Dienstag, 30. April 2013

Grossbaustelle

Das Leben fordert mir gerade alles ab. Jeder einzelne Bereich ist eine Baustelle. Das Universum ist anscheinend der Meinung, dass ich belastbar bin ohne Ende. Kann mich nicht erinnern, dass ich so etwas schon mal erlebt habe.

Meine Ehe ist futsch nach 19 Jahren Beziehung. Nicht dass ich meinen Entscheid bereuen würde. Ganz und gar nicht. Aber es geht natürlich nicht spurlos an mir vorbei, dass er anscheinend einfach so weiter macht wie bisher, als sei "nichts" gewesen. Er zieht seine Projekte ungerührt alleine durch und steckt seine ganze Energie in die Umgestaltung von Haus und Garten. Ich bin von Bord gegangen und das Schiff fährt einfach weiter, so als ob es mich nie gegeben hätte. Ist vielleicht etwas überspitzt formuliert, aber so fühlt es sich an.  Ok, besser so, als dass er mir Vorwürfe machen oder mir das Leben schwer machen würde.

Letztlich bestätigt es mir, dass ich mich richtig entschieden habe. Da ist keine Liebe und deshalb auch kein richtiger Schmerz. Von beiden Seiten. Groll vielleicht, Enttäuschung, ...  aber kein Herzschmerz. Mein Herzschmerz hat andere Gründe. Ich kann das Gefühl nicht genau definieren. Es ist gerade sehr präsent aber ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich an eine bestimmte Person gebunden ist. Es ist eine Art Trauer. Und das Gefühl, allein zu sein. Und da ist wohl auch noch immer dieses bedürftige innere Kind, das sich ein Leben lang nach Liebe gesehnt hat.


Am Wochenende hat er zum ersten mal gemeinsame Freunde eingeladen. Ein Ehepaar mit Kindern. Die Kinder sind daher erst am Sonntag zu mir gekommen. Es sind primär seine Freunde. Aber ich bin in den letzten Jahren mehrmals mit ihr essen gegangen und wir haben über meine Ehe und Trennungsabsichten gesprochen. Es waren gute Gespräche. Sie selbst ist zum zweiten Mal verheiratet. Seit ich die Trennung durchgezogen habe, herrscht Funkstille. Vielleicht hat sie erwartet, dass ich mich melde. Ich hätte eigentlich erwartet, dass sie es tut. Aber egal. Was soll's...

Die Kinder haben mir gefehlt. Ich habe sie viereinhalb Tage lang nicht gesehen und das war (zu) lang. Für beide Seiten. Und ich habe Zweifel, ob das mit dem geteilten Obhutsrecht wirklich das Gelbe vom Ei ist. Und ich bin wütend, weil er zum zweiten Mal am Freitag die Kinderbetreuung an seine Mutter delegiert hat, obwohl ich ihm eingeschärft hatte, dass er sich an mich wenden muss, wenn er Freitags verhindert ist! Es ist ihr freier Tag und sie wird nicht jünger, steht schon länger am Rande eines Burnouts und sie kann nicht NEIN sagen. Er nutzt das gnadenlos aus. Wie war das nochmal? Er wollte am Freitag das Leben geniessen, im Garten werkeln und sich um die Kinder kümmern und deswegen sollte ich mein Arbeitspensum aufstocken! Von wegen... Noch nicht mal Homeoffice kriegt er hin und er delegiert seine Vaterpflichten mal wieder an seine Mama, obwohl ich an diesem Tag nicht im Büro bin! 

Ich habe mich auf die geteilte Obhut eingelassen, damit die Kinder mehr von ihrem Vater haben und weil er behauptet hat, dass er es nicht erträgt, sie so wenig zu sehen! Deshalb habe ich eingewilligt! Aus Gutmütigkeit. Das hat ja alles auch finanzielle Konsequenzen! Natürlich geniesse ich es, plötzlich drei freie Abende zu haben. Aber so war das nicht geplant! 

Aber es ist ja noch nichts unterschrieben und am Donnerstag treffe ich mich mit einem neuen Anwalt. Bin sehr gespannt, wie er meine Situation beurteilt.


Die zweite Baustelle ist meine Gesundheit. Zwar schlafe ich wieder besser, aber mein lädiertes Knie macht  mir das Leben schwer und die Schmerzen sind manchmal so stark, dass ich Medikamente nehmen muss, um durch den Tag zu kommen. Das Schleppen schwerer Lasten ist Gift. Trifft sich gut, wenn man gerade umzieht... Schonen war leider kaum möglich. Letzte Woche hat ein MRI den vom Facharzt bereits geäusserten Verdacht bestätigt. Sieht nicht gut aus. Das Gelenk lässt sich zwar noch retten, der Preis dafür ist allerdings eine aufwändige OP. Ein künstlicher Beinbruch sozusagen, um den Belastungswinkel auf das Gelenk zu verändern. Sechs bis acht Wochen Gehhilfen, wenn die Heilung komplikationslos verläuft... Mit allen Risiken, die eine solche OP mit sich bringt, die da wären, Thrombosegefahr, Infekte, verletzte Gefässe und sonstige Komplikationen. Und nach sechs Monaten muss die Naht wieder geöffnet werden, um die Platten zu entfernen, die den angesägten Schienbeinknochen in die richtige Position fixiert haben. Alles in allem kein Pappenstiel und diese "Baustelle" würde eigentlich alleine für sich schon ausreichen, um ein "normales" Leben aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Ich habe in den nächsten Wochen nicht die Energie, um so etwas durchzuziehen und ein solcher Eingriff stellt mich auch logistisch vor Herausforderungen. Ich lebe auf zwei Etagen und ich frage mich, ob ich trotz Beinschienen oder Gips werde Auto fahren können. Es wird Physiotherapie angezeigt sein und in nächster Zeit wäre es ungünstig, wenn ich am Arbeitsplatz ausfallen würde. Kommt Zeit, kommt Rat...

