Gestern morgen war ich mit den Kindern in der Kirche! Das erste Mal in diesem Jahr. Sie besuchen in der Schule den protestantischen Religionsunterricht. Bei uns heisst das "Catéchisme". Die Frau, die das nebenberuflich unterrichtet ist sympathisch und bei den Kindern sehr beliebt. Eine moderne Bäuerin, die raucht und nicht besonders religiös daherkommt. Ich kaufe bei ihr öfter mal das Gemüse ab Hof.
Die Kinder erfahren etwas über die biblische Geschichte. Ich finde, das gehört irgendwie zur Allgemeinbildung. Sonst denken sie am Ende, Maria und Josef seien die Hauptdarsteller in einem Stück von Shakespeare. Und ich kann ihnen das nicht vermitteln, da ich es in der Schule boykottiert habe und mich stets geweigert habe, mich damit auseinanderzusetzen. Mein Mann ist immer entsetzt, wenn ich nicht genau weiss, welche Bewandtnis es mit den religiösen Feiertagen auf sich hat... Aber ich sag nur: strenger (fanatischer) Religionslehrer, Eltern, die mich als Kind (contre coeur den Schwiegereltern zuliebe) in die katholische Frühunterweisung gesteckt haben, ein Faible für Darwin, Boykott. Aber das ist eine andere Geschichte...
Die Kinder kriegen die Geschichte rund um Jesus ziemlich moderat vermittelt und hin und wieder bringen sie einen Zettel mit nach Hause, auf dem vermerkt ist, dass ein spezieller, auf die Kinder abgestimmter Gottesdienst stattfindet. Die Teilnahme ist freiwillig und meistens gehen wir nicht hin, weil wir es schlicht und einfach vergessen. Da wir dieses Jahr noch nie in der Kirche waren (letztes Jahr eigentlich auch nicht, mit Ausnahme der Kinderweihnachtsfeier...), fand ich es angemessen, mal wieder einen Sonntagmorgen zu "opfern" und hinzufahren. Mein Mann hatte wie immer keine Lust und meinte, er müsse noch etwas vorbereiten für das Seminar von nächster Woche.
Ich bin wahrlich keine fleissige Kirchgängerin und auch nicht gläubig. Aber Kirchen faszinieren mich aufgrund ihrer Geschichte und ihrer Aura. Ich überlege mir immer, was eine bestimmte Kirche wohl schon alles "gesehen" und "erlebt" hat. Unsere Kirche ist schlicht und schön. Sie stammt aus dem 11. Jahrhundert und hat einen gotischen Chor, der im 15. Jahrhundert angebaut wurde. Sie hat eine gute Aura. Sie ist hell und man fühlt sich gleich wohl darin. Das hat natürlich auch mit den (irdischen) Gastgebern zu tun.
Seit ein paar Jahren steht diese Kirche unter dem Einfluss eines Theologen-Ehepaars, das sich die Aufgabe im Jobsharing teilt. Sie haben zwei gleichaltrige Kinder, die mit unseren beiden Kindern in die selbe Klasse gehen. Und ich muss sagen: Dieses Ehepaar ist zauberhaft! Beide sehr herzliche, liebenswerte und engagierte Menschen. Ich habe ihn schon erlebt an einer sehr traurigen Beerdigung einer guten Bekannten. Er hat das souverän gemacht und die richtigen Worte gefunden für die Verstorbene, die zu früh gegen musste.
Schon nur wegen diesem Ehepaar lohnt es sich, hinzufahren. Und auf französisch tönt jede Predigt einfach viel charmanter und es werden auch nicht bloss Bibelverse zitiert. Gestern ging es um Smartphones und wie sie unser Leben "vereinfachen" und er hat dies mit dem Zeitmanagement von damals verglichen und sich gefragt, ob Jesus wohl auch gerne so ein Ding gehabt hätte...
Wir wurden am Eingang mit Handschlag sehr herzlich begrüsst und ich habe viele bekannte Gesichter gesehen, darunter meine Nachbarin und ihre achtjährige Tochter. Und so sass ich dann auf einer langen Holzbank in der Kirche, neben mir die schwedische Mutter der Schulfreundin meiner Tochter, die noch fünf Minuten nach mir in die Kirche gehetzt kam (just in time...) und meinte, das sei ein tierisch anstrengendes Wochenende (wir hatten schon am Samstag beim Bastelnachmittag der Elternvereinigung mitgeholfen) und auf der anderen Seite meine Kinder und die kleine Schwedin.
Die Pfarrerin begrüsste die Kinder und erkärte, dass der erste Advent den Beginn der Weihnachtszeit markiere und dass das Lichtlein bis Weihnachten nun immer grösser werde (Kerzen 1 - 4...) und dies für die Kinder ja eine besondere Zeit sei. Sie zeigte auf den schönen Adventskranz mit den grossen roten Kerzen und liess verlauten, dass das älteste Kind in der Kirche die erste Kerze anzünden dürfe.
"Est-ce qu'il y a un enfant de la sixième classe? Non? De la cinquième classe? Non?
De la quatrième...?"
Zwei Hände flogen in die Luft. Mein Sohn und seine Klassenkameradin meldeten sich. Die Pfarrerin kannte beide mit Vornamen und fragte, wer von beiden denn älter sei. Und mein süsser Junge sagte:" Sie! Sie ist ein paar Tage älter als ich...". Obwohl er so gerne nach vorn gegangen wäre, um die erste Kerze anzuzünden, überliess er diese Aufgabe - ehrlich wie er ist - seiner Schulkameradin. Seine Statement sorgte für ein gerührtes Raunen in den Kirchenbänken. Er ist wirklich ein ganz liebenswerter Junge! Ich war so stolz auf ihn!
Die Kinder gingen dann in einen Nebenraum, um einen Adventskranz aus Salzteig zu basteln und es ertönte Orgelmusik und eine Frau spielte auf der Empore Altflöte.
Diese Musik liess mich etwas melancholisch werden und ich dachte darüber nach, was ich in dieser Kirche schon alles erlebt hatte. Ich war in den letzten 12 Jahren vielleicht fünfzehn Mal dort gewesen. Einmal ziemlich nervös in einem weissen Kleid..., zweimal mit unseren Kindern zur Taufe, mindestens zweimal an einer sehr bewegenden Abdankungsfeier, ein paar Mal an einer Kinderweihnachtsfeier und einige wenige Male an einem ordentlichen Gottesdienst. Erinnerungen kamen hoch. Einmal hatte ich am Taufgottesdienst der Nachbarstochter teilgenommen. Mein Mann hütete derweil zu Hause unseren zweijährigen Sohn. Die Tochter war erst wenige Monate alt und so nahm ich sie mit in die Kirche. Ich trug sie auf dem Arm und sie schlief eine Weile. Irgendwann wurde sie wach und wohl auch ein bisschen hungrig... Der Nuggi (Schnuller) half nicht weiter. Ich trug damals eine Strickjacke und einen Schal... Und ich schaffte es, ihr ganz diskret die Brust zu geben, ohne dass jemand etwas merkte... Ich dachte damals, das sei ja schliesslich die natürlichste Sache der Welt und die älteren Leute waren gerührt, wie ich da so mit meinem Baby im Arm sass und vielleicht hat der ein oder andere es sogar geahnt, aber niemand hat sich daran gestört. Das war ein sehr spezielles Erlebnis.
Diese Gedanken gingen mir durch den Kopf und dann hiess es wieder aufstehen und singen. Die Schwedin neben mir war auch keine begnadete Sängerin... Es ging eine Weile, bis wir die richtige Tonlage trafen... bei ihr ein bisschen länger bzw. sie fand sie nicht wirklich. ;-)
Ich bin immer wieder überrascht, wie viele gute Sängerinnen es in gewöhnlichen Gottesdienstes so gbit, die den richtigen Ton treffen und sogar die Melodie kennen. Und dass die alle so hoch singen können... Erstaunlicherweise kann man auch als nicht so versierte Kirchengängerin ("hüstel") relativ rasch mitsingen, obwohl man die Melodie selber nicht kennt. Ein Mysterium.
Gegen Ende des Gottesdiensts forderte uns der sympathische Pfarrer auf, nach vorn in den Kirchenchor zu kommen und uns im Halbkreis aufzustellen. Da die Kirche nur zu einem Drittel besetzt war, fanden alle einigermassen Platz. Ich schaute mich um und entdeckte noch mehr bekannte Gesichter. Er teilte dann einen Laib Brot mit seinen Händen in zwei Teile, zupfte jeweils ein Stück Brot daraus und ging von einem zum andern und legte jedem ein Stück Brot in die Hände. Ich dachte daran, wie erkältet er war und überlegte mir, das Brotstückchen diskret in der Jackentasche verschwinden zu lassen... Die Schwedin und ich schauten uns vielsagend an... und schliesslich fügten wir uns dem Gruppendruck und assen es doch. Ich beschloss, zu Hause einen Cognac zu trinken, um allfälligen Viren den Garaus zu machen! Den Kelch mit dem Traubensaft reichte ich unangetastet weiter und wunderte mich, wieviele Münder daraus tranken. Wirklich nicht mein Ding... auch nicht ausserhalb der Grippesaison. Aber es kam dann noch ein Gehife mit einem orginellen Holzteller mit sehr vielen kleinen Gläschen, so dass ich trotzdem noch zu einem Schluck Traubensaft kam.
