Am Dienstag noch war alles toll und ich fühlte mich für eine kurze Zeit glücklich und fast schon ein bisschen unbeschwert… Und einen Tag später sieht meine Welt schon wieder anders aus. Ich bin nachdenklich, melancholisch und zu allem Übel noch lädiert. Wir sind noch immer in den Bergen, das Wetter ist trüb, es gibt keine SMS mehr und mein Schutzengel hatte eine kurze Absenz. Wobei – eigentlich war er nur für Sekundenbruchteile nicht aufmerksam, denn wenn er länger abwesend gewesen wäre, hätte es böse enden können.
Ich bin gestürzt. Nein, nicht auf der Piste. Das wäre wohl zu nahe liegend im Skiurlaub. Nein - dort, wo man es am wenigsten vermutet. In den eigenen vier Wänden. Während Gatte und Junior dem wenig einladenden Wetter zum Trotz zum Skifahren in die Berge hochgefahren sind, habe ich mich in der Ferienwohnung nützlich gemacht und aufgeräumt… Und ich war wohl gedanklich etwas abwesend oder schlicht unachtsam (oder hatte einfachzu viele Dinge unter dem Arm…) und bin auf der obersten Stufe der engen Wendeltreppe mit meinen etwas zu grossen Kuschelsocken ausgerutscht und in die Tiefe gefallen. Ausgerechnet ich, die ich den Kindern doch ständig in Erinnerung rufe, dass sie vorsichtig sein sollen auf dieser steilen Treppe und sich mit der linken Hand am Handlauf des Geländers festhalten sollen. Ausgerechnet ich habe das selber nicht getan und bin prompt ausgerutscht und irgendwo auf der dritten oder vierten Stufe mit dem Gesäss hart aufgeschlagen und hängengeblieben,weil mein linkes Bein zwischen den vertikalen Stäben des Geländers hindurchgerutscht war und nun Richtung Wohnzimmer baumelte… Glücklicherweise sind die schmalen Treppenstufen mit Teppich belegt… Es hat trotzdem höllisch wehgetan und ich war froh, dass ich wieder selbst aufstehen und die Treppe hinaufkraxeln konnte, wo ich eine Zeitlang auf dem Teppichboden sitzenbleiben und mich sammeln und vom Schreck erholen musste. Das Erste, was ich bemerkte, war ein stechender Schmerz in der Schulter, als ich mich aufgestützt habe…
Seit meinem Pilatesexperiment vom Herbst 2010 kenne ich mich aus mit Schulterproblemen. Der Arzt meines Vertrauens hatte mich im letzten Frühjahr nach mehrmonatiger Leidenszeit mit einer sorgfältig platzierten Injektion eines entzündungshemmenden Lokalanästhetikums vorübergehend von den Schmerzen befreit, aber in letzter Zeit hatten sie sich wieder vermehrt bemerkbar gemacht. Und nun das!
Alles in allem ist mein Sturz jedoch glimpflich verlaufen… Kopf und Gesicht sind heil geblieben, Finger sind (diesmal...) keine gebrochen. Immerhin. Bloss die Schulter wird wohl wieder eine Injektion vom Herrn Doktor benötigen und die tennisballgrossen blauvioletten Blutergüsse am Hintern, am linken Oberschenkel und am linken Oberarm werden wohl noch eine Weile zu sehen und vor allem zu fühlen sein.
Was hatte ich vorgestern der guten Frau Karfunkel nochgeschrieben? Sie soll sich begehrenswert fühlen – trotz überzähliger Kilos und so…? Alles eine Frage der Einstellung? So ein Schmarren. Ich nehme alles zurück. Ich habe mich schon lange nicht mehr so wenig begehrenswert gefühlt wie heute. Diese scheusslichen blauen Flecken kann ich niemandem zumuten und schon gar nicht einem potentiellen L.... ähm… lassen wir das lieber. Schlechtes Thema. Was solls. So beginnt das neue Jahr halt so, wie das alte geendet hat. Mit einer sogenannten„Durststrecke“…
Nun hat mir das neue Jahr schon am vierten Tag einen Denkzettel verpasst, auf dass ich bloss nicht auf die Idee käme, einfach nur glücklich zu sein...