Das führt mich zur nächsten "Baustelle". Mein Job! Es steht eine neue Umstrukturierung an und ich weiss heute nicht, in welcher Organisationseinheit und mit welchen Leuten (Vorgesetzte und Mitarbeitende) ich ab Herbst arbeiten werde. Mein Bauchgefühl ist in Alarmbereitschaft. Was sich abzeichnet, gefällt mir nicht. Es geht auch das Gerücht um, dass die Einteilung der Lohnklassen neu beurteilt werden soll. In die falsche Richtung in meinem konkreten Fall. Trifft sich gut, dass ich jetzt zum ersten Mal seit 12 Jahren WIRKLICH auf meinen Job angewiesen bin...

Und als ob das alles nicht schon genug wäre, habe ich vergangenes Wochenende einen Anruf von meiner Tante gekriegt. Sie macht sich Sorgen um meine Mutter. Weil sie so unglaublich passiv ist und sich nie aktiv meldet. Bei niemandem. Ausser bei meiner Schwester. Ich habe schon lange resigniert und mich damit abgefunden, dass meine Mutter halt leider einfach "so" ist. Die Tante vermutet nun, dass sich ein anderes Problem dahinter verbirgt. Es handelt sich um ein weit verbreitetes Problem, das die Betroffenen lange sehr gut kaschieren und vor ihrem Umfeld verbergen können und als Angehörige will man es meistens lange nicht wahrhaben, obwohl es zugegebenermassen auch in unserem Fall gewisse Indizien sowie eine familiäre Disposition dafür gibt. Meine beiden Urgrossväter mütterlicherseits hatten dieses Problem auch schon... Ich kann es nicht ausschliessen und es würde mich auch nicht wirklich überraschen. Und es würde vieles erklären, was ich bis anhin als "in die Wiege gelegte" Charaktereigenschaften interpretiert habe. 

Und plötzlich sehe ich vieles mit anderen Augen. Meine ganze Kindheit. Und das Gefühl, das ich schon als kleines Schulmädchen hatte, kommt wieder hoch. Das Gefühl irgendwie (emotional) ganz alleine zu sein. Meine Mutter hat sich nie wirklich aufrichtig dafür interessiert, wie es mir geht. Sie war da, wenn sie unbedingt gebraucht wurde. Aus Pflichtgefühl, nie aus vollem Herzen. Sie war immer zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Nicht erst seit sie Witwe ist. Das war schon immer so. Das alles wird mir nun bewusst. Und dann kommt auch immer mal wieder diese ganze verdrängte Trauer um meinen Vater hoch und manchmal empfinde ich so etwas wie Wut und habe das Gefühl, dass er sich einfach so aus dem Staub gemacht hat, weil er den ganzen Schlamassel hat kommen sehen... Das ist natürlich völlig irrational, aber ich könnte es ihm noch nicht einmal verdenken. 

Die Liste meiner Baustellen liesse sich noch fortsetzen, aber das spare ich mir für ein anderes Post auf! 

Sieht ganz danach aus, als wäre meine Midlife Crisis noch nicht ganz ausgestanden...


38 Kommentare:

  1. Ach, Rosalie... vielleicht hat es ja schon mal geholfen, sich die ganze Last von der Seele schreiben zu können...
    Das mit dem "Schiff" solltest du eher positiv sehen - wenn er sich wegen der Trennung schlecht fühlen würde, würde es dir damit garantiert nicht besser gehen. Dein Stolz muss damit aber natürlich auch fertig werden, das ist nicht einfach..
    Kümmer dich bitte um deine Gesundheit! Wenn eine OP bei dir erforderlich ist, tu es. Und mach dir nicht so viele Gedanken um Andere. Wenn deine Ex-Schwiegermutter nicht nein sagen kann, ist das ihr Problem, nicht deines.. so hart es klingt! Du hast selbst genug auf dem Buckel zur Zeit, da musst du dir das nicht auch noch aufladen. Mach das Gespräch mit dem Anwalt, sieh zu, was er dir rät. Das mit dem geteilten Sorgerecht wird sich auch ganz bald einspielen, du wirst sehen! Sobald die erste große Begeisterung verflogen ist..
    Liebe Grüße in die Schweiz!

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    1. Danke, liebe Frau Vau!