Zum Schluss sangen wir nochmals zwei Lieder, darunter das "Vater unser" auf französisch. Ich wusste gar nicht, dass es dazu eine Melodie gibt... Und schliesslich war der Gottesdienst zu Ende, ich warf ein paar Münzen ins Kässeli für die Kollekte und beim Eingang der Kirche warteten die Kinder stolz mit ihren Adventstellern.
Ich muss gestehen - es war nett! Ich habe mir vorgenommen, hin und wieder an einem Gottesdienst teilzunehmen. Schon nur dem Pfarrerehepaar zuliebe. Ist doch auch frustrierend auf Dauer. Da gibt man sich Mühe, eine tolle Predigt vorzubereiten und muss diese dann vor halbleeren Bänken den immergleichen Leuten erzählen. Die fleissigen Kirchgänger haben mich jedenfalls alle mit einem erfreuten Lächeln und wohlwollendem Nicken begrüsst.
Und dann fuhren wir nach Hause, assen Frühstück und ich trank einen Cognac.
Montag, 28. November 2011
Confused...
Falls jemand das Gefühl hat, hier irgendwie den Anschluss verpasst und den Überblick verloren zu haben und sich fragt, nach wem ich mich gerade sehne...
Don't worry! Ihr seid in guter Gesellschaft.
Da blicken nicht einmal mehr meine engsten Freundinnen durch.
Ich werde nächsten Mittwoch zu einer Frau gehen, die hoffentlich ein wenig Licht in meine Gefühlsverwirrung bringen kann.
Ist es Liebe, Begehren, Verliebtheit, Zuneigung, Seelenverwandtschaft?
Ich lass es Euch wissen, sobald ich mehr weiss...
Don't worry! Ihr seid in guter Gesellschaft.
Da blicken nicht einmal mehr meine engsten Freundinnen durch.
Ich werde nächsten Mittwoch zu einer Frau gehen, die hoffentlich ein wenig Licht in meine Gefühlsverwirrung bringen kann.
Ist es Liebe, Begehren, Verliebtheit, Zuneigung, Seelenverwandtschaft?
Ich lass es Euch wissen, sobald ich mehr weiss...
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| Ich bin gerade über dieses Buch gestolpert. Vielleicht hilft es weiter... |
Sonntag, 27. November 2011
Longing for him
Manchmal überfällt es mich ganz unvermittelt.
Einfach so, aus
dem Nichts.
Dieses starke Gefühl der Sehnsucht.
Dann möchte ich ihn spüren,
ihn umarmen, küssen.
Einfach fühlen. Nur wir beide und dieses starke Gefühl...

Freitag, 25. November 2011
Versatile Rosalie
Diesen hübschen Blog-Award hat mir das Frl. Kapriziös zugedacht! Herzlichen Dank!!

Ich freue mich, dass ich jetzt mal so "out of the blue" sieben Facts preisgeben darf, die meine Blogleser von mir noch nicht wissen:
- Ich bin mal drei Monate lang mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Spuren der Maya durch Zentralamerika getrampt! Und habe es geschafft, mein ganzes Gepäck (inkl. Beautycase, Schlafsack und .. Paar Schuhe! ;-)) in einem einzigen Rucksack (natürlich prallvoll und sauschwer) unterzubringen. Und selbst zu tragen...
. - Ich hatte einmal einen
zweiminütigenzweieinhalbsekündigen Auftritt als Krankenpflegerin in einer Schweizer Folge der Krimiserie "Tatort".
. - Mein zweiter Gynäkologe hat seine Schwägerin umgebracht und zerstückelt und sich dann später im Gefängnis erhängt. Seine erste Frau ist unter mysteriösen Umständen bei einem Brand des Ferienhauses ums Leben gekommen und ein ehemaliger Arztkollege und Konkurrent ist bis heute spurlos verschwunden. (Ich fand ihn eigentlich ganz nett! Bevor das alles an die Öffentlichkeit kam...)
. - Die Geburt meiner Tochter hat eine dreiviertel Stunde gedauert. Der Gynäkologe (Nr. 4 und sehr, sehr vertrauenwürdig...) kam zu spät. Er hat dann mit meinem Mann im Kreissaal ein Bier getrunken, weil es so unglaublich heiss war. (Hitzesommer 2003).
. - Ich bin einmal mit nackten Füssen über glühende Kohle gelaufen. Es hat funktioniert...
. - Mit siebzehn habe ich an einem Stenografiewettbewerb einen Preis gewonnen. Ich konnte damals in vier Sprachen stenografieren.
. - Als Kind habe ich ein Experiment gemacht, das beinahe fatal ausgegangen wäre. Ich wollte wissen, ob es tatsächlich stimmt, dass der Mensch unter Wasser nicht atmen kann... (Nach dem Motto: Schweizer Jugend forscht: vielleicht hat es einfach bloss noch keiner versucht...). Ich weiss jetzt wie sich Wasser in der Lunge anfühlt. "hust, hust..."
Nun stellt sich die Frage, an wen ich den Award weitergeben könnte... Meine Lieblingsblogger haben ihn alle schon gekriegt - fast alle. Ich ändere deshalb mal kurz die Regeln ab und verschenke ihn an zwei Newcomer:
An den beeindruckend versatilen Herrn Castorp und an die umtriebige Frau Karfunkel, die es in kürzester Zeit geschafft hat, sich in unsere Herzen zu bloggen!
Herzlichen Glückwunsch!
Mittwoch, 23. November 2011
Tränen gelacht...
Bürogespräch mit meinem französischsprachigen Arbeitskollegen M.:
Rosalie:
"Ich gehe heute mit einer Freundin essen. Ein kleines Restaurant im Quartier XY. Du wohnst doch dort gleich um die Ecke. Kennst Du es?"
Bürocopain M.:
"Ja! Das kenn isch! Das ist übsch! Und ich gehe eut Abend Poesie ören."
Rosalie: "Oh! Du interessierst Dich für Poesie?"
Bürocopain M.:
"Ein argentinischer Dichter stellt sein neues Büschlein vor. Eine Freundin at misch gefragt, ob isch sie begleite."
Rosalie: "Ach... Dann sind die Gedichte auf spanisch? Du sprichst spanisch?"
Bürocopain M:
"Nein, isch versteh kein Spanisch! Aber meine Freundin at gesagt, dass es dort ein tolles argentinisches Buffet gibt!"
Wir haben Tränen gelacht! :-)))))))
Und ich stelle mir vor, wie M. die spanischen Gedichte über sich ergehen lässt, von Zeit zu Zeit verstohlen auf die Uhr blickt, die andern Gäste mustert, den morgigen Tagesablauf im Kopf durchgeht, sich überlegt, ob er seiner Ex-Frau etwas zu Weihnachten schenken soll und mit wem er Sylvester verbringen wird, dass er unbedingt sein Auto in die Werkstatt bringen muss, um die Winterpneus montieren zu lassen, etc. ... und darauf wartet, dass der Dichter endlich zum Schluss kommt, damit er über das Buffet herfallen kann...

Dienstag, 22. November 2011
Drehbuchreifes Beziehungsleben?
Mein Beziehungsleben ist aktuell in der Tat ein wenig "unübersichtlich". Das finden jedenfalls meine zwei besten Freundinnen... Aber so lange ich selbst den Überblick nicht verliere, ist ja wohl alles noch im grünen Bereich...
SMS-Leo hatte sein WhatsApp auf dem iPhone ein paar Tage ignoriert und ich hatte mir schon Sorgen gemacht... (Stichwort: Hirnerschütterung). Und natürlich machte ich mirals unverbesserliche Zweiflerin auch Gedanken, ob seine SMS-Absenz womöglich mit unserem Treffen in Zusammenhang steht. Zwei mögliche Szenarien hab ich mir ausgedacht:
1. "Wow, sie gefällt mir immer noch so gut wie vor dreiundzwanzig Jahren... Ich ziehe mich besser zurück, bevor ich mir die Finger verbrenne. Schliesslich ist sie ja verheiratet..."
2. "Ist das wirklich die Rosalie von damals? Hmm... Und wie war das noch mal mit der Bikinifigur? Naja, ich schreibe dann irgendwann einmal wieder zurück..."
Gestern gab's Entwarnung! Leo hat sich in alter Frische zurückgemeldet. Er war bloss ein paar Tage im Ausland gewesen.
