Irgendwo in der Blogwelt habe ich einmal gelesen "Gestehe jemandem Deine Liebe und er wird Dich fortan meiden, sich zurückziehen." Daran habe ich in letzter Zeit häufiger gedacht.
Ich habe keine Liebe "gestanden". Aber Zuneigung. Und es fühlt sich für mich so an, als würde sich diese Person jetzt von mir zurückziehen. Weil sie sich meiner Zuneigung zu sicher ist? Oder weil ihr diese Nähe nicht (mehr) behagt? Oder weil etwas, was anscheinend leicht zu haben ist, plötzlich nicht mehr interessant ist und deshalb seinen Reiz verliert?
Vielleicht auch, weil ich zuviel von mir preisgegeben habe, mein Image gewissermassen selber demontiert habe, indem ich meine Unzulänglichkeiten offengelegt habe? Ich weiss es nicht.
Kein angenehmes Gefühl. Und viele Selbstzweifel.
Leider ist es oft so, dass Menschen sich nicht mehr so viel Mühe geben, wenn etwa die gegenseitige Zuneigung geklärt und ausgsprochen ist. Manchmal bleibt der Austausch dann plötzlich auf der Strecke. Das ist ja auch die Gefahr in vielen Beziehungen..
AntwortenLöschenUnzulänglichkeiten sind aus meiner Sicht das, was die Menschen interessant macht und voneinander unterscheidet.
Ich schicke Dir ein paar warme Gedanken!
LG vom Rostkopp
@Rostkopp
AntwortenLöschenLieb von Dir! Danke!
LG nach Norddeutschland,
Rosalie
Liebe Rosalie, Du machst Dir vielleicht zu viele Gedanken und diese Person ist nur zu sehr mit sich beschäftigt und hat keine Zeit zu antworten. LG
AntwortenLöschen@Luisa
AntwortenLöschenMein Verstand denkt das auch... Das Gefühl lässt sich davon leider nicht beirren.
Liebe Grüsse,
Rosalie
Wer nícht will der hat schon, hart, aber wahr.
AntwortenLöschenAn Desinteresse glaube ich nicht, eher an Angst, Angst vor Nähe. Du hast dich offenbart, Mut gezeigt, Mut, der auf der anderen Seite möglicherweise nicht gedoppelt wird. Bleib bei dir, es nicht deins.
AntwortenLöschen@Vanilla
AntwortenLöschenAehm...Du meinst also, er hat die Nase voll von mir? Und ich sollte mich den harten Fakten stellen?
Nun - ich denke, so weit sind wir noch nicht. Hoffe ich jedenfalls!
@Notos
AntwortenLöschenJa, eigentlich denke ich das auch. Wobei ich weit davon entfernt bin, ihm einen Vorwurf zu machen. Die Rahmenbedingungen waren immer klar definiert und er muss sich abgrenzen. Das ist legitim. Aber ganz sicher bin ich mir nicht...
Ich glaube, ich weiss, was Notos meint: Er ist wohl ein "Marxist". Nicht im politischen Sinn natürlich ;-) Er funktioniert wohl nach dem Prinzip, das Groucho Marx einmal genail formuliert hat:
AntwortenLöschenIch will doch keinem Club angehören, der m i c h als Mitglied will.
Die Selbstzweifel hat ER.
Genau, so nach dem Motto: Die kann mich doch nicht meinen mit ihrer Zuneigung. Alle, nur mich nicht. Und wenn, ist da was faul.
AntwortenLöschenFrag ihn doch einfach mal, Rosalie.
AntwortenLöschen@Castorp
AntwortenLöschenDu meinst also, er hat auch Selbstzweifel?? Während ich mich frage, ob er mich überhaupt noch begehrenswert findet nach allem, was er über mich weiss, zweifelt er daran, dass ich ihn mag und begehre, weil er sich selbst nicht leiden kann und sich nicht für begehrenswert hält?
Oder schlimmer: Er wendet sich von mir ab, weil er mich quasi dafür "verachtet", so jemanden wie ihn zu mögen und zu begehren...
Dann frage ich mich: Würde es was bringen, wenn ich ihm die kalte Schulter zeigen und mich anderweitig orientieren würde? Vielleicht käme er dann zur Räson? Schwieriger Fall, nicht wahr?
Was würdest Du an meiner Stelle tun?
@Notos
AntwortenLöschenVielleicht stimmt das tatsächlich. Es hat natürlich etwas mit dem Selbstwertgefühl zu tun. Wenn man sich selbst nicht liebt, kann man auch keine Liebe von einer andern Person annehmen. Oder Zuneigung. Oder Lob.
Ich hatte als junge Frau auch so eine Phase, deshalb könnte ich ein solches Verhalten durchaus nachvollziehen. Verstehen nicht, aber nachvollziehen.
Aber ich werde wohl nicht umhin kommen, ihn darauf anzusprechen.
Danke für Deine Denkanstösse!
Liebe Grüsse,
Rosalie