      Dieses Post fällt wirklich in die Kategorie "therapeutisches Schreiben" und ich musste das einfach alles niederschreiben, obwohl ich eigentlich keine Zeit dafür hätte. Ich wundere mich selber, was gerade alles abgeht. Aber erstaunlicherweise geht es mir gar nicht schlecht!

      Ich fühle mich stark und ich bin unglaublich dankbar, dass ich diese wunderschöne Wohnung habe. Ich fühle mich darin so geborgen und die Einrichtung entspricht mir total. Jeder Blick aus einem der Fenster ist ein Aufsteller. Nicht auszudenken, wenn ich in einer Wohnung leben müsste, in der ich mich nicht so wohl fühlen würde. Ich weiss nicht, wie ich das alles prästieren würde.

      Weisst Du, die Sorge um die Schwiegermama ist nicht ganz uneigennützig. Sie ist für die Kinder eine extrem wichtige Bezugsperson. Wenn sie sterben würde, wäre das für die Kinder ein Trauma. Vor diesem Moment habe ich ehrlich eine Riesenangst. Sie ist gleich alt wie mein Vater... hat ihn schon überlebt.

      Zudem würde unser ganzes Kinderbetreuungsmodell zusammenstürzen, wenn sie ausfallen würde. Es geht nicht bloss um den Schulalltag. Das eigentliche Problem sind ja die Schulferien! Die Kinder haben mindestens 14 Wochen Ferien, ich deren fünf. Mein Mann ist selbständig, aber mehr als sechs, sieben Wochen kann er sich auch nicht leisten. Insofern sollte er zu seiner Mutter Sorge tragen, aber dieses Gespür geht ihm leider ab...

      Und die OP... Ich muss sie wohl oder übel noch etwas rausschieben. Dafür fehlt mir nun wirklich die Kraft. Kommt Zeit, kommt Rat...

      Liebe Grüsse nach Deutschland. Und ich drücke die Daumen!

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  2. Ich denke an dich. :-) Herzlichste Umarmung. morgenrot

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    1. Danke, liebe Morgenrot! Ich denke auch an Dich. :-)

      Alles Liebe!

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  3. Meine Güte...das sind sorgen. Geteilte Obhut ist eben geteilt und nur, weil du meinst deinen Kindern einen neuen Partner nicht zumuten zu können, heißt das doch nicht, dass sich dein Mann der immerhin der Vater deiner Kinder ist, nach deinen regeln richten muss. Man Mann Mann, es bleibt doch alles in der Familie! Lass mal locker und sieh zu, dass du wieder glücklich wirst, DU! Da haben übrigens alle was davon. Kopfentscheidungen sind aus Vorstellungen geboren und führen nur zu noch mehr Krampf. Leb endlich aus dem vollen! Dir geht's doch Super nach Abzug deiner Vorstellungen wie alles zu sein hat. Echt mal, als ich deine Erklärung Las, weshalb es mit Herrn Buchstabe nicht hat sollen sein, dachte ich WTF Rosalie? Dein Glück, davon hängt alles ab...dein wohlsein, deine gute Stimmung. Kinder gewöhnen sich an fast alles auch wenn die Situation erstmal neu ist. Drei freie Abende , okay. Aber wo wohnen die Kinder? Bei dir? Bei ihm? Schafft mal klare Verhältnisse, dann wir's es besser gehen. Glaub mir, ich hab das auch alles durch. Denk mal an dich!
    Glg anna

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    1. Ich kann Rosalies Ärger durchaus über die geteilte Verantwortung durchaus verstehen, wenn der Mann seine Verantwortung schon in der Anfangsphase grosszügig delegiert. Hat man Verantwortung für Kinder, dann genügt es nicht, mal eben die Mama anzurufen, weil man gerade viel zu tun hat. Man muss präsent sein, wissen, was die Kinder beschäftigt, womit sie sich herumschlagen, man muss Anteil nehmen an ihren Freuden, Sorgen und Ängsten. Man muss aber auch ganz banal auf dem Laufenden darüber sein, was in der Schule passiert, mit Freunden. Das würde dann aber auch heissen: Im Beruf Abstriche zu machen, vor allem dann, wenn man sich das leisten kann.

      Ich denke, was Rosalie vermisst, ist die Gemeinsamkeit. Den Ansprechpartner, wenn es darum geht: Gehen wir mit dem Kind zum Arzt oder warten wir noch zu? Müssen wir das Gespräch mit der Lehrkraft suchen? Was sagen wir da? Wie schildern wir unser Problem? Wenn der Mann schon die intensive Windelphase mehrheitlich verpasst hat, so war Rosalies Hoffnung vielleicht, dass er sich in der Trennungssituation endlich mehr Zeit nimmt. Zumal hier ja die von dir - Anna - geforderten klaren Verhältnisse geschaffen sind. Enttäuschend nur, wenn sie von der Gegenseite verwedelt werden. Enttäuschend, dass da eine Gegenseite ist und kein Mitstreiter, wenn es um die Kinder geht.