Gestern hatte ich ausserdem noch einen interessanten Chat mit meinemehemaligen Sexfriend platonischen Freund, der leider mit der unerwartet frühen Heimkehr des Gatten ein etwas abruptes Ende nahm (notfallmässiger Klick auf das Kreuzchen rechts oben). Aber wir haben das Gespräch dann per SMS weitergeführt.
Ja, und dann hat sich zur Feier des Tages wieder einmal Mr. Charming höchstpersönlich gemeldet und sonnige SMS-Grüsse von unterwegs geschickt! Anscheinend hat er mich (noch) nicht vergessen... Dabei hatte ich doch erst vor ein paar Tagen (innerlich) mit ihm abgeschlossen. Hatte mir vorgenommen, ihn definiv zu vergessen. Also das heisst, mein Verstand hat ihn abgeschrieben. Das Herz hinkt ja meistens noch ein wenig hinter der Vernunft nach... On verra.
Ja, und das war gestern noch nicht alles...
Ich überlege gerade, welche interessante Wendung meinBeziehungschaos ähm Beziehungsleben denn heute noch nehmen könnte. Ein neuer Kontakt? Eine Liebeserklärung?
Ich hätte da so eine Idee... Aber die behalte ich lieber für mich. Und noch mehr Protagonisten kann ich Euch wirklich nicht zumuten... Nicht dass meine Leser noch den Überblick verlieren ;-)
SMS-Leo hatte sein WhatsApp auf dem iPhone ein paar Tage ignoriert und ich hatte mir schon Sorgen gemacht... (Stichwort: Hirnerschütterung). Und natürlich machte ich mir
1. "Wow, sie gefällt mir immer noch so gut wie vor dreiundzwanzig Jahren... Ich ziehe mich besser zurück, bevor ich mir die Finger verbrenne. Schliesslich ist sie ja verheiratet..."
2. "Ist das wirklich die Rosalie von damals? Hmm... Und wie war das noch mal mit der Bikinifigur? Naja, ich schreibe dann irgendwann einmal wieder zurück..."
Gestern gab's Entwarnung! Leo hat sich in alter Frische zurückgemeldet. Er war bloss ein paar Tage im Ausland gewesen.
Gestern hatte ich ausserdem noch einen interessanten Chat mit meinem
Ja, und dann hat sich zur Feier des Tages wieder einmal Mr. Charming höchstpersönlich gemeldet und sonnige SMS-Grüsse von unterwegs geschickt! Anscheinend hat er mich (noch) nicht vergessen... Dabei hatte ich doch erst vor ein paar Tagen (innerlich) mit ihm abgeschlossen. Hatte mir vorgenommen, ihn definiv zu vergessen. Also das heisst, mein Verstand hat ihn abgeschrieben. Das Herz hinkt ja meistens noch ein wenig hinter der Vernunft nach... On verra.
Ja, und das war gestern noch nicht alles...
Ich überlege gerade, welche interessante Wendung mein
Ich hätte da so eine Idee... Aber die behalte ich lieber für mich. Und noch mehr Protagonisten kann ich Euch wirklich nicht zumuten... Nicht dass meine Leser noch den Überblick verlieren ;-)
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| Tageshoroskop in der Schweizer Boulevardzeitung |
Montag, 21. November 2011
Gedanken am See
Ich liebe diese mystischen Stimmungen am See.
Kurz innehalten. Sich auf eine Bank setzen und aufs Wasser hinausschauen. Das leise Plätschern der Wellen, die Stille, die nur durch das vereinzelte Kreischen der Möwen unterbrochen wird... das ist Balsam für meine gestresste Seele.
Und ich denke nach. Über mich und über meine Mitmenschen. Wieviel Zeit bleibt mir noch? Was ist mir wichtig im Leben? Was würde ich tun, wenn ich nur noch wenige Wochen und Monate zu leben hätte?
Ein guter Bekannter hat kürzlich eine vernichtende Krebsdiagnose erhalten. Aus heiterem Himmel. Schwarzer Hautkrebs, Stadium 4. Zwei Jahre älter als ich. Er will kämpfen. Was bleibt ihm auch anderes übrig.
In solchen Momenten kommt mir jeweils dieser besoffene Italiener in den Sinn, dem ich vor gut zwanzig Jahren auf einem Fest ohne gross darüber nachzudenken meine Handfläche hingestreckt habe. Ein sogenannter "Handleser" sei er, meinte eine Freundin aus der Zeit, die ihn flüchtig kannte. Alle haben wir ihm die Hände hingestreckt. Kinder und Ehen hat er vorausgesagt. Bloss bei mir hat er gezögert und wollte dann nichts (mehr) sagen...
Und ich habe es vorgezogen, nicht nachzufragen. Und frage mich bis heute, was er wohl "gesehen" hat... Ein schlimmes Schicksal? Werde ich als Mordopfer auf dem Titelblatt der Boulevardpresse enden? Oder einem Verkehrsunfall zum Opfer fallen? Oder war der Kerl einfach bloss müde und betrunken und hatte keine Lust mehr, aus fremden Händen zu lesen?
So einfältig und unbedeutend dieses Erlebnis eigentlich war... man kriegt es nicht mehr aus dem Kopf.
Sonntag, 20. November 2011
Donnerstag, 17. November 2011
Neunundzwanzig, Dreissig!
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| Herzlich willkommen! |
Sind Blogger bloss Selbstdarsteller?
Eigentlich wollte ich ja bloss hier kommentieren. Und mich auch nur ganz kurz fassen... Was wieder einmal gründlich misslungen ist und mich statt dessen dazu veranlasst, meinen eigenen Blog zu alimentieren.
Castorp wirft die Frage auf, ob wir Menschen (und die Blogger im Speziellen) nicht im Grunde der Dinge alle nur Selbstdarsteller sind. Vom Wunsche beseelt, den Mitmenschen unser wahres Ich zu zeigen und als das (an)erkannt zu werden, was wir wirklich sind.
Natürlich sind wir Blogger in gewisser Weise alle Selbstdarsteller und es spielt keine Rolle, ob wir Banales aus unserem Alltag berichten, Lebenskrisen offenbaren oder Selbstgebasteltes präsentieren. Die Sehnsucht nach Anerkennung steckt in uns allen. Und niemand wird ernsthaft behaupten können, dass ihm die Zahl der eingetragenen Leser egal ist. Jeder neue Leser ist Balsam für das Ego. Jeder neue Kommentar eine Bestätigung. Aber es geht um mehr.
Castorp wirft die Frage auf, ob wir Menschen (und die Blogger im Speziellen) nicht im Grunde der Dinge alle nur Selbstdarsteller sind. Vom Wunsche beseelt, den Mitmenschen unser wahres Ich zu zeigen und als das (an)erkannt zu werden, was wir wirklich sind.
Ich persönlich halte es nicht für erstrebenswert, dass meine Mitmenschen im realen Leben alle mein wahres Wesen erkennen. Es ist mir ganz recht, wenn nicht alle hinter meine Fassade blicken können. Wer zu viel von sich preisgibt, wird angreifbar und verletzlich. Ich möchte einfach bloss authentisch sein können und sein dürfen. Das reicht.
Das Bloggen eröffnet uns die Möglichkeit, im Schutz der
Anonymität unseren Gedanken freien Lauf zu lassen, ohne dafür im realen Leben
zur Verantwortung gezogen zu werden. Es lässt uns
Antworten auf offene Fragen finden. Es führt Gleichgesinnte zusammen und ermöglicht uns, in den Weiten des
globalen Dorfs Menschen kennenzulernen, die auf der gleichen Wellenlänge sind, und
die wir im realen Leben nie getroffen hätten. Menschen, die zu Freunden werden
können, so dass wir aus der Anonymität heraustreten und ihnen Einlass in unser
reales Leben gewähren. Menschen, die uns wertvolle Denkanstösse liefern und unser
Leben bereichern. Darum geht es. Nicht nur. Aber vor allem.
Montag, 14. November 2011
Begegnung mit Leo
Sie hat stattgefunden! Unsere erste Begegnung mit Händedruck und Wangenküsschen.
Eine Zeitlang schien unser Treffen auf der Kippe zu stehen. Am Vortag hatte er beim Eishockeytraining (Bodycheck) einen üblen Sturz erlitten und sich eine Schulter- und Handverletzung und eine Hirnerschütterung zugezogen. Nach kurzer Benommenheit hat er trotzdem weitergespielt, bis ein zweiter Sturz ihn endgültig ausser Gefecht gesetzt hat. Seitdem spürt er eine grosse Müdigkeit, hat ein bisschen Kopfschmerzen, keinen Appetit, gelegentlich auftretende Schwindelgefühle und reagiert sehr sensibel auf Lärm. Aber er gehört zur Kategorie der "harten" Kerle und zum Arzt geht man deswegen noch lange nicht... Männer wie er bemühen gerne das Motto "Was mich nicht umbringt, macht mich stark"...
