucht! Ich trage das Armband fast jeden Tag und nach einem weiteren Zahnarzttermin habe ich mir einen tropfenförmigen Fluorit an einem Lederbändel gekauft. Er fühlt sich auf der Haut sehr angenehm an und seit ich ihn trage, ist mir viel erfreuliches passiert. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Stein mir guttut und mir Glück bringt.
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| Mein erster Glücksbringer |
Und dann - kurz vor Sylvester - geschah das Malheur. Mein Glücksbringerhalsschmuck ist mir im Badezimmer in der Ferienwohnung aus der Hand gefallen und der Stein ist am Boden zersprungen.
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| Nach dem Malheur :-( |
Seit der Stein zerbrochen ist, halten sich die glücklichen Momente eher in Grenzen. Ich bin die Treppe runtergestürzt, dann der Zwischenfall mit dem Auto und meine seelische Befindlichkeit war auch schon mal besser. Es bestand Handlungsbedarf!
| Mein neuer Glücksstein |
Er hat dafür gesorgt, dass ich mich auf der anderthalbstündigen Fahrt durch die Nacht bei eher heiklen Witterungsbedingungen trotz lautstarker Begleitung von meiner aktuellen Lieblingssängerin gut auf die Strasse konzentrieren konnte und heil in den Bergen angekommen bin.
Ich bin zuversichtlich, dass die Feiertagskrise und ihre Nachwirkungen nun überstanden sind.
Alles wird gut! :-)
Donnerstag, 5. Januar 2012
Shopping mit Hindernissen
Was tun an einem Ferientag in den Bergen mit richtig trübem Regenwetter?
Shopping im Unterland!!
Merke: Wenn Dein Autodach mit einer dicken Nassschneeschicht bedeckt ist und diese Schneedecke noch dazu ein wenig angefroren ist, lass den Schnee trotzdem nicht auf dem Dach liegen. Nimm die Mühsal auf Dich, ihn vom Dach zu entfernen. Wenn Du das nicht tust, wird der ganze Schnee früher oder später lawinenartig in einem Rutsch über die Frontscheibe donnern. Wenn Du Pech hast, kommst Du von der Strasse ab oder Du fährst in den Gegenverkehr, weil Du nichts mehr siehst. Wenn Du Glück im Unglück hast, ist bloss die Scheibenwischeranlage hin. Wir hatten Glück.
Wobei Autofahren ohne funktionierende Frontscheibenwischer bei Schneefall oder Regen ein Ding der Unmöglichkeit ist.
Wer keine Lust hat, den Mann vom örtlichen Pannendienst näher kennenzulernen und auf der Rückbank eines Pannenfahrzeugs zurück zur Wohnung gefahren zu werden, sollte sich wirklich, wirklich die Mühe machen, den Schnee vom Autodach zu entfernen, bevor er losfährt...
Shopping im Unterland!!
Merke: Wenn Dein Autodach mit einer dicken Nassschneeschicht bedeckt ist und diese Schneedecke noch dazu ein wenig angefroren ist, lass den Schnee trotzdem nicht auf dem Dach liegen. Nimm die Mühsal auf Dich, ihn vom Dach zu entfernen. Wenn Du das nicht tust, wird der ganze Schnee früher oder später lawinenartig in einem Rutsch über die Frontscheibe donnern. Wenn Du Pech hast, kommst Du von der Strasse ab oder Du fährst in den Gegenverkehr, weil Du nichts mehr siehst. Wenn Du Glück im Unglück hast, ist bloss die Scheibenwischeranlage hin. Wir hatten Glück.
Wobei Autofahren ohne funktionierende Frontscheibenwischer bei Schneefall oder Regen ein Ding der Unmöglichkeit ist.
Wer keine Lust hat, den Mann vom örtlichen Pannendienst näher kennenzulernen und auf der Rückbank eines Pannenfahrzeugs zurück zur Wohnung gefahren zu werden, sollte sich wirklich, wirklich die Mühe machen, den Schnee vom Autodach zu entfernen, bevor er losfährt...
Kleines Zwischentief...
Am Dienstag noch war alles toll und ich fühlte mich für eine kurze Zeit glücklich und fast schon ein bisschen unbeschwert… Und einen Tag später sieht meine Welt schon wieder anders aus. Ich bin nachdenklich, melancholisch und zu allem Übel noch lädiert. Wir sind noch immer in den Bergen, das Wetter ist trüb, es gibt keine SMS mehr und mein Schutzengel hatte eine kurze Absenz. Wobei – eigentlich war er nur für Sekundenbruchteile nicht aufmerksam, denn wenn er länger abwesend gewesen wäre, hätte es böse enden können.