      Rosalie vermisst wohl auch die Gemeinsamkeit anderswo. Eine fast 20-jährige Beziehung ist am Ende. Schön, dass kein Rosenkrieg daraus geworden ist - bis jetzt. Sie blickt in ihrem Post nicht mit Gram, aber mit Wehmut auf die Zeit zurück. Er funktioniert aber nach Plan. Wie wenn nichts wäre.

      Ich glaube, dass Rosalie sich in dieser Situation in etwa diese Fragen stellt: Was hat ihm die Ehe mit mir denn eigentlich bedeutet? Was habe i c h ihm bedeutet? Was f ü h l t er? Fühlt er ü b e r h a u p t irgendwas?

      Und zuletzt: Wie kann jemand, der nach einer Trennung so weitermacht, als wäre gar nichts, die Trauer, die Verwirrung und die Fragen der Kinder auffangen? Aber dafür gibt es ja noch die Mama, die einspringt und dieses Gefühlszeug erledigt.

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    2. @Anna

      Weisst Du, das Ganze hat eine Vorgeschichte. Dass ich eingewilligt habe, die Obhut der Kinder zu teilen, ist nicht selbstverständlich. Ich bin da etwas sensibel, weil ich die ersten Jahre quasi alleinerziehend war. Stichwort Workaholic. Sein Vater hat an seiner Stelle mit den Kindern Zeit verbracht und gespielt. Und so wie es nun aussieht, müssen die Eltern nun auch an seinem "freien" Freitag einspringen. Es geht ihm gar nicht darum, Quality Time mit den Kindern zu verbringen, sondern er will einfach, dass sie möglichst viel Zeit im Haus verbringen, weil das doch eigentlich ihr Zuhause ist und nicht die neue Wohnung der Mama. Es geht darum, wie es von aussen aussieht. Nicht ausschliesslich, aber vor allem. Die Aufteilung ist klar geregelt und läuft so seit April. Bin mal gespannt auf den Mai...

      Ich bin wie ich bin. Kann mich nicht einfach so ändern und aus meiner Haut. Natürlich gewöhnen sich die Kinder an alles - es bleibt ihnen ja nichts anderes übrig. Aber was sind die Folgen? Welche Narben bleiben zurück? Ich muss einen gesunden Mittelweg finden, um alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen.

      LG, Rosalie

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    3. @Castorp

      Ich danke Dir! Du hast es auf den Punkt gebracht!

      Die Kinder funktionieren, aber das alles geht nicht spurlos an ihnen vorbei. Mein Sohn hat gestern im Bett lautlos geweint und heute Morgen hat er mir etwa dreimal Tschüss gesagt und dass er mich vermissen wird...

      Die Schulleistungen der Tochter haben sich verschlechtert. Sie will nicht darüber sprechen. Erträgt es nicht, versagt zu haben. Papa will schliesslich, dass sie Kinderärztin wird. Unmöglich, mit ihr die verpatzte Arbeit zu besprechen. Sie sagt, dass sie sich schämt und deshalb nicht darüber sprechen will... Sie ist in der dritten Klasse.

      Neue Herausforderungen, wohin ich auch blicke. Da sind wir als Eltern gefordert. Aber er macht vor allem Druck. Das ist leider kontraproduktiv.

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  4. Vom Expartner zu erwarten oder zu erhoffen dass er Schmerz über die Trennung zeigt und sichtbar leidet ... mit Verlaub, das ist eine ungesunde Einstellung.

    Man trennt sich nicht damit der andere einen möglichst schweren Rucksack möglichst lange sichtbar mit sich rumschleppt. Und auch das beliebte "ha nu sieht er/sie mal was er/sie an mir hatte!" ist verständlich ... aber an sich einfach nur abscheulich, sobald die erste Wut mal weg ist.

    "Das Leben geht weiter" ist die deutlich gesündere Einstellung, und macht den Kopf frei - bis auf die wenigen Momente wo man einfach mal knurrig sein muss - und darf.

    Sehe grad, dass Frau Vau das schon viel schöner geschrieben hat.

    Dein kaputter Haxn wird in den nächsten 20, 30 Jahren aller Voraussicht nach nie wirklich in die Planung passen. Mehr sag' ich dazu nicht, nur gute Besserung ;-)

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    1. @Castagiro

      Darum geht es mir nicht. Ich weiss nicht, wie ich es erklären soll. Castorp hat es in seinem Kommentar sehr treffend beschrieben. Es sind diese Fragen, die ich mir stelle.

      Ich bin natürlich froh darüber, dass mein Mann nach der Einstellung "Das Leben geht weiter" funktioniert. Aber er verdrängt, kompensiert mit Materiellem und macht genauso weiter wie bisher. Und ich frage mich dann manchmal, weshalb ich so lange gewartet habe, bis ich gegangen bin. Aber eigentlich ist die Frage müssig. Ich habe diese Zeit für mich gebraucht. Diese Jahre, in denen ich mich so intensiv mit einer Trennung auseinandergesetzt habe.

      Manchmal denke ich, dass bei ihm irgendwann der grosse Knall kommt. Aber vielleicht auch nicht. Vermutlich kommt einfach die nächste Frau, die in die Lücke springt und mitspielt. Ich hoffe, dass es eine gute Frau sein wird.