Aber ein Macho ist er deswegen nicht. Er ist keiner dieser Männer, die gerne im Mittelpunkt stehen und mit lauter Stimme den ganzen Tisch unterhalten. Eher das Gegenteil. Er spricht ruhig und besonnen, mit sonorer Stimme aber nicht laut. Wägt seine Worte ab, wirkt ernst und sein trockener Humor ist subtil.
Da war sie wieder. Diese attraktive Mischung aus dem harten Kerl, der im Sport ein Draufgänger ist und mit seinen Freizeitaktivitäten oft bis ans Limit (und ein bissschen darüber hinaus) gegangen ist, mit eiserner Disziplin seinen Körper trainiert und ihm alles abverlangt hat, im Innern aber scheu und sensibel zu sein scheint und niemanden - schon gar keine Frau - so richtig an sich heranlässt. Eine ziemlich attraktive Mischung, die mich schon vor zwanzig Jahren fasziniert hat.
Die etwas bullige Figur - eine Folge des jahrelangen Krafttrainings - steht irgendwie im Widerspruch zu seinem feinen Gesicht mit den schmalen Lippen, die so sensibel wirken, und den warmen braunen Augen. Nicht haselnussbraun, wie ich sie in Erinnerung hatte, sondern dunkelbraun. Ob sich die Augenfarbe im Laufe des Lebens verändert? Wer weiss...
Wir haben uns nur eine gute halbe Stunde alleine unterhalten können. Dann gesellte sich eine Jahrgängerin zu uns und wir haben zu dritt über Ernährungsirrtümer, Sport und Gesundheit gesprochen. Als es Zeit wurde, in den Speisesaal zu wechseln, hat er sich verabschiedet. Der Lärmpegel war hoch und es war eine vernünftige Entscheidung.
Leo hat mir am nächsten Tagen ein SMS geschrieben und gesagt, dass er gerne geblieben wäre, wenn er gekonnt hätte.
Ich weiss, dass es keine Ausrede war und ich habe mich gefreut, dass er trotz seiner gesundheitlichen Probleme kurz vorbeigeschaut hat. Der Treffpunkt war ja zum Glück auch nur fünf Autominuten von seinem Zuhause entfernt. Er war wohl auch einfach neugierig darauf zu sehen, was aus der Rosalie von damals geworden ist...
Er hatte mich eine Stunde vor dem Treffen noch gefragt, wie man sich denn für das Jahrgängertreffen so kleidet. "Casual! Einfach so, wie Du Dich wohl fühlst!" hatte ich geantwortet. "Ok - ich komme im Pijama! ;-))" hatte er zurück gesimst.
Ich hatte ihn als "schnieken" Jungen in Erinnerung. Aber wohl auch deshalb, weil wir Ende der 80er Jahre alle in diesen schrecklichen Bundfaltenhosen und Lumberjacken rumgelaufen sind und uns "herausgeputzt" haben. Und da Leo alleine in einem grossen Haus wohnt, ein deutsches Auto der gehobeneren Preisklasse fährt und im Sommer seine Freizeit auf den Golfplätzen dieser Welt verbringt, hatte ich erwartet, dass er heute eine randlose Brille trägt, ein Poloshirt mit Label und eine sportliche dunkle Hose...
Der Mann, den ich am Samstag Abend getroffen habe, trug eine freche, farbige Brille, ein Sweatshirt mit Kapuze (auf neudeutsch "Hoodie"), eine braune Hose im Cargostyle, braune Sneakers (früher nannte man das Turnschuhe) und ein knallrotes Sweatshirt!
Erfrischend! :-)))
Bin gespannt, ob und wie sich unser SMS-Austausch weiterentwickeln wird und ob es ein weiteres Treffen (nächstes Mal zu zweit!) geben wird... On verra!
Eine Zeitlang schien unser Treffen auf der Kippe zu stehen. Am Vortag hatte er beim Eishockeytraining (Bodycheck) einen üblen Sturz erlitten und sich eine Schulter- und Handverletzung und eine Hirnerschütterung zugezogen. Nach kurzer Benommenheit hat er trotzdem weitergespielt, bis ein zweiter Sturz ihn endgültig ausser Gefecht gesetzt hat. Seitdem spürt er eine grosse Müdigkeit, hat ein bisschen Kopfschmerzen, keinen Appetit, gelegentlich auftretende Schwindelgefühle und reagiert sehr sensibel auf Lärm. Aber er gehört zur Kategorie der "harten" Kerle und zum Arzt geht man deswegen noch lange nicht... Männer wie er bemühen gerne das Motto "Was mich nicht umbringt, macht mich stark"...
Aber ein Macho ist er deswegen nicht. Er ist keiner dieser Männer, die gerne im Mittelpunkt stehen und mit lauter Stimme den ganzen Tisch unterhalten. Eher das Gegenteil. Er spricht ruhig und besonnen, mit sonorer Stimme aber nicht laut. Wägt seine Worte ab, wirkt ernst und sein trockener Humor ist subtil.
Da war sie wieder. Diese attraktive Mischung aus dem harten Kerl, der im Sport ein Draufgänger ist und mit seinen Freizeitaktivitäten oft bis ans Limit (und ein bissschen darüber hinaus) gegangen ist, mit eiserner Disziplin seinen Körper trainiert und ihm alles abverlangt hat, im Innern aber scheu und sensibel zu sein scheint und niemanden - schon gar keine Frau - so richtig an sich heranlässt. Eine ziemlich attraktive Mischung, die mich schon vor zwanzig Jahren fasziniert hat.
Die etwas bullige Figur - eine Folge des jahrelangen Krafttrainings - steht irgendwie im Widerspruch zu seinem feinen Gesicht mit den schmalen Lippen, die so sensibel wirken, und den warmen braunen Augen. Nicht haselnussbraun, wie ich sie in Erinnerung hatte, sondern dunkelbraun. Ob sich die Augenfarbe im Laufe des Lebens verändert? Wer weiss...
Wir haben uns nur eine gute halbe Stunde alleine unterhalten können. Dann gesellte sich eine Jahrgängerin zu uns und wir haben zu dritt über Ernährungsirrtümer, Sport und Gesundheit gesprochen. Als es Zeit wurde, in den Speisesaal zu wechseln, hat er sich verabschiedet. Der Lärmpegel war hoch und es war eine vernünftige Entscheidung.
Leo hat mir am nächsten Tagen ein SMS geschrieben und gesagt, dass er gerne geblieben wäre, wenn er gekonnt hätte.
Ich weiss, dass es keine Ausrede war und ich habe mich gefreut, dass er trotz seiner gesundheitlichen Probleme kurz vorbeigeschaut hat. Der Treffpunkt war ja zum Glück auch nur fünf Autominuten von seinem Zuhause entfernt. Er war wohl auch einfach neugierig darauf zu sehen, was aus der Rosalie von damals geworden ist...
Er hatte mich eine Stunde vor dem Treffen noch gefragt, wie man sich denn für das Jahrgängertreffen so kleidet. "Casual! Einfach so, wie Du Dich wohl fühlst!" hatte ich geantwortet. "Ok - ich komme im Pijama! ;-))" hatte er zurück gesimst.
Ich hatte ihn als "schnieken" Jungen in Erinnerung. Aber wohl auch deshalb, weil wir Ende der 80er Jahre alle in diesen schrecklichen Bundfaltenhosen und Lumberjacken rumgelaufen sind und uns "herausgeputzt" haben. Und da Leo alleine in einem grossen Haus wohnt, ein deutsches Auto der gehobeneren Preisklasse fährt und im Sommer seine Freizeit auf den Golfplätzen dieser Welt verbringt, hatte ich erwartet, dass er heute eine randlose Brille trägt, ein Poloshirt mit Label und eine sportliche dunkle Hose...
Der Mann, den ich am Samstag Abend getroffen habe, trug eine freche, farbige Brille, ein Sweatshirt mit Kapuze (auf neudeutsch "Hoodie"), eine braune Hose im Cargostyle, braune Sneakers (früher nannte man das Turnschuhe) und ein knallrotes Sweatshirt!
Erfrischend! :-)))
Bin gespannt, ob und wie sich unser SMS-Austausch weiterentwickeln wird und ob es ein weiteres Treffen (nächstes Mal zu zweit!) geben wird... On verra!
Sonntag, 13. November 2011
Besuch vom Zaunkönig
Ich sitze am Fenster in meinem Büro vor meinem Notebook, schreibe Kommentare und sinniere über den gestrigen Abend nach und meine Begegnung mit Leo.
Ein nervöses Hüpfen reisst mich aus den Gedanken. Ich blicke durch die waagrecht gestellten Storenlamellen nach draussen und erblicke zwei winzige, zarte Füsschen, die sich auf der Fensterbank um den Rand des graublauen Blumentopfs mit den Echeverien krallen. Die Beinchen gehören zu einem winzigen braunen Vögelchen. Dann fliegt es wieder weg und setzt sich zwei Meter entfernt auf einen der roten Äste des Cornus-Strauchs, der seine Blätter schon verloren hat. Ich erspähe ein zweites braunes Vögelchen. Ob sie ein Paar sind? Daneben hüpft eine Blaumeise von Ast zu Ast.