Ich bin gestürzt. Nein, nicht auf der Piste. Das wäre wohl zu nahe liegend im Skiurlaub. Nein - dort, wo man es am wenigsten vermutet. In den eigenen vier Wänden. Während Gatte und Junior dem wenig einladenden Wetter zum Trotz zum Skifahren in die Berge hochgefahren sind, habe ich mich in der Ferienwohnung nützlich gemacht und aufgeräumt… Und ich war wohl gedanklich etwas abwesend oder schlicht unachtsam (oder hatte einfachzu viele Dinge unter dem Arm…) und bin auf der obersten Stufe der engen Wendeltreppe mit meinen etwas zu grossen Kuschelsocken ausgerutscht und in die Tiefe gefallen. Ausgerechnet ich, die ich den Kindern doch ständig in Erinnerung rufe, dass sie vorsichtig sein sollen auf dieser steilen Treppe und sich mit der linken Hand am Handlauf des Geländers festhalten sollen. Ausgerechnet ich habe das selber nicht getan und bin prompt ausgerutscht und irgendwo auf der dritten oder vierten Stufe mit dem Gesäss hart aufgeschlagen und hängengeblieben,weil mein linkes Bein zwischen den vertikalen Stäben des Geländers hindurchgerutscht war und nun Richtung Wohnzimmer baumelte… Glücklicherweise sind die schmalen Treppenstufen mit Teppich belegt… Es hat trotzdem höllisch wehgetan und ich war froh, dass ich wieder selbst aufstehen und die Treppe hinaufkraxeln konnte, wo ich eine Zeitlang auf dem Teppichboden sitzenbleiben und mich sammeln und vom Schreck erholen musste. Das Erste, was ich bemerkte, war ein stechender Schmerz in der Schulter, als ich mich aufgestützt habe…
Seit meinem Pilatesexperiment vom Herbst 2010 kenne ich mich aus mit Schulterproblemen. Der Arzt meines Vertrauens hatte mich im letzten Frühjahr nach mehrmonatiger Leidenszeit mit einer sorgfältig platzierten Injektion eines entzündungshemmenden Lokalanästhetikums vorübergehend von den Schmerzen befreit, aber in letzter Zeit hatten sie sich wieder vermehrt bemerkbar gemacht. Und nun das!
Alles in allem ist mein Sturz jedoch glimpflich verlaufen… Kopf und Gesicht sind heil geblieben, Finger sind (diesmal...) keine gebrochen. Immerhin. Bloss die Schulter wird wohl wieder eine Injektion vom Herrn Doktor benötigen und die tennisballgrossen blauvioletten Blutergüsse am Hintern, am linken Oberschenkel und am linken Oberarm werden wohl noch eine Weile zu sehen und vor allem zu fühlen sein.
Was hatte ich vorgestern der guten Frau Karfunkel nochgeschrieben? Sie soll sich begehrenswert fühlen – trotz überzähliger Kilos und so…? Alles eine Frage der Einstellung? So ein Schmarren. Ich nehme alles zurück. Ich habe mich schon lange nicht mehr so wenig begehrenswert gefühlt wie heute. Diese scheusslichen blauen Flecken kann ich niemandem zumuten und schon gar nicht einem potentiellen L.... ähm… lassen wir das lieber. Schlechtes Thema. Was solls. So beginnt das neue Jahr halt so, wie das alte geendet hat. Mit einer sogenannten„Durststrecke“…
Nun hat mir das neue Jahr schon am vierten Tag einen Denkzettel verpasst, auf dass ich bloss nicht auf die Idee käme, einfach nur glücklich zu sein...
Dienstag, 3. Januar 2012
Auf der Piste
Heute um 07.00h aufgestanden, mit Kind und Kegel den 08.10h Skibus erwischt, die Gondelbahn genommen (ohne Schlange stehen zu müssen) und um 09.00h in der Morgensonne über die herrlichen Pisten gekurvt. Es war einfach wunderschön! Der Pulverschnee knirschte in der Kälte unter den Skiern und es hatte noch kaum Leute auf der Piste. Blauer Himmel, frisch verschneite Bergflanken, auf denen noch kein Freerider Spuren hinterlassen hatte und das Ganze umgeben von einem majestätischen Bergpanorama. Vom Sessellift aus liessen sich von blossem Auge die Gemsen beobachten, die entlang der Bergflanken die Schneefelder durchqueren.
Und um das alles noch zu toppen, habe ich heute morgen früh ein schönes E-Mail gekriegt, das mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. :-)
Und am Nachmittag habe ich noch ein zweites, sehr nettes E-Mail gekriegt, mit dem ich eigentlich gar nicht mehr gerechnet hatte. :-)
What a nice day!
Sonntag, 1. Januar 2012
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