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  5. Trennung und Trauer, @Rosalie, verarbeitet jeder anders. Darin müssen Menschen nicht so reagieren, wie wir es erwarten und auch nicht in einer Art, wie wir es verstehen. Das ist für niemanden eine einfache Zeit - auch wenn es so aussehen mag.

    Dein Beitrag erinnert mich an das Jahr 2000, der Zeitraum meiner Trennung. In diesen Jahren habe ich manchmal deutlich gespürt, dass mich Arbeiten und Aufgaben nicht zum Nachdenken kommen lassen wollen. Ja, dieses Angebot hatte ich gerne angenommen. Dann auf einmal (na ja, es waren schon 2 Jahre ins Land gegangen) - blieben auf einmal Aufträge aus und ich hatte Zeit. Und dann war auch ich bereit. Für die ersten Schritte.

    Vielleicht kannst du darauf vertrauen, das alles einen Sinn hat. Wie du schon schreibst: Kommt Zeit, kommt...




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    1. @Menachem

      Du hast es also ähnlich erlebt. Und doch ist dieser Moment irgendwann gekommen, wo Du Dich nicht länger mit Arbeit ablenken konntest... Vielleicht ist für ihn tatsächlich die Zeit noch nicht reif, das Vergangene zu reflektieren. Oder er wird bis ans Ende seiner Tage verdrängen und sich ablenken. Eigentlich war das ja schon immer seine Strategie. Es wird so lange funktionieren, wie er physisch in der Lage sein wird, diesen Aktivismus aufrecht zu erhalten und er weiterhin 130 % arbeiten kann. Und immer dann, wenn an unverplanten Abenden eine gewisse Leere aufzukommen droht, folgt der Gang in den Weinkeller und der TV übernimmt die Unterhaltung.

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    2. Verzeih, liebe @Rosalie, ich bezog meine Gedanken zu den proper gefüllten Lebenstagen nicht so sehr auf deinen Mann :)

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    3. Alles gut, lieber Menachem. Ich habe es schon richtig verstanden! :-)

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  6. Wäre es nicht noch trauriger, wenn man sich nach 19 Jahren ohne Wehmut trennen würde, denn das wären dann 19 verlorene Jahre, weil man sich an nichts schönes Erinnern würde.

    Vielleicht versucht Dein Ex die Erinnerungen an dich und eure gemeinsame Zeit zu tilgen, weil es ihn zu sehr schmerzen würde jeden Tag an dich erinnert werden zu müssen.

    Dass er sich mehr schlecht als recht um die Kinder kümmert liegt glaube ich in der Natur des Mannes. Ich habe hier auch so ein Exemplar.

    Schlimm ist es nur für die Kinder, aber auch das werden sie überleben.

    Du wirst das schaffen. Ganz sicher!

    Pass auf dich auf und verschlepp nicht die OP, denn nur wenn diene Gesundheit wieder hergestellt ist, kannst du langfristig wieder für deine Kinder da sein. So sind es wenige Wochen die du "ausfällst" und wegen dem Job. Mach dir nicht zu viele Sorgen. Es gibt immer Alternativen, auch wenn man sie manchmal nicht auf Anhieb sieht.

    Ich drück dir die Daumen....

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    1. @Lady Crooks

      Danke für Deine lieben Worte! Vielleicht hast Du recht. Er stürzt sich in Aktivismus um sich abzulenken...

      Ich würde niemals sagen, dass er sich schlecht um die Kinder kümmert. Aber wenn er kann, delegiert er vieles an seine Mutter. Aber ich habe beschlossen, mich nicht mehr darüber aufzuregen. Das ist ein Ding zwischen Mutter und Sohn und letztlich schaut sie sehr gut zu den Kindern und bringt Struktur in den eher chaotischen Alltag.

      Im Moment bin ich einfach nur müde und der Gedanke an die OP macht mir Angst. Ich verdränge das jetzt auch noch ein paar Wochen, bis ich den Kopf dafür frei habe.

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  7. Tja, so ist das mit der neu gewonnenen Freiheit. Man stellt sich alles so schön vor, und dann kommen wieder der blöde Alltag und - völlig unterschätzt - die "Altlasten" in Form von was auch immer dazwischen. Eigentlich müßte man sein Leben noch einmal ganz von vorn beginnen, leider geht das nicht. Du bist stark genug, alle Probleme nach und nach in den Griff zu bekommen, um danach das befreite Leben führen zu können, wie Du es Dir vorgestellt hast. Du schaffst das, es dauert nur länger, als geplant. Alles Liebe für Dich!

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    1. Danke Dir, liebe chat noir.

      Ich bin zuversichtlich, dass ich alles in den Griff kriegen werde. Aber ich will nicht leugnen, dass es Tage der Trauer und der Zweifel gibt, dass ich manchmal Zukunftsängste habe und denke, "mein Gott - hab ich das wirklich getan!?" und manchmal kommt es mir surreal vor, dass unser Haus nun nicht mehr mein Zuhause ist. Und die neue Wohnung fühlt sich an manchen Tagen fremd an, aber das gehört wohl einfach alles dazu. Es ist nun mal kein Spaziergang, einen langen Lebensabschnitt zu beenden und ein neues Kapitel aufzuschlagen. Aber ich bereue nichts. Letztlich hatte ich gar keine andere Wahl. Noch länger auszuharren wäre keine valable Option gewesen.