Ich habe von meinem Fensterplatz aus schon viele verschiedene Vogelarten beobachtet. Aber dieses zerbrechliche Geschöpf habe ich noch nie gesehen. Könnte es sein, dass dies mein erster Zaunkönig ist? Er ist so winzig klein und fragil. Es muss ein Zaunkönig sein! Ich google und lächle.
Ein nervöses Hüpfen reisst mich aus den Gedanken. Ich blicke durch die waagrecht gestellten Storenlamellen nach draussen und erblicke zwei winzige, zarte Füsschen, die sich auf der Fensterbank um den Rand des graublauen Blumentopfs mit den Echeverien krallen. Die Beinchen gehören zu einem winzigen braunen Vögelchen. Dann fliegt es wieder weg und setzt sich zwei Meter entfernt auf einen der roten Äste des Cornus-Strauchs, der seine Blätter schon verloren hat. Ich erspähe ein zweites braunes Vögelchen. Ob sie ein Paar sind? Daneben hüpft eine Blaumeise von Ast zu Ast.
Ich habe von meinem Fensterplatz aus schon viele verschiedene Vogelarten beobachtet. Aber dieses zerbrechliche Geschöpf habe ich noch nie gesehen. Könnte es sein, dass dies mein erster Zaunkönig ist? Er ist so winzig klein und fragil. Es muss ein Zaunkönig sein! Ich google und lächle.
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| Der Zaunkönig |
Freitag, 11. November 2011
SMS-Leo

Morgen Abend findet mein Jahrgängertreffen statt und ich werde ihn treffen!!
Ihm nach 21 Jahren wieder einmal in die haselnussbraunen Augen schauen!
Ich bin ja so gespannt! Und auch ein bisschen nervös...
Drückt mir die Daumen, dass er nicht in letzter Minute kneift und es sich anders überlegt!
Zauberspiegel (2)
Danke, Frau Pepper! Köstlich!
| Spiegel war leider schon ausverkauft! :-( Mandeltorte hingegen nicht! ;-) |
Verbastelt
Eigentlich wollte ich doch nur ein Bild im Header einbauen. Man sollte nicht spätabends an seinem Bloglayout herumbasteln. Schon gar nicht, wenn man das alte Layout noch nicht mal fotografisch festgehalten hat.
Ich wollte alles ändern... Das Ergebnis hat mich nicht überzeugt. Bin nicht in Stimmung dafür. Ich hasse Veränderungen. Ich vermisse mein altes, vertrautes Layout. Jetzt ist alles verbastelt. Irgendwie mein ganzes Leben...
Ich wollte alles ändern... Das Ergebnis hat mich nicht überzeugt. Bin nicht in Stimmung dafür. Ich hasse Veränderungen. Ich vermisse mein altes, vertrautes Layout. Jetzt ist alles verbastelt. Irgendwie mein ganzes Leben...
Donnerstag, 10. November 2011
Zauberspiegel
Rosalie hat neuerdings einen Superbody!!! Und das ganz ohne Workout, Dinner Cancelling, Walken und Liposuktion!
Vorgestern beim Seelentröstershopping habe ich mich beim schwedischen Lieblingsmodeshop in der Umkleidekabine im Spiegel betrachtet - von vorn und hinten notabene - und Bauklötze gestaunt!!
Wusste gar nicht, dass ich so toll aussehe! Die Taille ist mindestens 20 cm geschrumpft, Po dito und die Beine lang wie nie! Also ich würde mal sagen, ich bin entweder über Nacht 25 cm in die Höhe geschossen oder aber mindestens drei Konfektionsgrössen schlanker geworden! Wenn ich im echten Leben so aussehen würde wie in diesem Spiegel, wäre ich mehr als zufrieden. Wunschlos glücklich! Echt! Ok... - beinahe wunschlos glücklich...
Das ist kein Witz!! H&M hat offensichtlich neue Spiegel in den Umkleidekabinen installiert. Es ist mir kürzlich in einer andern Filiale auch schon aufgefallen.
Es sind Zauberspiegel!!!
Böse Zungen könnten jetzt von Manipulation sprechen... Das ist eine neue Dimension der Täuschung! An die makellos schön retouchierten Menschen in den Modejournalen und in der Werbung haben wir uns ja inzwischen gewöhnt - aber nun will man uns sogar im realen Leben in einer schnöden Umkleidekabine an der Nase herumführen und uns ein A für ein X vormachen! Wow! Das ist ganz schön dreist!
Anderseits: ICH WILL ZU HAUSE AUCH SO EINEN SPIEGEL HABEN!!!!!!
Das ist der ultimative gute Laune Spiegel! Und wenn man selbst davon überzeugt ist, dass man soooo toll aussieht wie sein Spiegelbild, dann geht man gleich ganz anders durchs Leben und wird auch anders wahrgenommen!
Vorgestern beim Seelentröstershopping habe ich mich beim schwedischen Lieblingsmodeshop in der Umkleidekabine im Spiegel betrachtet - von vorn und hinten notabene - und Bauklötze gestaunt!!
Wusste gar nicht, dass ich so toll aussehe! Die Taille ist mindestens 20 cm geschrumpft, Po dito und die Beine lang wie nie! Also ich würde mal sagen, ich bin entweder über Nacht 25 cm in die Höhe geschossen oder aber mindestens drei Konfektionsgrössen schlanker geworden! Wenn ich im echten Leben so aussehen würde wie in diesem Spiegel, wäre ich mehr als zufrieden. Wunschlos glücklich! Echt! Ok... - beinahe wunschlos glücklich...
Das ist kein Witz!! H&M hat offensichtlich neue Spiegel in den Umkleidekabinen installiert. Es ist mir kürzlich in einer andern Filiale auch schon aufgefallen.
Es sind Zauberspiegel!!!
Böse Zungen könnten jetzt von Manipulation sprechen... Das ist eine neue Dimension der Täuschung! An die makellos schön retouchierten Menschen in den Modejournalen und in der Werbung haben wir uns ja inzwischen gewöhnt - aber nun will man uns sogar im realen Leben in einer schnöden Umkleidekabine an der Nase herumführen und uns ein A für ein X vormachen! Wow! Das ist ganz schön dreist!
Anderseits: ICH WILL ZU HAUSE AUCH SO EINEN SPIEGEL HABEN!!!!!!
Das ist der ultimative gute Laune Spiegel! Und wenn man selbst davon überzeugt ist, dass man soooo toll aussieht wie sein Spiegelbild, dann geht man gleich ganz anders durchs Leben und wird auch anders wahrgenommen!
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P.S. Weiss zufällig jemand, wie ich an einen solchen Zauberspiegel komme? |
Mittwoch, 9. November 2011
Sexfriends
Sexfriends wollten sie sein. Einen freundschaftlichen Austausch pflegen und hin und wieder einen Schritt weitergehen...
Eine Weile lang haben sie geglaubt, dass es funktionieren könnte. Aber dann wurde aus Sympathie Zuneigung. Und die Zuneigung wurde nicht weniger und irgendwann merkten sie, dass es angezeigt wäre, die Notbremse zu ziehen, da gewisse Rahmenbedingungen keine Liebesbeziehung zulassen. Er hat es für sie getan. Für sie beide. Und das ist gut so.
Gefühle lassen sich auf Dauer nicht mit dem Verstand "kontrollieren". Sie führen ein Eigenleben und sind letztlich unberechenbar.
| Herbstanemonen und Gefühle haben was gemeinsam. Sie lassen sich ungern einschränken und haben eine gewisse Eigendynamik, was ihre Ausbreitung angeht... |

Dienstag, 8. November 2011
Normale Kinder
Dienstag, 19.20 Uhr nach einem langen Schultag plus Klavierstunde (Tochter) plus Tennis (beide).
Sohn (10):
"Mama, dürfen wir auf Deinem Compi noch Pokemon schauen? Wir haben die letzte Folge am Sonntag verpasst!"
Mama Rosalie:
"Nein, sicher nicht mehr heute Abend! Kinder, jetzt esst endlich Euer Abendbrot! Und dann ab ins Bett! Um 20.00 Uhr ist Feierabend!" (Anmerkung: Gatte macht heute Sport)
Sohn (10):
"Aber Mama, Du weisst doch, dass wir um 20.00 Uhr nie und nimmer im Bett sind!
Wir sind doch keine normalen Kinder!!"
Und da hat es Mama Rosalie kurz die Sprache verschlagen. Naja, er hat ja recht. Und die Kinder haben schliesslich auch keine normale Mutter...
Aber alle lieben sich innig und sie bekommt dafür regelmässig den Titel "Beste Mama der Welt" verliehen. Ist doch auch was. Wer braucht schon normale Kinder und normale Mütter?
So, und jetzt werde ich mal versuchen, die beiden bis um 21.00 Uhr noch ins Bett zu kriegen!