Liebe Rosalie
AntwortenLöschenFrage 1: Bleibt das Glück nur bei dir wenn du eine SMS oder eine Mail von einem potentiellen Liebhaber oder männlichen Freund erhälst?
Frage 2: Wieviel Kraft hat eine Frau dir Gutes zu tun? Traust du einer Frau zu dir gut zu tun? Gibst du ihr die gleiche Chance wie einem Mann?
Gute Besserung für deine Schulter!
Liebe Rosalie,
AntwortenLöschennicht umsonst hast Du als Überschrift "ZWISCHENtief" gewählt. Es ist nur ein kleines Tief, das wieder vorbei geht.
Im übrigen: Ich mag Deinen Blog sehr. Obwohl ich jünger bin, habe ich leider oft ganz ähnliche Schwierigkeiten, Sehnsüchte, Krisen usw.
Herzliche Grüße!
Liebe Rosalie! Schade, dass Dein Schutzengel in letzter Minute reagiert und nicht gut auf Dich aufgepasst hat. Aber Gott sei Dank bist Du "glimpflich" davon gekommen und Deine Knochen sind heile.
AntwortenLöschenSo wie es ausschaut, hast Du eine weibliche Verehrerin. ;-) Oder ist das eine reine Sympathiebekundung, Du zauberhaftes Lichtwesen?
Rosalie, Gott sei Dank war der Schutzengel in der Nähe. Sch*** auf die blauen Flecken, die gehn auch wieder weg.
AntwortenLöschenBezüglich *Schulter* können wir uns ja wohl die Hand reichen. Ich komme gerade vom Othopäden. Der hat mich mal *schön* eingerenkt und mir in jede Schulter eine Spritze verpasst.
Im Augenblick sind wir beide keinem potentiellen L***** zuzumuten.
Ich drück dich *ohne die Blauen Flecken zu berühren*
Hallo Rosalie,
AntwortenLöschenes gibt so Tage, da läuft alles schief. Aber wenn Dich der Schutzengel ausnahmsweise nicht beschützt, gibt es ja immer noch Menschen, die Dich ins Herz geschlossen haben ... und das ist ja auch was.
@Anonym: Ich habe das Gefühl ich kenne Dich. Dein Schreibstil verrät Dich ;)
@Anonym
AntwortenLöschenDanke für die Genesungswünsche!
Zu Deinen Fragen:
1. Nein! Aber es hebt die Stimmung!
2. Das verrate ich Dir, wenn Du Dich zu erkennen gibst! ;-)
@Exilbayerin
AntwortenLöschenHerzlich Willkommen auf meinem Blog und lieben Dank für die Aufmunterung! Ich werde sehr gerne bei Dir reinschauen, sobald ich wieder zu Hause bin und endlich wieder W-Lan habe.
@Luisa
AntwortenLöschenEigentlich ist er ganz zuverlässig, mein Schutzengel. Er hat ja auch einen ziemlichen Stress mit Rosalie Schusselqueen. ;-)
Die Abhandlung über meinen charmanten Ex-Zahnarzt und Lichtwesenspezi habe ich aus meinem Post wieder rausgekippt. Es war einfach viel zu lang und ich hatte plötzlich Bedenken, dass er davon Wind kriegen könnte und er mich dann wegen Rufschädigung verklagt (weil er ja sicher enttäuscht ist, dass ich seine FB-Freundschaftsanfrage ignoriere ;-))
@Frau Karfunkel
AntwortenLöschenIch drück Dich auch, liebe Leidensgenossin - ganz vorsichtig! Auf bessere Tage! ;-)
@Nouniouce
Danke! Lieb von Dir! :-)