Und es fühlt sich immer noch nicht so an, als ob ich ihn verloren hätte! Es fühlt sich an, als ob er bloss in den Ferien wäre. Als ob er noch da wäre. Unter uns.
Das Gefühl von Leere und Verlust hat sich noch nicht eingestellt. Sehr seltsam.
Und ich habe ein Post über den Todestag geschrieben. In der dritten Person. Ich weiss noch nicht, ob ich es aufschalten soll.
Und die Libido ist mir auch nicht abhanden gekommen - ganz im Gegenteil...
Ich bin die Frau, die bei jedem traurigen Film mit den Tränen kämpft, die feuchte Augen kriegt, wenn sie gewisse Musikstücke hört und die noch auf jeder Beerdigung weinen musste - ausser auf derjenigen des eigenen Vaters. Dabei habe ich ihn doch so geschätzt und geliebt? Ich versteh das nicht.
Muss ich mir Sorgen machen?
Sollte ich nicht total deprimiert und traurig sein?
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Nein... alles ist gut so!
AntwortenLöschenDas braucht Zeit, die Trauer kommt dann, wenn du dafür wirklich bereit bist.
Ach, nein, Du musst Dir keine Sorgen machen. Das ist ein Schockzustand. Es ist ja alles noch so nah. Du schreibst es ja selbst.
AntwortenLöschenLass Dir Zeit, wie Frau Vau schreibt. Es gibt keinen Grund zur Eile.
Es ist nichts Verwerfliches, wenn man das Leben spüren will und dass man lebt. Das tut man nun mal besonders, wenn man schöne oder besondere Dinge intensiv erlebt.
Jetzt, wo ich es lese, fällt es mir auch auf. Du hattest lange Zeit darauf verzichtet, in der dritten Person zu schreiben, was ich gut finde.
Aber es gibt Tage und Situationen, die man quasi in der dritten Person erlebt. Vielleicht genügt es erstmal, diesen Post geschrieben und in der Hinterhand zu haben.
@Rostkopp
LöschenIch musste es irgendwie in der dritten Person schreiben, mein Post über den Ablauf des Todestags, um es ein bisschen von mir fernzuhalten. Und ich habe es auch ein wenig so wahrgenommen, als ob ich neben mir stehen würde. Ich weiss noch nicht, ob ich es veröffentlichen soll. Kommt Zeit, kommt Rat. Aber es niederzuschreiben, hat gut getan.
Bei Fühlen gibt es kein "Sollen". Das ist keine Entscheidung, für die Du verantwortlich bist. Nimm es wie es ist. So wie es ist, ist es okay und gut. Du musst Dich nicht schuldig dafür fühlen. Es werden vielleicht noch andere Zustände kommen.
AntwortenLöschenAch, was soll ich groß reden...ich schließe mich Frau Vau und Rostkopp an....
AntwortenLöschenDrück dich
Liebe Rosalie, so wie du es schreibst: "Und es fühlt sich immer noch nicht so an, als ob ich ihn verloren hätte! Es fühlt sich an, als ob er bloss in den Ferien wäre. Als ob er noch da wäre. Unter uns.
AntwortenLöschenDas Gefühl von Leere und Verlust hat sich noch nicht eingestellt."
Es gibt mehrere Stufen der Trauer, sie beginnt immer mit dem Schock. Das kann dauern und darf auch dauern. Sie nicht streng mit dir, du bist in Trauer, eben am Anfang. Wiki: "Für das Auslösen des Trauerprozesses und die Aufnahme des Trauerprozesses ist die Phase des Schocks sehr wichtig." Schock heißt nicht, dass der nur ein paar Minuten anhölt, falls du das glaubst.
Du bist eine liebe Tochter!
liebe Grüße, Daniela
@alle
AntwortenLöschenIch habe Kommentare in mein nächstes Post einfliessen lassen.
Lieben Dank!