Sohn (10):
"Mama, dürfen wir auf Deinem Compi noch Pokemon schauen? Wir haben die letzte Folge am Sonntag verpasst!"
Mama Rosalie:
"Nein, sicher nicht mehr heute Abend! Kinder, jetzt esst endlich Euer Abendbrot! Und dann ab ins Bett! Um 20.00 Uhr ist Feierabend!" (Anmerkung: Gatte macht heute Sport)
Sohn (10):
"Aber Mama, Du weisst doch, dass wir um 20.00 Uhr nie und nimmer im Bett sind!
Wir sind doch keine normalen Kinder!!"
Und da hat es Mama Rosalie kurz die Sprache verschlagen. Naja, er hat ja recht. Und die Kinder haben schliesslich auch keine normale Mutter...
Aber alle lieben sich innig und sie bekommt dafür regelmässig den Titel "Beste Mama der Welt" verliehen. Ist doch auch was. Wer braucht schon normale Kinder und normale Mütter?
So, und jetzt werde ich mal versuchen, die beiden bis um 21.00 Uhr noch ins Bett zu kriegen!
Seelentröster
Was macht Frau, wenn sie sich einsam und traurig fühlt? Richtig, sie geht einkaufen...
Nein, keine Schuhe heute. Auch keine Pralinen. Und schon gar nichts Hochprozentiges. Taugt gar nicht als Seelentröster. Bloss in ganz extremen Ausnahmefällen. Und soweit bin ich noch nicht. Es ist ja bloss ein melancholisches PMS-Herbstnebelstimmung-Herzeleidzwischentief.
Und dann habe ich ihn gefunden. Meinen neuen Seelentröster!!
Er ist anschmiegsam, samtig weich und perfekt zum Kuscheln geeignet. Nein, nein - er muss nicht gefüttert werden, er schnurrt nicht und gibt auch sonst keine Töne von sich und er führt in Rosalies Haus auch nicht zu Niesanfällen. Er ist ganz pflegeleicht!
Er gibt sich mit einem Kleiderbügel im Garderobenschrank zufrieden - wenn er nicht gerade zum Kuscheln und warm geben gebraucht wird. Ich bin mir ziemlich sicher - er wird mein neues Lieblingsteil!
Nein, keine Schuhe heute. Auch keine Pralinen. Und schon gar nichts Hochprozentiges. Taugt gar nicht als Seelentröster. Bloss in ganz extremen Ausnahmefällen. Und soweit bin ich noch nicht. Es ist ja bloss ein melancholisches PMS-Herbstnebelstimmung-Herzeleidzwischentief.
Und dann habe ich ihn gefunden. Meinen neuen Seelentröster!!
Er ist anschmiegsam, samtig weich und perfekt zum Kuscheln geeignet. Nein, nein - er muss nicht gefüttert werden, er schnurrt nicht und gibt auch sonst keine Töne von sich und er führt in Rosalies Haus auch nicht zu Niesanfällen. Er ist ganz pflegeleicht!
Er gibt sich mit einem Kleiderbügel im Garderobenschrank zufrieden - wenn er nicht gerade zum Kuscheln und warm geben gebraucht wird. Ich bin mir ziemlich sicher - er wird mein neues Lieblingsteil!
| Rosalies Kaschmir-Kuschelschalponcho |
Montag, 7. November 2011
Vulnerable
Ich habe es wieder getan. Obwohl ich mir vorgenommen hatte, diesen Fehler nicht mehr zu begehen: Ich habe zuviel von mir preisgegeben! Das macht verletzlich und ich bereue es.
Irgendwo in der Blogwelt habe ich einmal gelesen "Gestehe jemandem Deine Liebe und er wird Dich fortan meiden, sich zurückziehen." Daran habe ich in letzter Zeit häufiger gedacht.
Ich habe keine Liebe "gestanden". Aber Zuneigung. Und es fühlt sich für mich so an, als würde sich diese Person jetzt von mir zurückziehen. Weil sie sich meiner Zuneigung zu sicher ist? Oder weil ihr diese Nähe nicht (mehr) behagt? Oder weil etwas, was anscheinend leicht zu haben ist, plötzlich nicht mehr interessant ist und deshalb seinen Reiz verliert?
Vielleicht auch, weil ich zuviel von mir preisgegeben habe, mein Image gewissermassen selber demontiert habe, indem ich meine Unzulänglichkeiten offengelegt habe? Ich weiss es nicht.
Kein angenehmes Gefühl. Und viele Selbstzweifel.
Irgendwo in der Blogwelt habe ich einmal gelesen "Gestehe jemandem Deine Liebe und er wird Dich fortan meiden, sich zurückziehen." Daran habe ich in letzter Zeit häufiger gedacht.
Ich habe keine Liebe "gestanden". Aber Zuneigung. Und es fühlt sich für mich so an, als würde sich diese Person jetzt von mir zurückziehen. Weil sie sich meiner Zuneigung zu sicher ist? Oder weil ihr diese Nähe nicht (mehr) behagt? Oder weil etwas, was anscheinend leicht zu haben ist, plötzlich nicht mehr interessant ist und deshalb seinen Reiz verliert?
Vielleicht auch, weil ich zuviel von mir preisgegeben habe, mein Image gewissermassen selber demontiert habe, indem ich meine Unzulänglichkeiten offengelegt habe? Ich weiss es nicht.
Kein angenehmes Gefühl. Und viele Selbstzweifel.
Mal aux cheveux
"Mal aux cheveux" hat nichts mit einem bad hair day zu tun. Es ist der charmante französische Ausdruck für das leichte Druckgefühl in der Stirngegend, das sich manchmal nach einem feuchtfröhlichen lustigen Abend am nächsten Morgen nach dem Aufwachen bemerkbar macht.
Und dieses Gefühl hat mich den ganzen Sonntag über begleitet und sich im Laufe des Tages in handfeste Kopfschmerzen verwandelt. Das kommt davon, wenn man sich trotz grosser Müdigkeit nach einem anstrengenden Tag um 20.30 Uhr abends noch dazu aufrafft, ein Bluesfestival zu besuchen und dann bis in die frühen Morgenstunden unterwegs ist. Wenn die Kinder schon mal auswärts schlafen, muss man schliesslich profitieren... Und es hat sich gelohnt! Eine geniale Blues-Session in einem Weinkeller, nette Gespräche mit alten Bekannten und ein klitzekleiner "Flirt".
Ich sass am rechten Rand der kleinen Bühne und mein Mann und ich hatten uns einen der wenigen Stühle geschnappt. Wir waren beide ziemlich müde... und nahmen es in Kauf, sitzend eine halbe Stunde auf den Beginn des nächssten Auftritts zu warten. Es war schon 23.00 Uhr vorbei und die zwei, drei Gläschen Wein hatten mich noch müder gemacht und ich spielte mit dem Gedanken, nach Hause zu fahren. Die Augen fielen mir immer wieder für ein paar Sekunden zu und ich befürchtete schon, in der Öffentlichkeit einzuschlafen und plötzlich vom Stuhl zu fallen. Endlich betraten die Musiker die Bühne. Nach wenigen Minuten war klar, dass sich das Bleiben gelohnt hatte. Und meine Müdigkeit war wie weggepustet!
Auf der Bühne stand ein junger Sänger, Mitte zwanzig, charismatische Bühnenpräsenz, eine Stimme wie ein reifer Mann, und wenn er seine Mundharmonica an die Lippen führte und sich ganz seinen Melodien hingab, stellte sich ein Gänsehautfeeling ein. Die übrigen drei Musiker waren doppelt so alt wie er und der Gitarrist ebenfalls eine Klasse für sich. Als die beiden sich zwischendurch die Solis zuspielten, sich ganz der eigenen Musik hingaben, was sich in ihrer Mimik spiegelte, kam mir plötzlich der Gedanke, dass Musik machen auf einem gewissen Niveau ein wenig wie Sex sein muss... Sich fallen lassen können, sich voll und ganz auf die Musik einlassen und sich von der Melodie wegtragen lassen, sein Fühlen mit Tönen zum Ausdruck zu bringen und die Lust daran steht einem ins Gesicht geschrieben. Und diese Gitarrenriffs, diese Mundharmonikaklänge, die hatten eine Intensität, der man sich nicht entziehen konnte. Es war ein sehr intimes Konzert und die Musiker haben das Publikum voll und ganz in ihren Bann gezogen.
Und dieses Gefühl hat mich den ganzen Sonntag über begleitet und sich im Laufe des Tages in handfeste Kopfschmerzen verwandelt. Das kommt davon, wenn man sich trotz grosser Müdigkeit nach einem anstrengenden Tag um 20.30 Uhr abends noch dazu aufrafft, ein Bluesfestival zu besuchen und dann bis in die frühen Morgenstunden unterwegs ist. Wenn die Kinder schon mal auswärts schlafen, muss man schliesslich profitieren... Und es hat sich gelohnt! Eine geniale Blues-Session in einem Weinkeller, nette Gespräche mit alten Bekannten und ein klitzekleiner "Flirt".