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  8. jemand sagt mir in letzter zeit dauernt alles wird gut.. manchmal glaub ich dran

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    1. Ich glaube auch fest daran. Und ich wünsche es uns beiden, dass es so kommt!

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  9. Liebe Rosalie,

    mein Kommentar in zwei Teilen, weil WP nur 4096 Zeichen zulässt ...

    Oh man, ein ganzer Berg voller Sorgen oder Baustellen! Ich kann gut verstehen, dass Du vor lauter Gedanken schlecht schläfst, manchmal das Gefühl hast, dass Dir alles über den Kopf wächst und die Kraft nicht reicht. Du solltest dabei nicht den Anspruch haben, alle Sorgen auf einmal beseitigen zu können. Das funktioniert auch bei bester Organisation nicht. Und auch für Dich hat der Tag nur 24 Stunden. Kommt Zeit, kommt Rat ... ;-) In erster Linie bist dabei DU wichtig und natürlich auch die Kinder. Auch wenn Du Dich stark fühlst - achte auf Deine Gesundheit und lege auch mal Pausen ein, ansonsten fehlt Dir am Ende die Kraft, auch nur eine Deiner Baustellen zu schließen. Bei dieser langen Liste musst Du Prioritäten setzen.

    Ich finde es sehr gut und wichtig, dass Du Dir eine zweite Meinung von einem anderen Anwalt holst. Das, was ihr letztlich beide unterschreiben werdet, hat schließlich Auswirkungen auf viele Bereiche Eures Lebens, und Du solltest alle Unterstützung nutzen, die Du bekommen kannst, und keine Frage auslassen, die Dich beschäftigt, damit Du nicht hinterher das Gefühl hast, benachteiligt worden zu sein.

    Sicherlich geht jeder Mensch anders mit Trennungen um, und es mag sein, dass Männer grundsätzlich etwas anders "ticken". Ich kann nicht beurteilen, ob es sein Stolz ist, er Gefühle ohnehin nicht gern zeigt oder da einfach wirklich nichts mehr ist - aber ich wäre wohl genauso enttäuscht, wenn sich am Alltag des Partners so gar nichts ändert, nachdem ich nicht mehr da bin. Ich hätte das Gefühl, ich wäre nur eine (austauschbare) Rolle gewesen in seinem Spiel. Keine schöne Vorstellung. Und es scheint ja, dass Du nicht die einzige Person bist, die in diesem Spiel funktionieren muss - seine Mutter ist genauso ein Teil davon.

    Auch wenn Dich das nach den vielen gemeinsamen Jahren sicher schmerzt und für Dich verständlicherweise Vieles in Frage stellt, was Ihr gemeinsam hattet und was Ihr Euch eigentlich bedeutet habt, wirst Du ihn jetzt nicht ändern können und solltest daher nicht zu viele Gedanken dahingehend investieren. Schau lieber nach vorn und freue Dich über den neuen Lebensabschnitt, den Du selbständig und mit eigener Kraft ganz allein begonnen hast! Es war für mich damals auch zunächst eine eigenartige Leere, abends nicht mit meinem Sohn zu spielen oder ihn ins Bett bringen zu können - denn das war immer mein Ritual mit ihm. Aber durch die Regelmäßigkeit der Besuche und Verlässlichkeit der Absprachen habe ich mich recht schnell daran gewöhnt und gelernt, dann auch mehr die freien Abende zu genießen. Du hast eine tolle Wohnung, in der Du und auch Deine Kinder sich jederzeit wohlfühlen können, auch wenn sie vielleicht noch nicht perfekt eingerichtet ist. Das ist wirklich nicht zu unterschätzen! Und auch wenn Du einigen Freunden nachtrauerst, die durch Eure Trennung verloren gingen (das war auch bei uns damals leider so) - Du bist trotzdem nicht allein, und es wird neue Bekanntschaften oder sogar Freunde in Deinem Leben geben. ;-)

    Übrigens hat auch mein Sohn sehr schnell seine "zwei Heimaten" zu schätzen gelernt, denn Mutter und Vater sind natürlich unterschiedlich, und beide "Seiten" haben so ihre Vorteile, die man als Kind dann auch gern ausnutzt (was völlig in Ordnung ist ...).

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    1. @Anonym

      Lieben Dank für Deinen ausführlichen Kommentar! :-)

      Ja, Du hast Recht, wenn Du schreibst, dass es keinen Sinn macht, zu viele Gedanken dahingehend zu investieren, wie ER mit der Situation umgeht. Die Kinder sind dank Schwiegermama ja gut versorgt und wenn er weiterhin vieles an seine Eltern delegieren will, dann ist es halt so und ich mag mich darüber nicht mehr aufregen. Ich muss hingegen noch lernen, meine freien Abende ohne schlechtes Gewissen zu geniessen. Ich brauche diese Zeit für mich und im Moment bin ich froh darüber, dass wir die Obhut teilen.

