Freitag, 14. Oktober 2011

Kofferpacken & Lastminuteaktivitäten

Kofferpacken finde ich stressig, weil ich kein entscheidungsfreudiger Mensch bin. Und weil ich mich nicht zwischen A und B entscheiden kann, packe ich dann in der Regel A+B in den Koffer. Dasselbe bei den Schuhen. Tennisschuhe, Schuhe die golfplatztauglich sind, weil sie aussehen wie Golfschuhe aber eigentlich keine sind (falls ich einen Anfängerkurs besuche), geschlossene Riemchenpumps, bequeme Sandalen mit mittleren und etwas höheren Absätzen, die goldfarbenen mit den hohen Absätzen (wenn ich sie diesmal nicht tragen kann  - wann dann??),  strassentaugliche Flipflops (hellblau oder schwarz oder beide?) und dann noch die Schuhe mit Mesh, die wassertauglich sind... Schluss, das reicht!

Und das selbe für zwei Kinder! Wenigstens haben die nicht so viele Schuhe wie die Mama. Aber das Kofferpacken mit Tochter (8) ist auch nicht ohne, weil sie klare Vorstellungen davon hat, was sie mitnehmen möchte. Nämlich am liebsten alles... und sie hat einen ziemlich grossen, ziemlich vollen Kleiderschrank. Und dann noch die Spielsachen: Die neuen kleinen rosa, hellblau, hellgrün, orange und weissen Legoteilchen mitsamt der blauen Legobodenplatte müssen auch mit. Und die eine oder andere Barbie. Sohnemann (10) ist zum Glück weit weniger anspruchsvoll. Welche Kleider ich für ihn einpacke, interessiert ihn nicht die Bohne - und mitnehmen will er nur seine elektronischen Gadgets...

Aber Supermama wird noch das kleine Fischernetz vom Goldfischaquarium einpacken, einen kleinen Plastikeimer, zwei kleine Schaufeln... weil sie genau weiss, dass die Kinder immer noch sehr gerne im Sand rumwühlen und Burgen bauen (und sie keine Lust hat, zum x-ten mal ein neues überteuertes Strandbuddelset zu kaufen...). Und dann noch die Tennisrackets, die Schnorchelausrüstungen, etc... und das alles sollte in vier Koffer à max. 20 kg passen...

Das Kapitel über die Kosmetikartikel erspar ich Euch... Jedenfalls waren Flugreisen früher weit weniger umständlich, als Frau die ganzen Fläschen und Tiegel noch tel quel in Originalgrösse vom Badezimmerschränkchen in ein Beautycase umpacken und als Handgepäck mitnehmen durfte...

Meine Mutter pflegte jeweils am Vorabend einer Reise meinen Vater an den Rande des Nervenzusammenbruchs zu bringen, weil sie immer kurz vor der Abreise noch das dringende Bedürfnis verspürte, ihre Reisegarderobe mit einem neuen selbstgenähten Teil zu  komplettieren... Sie sass dann jeweils bis weit nach Mitternacht  noch an der Nähmaschine... Ich denke, sie tut das heute noch und hoffe, mein Vater hat sich inzwischen daran gewöhnt. ;-)

Ich habe gewisse Veranlagungen mütterlicherseits  geerbt... aber ich beschränke mich darauf, am Vorabend der Reise Hosenbeine, die ich bis dato hochgekrempelt habe, noch schnell mit Saumfix zum Aufbügeln einzukürzen und Blogposts zu schreiben, obwohl ich dafür überhaupt keine Zeit hätte.

Und wenn ich jetzt noch das Ladekabel der kleinen S*ony-Kompaktkamera finden würde... 

Und ich muss unbedingt noch die Wahlunterlagen ausfüllen und vorher wollte ich eigentlich noch Smartvote ausprobieren...

Und dann sollte ich vielleicht wieder einmal ein Backup von meinem Lieblingsspielzeug machen. Das Update auf das neue Betriebssystem verschiebe ich auf jeden Fall bis nach den Ferien. Diese Cloudgeschichte ist mir nicht ganz geheuer...  Es gibt da nämlich gewisse Fotos auf meinem Eifon, die ich jeweils in einem  geheimen Notizbüchlein abspeichere (Psst! Nicht weitersagen!)  und es wäre suboptimal, wenn diese SMS-Gesprächsfotos dann kurz bevor ich sie wieder aus dem Fotoalbum lösche wie von Zauberhand über diese Cloud auf das Familien-Eipäd-Fotoalbum transferiert würden. Ich habe das dumpfe Gefühl, diese Datenwolke hat ihre Tücken und bringt ganz neue Probleme mit sich...




4 Kommentare:

  1. Ich wünsche Euche einen ganz tollen Urlaub! Kommt gesund wieder!

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  2. Ich wünsche Dir entspannte Tage, erhol Dich gut.

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  3. Ich wünsche trotz allen unglücklichen Umständen schöne Ferien. Ein Trostpflaster: Gerade höre ich in den Nachrichten, dass die ägyptische Übergangsregierung neue Gesetze zum Schutz religiöser Minderheiten erlassen hat. Das lässt doch hoffen.

    Was das Packen angeht, empfehle ich für das nächste Jahr Ferien in einer Alphütte, die nur zu Fuss zu erreichen ist. Da überlegt man sich automatisch, wie viele Paar Schuhe mitmüssen ;-)

    Happy Landing in Ägypten!

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