Ich sass am rechten Rand der kleinen Bühne und mein Mann und ich hatten uns einen der wenigen Stühle geschnappt. Wir waren beide ziemlich müde... und nahmen es in Kauf, sitzend eine halbe Stunde auf den Beginn des nächssten Auftritts zu warten. Es war schon 23.00 Uhr vorbei und die zwei, drei Gläschen Wein hatten mich noch müder gemacht und ich spielte mit dem Gedanken, nach Hause zu fahren. Die Augen fielen mir immer wieder für ein paar Sekunden zu und ich befürchtete schon, in der Öffentlichkeit einzuschlafen und plötzlich vom Stuhl zu fallen. Endlich betraten die Musiker die Bühne. Nach wenigen Minuten war klar, dass sich das Bleiben gelohnt hatte. Und meine Müdigkeit war wie weggepustet!

Auf der Bühne stand ein junger Sänger, Mitte zwanzig, charismatische Bühnenpräsenz, eine Stimme wie ein reifer Mann, und wenn er seine Mundharmonica an die Lippen führte und sich ganz seinen Melodien hingab, stellte sich ein Gänsehautfeeling ein. Die übrigen drei Musiker waren doppelt so alt wie er und der Gitarrist ebenfalls eine Klasse für sich. Als die beiden sich zwischendurch die Solis zuspielten, sich ganz der eigenen Musik hingaben, was sich in ihrer Mimik spiegelte, kam mir plötzlich der Gedanke, dass Musik machen auf einem gewissen Niveau ein wenig wie Sex sein muss... Sich fallen lassen können, sich voll und ganz auf die Musik einlassen und sich von der Melodie wegtragen lassen, sein Fühlen mit Tönen zum Ausdruck zu bringen und die Lust daran steht einem ins Gesicht geschrieben. Und diese Gitarrenriffs, diese Mundharmonikaklänge, die hatten eine Intensität, der man sich nicht entziehen konnte. Es war ein sehr intimes Konzert und die Musiker haben das Publikum voll und ganz in ihren Bann gezogen.
Es war unmöglich, sich zu dieser Musik nicht zu bewegen oder still auf seinem Stuhl zu sitzen. Ich betrachtete das Publikum und in der ersten halbkreisförmig angeordneten Reihe am andern Ende der kleinen Bühne fiel mir ein Mann auf. Sicher ein paar Jahre älter als ich und eher unscheinbar. Er hatte ein Lächeln im Gesicht und einen warmen, sensiblen Gesichtsausdruck. Er erinnerte mich an einen Freund und irgendwie kam er mir bekannt vor. Ich konnte nicht anders. Immer wieder fiel mein Blick auf ihn. Er war nicht besonders gross, eher zierlich gebaut, kurze dunkle Haare und er trug eine dezente Brille. Ich hatte das Gefühl, dass er ebenfalls ziemlich oft in meine Richtung blickte, war mir aber nicht sicher, weil das Bühnenlicht sich in den Gläsern seiner Brille spiegelte. Auf meinem Gesicht konnte man sicher ebenfalls die Begeisterung für diese Musik ablesen und vermutlich habe ich ihn angelächelt, wobei das keine Absicht war, eher eine Folge der geniale musikalischen Darbietung ... Als das Konzert zu Ende war, verlor ich ihn aus den Augen, was ich ein wenig bedauerte. Wir wechselten dann in einen andern Keller und der Zufall wollte es, dass sich unsere Wege wieder kreuzten. Er kam in meine Nähe, stand dann anderthalb Meter von mir entfernt und blickte mich an und lächelte. Ich erwiderte das Lächeln, traute mich aber nicht, ihn lange anzuschauen. Ach, ich bin einfach zu schüchtern, um mit fremden Männern zu flirten oder sie sogar anzusprechen - jedenfalls dann, wenn sie mich tatsächlich interessieren... Gerne hätte ich mehr über ihn herausgefunden. Aber ich war ja schliesslich nicht alleine dort und er ja auch nicht. Es war speziell.
Seltsam, wie man sich manchmal zu einer Person hingezogen fühlt, so als ob ein unsichtbares Band vorhanden wäre oder eine geheime Funkfrequenz, die von einer Seele zur andern Seele eine verschlüsselte Botschaft sendet, die man nur erahnen aber nicht verstehen und schon gar nicht entschlüsseln kann. Ich bin gespannt, ob sich unsere Wege irgendwann einmal wieder kreuzen werden.
Alles in allem ein sehr gelungener Abend, der sich bis in die frühen Morgenstunden hingezogen hat. Wir haben Bekannte getroffen, nette Gespräche geführt und sind sage und schreibe erst um 03.40 Uhr nach Hause gekommen! Wie in alten (kinderlosen) Zeiten!
Eine kleine Kostprobe, aufgenommen mit meinem Lieblingsspielzeug
(das Wackeln hat nichts mit dem Alkoholkonsum zu tun! Ehrlich!)
Freitag, 4. November 2011
Bienvenue 26 & 27
Ich freue mich, einen neuen Leser und eine
neue Leserin zu begrüssen!
Herzlich Willkommen auf meinem Blog!
P.S. Ich kann auch kurze Posts schreiben! ;-)
neue Leserin zu begrüssen!
Herzlich Willkommen auf meinem Blog!
P.S. Ich kann auch kurze Posts schreiben! ;-)
Strukturiertes Einkaufen...
Strukturiertes Einkaufen gehört nicht gerade zu meinen grossen Stärken! Und ich muss Gott sei Dank nicht jeden Rappen umdrehen, wenn ich in den Grossverteiler oder den Discounter meines Vertrauens gehe. Ich habe es aufgegeben, Einkaufszettel zu schreiben, da ich mich sowieso nie daran halten kann und wenn ich nachschauen will, welches Putzmittel gerade ausgegangen ist, ist der Zettel meistens nicht mehr auffindbar oder er liegt zu Hause auf dem Wohnzimmertisch.
Während die Kinder im Tennisunterricht sind, statte ich manchmal der lokalen Filiale des deutschen Discounters mit den vier Buchstaben (A... nicht L...) in der Nähe des Tenniscenters einen Besuch ab. Diese Woche war es wieder einmal so weit. Ich bin hingegangen, um die preisgünstige Kinder-Skiunterwäsche zu kaufen, die gemäss Werbebotschaft seit Montag wieder im Angebot ist. Bloss... die war natürlich beinahe schon wieder ausverkauft!
Ich habe die letzten beiden Packungen in Grösse 128 und 140 ergattert. Und sogar in der passenden Farbe. Rosa (128) und blau (140)! Schwein gehabt! Und ich hätte gerne noch mehr davon gekauft! Die sind nämlich nicht bloss fürs Skifahren geeignet, sondern auch im nebligen winterkalten Unterland sehr praktisch, um meine beiden Schulkinder warm zu halten.
Definitiv nicht eingeplant gewesen war der Erwerb dieses Keyboards, das gemäss Angaben auf der Verpackung ziemlich viele coole Funktionen hat und nach einigem Zögern dann schliesslich doch wie von Zauberhand irgendwie in meinen Einkaufswagen gehüpft ist. Zwei Notenbücher mit Karaoke und Lern-CD haben es ihm gleichgetan und die Windlichter mit Mosaikverzierung und die drei Paar Skisocken (davon kann man schliesslich nie genug haben...) ebenfalls. Die letzte Reihe mit verlockenden Angeboten habe ich dann ausgelassen und bin gleich zur Kasse gegangen...
Naja, ist ja schliesslich schon bald Weihnachten! Und so ein Keyboard ist doch ein sinnvolles Geschenk! Und die Tochter kann ja dann darauf ihre Klavierübungen machen. Ist ja langweilig, immer nur auf dem E-Piano zu spielen... Vielleicht klappt's dann mit dem Tempo auch besser, weil das "Instrument" nämlich eine Tempokontrolle hat. Und Mama kann "Set fire to the Rain" von Adele spielen (und singen, wenn sie alleine zu Hause ist). Deswegen hat sie nämlich das Notenbuch gekauft. Und das Buch mit den schönsten klassischen Melodien mit CD als Lernhilfe lag auf dem selben Stapel. Ist doch eigentlich ein Musthave für Pianoanfänger und -wiedereinsteigerinnen. Nicht wahr?
Mein Mann würde sich jetzt wieder amüsieren darüber, dass ich jeweils sehr kreativ darin bin, mir zahlreiche Gründe auszudenken, die einen an und für sich unnötigen Kauf rechtfertigen. Quasi, um mich selbst davon zu überzeugen, dass das eine wirklich tolle Anschaffung war, ein richtiges Schnäppchen eben...