      Das Problem mit dem Anwalt konnte ich lösen. Jetzt habe ich endlich jemanden gefunden, dem ich zutraue, dass er mich optimal vertritt! Nun muss ich das bei Gelegenheit noch meinem Gatten schonend beibringen. Der wird keine Freude daran haben.

      Soviel zu Teil 1 Deines Kommentars. Fortsetzung folgt... ;-)

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  10. Teil Zwei ..

    Ich hoffe, Dein Ex-Mann wird sich seiner Verantwortung auch noch bewusst und erkennt, spätestens, wenn er es schwarz auf weiß hat, dass er genauso für das Wohl Eurer Kinder zuständig ist wie Du. Und Du solltest Deine Sorgen diesbezüglich auch im Rahmen Eurer "Verhandlungen" zur Vereinbarung deutlich zum Ausdruck bringen - auch vor dem Hintergrund, dass die Schwiegermutter eben nicht auf Dauer und Abruf als Puffer zur Verfügung steht und er sich gut überlegen sollte, was durch ihn selbst wirklich realisierbar ist. Bei uns klappt das gut - wir stimmen uns telefonisch über alle Termine ab, über Arztbesuche, Schulprobleme, besuchen Lehrersprechtage gemeinsam, teilen die Betreuung während der Schulferien auf. Das kann man vielleicht nicht im vollen Umfang von jemandem erwarten, der eine Firma zu leiten hat (und es muss ja auch nicht jeder Handschlag vorher besprochen werden - dafür haben ja beide die geteilte Verantwortung), aber etwas mehr als Sorgerecht auf dem Papier sollte doch spürbar sein, wenn ihm wirklich am Wohl der Kinder gelegen ist und er nicht nur sich oder der Umwelt etwas beweisen möchte.

    Gerade gestern, am Geburtstag meiner Stiefmutter, hatte ich eine Phase, in der es mir genauso ging, wie Du es beim Gedanken an Deine Mutter so gut beschrieben hast. Obwohl in meinem Fall beide Elternteile noch leben und mein Vater gestern auch anwesend war, fühlte ich mich plötzlich allein, und das erschreckte mich sehr. Es sind die Lasten aus der Kindheit, die wir mit uns herumtragen - meine Mutter, zu der ich keinen Kontakt mehr hatte und habe, eine Stiefmutter, die mich nicht leiden konnte (das hat sich nach meinem Auszug damals gebessert), und mein Vater, der zwischen allen Stühlen stand und mir das Gefühl gab, allein zu sein. Das nagt noch heute immer wieder an mir, selbst wenn mein Vater sich große Mühe gibt, diese damals fehlende Nähe "nachzuholen". Solche Lasten haben wir sicherlich irgendwie alle zu tragen, aber ich denke, ich sollte die Chance nutzen, mit meinem Vater über diese Dinge, die mir auf der Seele liegen, noch einmal zu sprechen, bevor es zu spät ist (auch wenn es tränenreich werden könnte). Wäre das für Dich und Deine Mutter vielleicht auch eine Option, um einen Teil dieser Last womöglich auflösen zu können?

    Mir fiele noch viel mehr ein, aber dann würde mein Kommentar länger als Dein Post. Also höre ich an der Stelle auf ;-)

    Alles Gute und liebe Grüße!

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    1. @Anonym, Teil 2

      Ich habe für mich entschieden, dass ich mich nicht mehr einmische, wenn er seine Mutter quasi jeden Tag einsetzt und sie nicht NEIN sagen kann. Das ist so ein Mutter-Sohn-Ding, das die beiden selber lösen müssen. Wenn sie ausfällt - was ich natürlich nicht hoffe - dann werden wir schauen müssen, wie wir die Betreuung ohne sie lösen können. Bis dahin lasse ich es jetzt mal laufen, wie es ist.

      Das Wohl der Kinder liegt ihm schon sehr am Herzen, wobei er einfach ständig Druck (Schulleistungen...) erzeugt, was ich dann wieder auszubügeln versuche. Wenn die Kinder in Tränen ausbrechen, wenn sie eine schlechte Klassenarbeit heimbringen oder sie erst im letzten Moment (Montag Morgen) aus dem Schulthek fischen und MIR zur Unterschrift vorlegen, gibt mir das schon zu denken. Mein Mann ist eben sehr leistungsorientiert... Für gesundheitliche Probleme der Kinder war ich immer alleine zuständig. Das hat sich nicht geändert. Das delegiert er alles an mich, damit ist er total überfordert.

