Dienstag, 1. November 2011

Back home again

Wieder zu Hause! Sonntag Abend kurz vor Mitternacht sind wir wohlbehalten zu Hause eingetroffen und haben die Kinder schlafend aus dem Auto in die Betten transferiert. Heimkommen ist immer wieder schön. Aber das Haus ist kalt. Richtig kalt - jedenfalls wenn man direkt aus dem warmen Süden kommt. Schätzungsweise 17 C Grad. Auf dem Tisch liegt ein ca. 40 cm hoher Stapel aus Zeitungen, Reklame und schätzungsweise 25 Couverts mit Rechnungen und Mitteilungen. Dann fällt mein Blick auf das Aquarium...

Die Fische sind kaum noch zu erkennen im trüben Wasser und schwimmen auffällig an der Oberfläche, so als würden sie in in kürze nach Luft schnappen. Dabei habe ich das Wasser und den Filter erst vor zwei Wochen gewechselt! Das Wasser riecht schon unangenehm und die Glaswände sind voller Algen und... das Wasser ist saukalt und überall schwimmt Fischfutter herum...

Ich befürchte, dass die guten Geister, die das Haus und unsere einzigen Haustiere während unserer Abwesenheit gehütet haben, den Goldies eine Zweimonatsration Goldfischflocken in 14 Tagen verfüttert haben. Und weil das Wasser zu kühl geworden ist - weil mein Mann die Heizung auf das Minimum gestellt hat - haben sie vermutlich nicht mehr viel gefressen...

Und die Zeitschaltuhr, die mein Mann auf mein Geheiss im Keller gesucht, gefunden und dann für die Beleuchtung des Aquariums installiert hat (ich mach das sonst manuell), hat er vorsichtshalber an der Hauptsteckdose installiert. Der Filter ist deshalb gleichzeitig mit der Neonbeleuchtung nur ein paar Stunden täglich gelaufen, anstatt rund um die Uhr. Manche Dinge sollte man einfach nicht delegieren... oder zumindest nachkontrollieren. Aber dafür hatte ich einfach vor der Abreise keine Zeit mehr. Jedenfalls haben die Goldies überlebt. Die sind wirklich hart im Nehmen. Respekt!

Und dreimal dürft ihr raten, was Rosalie um ein Uhr morgens dann gemacht hat...

Also, merkt Euch: Wenn eines Eurer Kinder Euch eines Tages mit grossen flehenden Augen anschaut und darum bittet, die Goldfische aus Nachbars Schwimmteich fangen zu dürfen, um sie vor den ausgesetzten Raubfischen zu retten, weil die Goldies im Naturpool unerwünscht sind und sich unkontrolliert vermehren... und ihr nicht ganz, ganz sicher seid, dass der geplante Teich im eigenen Garten auch wirklich in den nächsten Monaten und Jahren gebaut werden wird und ihr keine Lust darauf habt, in regelmässigen Abständen ein grösseres Aquarium zu kaufen und zu pflegen: Sagt einfach: "NEIN!!! Tut mir leid, mein Sohn! Mama hat keine Zeit, sich darum zu kümmern.  Fressen und gefressen werden. Das ist halt die Natur..."

In einem verschmutzten Aquarium jämmerlich zu ersticken hingegen nicht. Das ist Tierquälerei und deshalb habe ich wohl oder übel bis um zwei Uhr nachts noch den Filter gereinigt und 100 Liter Wasser ausgewechselt... Der Alltag hat mich wieder.





3 Kommentare:

  1. Och Mensch, der Alltag hat dich aber schnell wieder in Empfang genommen. Ich hoffe, die Erholung ist bei der Goldfisch-Rettungsaktion nicht gleich vollends verpufft. ;)

    Ich dachte mir schon, dass so ein Aquarium nicht so pflegeleicht ist, wie es den Anschein hat. Darum hab ich damals ganz laut "NEIN" gesagt, als der Junior danach fragte. ;D

    AntwortenLöschen
  2. Ich kann nur den unsterblichen Mani Matter zitieren:

    "Und i ha mir a däm Abe im Bett en
    Orde zuegschproche für mi ganz allei"

    Bienvenue Rosalie!!

    AntwortenLöschen
  3. @Anna

    Eigentlich sollte man nach dem Herbsturlaub noch eine zusätzliche Woche Ferien nehmen, um den Wäscheberg zu bewältigen, die ganzen Sachen wieder zu verstauen, die Sommerkleider einzumotten und die Wintersachen rauszusuchen... Und glaub mir, Du hast Dir mit Deinem NEIN einen Gefallen getan! :-)


    @Castorp

    Lieben Dank für das herzliche Bienvenue!

    Es war ein gutes Gefühl, nach gelungener mitternächtlicher Goldfischrettungsaktion und ziemlich erschöpft von der  4'000 km langen, zehnstündigen Reise endlich ins eigene Bettchen zu fallen…

    AntwortenLöschen