Und nicht, dass mir jetzt jemand mein Aldikeyboard madig macht... Ich will nichts hören! ;-)
Während die Kinder im Tennisunterricht sind, statte ich manchmal der lokalen Filiale des deutschen Discounters mit den vier Buchstaben (A... nicht L...) in der Nähe des Tenniscenters einen Besuch ab. Diese Woche war es wieder einmal so weit. Ich bin hingegangen, um die preisgünstige Kinder-Skiunterwäsche zu kaufen, die gemäss Werbebotschaft seit Montag wieder im Angebot ist. Bloss... die war natürlich beinahe schon wieder ausverkauft!
Ich habe die letzten beiden Packungen in Grösse 128 und 140 ergattert. Und sogar in der passenden Farbe. Rosa (128) und blau (140)! Schwein gehabt! Und ich hätte gerne noch mehr davon gekauft! Die sind nämlich nicht bloss fürs Skifahren geeignet, sondern auch im nebligen winterkalten Unterland sehr praktisch, um meine beiden Schulkinder warm zu halten.
Definitiv nicht eingeplant gewesen war der Erwerb dieses Keyboards, das gemäss Angaben auf der Verpackung ziemlich viele coole Funktionen hat und nach einigem Zögern dann schliesslich doch wie von Zauberhand irgendwie in meinen Einkaufswagen gehüpft ist. Zwei Notenbücher mit Karaoke und Lern-CD haben es ihm gleichgetan und die Windlichter mit Mosaikverzierung und die drei Paar Skisocken (davon kann man schliesslich nie genug haben...) ebenfalls. Die letzte Reihe mit verlockenden Angeboten habe ich dann ausgelassen und bin gleich zur Kasse gegangen...
Naja, ist ja schliesslich schon bald Weihnachten! Und so ein Keyboard ist doch ein sinnvolles Geschenk! Und die Tochter kann ja dann darauf ihre Klavierübungen machen. Ist ja langweilig, immer nur auf dem E-Piano zu spielen... Vielleicht klappt's dann mit dem Tempo auch besser, weil das "Instrument" nämlich eine Tempokontrolle hat. Und Mama kann "Set fire to the Rain" von Adele spielen (und singen, wenn sie alleine zu Hause ist). Deswegen hat sie nämlich das Notenbuch gekauft. Und das Buch mit den schönsten klassischen Melodien mit CD als Lernhilfe lag auf dem selben Stapel. Ist doch eigentlich ein Musthave für Pianoanfänger und -wiedereinsteigerinnen. Nicht wahr?
Mein Mann würde sich jetzt wieder amüsieren darüber, dass ich jeweils sehr kreativ darin bin, mir zahlreiche Gründe auszudenken, die einen an und für sich unnötigen Kauf rechtfertigen. Quasi, um mich selbst davon zu überzeugen, dass das eine wirklich tolle Anschaffung war, ein richtiges Schnäppchen eben...
Und nicht, dass mir jetzt jemand mein Aldikeyboard madig macht... Ich will nichts hören! ;-)
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| Nun ja... der auch! |
Dienstag, 1. November 2011
Back home again
Wieder zu Hause! Sonntag Abend kurz vor Mitternacht sind wir wohlbehalten zu Hause eingetroffen und haben die Kinder schlafend aus dem Auto in die Betten transferiert. Heimkommen ist immer wieder schön. Aber das Haus ist kalt. Richtig kalt - jedenfalls wenn man direkt aus dem warmen Süden kommt. Schätzungsweise 17 C Grad. Auf dem Tisch liegt ein ca. 40 cm hoher Stapel aus Zeitungen, Reklame und schätzungsweise 25 Couverts mit Rechnungen und Mitteilungen. Dann fällt mein Blick auf das Aquarium...
Die Fische sind kaum noch zu erkennen im trüben Wasser und schwimmen auffällig an der Oberfläche, so als würden sie in in kürze nach Luft schnappen. Dabei habe ich das Wasser und den Filter erst vor zwei Wochen gewechselt! Das Wasser riecht schon unangenehm und die Glaswände sind voller Algen und... das Wasser ist saukalt und überall schwimmt Fischfutter herum...
Ich befürchte, dass die guten Geister, die das Haus und unsere einzigen Haustiere während unserer Abwesenheit gehütet haben, den Goldies eine Zweimonatsration Goldfischflocken in 14 Tagen verfüttert haben. Und weil das Wasser zu kühl geworden ist - weil mein Mann die Heizung auf das Minimum gestellt hat - haben sie vermutlich nicht mehr viel gefressen...
Und die Zeitschaltuhr, die mein Mann auf mein Geheiss im Keller gesucht, gefunden und dann für die Beleuchtung des Aquariums installiert hat (ich mach das sonst manuell), hat er vorsichtshalber an der Hauptsteckdose installiert. Der Filter ist deshalb gleichzeitig mit der Neonbeleuchtung nur ein paar Stunden täglich gelaufen, anstatt rund um die Uhr. Manche Dinge sollte man einfach nicht delegieren... oder zumindest nachkontrollieren. Aber dafür hatte ich einfach vor der Abreise keine Zeit mehr. Jedenfalls haben die Goldies überlebt. Die sind wirklich hart im Nehmen. Respekt!
Und dreimal dürft ihr raten, was Rosalie um ein Uhr morgens dann gemacht hat...
Also, merkt Euch: Wenn eines Eurer Kinder Euch eines Tages mit grossen flehenden Augen anschaut und darum bittet, die Goldfische aus Nachbars Schwimmteich fangen zu dürfen, um sie vor den ausgesetzten Raubfischen zu retten, weil die Goldies im Naturpool unerwünscht sind und sich unkontrolliert vermehren... und ihr nicht ganz, ganz sicher seid, dass der geplante Teich im eigenen Garten auch wirklich in den nächsten Monaten und Jahren gebaut werden wird und ihr keine Lust darauf habt, in regelmässigen Abständen ein grösseres Aquarium zu kaufen und zu pflegen: Sagt einfach: "NEIN!!! Tut mir leid, mein Sohn! Mama hat keine Zeit, sich darum zu kümmern. Fressen und gefressen werden. Das ist halt die Natur..."
In einem verschmutzten Aquarium jämmerlich zu ersticken hingegen nicht. Das ist Tierquälerei und deshalb habe ich wohl oder übel bis um zwei Uhr nachts noch den Filter gereinigt und 100 Liter Wasser ausgewechselt... Der Alltag hat mich wieder.
Die Fische sind kaum noch zu erkennen im trüben Wasser und schwimmen auffällig an der Oberfläche, so als würden sie in in kürze nach Luft schnappen. Dabei habe ich das Wasser und den Filter erst vor zwei Wochen gewechselt! Das Wasser riecht schon unangenehm und die Glaswände sind voller Algen und... das Wasser ist saukalt und überall schwimmt Fischfutter herum...
Ich befürchte, dass die guten Geister, die das Haus und unsere einzigen Haustiere während unserer Abwesenheit gehütet haben, den Goldies eine Zweimonatsration Goldfischflocken in 14 Tagen verfüttert haben. Und weil das Wasser zu kühl geworden ist - weil mein Mann die Heizung auf das Minimum gestellt hat - haben sie vermutlich nicht mehr viel gefressen...
Und die Zeitschaltuhr, die mein Mann auf mein Geheiss im Keller gesucht, gefunden und dann für die Beleuchtung des Aquariums installiert hat (ich mach das sonst manuell), hat er vorsichtshalber an der Hauptsteckdose installiert. Der Filter ist deshalb gleichzeitig mit der Neonbeleuchtung nur ein paar Stunden täglich gelaufen, anstatt rund um die Uhr. Manche Dinge sollte man einfach nicht delegieren... oder zumindest nachkontrollieren. Aber dafür hatte ich einfach vor der Abreise keine Zeit mehr. Jedenfalls haben die Goldies überlebt. Die sind wirklich hart im Nehmen. Respekt!
Und dreimal dürft ihr raten, was Rosalie um ein Uhr morgens dann gemacht hat...
Also, merkt Euch: Wenn eines Eurer Kinder Euch eines Tages mit grossen flehenden Augen anschaut und darum bittet, die Goldfische aus Nachbars Schwimmteich fangen zu dürfen, um sie vor den ausgesetzten Raubfischen zu retten, weil die Goldies im Naturpool unerwünscht sind und sich unkontrolliert vermehren... und ihr nicht ganz, ganz sicher seid, dass der geplante Teich im eigenen Garten auch wirklich in den nächsten Monaten und Jahren gebaut werden wird und ihr keine Lust darauf habt, in regelmässigen Abständen ein grösseres Aquarium zu kaufen und zu pflegen: Sagt einfach: "NEIN!!! Tut mir leid, mein Sohn! Mama hat keine Zeit, sich darum zu kümmern. Fressen und gefressen werden. Das ist halt die Natur..."
In einem verschmutzten Aquarium jämmerlich zu ersticken hingegen nicht. Das ist Tierquälerei und deshalb habe ich wohl oder übel bis um zwei Uhr nachts noch den Filter gereinigt und 100 Liter Wasser ausgewechselt... Der Alltag hat mich wieder.
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