      Was Du über das Verhältnis zu Deinen Eltern schreibst, hat mich berührt. Es muss sehr schwer sein, wenn ein Elternteil noch lebt und man trotzdem keinen Kontakt mehr pflegen kann. Aus welchen Gründen auch immer. Wenn es Dir ein Bedürfnis ist, mit Deinem Vater über Deine Kindheit zu reden, würde ich es an Deiner Stelle tun, so lange er mental noch dazu in der Lage ist. Ob er dazu bereit ist und wie er reagieren wird, kannst nur Du selber abschätzen. Das hängt von seiner Persönlichkeit ab. Ich habe den Eindruck, dass offene Gespräche mit meiner Mutter nicht so viel bringen. Ich spreche zwar meistens Klartext und sage, was ich denke, aber das führt dann dazu, dass sie sich vermehrt meiner Schwester zuwendet, weil sie die Konfrontation mit mir scheut. Und ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Einsicht und die Fähigkeit zur Selbstreflexion nicht sehr ausgeprägt ist und sie auf "Vorwürfe" mit Weinen und Selbstmitleid und Gegenvorwürfen reagiert und auf solche "Gespräche" kann ich verzichten. Das bringt nichts.

      Herzliche Grüsse und alles Gute für Dich! :-)

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  11. Hi Rosalie,

    bezüglich der OP solltest du eine ZWEITE MEINUNG einholen - unbedingt! Es ist schon mancher nach der Knie-Op im Rollstuhl gelandet...

    Dass dein Ex-Mann nicht in Depressionen versinkt, sondern sein Leben ohne dich aktiv gestaltet, ist nicht absonderlich. Sowas hab' ich schon öfter mitbekommen, ebenso wie die gewisse Enttäuschung der verlassenden Frau. (Eine Bekannte ist sogar "zurückgekehrt", als sie merkte, dass er nicht nur einen neuen Hauskauf plante, sondern auch dabei war, mit einer neuen Frau anzubändeln - ganz ohne Trauerzeit.)

    Ich wünsch dir Kraft und Gelassenheit - und denke, du schaffst das alles!

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    1. Hallo Claudia

      Das ist schon die zweite Meinung. Es ist ein bekannter Kniespezialist, der diese Diagnose abgegeben hat und die OP durchführen wird. Mein Hausarzt hat sich das Röntgen angeschaut und gemeint, dass dies eine "Scheissdiagnose" sei, weil man nicht viel bzw. nichts tun könne und ich für ein künstliches Gelenk mindestens 20 Jahre zu jung sei. Insofern bin ich froh, dass es noch eine Alternative gibt. Wenn auch keine bequeme...

      Ich muss da durch. Es gibt keinen Weg zurück. Ich kann nicht mehr mit ihm unter einem Dach leben. Danke Dir!

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  12. solange wir meinen, immer zu wissen, wie der andere "richtig" zu handeln hat, werden wir immer im unfrieden sein mit uns selbst und miteinander. ob getrennt oder nicht...

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    1. @perlentaucherin

      Ich beanspruche nicht für mich zu wissen, wie er richterweise zu handeln hat. Aber wenn wir etwas vereinbaren und er sich darüber hinwegsetzt, dann nehme ich mir das Recht heraus, mich darüber zu ärgern...

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  13. Da denkst du, ein neues Leben zu beginnen, von wegen, das Alte lässt dich nicht los. Wie kriegt man das Loslassen hin?

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    1. @Sehnsuchtsblog

      Ich werde darüber im nächsten Post berichten.

      Danke für Deinen Kommentar! Er hat mich zum Nachdenken angeregt.

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  14. @ Sehnsuchtsblog

    "Frieden findet man nicht, indem man seine Lebensumstände neu ordnet, sondern Frieden findet man, wenn man sich bewusst wird, wer man im tiefsten Inneren ist."
    E. Tolle

    Es fängt alles bei einem Selbst an...

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    1. @Anonym

      Ich erhoffe mir, dass das Ordnen meiner äusseren Lebensumstände auch mehr Klarheit für mein Seelenleben bringt. Das eins zum andern führt. Es hängt alles irgendwie zusammen...

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  15. "Frieden findet man nicht, indem man seine Lebensumstände neu ordnet,"

    anderer Vorschlag:

    "Frieden findet man, indem man seine Lebensumstände ordnet"

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    1. @Menachem

      In der Tat erhoffe ich mir sehr viel davon, meine Lebensumstände zu ordnen. Und dazu gehört auch das Aufräumen, Ausmisten und Ordnen meiner Habseligkeiten. Ich erhoffe mir davon eine grössere innere Klarheit und "Aufgeräumtheit" und letztlich mehr Ruhe und Frieden.

      Liebe Grüsse! Schön, dass Du Deine Gedanken hier geäussert hast. :-)

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  16. Lieber Menachem,

    wenn es für Dich "so herum" richtig ist, sehr gerne :)

    Es gibt schließlich keine allgemein gültigen Wahrheiten. Ich persönlich finde mich halt in dem genannten Zitat. :)

    LG

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  17. Wahrscheinlich ging es mir noch nicht mal so sehr um den Inhalt, sondern mehr darum, wie wir bei unterschiedlichen Auffassungen miteinander umgehen.

    Ja - dann kann ich noch dran arbeiten.

    Hab Dank, Anonym.

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  18. Wie gehts auf der Großbaustelle? Land in Sicht?

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    1. @Claudia

      Die Bauleiterin ist gerade etwas überlastet, wird aber in kürze einen neuen Lagebericht einstellen! ;-)

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